Bestand 28 Kupferbergwerk Thalitter, Thalitter (Hessen)



Laufzeit : 1735 - 1939



Inhalt : 1938 machten Ortsansässige von Thalitter das Bergbau-Museum darauf aufmerksam, dass in einheimischen Familien noch zahlreiche Gegenstände und Unterlagen über den früheren Bergbau vorhanden wären. Ein Ergebnis der daraufhin angestellten Bemühungen des Museums sind die hier vereinigten Dokumente, die es von dem Landwirt Plock erwarb. Sie wurden vom Depot des Museums in das Bergbau-Archiv übernommen.

Die Familie Plock war über mehrere Generationen in den oberhessischen Kupferbetrieben in Thalitter tätig. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist in der Hütte ein Oberschmelzer Plock nachgewiesen, in der zweiten tritt ein Obersteiger Carl Plock in Erscheinung, der lange Jahre Knappschaftsvorsteher gewesen ist. Die Dokumentation von Knappschaftsunterlagen im vorliegenden Bestand aus der Zeit von 1830 bis 1894 geht auf seine Funktion zurück und verdankt ihre Überlieferung dem Traditionsbewusstsein und dem Sammeleifer seines Nachfahren Carl Plock.

1872 nahm ein H. L. Plock eine Hypothek auf die Grundstücke des Berg- und Hüttenwerks auf, die er am 10. Dezember 1868 vom Bergfiskus in Bonn erworben hatte, um die Restkaufsumme zahlen zu können. Im 20. Jahrhundert erwarb die Familie Rauschenbusch, Kirchen (Sieg), das Werk und bemühte sich um eine Wiederaufnahme des Betriebes. Berg- und Hüttenbetrieb 1735-1870 (37)
Knappschaft 1813-1894 (12)
Historische Darstellungen 1938-1939 (3)

Umfang : 0,6 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferung im Bergbau-Archiv: Carl Theodor Rauschenbusch (Bestand 19)

Literatur : Itterische Berg-Ordnung, wie solche vom Fürstl. Berg-Ambt daselbst errichtet und darauf gnädigst confirmiret, auch ferner um mehrerer Nachrichten willen zum Druck befördert und publiciret worden. Anno 1718 (in der Museumsbibliothek vorhanden).
Christian Paul: Die Geschichte des Itterschen Kupfer-Bergwerks, Korbach 1939.
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