Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.5. ARCHIVISCHE SAMMLUNGEN
4.5.3. Aufschwörungstafeln
Aufschwörungstafeln
W 101, Aufschwörungstafeln
Permalink des Findbuchs


Signatur : W 101

Name : Aufschwörungstafeln

Beschreibung :

Einleitung :

Ahnenprobe - Aufschwörung - Aufschwörungstafel

Um in Domkapitel, freiweltliche adlige Damenstifte oder Ritterschaften aufgenommen zu werden, mussten die Probanden die sogen. Adels- oder Ahnenprobe bestehen, d. h. den Nachweis adliger Geburt und Abstammung beweisen (Filiationsprobe). Die Präbenden in Domkapiteln und Damenstiften waren beim Adel sehr begehrt, weil sie der Versorgung nachgeborener Söhne und unverheirateter Töchter dienten.

Bis in die frühe Neuzeit genügte die feierliche Beschwörung des Probanden und seiner adligen Bürgen, meist älterer Verwandter, vor den Vertretern der Institution, um die Abstammung von zwei standesgemäßen Großelternpaaren (Viererprobe) zu bezeugen. Daher stammt auch die Bezeichnung der Zeremonie.

Im Lauf der Zeit verschärften sich die Aufnahmebedingungen und der Nachweis von acht (Urgroßeltern), sechzehn (Ururgroßeltern), vereinzelt auch zweiunddreißig (Urururgroßeltern) adligen Vorfahren wurde vorgeschrieben. Die Vorlage einer Ahnen- oder Aufschwörungstafel mit der Darstellung der Wappen der Vorfahren in aufsteigender Linie wurde üblich. Die Aufschwörungstafeln enthalten in der Regel keine biographischen Daten sondern nur Generationsfolgen (1)!

Maßgeblich für das Aufnahmeverfahren in ein (Dom-)Kapitel oder eine Ritterschaft waren individuell beschlossene Statuten. Im Einzelfall ist auf die im Abschnitt Neuverzeichnung angegebene Literatur zurückzugreifen (2). Zu nennen sind deshalb hier nur einige Beispiele: Das Domkapitel Paderborn führte 1580 (3), die Ritterschaft des kurkölnischen Herzogtums Westfalen 1651 (4) die Sechzehnahnenprobe ein, während die Standesgenossen im Vest Recklinghausen, einem weiteren kölnischen Nebenland, erst 1682 die Achterprobe beschlossen (5).

Im 18. Jahrhundert verfeinerte sich das Aufnahmeverfahren weiter. Auszüge aus Kirchenbüchern über Taufen und Heiraten und Abschriften von Familienverträgen (z. B. Eheberedungen, Testamente oder Erbverträge) belegten die Angaben (6). Für die Aufnahme in eine Ritterschaft musste zusätzlich der Besitz eines landtagsfähigen adligen Hauses nachgewiesen werden (7).

Die Stammtafel wurde einige Zeit in den Räumlichkeiten der Institution (Kapitelsaal, Landtag, Stiftskirche), in die der Prüfling aufgenommen zu werden wünschte, ausgehängt, um den Standesgenossen die Möglichkeit zur Überprüfung zu geben (8). Traten Zweifel am Stand einer Familie auf - etwa wenn die Familie nicht aus Westfalen stammte (9) - wurde die Vorlage weiterer Dokumente verlangt. Der Proband bzw. seine Eltern bemühten sich dann um ein Attest der Institution(en), in die bereits früher Familienmitglieder aufgenommen worden waren, um die Kapitelfähigkeit oder die Rittermäßigkeit zu belegen. Falsch dargestellte / vertauschte Wappen, fehlerhafte Genealogien oder verwechselte / falsche Namen, die moniert wurden, mussten korrigiert werden.

Nach der Aufschwörung wurden die Tafeln in der Regel im Archiv der aufnehmenden Einrichtung verwahrt. Viele Probanden baten später allerdings um die Rückgabe ”ihrer“ Tafel und begründeten ihr Anliegen mit der bevorstehenden Aufnahme in ein weiteres (Dom-) Kapitel oder eine andere Ritterschaft, der Verwendung für die Aufschwörung eines Bruders oder einer Schwester oder einer benötigten Vorlage für die Anfertigung eines neuen Exemplars für ein jüngeres Familienmitglied. Die Rückgabe unterblieb häufig. Die Tafeln gingen verloren oder landeten bestenfalls in Privatarchiven. Deshalb gingen einige Korporationen und Stifte dazu über, die noch vorhandenen Tafeln zu sichern, indem sie sie - teilweise unabhängig von Format und Entstehungszeit - zusammen binden ließen (10). Andere ließen die Originale von professionellen Malern in entsprechend vorbereitete Folianten mit aufwändigem Einband kopieren, die ein einheitliches, repräsentatives Erscheinungsbild boten. Die Ritterschaft des Herzogtums Westfalen gab um 1650 das ”Große Ritterbuch“ in Auftrag (11). Im Damenstift Quernheim dagegen übertrug man nur die Generationsfolgen und die Daten der Aufschwörung in zwei schlichte Amtsbücher (12).

Um abgebildete Wappen ohne lange Suche schnell auf ihre Richtigkeit überprüfen zu können, wurden Indices zu den Aufschwörungsbüchern angefertigt (13). Die Ritterschaft des Fürstbistums Münster gab in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine aufwändig gestaltete Handschrift in Auftrag. Sie enthält 65 Wappen der zum Landtag berechtigten Adligen. Leider ist die künstlerisch ansprechende Arbeit nicht fortgesetzt worden (14).

Mit der Säkularisation der geistlichen Staaten, der Aufhebung der adligen Stifte und der Gründung neuer Staaten während der napoleonischen Zeit 1803-1815 endete auch die Praxis der Aufschwörungen.

Bestandsgeschichte

Die ersten Nachrichten über den Verbleib der ritterschaftlichen Archive in der preußischen Provinz Westfalen stammen aus dem Jahr 1822: Der Geh. Archivrat Hoefer (15) aus Berlin vermisste bei der Revision der münsterschen Archive das ehem. landständische Archiv und forderte über Oberpräsident Ludwig Vincke (16) eine Auskunft des ehem. landschaftlichen Archivars, nun Regierungssekretärs Wenner (17) an. Dieser berichtete, dass die Archivalien in den Erbdrostenhof in Münster gebracht worden seien, und dass der Hausherr das auf dem Transport durcheinander geratene Archivgut wieder geordnet habe (18).

Hüser (19), Leiter des Archivdepots in Arnsberg, der von den Recherchen erfahren hatte, sandte im November unaufgefordert einen Bericht über die Archivalien der Ritterschaft des ehem. Herzogtums Westfalen an die dortige Regierung, in dem er sich u. a. gegen eine Abgabe nach Münster aussprach (20).

1826 erfuhr der Oberpräsident, dass der Freiherr von Bodelschwingh-Plettenberg (21), ehem. Ständedirektor der Märkischen Ritterschaft, deren Archivalien in Verwahr hatte (22).

Am 26. Januar 1828 erklärte das Staatsministerium in Berlin: ”… daß die ritterschaftlichen Corporationen durch die fremdherrliche Gesetzgebung aufgehoben und durch die preußische nicht wieder hergestellt worden sind und daß hiernach der Staat auch das Recht habe, ihr Vermögen und insbesondere ihre Archive einzuziehen …“ (23).

Der Senior der münsterschen Ritterschaft, Geh. Rat Graf von Merveldt (24), hielt sie dagegen für ”gemeinschaftliches Eigentum der alten hochstift-münsterischen Ritterschaft“ (25). Freiherr von Bodelschwingh-Plettenberg zeigte sich dagegen nach Rücksprache mit seinen Standesgenossen kooperativ. Er berichtete, dass bei der Plünderung der Ritterstube in Kleve durch die Franzosen 1799 die älteren (auch märkischen) Stammbäume und Protokolle zerrissen und zerstreut worden seien und sandte das Repertorium des Archivs zur Einsichtnahme nach Münster (26).

Ende Mai 1828 forderte Oberpräsident Vincke die Regierungen in Arnsberg, Minden und Münster auf, über den Verbleib der Stammbäume und sonstigen genealogischen Nachrichten der adligen Stifte, Kapitel, Klöster und ritterschaftlichen Korporationen in den ihnen unterstellten Archivdepots zu berichten (27). Wigand (28), Leiter des Archivdepots in Höxter, erstattete Fehlanzeige (29). Die anderen Leiter, Graf Reisach (30) in Minden, Kersten (31) in Münster und Domkapitular Meyer (32) in Paderborn fertigten dagegen zwischen Juni und Okt. 1828 Verzeichnisse der Aufschwörungstafeln an (33) und suchten nach entfremdeten Archivalien. Domkapitular Meyer vermisste z. B. die drei großen Stamm- und Wappenbücher des Domkapitels Paderborn. Er ermittelte, dass sie an die Domänendirektion des Fuldadepartements in Kassel gesandt worden waren und um 1813 nach Hannover gelangten, wo sie von dem ”bekannten Bücher-Auktionator“ Friedrich Cruse versteigert wurden (34).

Am 23. März 1829 genehmigte das Staatsministerium Vinckes Antrag zur ”Vereinigung der in den verschiedenen Archiven befindlichen Stammbäume und genealogischen Nachrichten“ im Provinzialarchiv Münster (35) und die Veröffentlichung einer vom Oberpräsidenten entworfenen Bekanntmachung ” … zumal es ganz unsere Absicht ist, darzuthun, daß die archivalische Sammlungen die allgemeine Nutzbarmachung eines bisher todten Schatzes … bezwecken“ (36).

Vinckes Bekanntmachung vom 29. Okt. 1829 lautete: ”Das hohe Archiv-Ministerium hat, in Hinsicht der Wichtigkeit der Erhaltung der in den verschiedenen Archiven Westfalens befindlichen Stammbäume und genealogischen Nachrichten, auf meinen Antrag beschlossen, alle diese Urkunden und Nachrichten … im Archive zu Münster zu vereinigen, und der Aufsicht des Archivarius Kersten zu übertragen … . Ich verbinde mit dieser Eröffnung die dringende Aufforderung, daß alle diejenigen, welche sich im Besitze von Stammbäumen und genealogischen Nachrichten und andern Archivalien befinden, die aus den Archiven der vormaligen Stifter, ständischen und geistlichen Korporationen während der Fremdherrschaft entkommen sind, … , solche dem hiesigen Archive zurückzugeben, …“ (37).

Gleichzeitig erhielt Kersten den Auftrag, die Stammbäume zu sammeln, in einer besonderen Abteilung des Provinzialarchivs zu verwahren, ein Gesamtverzeichnis anzulegen und bei Bedarf Auskünfte anhand der Unterlagen zu erteilen.

Kersten sah für die Lagerung der Stammtafeln zwei große mit Flügeltüren versehene Schränke vor, die mit geringem Kostenaufwand hergerichtet wurden. Die von ihm ein Jahr zuvor verzeichneten Bestände wurden als erstes dort untergebracht (38).

Bis Ende 1831 lieferten auch die Leiter der Archivdepots in Arnsberg (39), Minden und Paderborn die dort befindlichen Aufschwörungstafeln einschließlich der grob alphabetischen Namensverzeichnisse ab.

Wegen vielfältiger anderer Arbeiten bat Kersten, von der Anfertigung des Gesamtverzeichnisses befreit zu werden und schlug stattdessen vor, die in den Archivdepots angefertigten ”Spezial-Verzeichnisse“ zusammenzuheften, zu paginieren und über einen Index zu erschließen (40).

1832/34 sandten der Landrat des Kreises Steinfurt, Cormann (41) die Aufschwörungstafeln des Damenstifts Borghorst und der Landrat des Kreises Recklinghausen, Devens (42) die der Vestischen Landstände nach Münster (43).

Nachdem sich bereits die zum 3. Westfälischen Provinziallandtag versammelten Vertreter der Ritterschaft im Jan. 1831 mit der Abgabe des Archivs der Märkischen Ritterschaft einverstanden erklärt hatten, erfolgte die Abgabe der Archivalien nach Münster durch den Freiherrn von Bodelschwingh-Plettenberg im Januar 1834 (44).

1839 fertigte der Referendar / Supernumerar Peter von Hatzfeld (45) das ”General-Verzeichnis sämtlicher im Königlichen Provinzial-Archiv zu Münster befindlichen Stammbäume“ an. Das grob-alphabetische Verzeichnis enthielt die Namen von 1715 Probanden und Probandinnen, Aufschwörungsdaten soweit ersichtlich und die 1828 ff. vergebenen Signaturen.

Neuzugänge wurden unter a, b, c usw. nachgetragen. Später wurde ein II. Teil angefügt, in dem die gebundenen Bände (”Ritterbücher“) summarisch aufgelistet und die zu zwei Bänden (46) zusammengebundenen ”121 ausgemalten Stammbäume“ des ehem. Domkapitels Minden, die Dr. Erhard (47) 1850 für 45 Taler ankaufen konnte, unter Nr. 1716-1837 verzeichnet waren (48).

Im Dez. 1879 begann Dr. de Boor (49) mit der ”Anfertigung eines Adelsregisters im Anschluß an das von dem früheren Archivsekretär von Hatzfeld ausgearbeitete Verzeichnis der hier beruhenden Aufschwörungstafeln, unter Anführung sämmtlicher auf denselben mit ihren Wappen und Gütern aufgeschworenen Familien“ (50). Um seinen Index und die von ihm gezeichneten Wappen mit den Aufschwörungstafeln zu verzahnen, versah er die Aufschwörungstafeln mit der fortlaufenden Nummerierung des Gesamtverzeichnisses. Die großen Ziffern mit blauem Fettstift befinden sich noch auf vielen Tafeln (51).

Das General-Verzeichnis von Hatzfeld wurde zeitgleich abgeschrieben. Mit Rücksicht auf die Durchnummerierung blieb der Anhang mit den Nachträgen Nr. 1716-1837 (= Aufschwörungstafeln des Domkapitels Minden) weiterhin bestehen. Im Lauf der Zeit wurden stellenweise die Namen der Mütter der Probanden von verschiedenen Händen ergänzt. Das ”Alphabet der Aufgeschworenen“ wurde bis etwa 1990 kurrent gehalten und diente bis zum Abschluss der Neuverzeichnung als Repertorium (52) .

Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die bisher ”nach Formaten in Rollen und Paketen“ (53) verwahrten ungebundenen Aufschwörungstafeln (überwiegend auf Pergament, vereinzelt auch auf Papier, z. T. auf Leinen oder Pappe aufgezogen) in Kästen (ca. 65 x 45 x 15 cm) verpackt. Dazu wurden auch die bisher gerollten Tafeln zwei- bis dreimal zusammengefaltet. Die neun aus kleinen zusammengelöteten Zinkblechen bestehenden Tafeln (ca. 150 x 90 cm) aus der Fürstabtei Herford und die Aufschwörungsbücher lagen unverpackt im Magazin.

