Bestand 114 Kaliwerk Siegfried-Giesen, Groß Giesen (Niedersachsen)



Laufzeit : 1913 - 1980



Inhalt : Im Verlaufe des Jahres 1906 wurden die Schachtbohr- und Abteufarbeiten für den Kalischacht Siegfried-Giesen niedergebracht. 1912 wurde das Kaliwerk vorläufig fertiggestellt. 1916 erfolgte die Zusammenfassung von drei die Schachtanlage bisher betriebenen Gesellschaften zur Gewerkschaft Siegfried-Giesen, die zu Beginn der 20er Jahre die Schachtanlagen Siegfried, Fürstenhall und Rössing-Barnten umfasste. 1928 gingen die Anlagen in den Besitz des Burbach-Konzerns über. Von 1932 bis 1935 lag das Kaliwerk Siegfried-Giesen still. Während Mitte der 30er Jahre die benachbarte Anlage Fürstenhall zu einer Munitionsfabrik umgebaut wurde, kam der Produktionsbetrieb auf den Anlagen Siegried-Giesen und Rössing-Barnten zeitweise zum Erliegen. Ab 1939 wurde Siegfried-Giesen modernisiert, erhielt eine große Wohnsiedlung und 1940 eine Bromfabrik. Nach zeitweiligem kriegsbedingtem Stillstand wurde im Mai 1945 die Förderung wieder aufgenommen. In den folgenden Jahren wurden die Einrichtungen erweitert und in den 70er Jahren übernahm der Schacht Siegfried für alle drei Schachtanlagen die Seilfahrt. Bauakten (2)
Baupläne

Umfang : 0,3 m

Verweis : Die Hauptüberlieferung befindet sich im Hessischen Wirtschaftsarchiv, Darmstadt

Literatur : Rainer Slotta: Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 3: Die Kali- und Steinsalzindustrie, Bochum 1980, S. 445-450 (= Veröffentlichungen des Deutschen Bergbau-Museums Bochum. 18).
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