Bestand 22 Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG, München



Laufzeit : 1891 - 1972



Inhalt : 1974 übergab die Hauptverwaltung der Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke AG dem Bergbau-Archiv einen Bestand von wenigen Akten aber zahlreichen Rissen aus der Markscheiderei des stillgelegten Kohlenbergwerks Peißenberg.

Nach dem Pariser Frieden (20. November 1815) erhielt Bayern die bereits im 18. Jahrhundert betriebenen Steinkohlengruben St. Ingbert und Mittelbexbach an der Saar, die ab 1816 als bayerische Staatsgruben für ein Jahrhundert betrieben wurden, bis sie durch den Vertrag von Versailles (1919) ab Januar 1920 in die Verwaltung der Mines Domaniales Françaises du Bassin de la Sarre überführt wurden und später in die Saargruben AG übergingen. Aus der Zeit der bayerischen Verwaltung sind zahlreiche Risse der Gruben in der Markscheiderei erhalten geblieben.

Unter den geologischen Unterlagen fand sich eine vollständige Ausgabe der Geologischen Landeskarte von Bayern in fünf Lieferungen, zum Teil mit Erläuterungen (1861 bis 1897), sowie Unterlagen zur geologischen Aufnahme des Fichtelgebirges und des Frankenlandes, außerdem zahlreiche Rissunterlagen verschiedener kleiner Erzvorkommen in Thüringen, nördlich der bayerischen Landesgrenze.

Das Grubenbild der Grube Peißenberg im Maßstab 1:2 000 ist nahezu vollständig erhalten, zum Teil als Lichtpausen, zum Teil als Transparente. Die Bestandteile des Zulegerisswerkes befinden sich im Bayerischen Oberbergamt, München. Geologische Unterlagen und Karten sind im Bayerischen Geologischen Landesamt deponiert.

Der Hauptbestand der Akten des Bergwerks Peißenberg, das von 1837 bis 1927 ein reiner Staatsbetrieb war, wurde nach der Stilllegung des Grubenbetriebs (1971) von der Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke AG 1972 an das Staatsarchiv München abgegeben. Grube Peißenberg/Grube Peiting 1924-1972 (11)
Gewerkschaft Marienstein GmbH 1951-1958 (11)
Verschiedene Unterlagen bayerischer Mineralvorkommen 1891-1924, 1953-1962 (12)
Geschäftsberichte (3)
Karten/Pläne/Risse
Grube Peißenberg
Grube Mittelbexbach
Grube St. Ingbert
Verschiedene Erzbergwerke in Bayern
Geologische Übersicht Bayerns

Umfang : 0,6 m

Verweis : Die Hauptüberlieferung befindet sich im Staatsarchiv München (Findbuch im Bergbau-Archiv vorhanden)

Literatur : Festschrift zum Bergfest St. Ingbert 1952, o. O. o. J.
Gerd Schuster: 200 Jahre Bergbau an der Saar 1754-1954, Bielefeld 1955.
Gerhard Jungk: Der Kohlenbergbau am Hohenpeißenberg, in: Geologica Bavarica, Bd. 73: Die oberbayerische Pechkohle, hrsg. vom Bayerischen Geologischen Landesamt, 1975, S. 25-35, sowie die Aufsätze von H. Heißbauer, P. Geissler und L. Pinsl im gleichen Band.
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken