Herd Herdringen




Beschreibung :
(National wertvolles Archiv)

Der kontinuierlich im Verlauf der Jahrhunderte angewachsene Güterbesitz der Familie von Fürstenberg war letztmalig geschlossen in der Hand von Clemens Lothar von Fürstenberg (1725-1791) vereinigt. Aufgrund seines Testamentes vom 27. Juli 1787 wurde der Besitz unter seine drei Söhne aufgeteilt. Friedrich Leopold erhielt als Stammherr die rechtsrheinischen und westfälischen Güter. An Theodor fielen die Güter zwischen Rhein und Maas mit den Besitzungen um Mainz und Kiedrich sowie die Herrschaft Sevenum. Theodor wurde Begründer der Linie Fürstenberg-Stammheim. An Clemens gingen die Güter an der Maas. Da letzterer ohne männliche Erben starb, fiel sein Besitz bestimmungsgemäß an die Linie Stammheim.Durch das Testament von Friedrich Leopold von Fürstenberg (1766-1835) vom 13. Oktober 1832 wurde der rheinisch-westfälische Besitz abermals, nun in sieben Linien geteilt. Franz Egon (1818-1902) erhielt die Güter Herdringen, Dahlhausen, Hennen, Altendorf, Rutenborn, Wandhofen, Wedinghausen, Abdinghof bei Werne, Netz bei Kirchhain, Bruch und Würdinghausen sowie alle Gerechtsame im Sauerland. Clemens (1791-1844) erhielt die Herrlichkeit Horst und die Güter Steinhausen und Frönspert. Er begründete die Linie Fürstenberg-Borbeck (bzw. Hugenpoet). Theodor (1797-1879) erhielt die Güter Heiligenhoven, Georgshausen, Lehrbach, Altenberg und Königsdorf. Er begründete die Linie Fürstenberg-Heiligenhoven. Johann Friedrich (1799-1846) erhielt die Güter Schweckhausen, Hohenover, Siedlinghausen und Bromskirchen. Durch den Erwerb des Gutes Körtlinghausen 1830 begründete er die Linie Fürstenberg-Körtlinghausen. Von seiner Linie zweigen sich mehrere Seitenlinien ab, u. a. die Linie Fürstenberg-Gimborn. Franz Friedrich (1802-1860) erhielt die Güter Eggeringhausen und Schlingwurm. Er begründete die Linie Fürstenberg-Eggeringhausen. Adolph (1805-1880) erhielt die Güter Lörsfeld und Littberger Hof. Er begründete die Linie Fürstenberg-Lörsfeld. Joseph (1810-1880) erhielt das Gut Muffendorf und begründete die Linie Fürstenberg-Muffendorf. Das Herdringer Archiv enthält im Wesentlichen die Archivalien der Herdringer Hauptlinie und ihrer Besitzungen. Bei der 1970 abgeschlossenen Neuverzeichnung des Archivs sind die Provenienzen der einzelnen Gutsarchive teilweise vermischt worden, da Pertinenzen gebildet wurden. Unterlagen zu den einzelnen Besitzungen sind demnach in den verschiedenen Abteilungen zu finden.Die Urkunden sind bei den einzelnen Aktengruppen verzeichnet, doch getrennt gelagert.

Literatur

H. Glasmeier, Archivfahrten kreuz und quer durch Westfalen. 7 Das Archiv der Grafen von Fürstenberg zu Herdringen, in: Westfälisches Adelsblatt 1 (1924), S. 86-100.- Fürstenbergsche Geschichte, bearb.v. F.v. Klocke u.a., 4 Bde. Münster 1971-1979.- A. K. Hömberg, Ge-schichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen, Hefte 1-20 Münster 1969-1979 (H. 1: Bruchhausen, Herdringen, Hüsten, Reigern, Wicheln, Neheim; H. 2: Dahlhausen; H. 3: Ostinghausen; H. 7: Valbert; H. 9: Schnellenberg, Waldenburg; H. 10: Langenei; H. 12: Hachen; H. 14: Stirpe; H. 17: Auel; H. 18: Fürstenberg, Waterlappe; H. 20: Burghof in Soest, Schweckhausen).- J. Schwieters, Geschichtliche Nachrichten über den öst-lichen Teil des Kreises Lüdinghausen, Münster 1886, S. 157-162 (Ichterloh).- Fürstenberger Skizzen, Arnsberg 1995.- M. Jolk, Haus Hüsten. Geschichte eines landtagsfähigen Rittergutes, in: 1200 Jahre Hüsten, Hüsten 2002. - M. Jolk, Der Fürstenberg. Kapelle, Badehaus, Vegetation und Heilkräuter, Westfälische Kunststätten, Heft 92, Münster 2002.

Eigentümer:

Wennemar Freiherr von Fürstenberg

Benutzung erfolgt vor Ort nur nach Voranmeldung:

Zentralverwaltung des Freiherrn von Fürstenberg, Zum Herdringer Schloss 7, 59757 Arnsberg; email: zv@schloss-herdringen.de.
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