Alm Alme




Beschreibung :
Ursprünglich eine kurkölnische Landesburg gelangte Alme bei Brilon 1430 in den Besitz der Familie von Meschede, die hier neben umfangreichem Grundbesitz die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Nieder- und Oberalme sowie die Freigrafschaft Alme erwarb. Im 16. Jahrhundert entstanden durch Aufsplitterung des Familienbesitzes die Rittergüter Niederalme, Bruch und Oberalme bzw. Tinne. Durch Erbschaft gelangte 1768 die ursprünglich aus dem Rheinland stammende Familie von Bocholtz, die durch Heirat Störmede und durch Erbschaft Niesen erworben hatte, in den Besitz von Niederalme. Ihr gelang bis 1821 mit dem Erwerb von Oberalme wieder die Vereinigung des gesamten Besitzes. 1912 wurde der Güterkomplex vom letzten Grafen von Bocholtz aus der Mescheder Linie an den Grafen von Spee verkauft. In Zusammenhang mit dem Verkauf wurde 1913 der größte Teil des Archivs, in der Hauptsache Archivalien zur Familie von Bocholtz und ihrer Besitzungen, aber auch der Bestand zur Familie von Meschede zu Alme, vom Verkäufer im Staatsarchiv Münster (jetzt Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen in Münster) hinterlegt. Dieses Archiv wurde 1925 von dem Hinnenburger Zweig der Familie von Bocholtz erworben und befindet sich seit 1946 im Archiv Hinnenburg. Bei dem 1912 von dem neuen Eigentümer übernommenen Archivalien handelt es sich in der Regel um Akten und Unterlagen zur Familie von Bocholtz und ihrer Besitzungen, die noch nicht verzeichnet und in das Archiv übernommen worden waren, insofern gibt es bei fast allen Beständen Überschneidungen mit den entsprechenden Beständen des Archivs Hinnenburg. 2009 wurde allerdings der Bestand Alme, der die ältere Überlieferung des Gutes und der Herrschaft enthält, von der Hinnenburg an das Archiv Alme abgegeben.

Für dieses Archiv ist als Referent Dr. Gunnar Teske zuständig:

Tel. 0251/591-3378

E-Mail: gunnar.teske@lwl.org
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