Bestand 98 Schachtanlage Ver. Klosterbusch, Bochum



Laufzeit : 1858
1908 - 1964



Inhalt : In (Essen-) Werden betrieb die Gewerkschaft Ver. Klosterbusch bis 1879 die Eisensteinzeche gleichen Namens, die 1857 aus der Konsolidierung der Eisensteinbergwerke Marcus und Klosterbusch hervorgegangen war. 1918 erwarb die Gewerkschaft die Steinkohlengewerkschaften Sonnenschein, Johann-Diedrich und Buchwald in (Bochum-) Querenburg. Kohle wurde aus zwei tonnlägigen Schächten gefördert. Kohlenwäsche, Aufbereitung und das Verwaltungsgebäude befanden sich auf dem linken Ruhrufer in (Witten-) Herbede. Über eine zwei Kilometer lange Drahtseilbahn wurde die Kohle von der Zeche über die Ruhr zur Verladung nach Herbede gebracht. 1923 wurde der Hauptschacht abgeteuft, 1937 Schacht 2 als Wetterschacht in Betrieb genommen. 1955 wurde ein zweiter Wetterschacht an der Haarstraße errichtet. Die Belegschaft betrug 1959 rund 1 000 Mitarbeiter. Am 31. Juli 1961 wurde die Schachtanlage geschlossen.

Von den Altakten der Anlage ist außerhalb der bergbehördlichen Überlieferung nur noch das vorliegende Gewerkschaftliche Grubenbild erhalten, das 1982 von der Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks-AG (VEBA) an das Bergbau-Archiv abgegeben wurde und aus 221 Einzelblättern besteht. Berechtsamsakten 1858, 1908-1964 (28)
Gewerkschaftliches Grubenbild

Umfang : 3 m

Literatur : Gerhard Gebhardt: Ruhrbergbau. Geschichte, Aufbau und Verflechtung seiner Gesellschaften und Organisationen, Essen 1957, S. 383 f.
Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997, 2. Aufl., Bochum 1998, S. 579 f.
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken