Ple Plettenberg-Stockum




Beschreibung :
Plettenberg (Stockum)

Hermann von Plettenberg wurde 1494 mit dem späteren Rittergut Stockum im Sauerland belehnt. Die daraus entstandene Linie Plettenberg-Stockum löste zwar 1797 das Rittergut vollständig ab, verlegt aber in den folgenden Jahrzehnten immer mehr den Lebensmittelpunkt der Familie nach Bückeburg und Berlin. Im Gegensatz zur Linie Plettenberg-Lenhausen, die ebenfalls aus dem Sauerland stammten, gehörte der Familienzweig Plettenberg-Stockum bereits früh zum protestantischen Teil der Familie. Bereits seit dem 30jährigen Krieg hatten die männlichen Mitglieder Karriere im Militärdienst gemacht. Das setzte sich in preußischer Zeit fort. Christoph Friedrich Steffen von Plettenberg (1698-1777) erwarb sich unter Friedrich Wilhelm II. von Preußen (dem "Großen") in den Schlesischen Kriegen große Verdienste. Kurt von Plettenberg (1852-1938) war Generaladjutant Kaiser Wilhelm II. Bereits zu dieser Zeit wurde das Rittergut Stockum nach und nach veräußert, bis es schließlich 1938 ganz verkauft wurde. Der Familiensitz war durch eine enge Beziehung zum Fürstenhaus Schaumburg-Lippe zu diesem Zeitpunkt bereits in Bückeburg. Sein Sohn Kurt von Plettenberg (1899-1945) war Generalbevollmächtigter des Hauses Hohenzollern und Hofkammerpräsident der Gesamtvermögensverwaltung des fürstlichen Hauses Schaumburg-Lippe. Er gehörte dem Kreis der Widerstandskämpfer des "20. Juli 1944" an und wählte 1945 den Freitod.

Renteischriftgut Stockum 18. und 19. Jahrhundert, Nachlässe (unverzeichnet)

Eigentümer: Karl-Wilhelm Freiherr von Plettenberg, Essen.

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