Bestand 215 Schachtanlage Präsident, Bochum



Laufzeit : 1932 - 1945



Inhalt : Die ehemals in der Stadtmitte von Bochum gelegene Schachtanlage Präsident, seit 1844 in Förderung stehend, verdankt ihre Namensgebung dem Oberpräsidenten von Westfalen, Ludwig Freiherrn von Vincke, der wie Friedrich Harkort Mitgewerke war. 1847 erhielt sie die erste Kokerei im Ruhrrevier mit Schaumburger Öfen. Bei der Gründung des Bergbau-Vereins 1858 war die Zeche mit rund 800 Beschäftigten und 114 000 t pro Jahr die größte Anlage im Ruhrbergbau. Die Zeche ging dann in den Besitz der Disconto-Gesellschaft über, zu deren Verwaltung die Bochumer Bergwerks-AG gegründet worden war. 1918 kam es zur Fusion mit der Stahlwerk Becker AG. Nach dem Erwerb dieser Gesellschaft durch die Bergbau-AG Lothringen wurde die zwischenzeitlich gegründete Bergbau-AG Präsident mit dieser verschmolzen.

Am 29. September 1943 wurden bei einem Luftangriff die Tagesanlagen der Zeche Präsident in Bochum schwer zerstört. Daraufhin wurde die Zeche endgültig stillgelegt.

Die Überlieferung der Zeche im Bergbau-Archiv beschränkt sich auf etwa 500 Personalkarteitaschen, die außer dem Stammkarteiblatt häufig Knappschaftsunterlagen, Arbeitsausweise, Gesundheitszeugnisse sowie Personalvermerke enthalten.

Umfang : 0,6 m (unverzeichnet)

Literatur : Gerhard Gebhardt: Ruhrbergbau. Geschichte, Aufbau und Verflechtung seiner Gesellschaften und Organisationen, Essen 1957, S. 403 f.
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