Holl Hollwinkel (Dep. im LAV NRW, Abt. W)




Beschreibung :
Das vom Bischof von Minden zu Lehen gehende Gut Hollwinkel befand sich im 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Lübbecke. Nach deren Aussterben um 1438 gelangte es in den Besitz der Familie von Schloen (Chalon) gen. Gehlen. Als diese 1758 ausstarb, übertrug König Friedrich II. von Preußen das Lehnsgut an Hermann Werner von der Asseburg, der es 1776 an den Staatsminister Julius August von der Horst zu Haldem verkaufte. Dieser übertrug das Gut seinem Sohn Friedrich, Domherr zu Halberstadt und Propst zu Levern, über den Urkunden des Stifts Levern in das Gutsarchiv gelangten. Als 1830 das seit dem 14. Jahrhundert im Familienbesitz befindliche Gut Haldem an die von dem Bussche verkauft wurde, wurde Hollwinkel Hauptwohnsitz der von der Horst. Hierher gelangte auch das Archiv des Gutes Haldem.1912 erfolgte die Deponierung des Guts- und Familienarchives im Staatsarchiv Münster (jetzt Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen in Münster), 1984 eine Ablieferung des jüngeren Schriftgutes. Der Nachlass des Staatsministers Julius August von der Horst ist Eigentum des Landes NRW. Ein Teil dieses Nachlasses befindet sich als Depositum des Landesarchivs NRW im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin.Ein kleinerer Aktenbestand des Gutes Hollwinkel ist aufgrund der Besitzverhältnisse 1758 bis 1776 in das Archiv Hinnenburg gelangt (s. dort).LiteraturK. A. von der Horst, Die Rittersitze der Grafschaft Ravensberg und des Fürstentums Minden, Berlin 1894, S. 95ff. (Haldem), S. 111ff. (Hollwinkel).- M. Wolf, Die Rittergüter Haldem im 16. und 17. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 57 (1985), S. 27-44.- Die Bestände des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, Kurzübersicht, 5. Aufl. Düsseldorf 2009, S. 419f.-Eigentümer:Berthold Freiherr von der HorstDie Benutzung erfolgt im Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen in Münster.
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