Kör Körtlinghausen




Beschreibung :
Körtlinghausen, zu dem auch die ehemaligen Güter Suttrop, Stötenburg und Bonenburg gehören, war im 14. Jahrhundert gemeinsamer Besitz der von Schorlemer und von Rüdenberg. 1398 verpfändeten die von Schorlemer ihren Anteil an die von Lürwald, die diesen 1430 an die von Rüdenberg verkauften. 1447 wurden wiederum die von Lürwald Besitzer des gesamten Hauses, das sie 1449 an Johann von Hanxleden verkauften. Schon 1448 hatte dieser das Burglehen der von Lürwald zu Kallenhardt erworben, das Anfang des 16. Jahrhunderts durch Heirat an die von Schorlemer gelangte und 1710 an die Stadt ging. 1550 erwarb Johann von Hanxleden von den von Lürwald den halben adeligen Hof zu Suttrop, der fortan bei Körtlinghausen blieb. Körtlinghausen gelangte 1614 durch Erbschaft an die von Westrem zu Sümmern und 1645 durch Tausch an die von Weichs.

Franz Otto von Weichs kaufte 1713 die zum Burglehen zu Kallenhardt gehörigen Ländereien, doch ohne den Burgsitz. 1830 wurde Körtlinghausen von Friedrich Leopold von Fürstenberg zu Herdringen für seinen Sohn Johann Friedrich erworben, der 1835 auch das 1823 von seinem Vater erworbene Gut Hohenover bei Hamm und das 1810 erworbene Gut Siedlinghausen erhielt und 1836 das Gut Suttrop kaufte, das 1744 von den von Lürwald an die von Hösch verkauft worden und um 1798 an die Grafen von Hallberg gelangt war. Durch diesen Kauf wurde das ehemals Lürwaldsche Gut Suttrop wieder vereinigt.

Hohenover befand sich zunächst im Besitz der von Galen, ging 1667 durch Kauf an von Bodelschwingh, 1690 erneut durch Kauf an von Waldenheim und 1701 an von Neheim. 1745 erwarb es Bürgermeister zur Heyden zu Hamm. Zum Gut gehörte der Hof Vogel, ein Erbpachtgut des Klosters Welver. Das 1823 von Friedrich Leopold von Fürstenberg erworbene Gut wurde 1875 verkauft.

Siedlinghausen im Kirchspiel Brunskappel befand sich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Gaugreben und gelangte 1657 durch Heirat an die Familie Vogt von Elspe. Über eine Erbtochter fiel das Gut um 1730 an die von Vincke zu Kilver, von denen es 1810 an Friedrich Leopold von Fürstenberg verkauft wurde.

Das Archiv, das nach verschiedenen Ordnungsversuchen im 18. und 19. Jahrhundert 1973 bis 1985 vollständig neu verzeichnet wurde, spiegelt in seinen Beständen im wesentlichen die Besitzerfolge wieder.

Für dieses Archiv ist als Referent Dr. Gunnar Teske zuständig:

Tel. 0251/591-3378

E-Mail: gunnar.teske@lwl.org
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