Bestand 38 Bergwerksgesellschaft Walsum AG, Walsum



Laufzeit : 1945 - 1977



Inhalt : Hervorgegangen aus den 1888 durch August Thyssen erkundeten rechtsrheinischen Feldern nördlich von Hamborn, wurde die Grube 1903 als Gewerkschaft Rhein 1 gegründet. Nach verschiedenen Betriebseinstellungen wurde die Erschließung durch die Thyssen-Erben wieder aufgenommen und zu diesem Zweck 1926 die 100-teilige Gewerkschaft Bergwerksgesellschaft Walsum gegründet. 1927 erwarb die Thyssen''sche Gas- und Wasserwerke GmbH die Gesellschaft als Alleinbesitzer vor allem zur Kohleveredelung und zum Kraftwerksbetrieb. Ab 1930 wurde die Eigenförderung aufgenommen, ab 1936 erfolgte der regelmäßige Förderbeginn. 1945 musste aufgrund von Kriegsschäden der Betrieb kurzzeitig eingestellt werden und im Zuge der Konzernentflechtung wurde die Bergwerksgesellschaft selbstständige GmbH. In der Folgezeit wurden mehrere neue Felder hinzu erworben. 1963 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, deren Aktienmehrheit 1966 von der Hollandsch-Amerikaansche Beleggingsmaatschappij, Rotterdam, erworben wurde und die 1969 an die Steinkohlen-Elektrizität AG in Essen überging. 1969 wurde die Unternehmung in die Ruhrkohle AG eingebracht. Gegenwärtig werden in Walsum Flöze von 185 bis 224 cm Mächtigkeit in 913 bzw. 800 Meter Tiefe abgebaut. 1986 lag die tägliche Fördermenge bei 12 928 t, die Zahl der Beschäftigten betrug 4 450 Mitarbeiter. Die Akten stammen zum Teil aus dem Nachlass von Dr. Hans Korsch, Vorstandsmitglied der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, der 1969 Aufsichtsratsmitglied der Walsum AG war. Geschäftsberichte 1957, 1963-1969 (8)
Belegschafts- und Sozialberichte 1945-1967 (11)
Aufsichtsratssitzungen/Hauptversammlungen 1969-1970 (1)
Presseausschnittsammlung/Werkzeitschrift 1953-1977 (4)
Fotos

Umfang : 8 m

Literatur : Rudolf Stampfuß: Walsum. Vom Dorf zur Industriegemeinde, hrsg. von der Bergwerksgesellschaft Walsum, o. O. [1955].
Herbert Barking/Franz Schulte: Verbundwerk und Kraftwerk Walsum, Dinslaken 1969.
Friedrich-Karl Bassier/Egon Kallrath: Die Geschichte eines Bergwerkes, zusammengestellt aus Anlass der 50-jährigen Wiederkehr der Aufnahme der Kohleförderung 1939, o. O. [1989].
Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997, 2. Aufl., Bochum 1998, S. 1000 f.
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