Neuverzeichnung und Benutzungshinweise

1995 wurde im Staatsarchiv Münster die Überarbeitung der Archivischen Sammlungen beschlossen. Nach Durchsicht einer zufälligen Auswahl von Aufschwörungstafeln und -büchern im Magazin und Abgleich mit den Angaben in den Repertorien stand fest, dass der Bestand ”Aufschwörungstafeln“ neu verzeichnet werden sollte; denn auf den Tafeln waren mehr Angaben enthalten, als 1828 ff. aufgenommen worden waren. Die Doppelüberlieferung (= Originaltafel und Kopie in einem der Aufschwörungsbücher) fiel in dem grob alphabetischen Gesamtregister kaum auf. Die Mehrfachnutzung der Aufschwörungstafeln durch Geschwister oder für die Aufnahme eines Probanden in eine weitere Institution waren überhaupt nicht berücksichtigt worden. Im Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten entstand ein Katalog der Informationen, die bei der Verzeichnung berücksichtigt werden konnten. Als die Kriterien feststanden, hat der damalige Systemadministrator Christian Wortmann dankenswerter Weise eine relationale Datenbank mit dem im Haus verwendeten Programm Microsoft FoxPro entwickelt. Die Datenbank enthielt folgende Felder:

Signatur.

Laufzeit.

Vor- und Nachnamen des Probanden / der Probandin, evtl. Titel.

Vor- und Nachnamen der Eltern, evtl. Titel.

Rittersitz(e) dieser Personen.

Institution.

Altsignatur.

Bemerkung: z. B. Resignation, Lebensdaten, Angaben zur Mehrfachnutzung.

Erhaltungszustand: Schäden, Siegel, Überklebungen mit Papier, Rasuren im Namensfeld des Probanden usw.

Der Plan, die ausgetrockneten, schwer auseinander zu faltenden und teilweise beschädigten (54) Aufschwörungstafeln vor der Verzeichnung zu restaurieren, ließ sich leider nicht verwirklichen. Vielfältige andere Arbeiten der Restauratoren, personelle Engpässe und das zeitaufwendige Planlegen verzögerten das Verzeichnen erheblich. Deshalb wurden die Tafeln ab Mitte 1996 so vorsichtig wie möglich in unrestauriertem Zustand bearbeitet. Die Reihenfolge der Verzeichnung erfolgte nach der Lagerung im Magazin. Die Vollständigkeit der Teilbestände wurde mit dem Inventar der Ahnentafeln (nach Provenienzen) von 1828 ff. abgeglichen (55).

Erschlossene Angaben stehen in eckigen, Abschriften in runden Klammern.

Die ungebundenen Aufschwörungstafeln tragen Signaturen von Nr. 1 - 1743 (Stand: August 2016). Die Nummern 1774 - 1849 sind für Neuzugänge vorgesehen! Die Verzeichnung der Aufschwörungsbücher beginnt bei Nr. 1850 und endet mit Nr. 2958. Z. Zt. besteht die Sammlung aus ca. 2850 Tafeln. Die ältesten Exemplare entstanden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die jüngste Tafel wurde 1815 im Damenstift Geseke (aufgehoben 1823) präsentiert.

Einmalig verwandte Tafeln tragen die Endung -,0. Mehrfache Nutzung der Tafeln - für jede aufgeschworene Person wurde ein Datensatz angelegt - erkennt man an den angehängten Ziffern -,1, -,2 usw., z. B.: Aufschwörungstafel der Geschwister Johann Friedrich Conrad und Clara Sophia von Haxthausen = Aufschwörungstafeln Nr. 237,1 und 237,2.

Falls für eine Person mehrere Aufschwörungstafeln erhalten sind, wurde die Ordnung in folgender Reihenfolge vorgenommen: 1. nach dem Entstehungsjahr, 2. falls vorhanden zunächst das Original, dann die Abschrift aus einem der Aufschwörungsbücher.

Da nur zum Teil Aufschwörungsvermerke auf die Tafeln gesetzt wurden, wurde Literatur über die jeweilige Einrichtung für Datierung und Bestimmung bzw. Überprüfung der Provenienz herangezogen. Nur wenn sich dort keine Angaben fanden, wurden Archivalien aus dem zugehörigen Bestand ausgewertet, z. B. (Dom-)Kapitels-/ Landtagsprotokolle oder Akten über die Aufnahme, Resignation usw. der Domherren oder Stiftsdamen (56).

