Coe.R - Haus Ringenberg



Signatur : Coe.R


Inhalt :
Eine Urkunde von 1220 nennt erstmals das "castrum de Ringelinberg". Zu jener Zeit war es im Besitz des Ritters und Freigrafen Sueder III. von Dingden, der es als festes Burghaus im sumpfigen Gebiet des Isselbruchs hatte errichten lassen. Als die Adelsfamilie dann ihren Stammsitz dauerhaft dorthin verlegte, nannte sie sich fortan "von Ringenberg".1329 ließ Dietrich IX. von Kleve vier niederländische Familien als Fachleute kommen, um die Sumpflandschaft rund um Ringenberg trockenlegen zu lassen und urbar zu machen. Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die beiden dreigeschossigen Rundtürme an der Süd- und Ostecke der Anlage. 1635erhielt der niederländische Oberst und Landdroste Jakob von Spaen vom Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm Ringenberg für seine Verdienste als Mannlehen. Jakobs Bruder, der brandenburgische Generalfeldmarschall Alexander von Spaen, baute ab 1660 auf den Ruinen der mittelalterlichen Burg das heutige Schloss. Dabei wurden noch erhaltene Reste des Wehrbaus in die neuen Gebäude mit einbezogen, so zum Beispiel die grabenseitigen, zwei Meter dicken Außenwände der Anlage. Die Wetterfahne auf dem Schlossdach nennt das Jahr 1661 als Enddatum der Bauarbeiten. Mit diesen beauftragte Alexander von Spaen denselben Baumeister, den er auch für den Umbau des niederländischen Schlosses Biljoen bei Velp, einem Ortsteil von Rheden, in der Nähe von Arnheim engagierte. Bis 1848 bleibt das Schloss im Besitz der v.Spaen.Haus Ringenberg bei Wesel ist 1855 von dem Grafen von Salm-Horstmar angekauft worden.ca. 55 Urkunden (ab 15. Jhdt.); 1 Karton Akten (17.-18. Jhdt.)Grundbesitz; Lehnsbriefe für den Freiherrn von Spaen; Prozesse.

Umfang : 3,42 lfm.

>> zum Findbuch Coe.R - Fürstliches Archiv Coesfeld, Haus Ringenberg
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