Mer Merlsheim




Beschreibung :
Das auf Haus Merlsheim befindliche Archiv ist im wesentlichen aus drei Quellen zusammengekommen:

1. dem Archiv des Hauses Merlsheim,

2. Archivalien der Familie von Hövel und ihrer Besitzungen,

3. Archivalien der Familie von und zur Mühlen und ihrer Besitzungen.

Merlsheim war seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Oeynhausen, die hier um 1420 ein festes Haus erbaute. Als die Merlsheimer Linie 1632 ausstarb, gelangte das Paderborner Lehen an die von Ketteler zu Middelburg und nach deren Aussterben 1783 an Friedrich Christian von Oeynhausen, der aber Merlsheim 1813 verkaufen musste.

Das Gut ging dann durch verschiedene Hände, bis es 1845 an Joseph von Hövel gelangte. Sein Erbe war 1893 sein Neffe August von Hövel. Da dessen Neffe Franz von Hövel, der vorgesehen Erbe, im Jahre 1915 im Weltkrieg fiel, setzte er dessen Schwester Eleonore, verheiratet mit Joseph von und zu Mühlen, zur Erbin ein, die das Erbe 1917 antrat. Ihr Sohn Werner erbte den Besitz 1947.

Aus dem gleichnamigen Kirchspiel nördlich der Lippe stammt die Familie von Hövel. Ein Zweig dieser Familie besaß an der Lippe das Haus Stockum, auf das jedoch seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts auch die von Brüggeney gen. Hasenkamp Ansprüche erhoben. Ein anderer Zweig war seit dem 14. Jahrhundert im Besitz des Hauses Sölde beim Dortmund. Abkömmlinge dieses Sölder Zweigs erwarben im 17. Jahrhundert das Gut Dudenrodt bei Unna, das zuvor im Besitz einer anderen Linie gewesen war, und Herbeck bei Hagen.

1788 erbte Friedrich Alexander von Hövel zu Herbeck von dem münsterischen Domherrn Franz Ferdinand von der Wenge die Güter Portendieck bei Essen und Enkingmühle bei Münster, beides frühere Besitzungen der münsterischen Erbmännerfamilie von Bisschopinck.

Friedrich Alexander von Hövel war verheiratet mit Wilhelmine von Ritz, die von ihrem Bruder die Güter Etgendorf und Scheppen erbte und in die Familie von Hövel brachte. Scheppen war an die von Ritz durch die Heirat von Friedrich Johann Wilhelm von Ritz mit Theodora von dem Bottlenberg gen. Schirp gelangt. Durch diese Heirat war auch die bis 1747 von der Familie von der Recke besessene Herrschaft Witten an Friedrich Johann Wilhelm von Ritz gekommen, der sie aber 1815 verkauft hatte.

Die zur Mühlen, von zur Mühlen, von Zurmühlen und von und zur Mühlen zählten zu den bedeutendsten münsterischen Beamtenfamilien. 1684 erwarb der münsterische Vizekanzler Werner zu Mühlen Haus Diek bei Münster, das vermehrt um weitere Besitzungen 1803 zu einem Fideikommiss gemacht wurde. Als Erben der Stüve wurden im 18. Jahrhundert Besitzungen im Emsland erworben.

Einführung und Übersicht: Mer

Eigentümerin: Clarissa von und zur Mühlen

Benutzung erfolgt nur über das LWL - Archivamt für Westfalen.

Für dieses Archiv ist als Referent Dr. Stefan Schröder zuständig:

Tel. 0251/591-3891

E-Mail: stefan.schroeder@lwl.org
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken