Hin Hinnenburg




Beschreibung :
Im Archiv Hinnenburg sind die Archive eines Zweiges der Familie von der Asseburg sowie die Archive der Familie von Bocholtz und der von ihnen besessenen Güter zusammengeflossen. Durch Einheirat in die Dynastenfamilie von Brakel gelangte im 13. Jahrhundert ein Abkömmling des aus der Gegend von Wolfenbüttel stammenden Geschlechtes von der Asseburg in den Besitz der Herrschaft Hinnenburg, die sich über eine Reihe umliegender Dörfer erstreckte. Als seine männliche Nachkommenschaft 1507 erlosch, verstanden es die seit dem 14. Jahrhundert in Mitteldeutschland ansässigen Geschlechtsvettern, diesen Besitz an sich zu bringen. Bei späteren Erbteilungen blieb die Hinnenburg bei derjenigen Linie, die auch im Besitz von Wallhausen bei Sangerhausen und Schermke war. Schermke wurde Anfang des 18. Jahrhunderts an den preußischen Fiskus veräußert, der als Ersatz dafür 1758 dem kurkölnischen Minister Hermann Werner von der Asseburg das im Fürstentum Minden gelegene Gut Hollwinkel übertrug, das jedoch schon 1776 verkauft wurde. Hermann Werner gelangte durch Heirat in den Besitz des Gutes Menzel. Infolge der Heirat seiner Tochter Maria Therese mit Theodor Werner von Bocholtz 1767 gelangten Hinnenburg, Menzel und Wallhausen 1793 an den zweiten Sohn aus dieser Ehe, Hermann Werner, der seit 1803 den Namen Graf von Bocholtz-Asseburg führte. Er kaufte 1812 von den von Pein das bei der Hinnenburg gelegene Gut Hainhausen. Die aus dem Rheinland stammende Familie von Bocholtz, die dort bis in das 18. Jahrhundert in mehreren Linien begütert war, fasste Ende des 16. Jahrhunderts Fuß in Westfalen. Durch Heirat der Erbtochter Elisabeth von Hörde gelangte Dietrich von Bocholtz in den Besitz des Hohen Hauses Störmede. Sein Enkel Adam Arnold kaufte 1685 das Gut Henneckenrode im Stift Hildesheim (1822 verkauft). Dessen Enkel Caspar Arnold erbte von der Familie von Niehausen das Gut Niehausen bzw. Niesen zu. Durch seine Ehe mit der Almer Erbtochter Maria Therese von Meschede gelangten die Güter zu Alme 1769 an seinen ältesten Sohn Theodor Werner. Nachdem Ende des 18. Jahrhundert auch noch die Asseburgischen Güter angefallen worden waren, erfolgte unter Theodor Werners Söhnen eine Teilung der Besitzungen, in der Wilhelm die alten Bocholtzer und Mescheder Güter Alme, Menzel, Niehausen, Henneckenrode sowie die Besitzungen im Rheinland, sein Bruder Hermann Werner, der den Namen Bocholtz-Asseburg annahm, die Asseburgischen Güter Hinnenburg und Wallhausen erhielt. Von der Linie zu Alme, die zwischen 1810 und 1826 auch noch das Gut des aufgehobenen Klosters Gehrden besaß, sind die Besitzungen nach und nach verkauft worden, zuletzt 1912 Alme. Die älteren Archivalien dieser Linie, die um 1840 geordnet und verzeichnet wurden, gelangten infolge des Verkaufs von Alme 1913 als Depositum in das Staatsarchiv Münster (jetzt Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen in Münster). 1925 erwarb Graf von Bocholtz-Asseburg diesen Archivkomplex und überführte ihn 1946 auf die Hinnenburg. Daraus ist 2009 der Bestand Alme an das Archiv Alme abgegeben worden.Auf dem 1912 verkauften Schloss Alme blieb ein großer Archivalienbestand zurück, der sich mit den Hinnenburger Beständen teilweise deckt bzw. überschneidet (s. Alme).

Eigentümer:

Louis Graf von der Asseburg Falkenstein-Rothkirch

Benutzung erfolgt nur über das LWL - Archivamt für Westfalen.

Für dieses Archiv ist als Referent Dr. Stefan Schröder zuständig:

Tel. 0251/591-3891

E-Mail: stefan.schroeder@lwl.org
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