Bestand 202 Monopol Bergwerks-Gesellschaft mbH, Kamen



Laufzeit : 1961 - 1998



Inhalt : Die Ursprünge der Monopol Bergwerks-Gesellschaft mbH mit Sitz in Kamen lagen in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. Benannt nach den Gewerken mit den größten Anteilen wurden unter den Bezeichnungen Grillo und Grimberg mehrere Schächte auf Monopol abgeteuft. 1888 nahm man eine Kokerei in Betrieb. 1892 erwarb die Gelsenkirchener Bergwerks-AG zunächst die Aktienmehrheit, bevor Monopol 1898 ganz in ihren Besitz überging. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich um das größte Grubenfeld im Ruhrrevier. 1903 wurde auf Monopol die erste Batterielokomotive im Ruhrbergbau eingesetzt, nachdem schon ab 1885 eine Lokomotive zur Förderung genutzt worden war. Nach stetiger Betriebsausdehnung, dem Abteufen bestehender und neuer Schachtanlagen, kam es 1930 zu einem teilweisen Absaufen der Betriebsanlagen (Monopol 3) und 1931 zur Stilllegung der Kokerei.

Neuer Besitzer ab 1933 wurde die Essener Steinkohlenbergwerke AG, die auch die Kokerei wieder in Betrieb nahm. Nachdem im Jahr 1944 die Förderung infolge der Kriegseinwirkungen teilweise zum Erliegen gekommen war (Monopol 2 und 3), wurden nach Kriegsende im Zuge der Neuordnung des Ruhrbergbaus Veränderungen in der Besitzstruktur des Unternehmens vorgenommen: 1952 entstand aus Teilen des Bergwerksvermögens der Essener Steinkohlenbergwerke AG zunächst die Monopol Bergwerks-AG, die ihre Zechen Grillo 1-3 und Grimberg 1/2 für die nächsten fünf Jahre verpachtete, bevor sie diese 1956 nach Umwandlung in die Monopol Bergwerks-Gesellschaft mbH wieder in eigene Verwaltung nahm. 1979 besaß man mit einer Teufe von über 1 400 m in einem neuen Baufeld von Monopol den bis dahin tiefsten Abbau im Ruhrrevier. Während Teile der alten Anlagen, insbesondere der Zechen Grillo 1-3, in den 80er Jahren den Betrieb einstellten, erfolgten in anderen Abbaufeldern Ende der 80er Jahre Neuaufschlüsse. 1993 kam es mit Haus Aden zum Verbundbergwerk Haus Aden/Monopol und zum 1. April 1998 der Zusammenschluss der Bergwerke Haus Aden/Monopol und Heinrich Robert zum Bergwerk Ost. Geschäftsberichte
Satzungen
Geschäftsordnungen
Unternehmensdokumentationen

Umfang : 0,3 m (unverzeichnet)

Literatur : Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997, 2. Aufl., Bochum 1998, S. 681 ff.
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