Bestand 199 Heinrich Bergbau AG, Essen-Kupferdreh



Laufzeit : 1847 - 1984



Inhalt : Die Ursprünge der Heinrich Bergbau AG in (Essen-) Kupferdreh bildeten zu Beginn des 19. Jahrhunderts die beiden Stollenzechen Wolff und Hoffnung. Nach Genehmigung des Tiefbaus durch das Oberbergamt begann man 1847 mit dem Abteufen eines Schachtes, der 1852 die Förderung aufnahm. Der Betriebsstandort ermöglichte den Kohleversand sowohl über die nahe Ruhr als auch per Eisenbahn. In den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der Felderbesitz ausgedehnt und mit Heinrich konsolidiert. Vor dem Hintergrund dieser Maßnahmen erfolgte in den 80er Jahren auch ein Ausbau der Tagesanlagen, etwa 1884 die Errichtung eines eisernen Fördergerüstes für Schacht 1 sowie 1888 der Bau einer Aufbereitung.

Im Jahr 1913 wurde ein zweiter Schacht abgeteuft, der 1918 als Förder- und Wetterschacht den Betrieb aufnahm. Bedeutsam für die weitere Entwicklung der Gewerkschaft Heinrich war Mitte der 20er Jahre der Erwerb des Felderbesitzes der 1914 stillgelegten Zeche Eiberg. Nach dieser erneuten Ausdehnung des Felderbesitzes erfolgte bis 1931 ein Ausbau der Tages- und Grubenanlagen einschließlich einer Kapazitätserhöhung der Kraftanlagen. Weitere stillgelegte Zechen erwarb man 1929 von der Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Die 1930 von der Westfälischen Bergbau- und Kohlenverwertungs-AG erworbene stillgelegte Nachbarzeche Ver. Charlotte wurde wieder in Betrieb genommen. In Verbindung mit dem Abteufen des Schachtes Theodor entwickelte sich bis Kriegsbeginn neben der Schachtanlage Heinrich eine vollständige zweite Betriebsanlage. Auf beiden Anlagen wurden nach Kriegsende weitere Schächte abgeteuft. Als 1951 die bis zu diesem Zeitpunkt selbstständige Gewerkschaft Alter Hellweg in Unna mit der Gewerkschaft Heinrich verschmolzen wurde, erfolgte die Umwandlung in die Heinrich Bergbau AG. Ab 1963 arbeiteten die Schachtanlagen Heinrich und Theodor im Verbund. Im Jahr 1968 kam es zur Stilllegung der Gesamtanlage. Betriebsberichte 1847-1896 (10)
Geschäftsberichte 1934-1984 (45)
Protokollbücher der Grubenvorstandssitzungen 1863-1910 (85)
Gewerkenversammlungen 1911 (1)
Observationsbücher 1858-1925 (5)
Kuxenan- und -verkauf 1937-1953 (4)
Pachtverträge 1920-1927 (1)
Satzungen 1951-1968 (4)
Presseausschnittsammlung 1946-1977 (1)
Gutachten (1)
Risse/Handzeichnungen

Umfang : 3 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferung im Bergbau-Archiv: Gunther Schulze (Bestand 106)

Literatur : Gerhard Gebhardt: Ruhrbergbau. Geschichte, Aufbau und Verflechtung seiner Gesellschaften und Organisationen, Essen 1957, S. 320-326.
Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997, 2. Aufl., Bochum 1998, S. 457-460.
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