Bestand 214 Otto Lenz, Wanne-Eickel - Bergassessor a. D., Bergwerksdirektor



Laufzeit : 1818 - 1942



Inhalt : Besondere Benutzungsbedingungen
Geboren am 22. September 1903 in Herten (Westfalen) - gestorben am 29. Dezember 1989 in Essen
Otto Lenz wurde 1903 in Herten (Westfalen) als Sohn des Bergassessors Otto Lenz geboren. Seine Schulausbildung am humanistischen Gymnasium in Recklinghausen schloss er Ostern 1922 mit der Reifeprüfung ab. Anschließend begann er seine praktische Lehrzeit als Bergbaubeflissener auf den Zechen Schlägel & Eisen 1/2 und Schlägel & Eisen 3/4 in Herten bzw. Langenbochum, der Erzgrube Neue Haardt in Weidenau (Siegerland) und auf der Schachtanlage Unser Fritz 5 in Wanne.

Im Wintersemester 1922/1923 ließ Lenz sich an der Universität Tübingen immatrikulieren und studierte Mathematik und Naturwissenschaften. Zum Sommersemester 1924 wechselte er zur Bergakademie Clausthal, wo er im Oktober desselben Jahres das Diplomvorexamen der Fachrichtung Bergbau bestand. Im Anschluss an ein an der Technischen Hochschule München absolviertes Semester (Wintersemester 1924/1925) kehrte er an die Bergakademie Clausthal zurück. Dort schloss Otto Lenz sein Bergingenieurstudium im Januar 1927 mit der Diplomprüfung ab.

Nach der Ernennung zum Bergreferendar am 13. April 1927 begann er seine praktische Ausbildung auf der Zeche Westerholt. Die staatliche Ausbildung absolvierte er an den Bergrevieren Ost-Recklinghausen und Düren und bei der Badeverwaltung in Bad Oeynhausen. Während seiner Reisezeit besuchte Lenz sämtliche preußischen Bergbaubezirke sowie England, Wales, Schottland und Ostoberschlesien. Vom 1. Oktober 1928 bis 31. Juli 1929 war er am Oberbergamt in Dortmund beschäftigt. Am 9. April 1930 erfolgte seine Ernennung zum Bergassessor. Von 1930 bis 1931 war er als Obersteiger beim sowjetischen Schachtbautrust in Charkow beim Abteufen und bei den Ausrichtungsarbeiten der Schachtanlage Uslowaya bei Nikitowka (Donezbecken) tätig. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland trat Lenz in den Dienst der Mansfeld AG für Bergbau- und Hüttenbetrieb in Bochum-Langendreer und wurde als Grubensteiger beim Steinkohlenbergwerk Mansfeld beschäftigt. Nachdem er im darauf folgenden Jahr einen Lehrgang zur Ausbildung von Schießsteigern an der Bochumer Bergschule besucht hatte, wurde ihm die Stellung des Schießsteigers übertragen. Ende 1932 fungierte Lenz als Hilfssteiger bei der Direktion. Im Oktober 1933 wurde er zum stellvertretenden Betriebsführer des Steinkohlenbergwerks Mansfeld ernannt.

Ende 1933 wechselte Lenz zur Bergwerksgesellschaft Hibernia: Zunächst als technischer Hilfsarbeiter (Abteilung Zeche Shamrock 1/2 in Herne und Zeche Shamrock 3/4 in Wanne-Eickel) eingestellt und 1935 stieg er zum Betriebsdirektor der Betriebsanlage Shamrock 3/4 auf. Anschließend war Otto Lenz als Bergwerksdirektor der Zeche Wilhelmine-Victoria 1/4 tätig. Personalakten des Markscheiders Friedrich Wilhelm Lenz (*1837-†1917)
Personalakten des Bergassessors a. D. Otto Lenz (*1867-†1942)
Personalakten des Bergassessors a. D. Otto Lenz (*1903-†1989)
Tagebuch des Bergbaubeflissenen Otto Lenz vom 1.3.1922-19.4.1925
Reisetagebuch und Fahrscheine vom 1.9.-30.9.1927 und vom 1.2.-31.3.1928
Studien- und Prüfungsunterlagen
Staatswissenschaftliche Probearbeit des Bergreferendars Otto Lenz/
Weitere Prüfungsarbeiten
Arbeits- und Lohnbücher
Stammbaum der Familie Lenz
Privater Schriftwechsel
Auszüge aus dem Berg-Gegenbuch 1818-1851 (17)
Rauenthaler Eisenbahnangelegenheiten
Klage Weygand./.Heintzmann
Unterlagen betr. Besitzungen Heintzmann
Kontobuch über Zubußen und Ausbeuten 1856-1872
Fotos
Risse/Pläne

Umfang : 0,3 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferung im Bergbau-Archiv: Hibernia AG (Bestand 32)

Literatur : Walter Serlo: Die Preußischen Bergassessoren, 5. Aufl., Essen 1938, S. 483 f.
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