Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
3. BEHÖRDEN UND EINRICHTUNGEN DES STAATES UND DER SELBSTVERWALTUNG NACH 1816
3.7. JUSTIZVERWALTUNG
3.7.3. Staatsanwaltschaften
Staatsanwaltschaft beim Außerordentlichen Gericht Dortmund
Q 231 Staatsanwaltschaft beim Außerordentlichen Gericht Dortmund
Permalink des Findbuchs


Signatur : Q 231

Name : Staatsanwaltschaft beim Außerordentlichen Gericht Dortmund

Beschreibung :

Einleitung :

Außerordentliche Kriegsgerichte, eingerichtet 1914 auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4.6.1851 (vgl. Justizministerialblatt für 1914, S. 767), bestanden über das Kriegsende 1918 hinaus bei den Landgerichten Arnsberg, Bochum, Dortmund und Hagen. Ein Oberkriegsgericht war in Münster eingerichtet. Sie waren mit Militärs und mit Richtern der örtlichen Landgerichte besetzt und befaßten sich ab 1919 mit der strafrechtlichen Verfolgung der an den Aufständen und Plünderungen dieses Jahres beteiligten Personen sowie 1920 mit Strafverfahren "wegen Handlungen, die zum Zwecke der Bekämpfung des Kapp'schen Aufstandes begangen sind..." (Ministerialblatt für 1920, S. 133 f.; vgl. auch Akten der Generalstaatsanwaltschaft Nr. 2924 u. 2925, der Staatsanwaltschaft Arnsberg Nr. 162 und die Festschrift "Rechtspflege zwischen Rhein und Weser", Hamm 1970, S. 95 f.)

In das Staatsarchiv sind lediglich die Akten der Staatsanwaltschaften Hagen und Dortmund gelangt. Die Dortmunder Akten sind als Teil der gewöhnlichen Strafakten unter dem Aktenzeichen J geführt worden, während in Hagen eine selbständige Aktengruppe unter dem Aktenzeichen AoG gebildet worden ist.

Die Verfahren in Hagen richten sich ausschließlich gegen Personen, die sich an einem Aufruhr in Gevelsberg und Umgebung am 28. u. 29. März 1921 beteiligt hatten.

Schütte, 4.4.1984

Umfang : Dortmund: 519 Akten (17 Kartons), Findbuch Q 231.

Verweise :

Zu Plünderungen in Hamm s. Anlagen zu Schreiben M. Brand vom 06.01.1989 (Tgb.Nr. 203/89)



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