Bestand 37 Schachtanlage Brassert, Marl



Laufzeit : 1906 - 1974



Inhalt : 1906, ein Jahr nach ihrer Gründung, begann die Gewerkschaft Brassert - benannt nach Hermann Brassert, dem Schöpfer des Allgemeinen Preußischen Berggesetzes und langjährigem Direktor des Oberbergamtes Bonn - mit dem Abteufen ihres Schachtes 1 und 1910 mit der Aufnahme der Förderung. Doch bereits 1917 gingen alle Kuxe an die Rheinischen Stahlwerke. 1922 erfolgte die Löschung der Gewerkschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und den alliierten Neuordnungsmaßnahmen verblieb die Schachtanlage im Besitz der Rheinischen Stahlwerke, die ihr Bergbauvermögen 1952 auf die Arenberg Bergbau-GmbH übertrug und später in Rheinstahl Bergbau AG umbenannte.

Die Akten reichen von den Anfängen der Gewerkschaft Brassert bis zur Einbringung in die Ruhrkohle AG durch die Rheinstahl Bergbau AG im Jahr 1969. Sie dokumentieren nicht nur Teile der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme der Zeche im Verlauf von sieben Jahrzehnten, sondern belegen ausschnitthaft auch ein historisches Kapitel der Rohstoffpolitik der Rheinischen Stahlwerke. Der zeitliche Schwerpunkt der Aktenüberlieferung liegt allerdings in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Die Schachtanlage wurde im August 1972 stillgelegt, die Übernahme der Akten erfolgte im gleichen Jahr. Der überwiegende Teil der Akten erwies sich als nicht archivwürdig. Werksdirektion Brassert, Marl
Geschäftsführung der Gewerkschaft Brassert 1906-1924 (10)
Schriftwechsel der Werksleitung mit der Rheinischen Stahlwerke AG 1917-1922 (1)
Schriftwechsel der Werksleitung mit der Abteilung Bergbau der Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke AG 1923-1970 (15)
Schriftwechsel der Direktion mit der Abteilung Centrum-Morgensonne der Rheinischen Stahlwerke AG 1918-1967 (2)
Schriftwechsel der Direktion mit der Abteilung Bergtechnik der Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke AG 1946-1969 (9)
Schriftwechsel der Direktion mit der Zentralmarkscheidereider Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke AG 1922-1927 (2)
Betrieb der Anlage 1906-1974 (14)
Grundstücke/Wohnungsbau 1906-1962 (7)
Kohleabsatz 1912-1966 (7)
Belegschaftsfragen 1908-1970 (33)
Karten/Pläne/Risse


Umfang : 3,6 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferung im Stadtarchiv Recklinghausen: Herzoglich-Arenbergisches Archiv (Findbuch im Bergbau-Archiv vorhanden)

Literatur : Jakob Haßlacher: Der Werdegang der Rheinischen Stahlwerke, Essen 1936.
Gerhard Gebhardt: Ruhrbergbau. Geschichte, Aufbau und Verflechtung seiner Gesellschaften und Organisationen, Essen 1957, S. 85-93.
Paul Wiel: Wirtschaftsgeschichte des Ruhrgebietes, Essen 1970, S. 176.
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