Für die Bestände ”Ritterschaft des Fürstbistums Münster“ und ”Ritterschaft des Herzogtums Westfalen“ stellten die Herren Dr. Gerd Dethlefs und Dr. Andreas Müller dankenswerter Weise Verzeichnisse der aufgeschworenen Kavaliere zur Verfügung, so dass nur in Zweifelsfragen auf die Landtagsprotokolle zurückgegriffen werden musste (57).

Große Probleme hat die Verzeichnung des sogen. Kleinen Ritterbuchs des Herzogtums Westfalen (58) bereitet. Die in vereinfachter Form abgemalten und datierten Tafeln ließen sich nicht mit der Verzeichnung, den Aufschwörungsprotokollen und der Müllerschen Liste in Übereinstimmung bringen. Die bisher angegebene Provenienz ”Ritterschaft des Herzogtums Westfalen“ konnte eindeutig ausgeschlossen werden. Erst nachdem feststand, dass Theodor Franz Joseph von Landsberg zu Erwitte und Wocklum (59), der Auftraggeber der 1709 angefertigten Handschrift, seinen Lebensmittelpunkt in Hildesheim hatte, kam der Zufall zu Hilfe. Unter dem Stichwort ”Hildesheim“ fand sich im Katalog der Dienstbibliothek ein 1903 erschienener Beitrag von Eduard Bodemann über ”Das Aufschwörungsbuch der Domherren zu Hildesheim 1632-1801“ (60). Auf eine kurze Beschreibung der Handschrift und ihre Provenienzgeschichte folgt ein Register der 210 ”Ahnentafeln“, das sofort mit denen im ”Kleinen Ritterbuch“ abgeglichen wurde. Das Ergebnis: Dompropst von Landsberg hat fast alle Tafeln der zwischen 1651 und 1708 in Hildesheim aufgeschworenen Domherren kopieren lassen (61). Später wurde die Handschrift unter Beteiligung des Dompropsts von Landsberg zur Überprüfung der Wappen im Großen Ritterbuch herangezogen (62).

Schwierigkeiten ergaben sich auch bei der Identifizierung der Rittersitze, bes. wenn die adligen Häuser außerhalb Westfalens lagen. Zunächst wurden Angaben aus der älteren Literatur übernommen (63), später Recherchen im Internet durchgeführt. Dabei sind unterschiedliche Lagebeschreibungen entstanden (ehem. Territorium / heutige Kreiszugehörigkeit). Fehler lassen sich leider nicht ausschließen. Korrekturen nimmt die Abteilung Westfalen des Landesarchivs entgegen.

Bei den Aufschwörungsbüchern lagerten einige der dazu angelegten Indices und das vermisste Wappenbuch der münsterischen Ritterschaft. Diese Bände wurden wieder in ihre Ursprungsbestände gelegt (64).

Nach Abschluss der Verzeichnungsarbeit wurde auf den Ausdruck eines Findbuchs bzw. seine aufwendige Bearbeitung verzichtet. Stattdessen sollte die Datenbank nach der Restaurierung der Aufschwörungstafeln im Lesesaal zur Verfügung gestellt werden. Die Umorganisation der Staatlichen Archive des Landes NRW und die Entwicklung und Einführung einer einheitlichen, für alle Abteilungen des Landearchivs NRW verbindlichen Datenbank (VERA) verhinderten diesen Plan. Stattdessen hat die Firma Startext in Bonn 2006/2007 die FoxPro-Datenbank nach VERA konvertiert. Das Feld mit den Angaben über Erhaltungszustand, Siegel und Rasuren / Überklebungen im Namensfeld der Probanden entfiel dabei.

Für die Verzeichnung benutzte Literatur:

Günter Aders, Das Archiv des vorm. Zisterzienserinnenklosters und späteren Damenstiftes Gevelsberg. In: Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, Jg. 66, 1968, S. 1 - 179.

Wolfgang Bockhorst, Adelsarchive in Westfalen. Die Bestände der Mitgliedsarchive der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e. V. - Kurzübersicht. Münster 1998. (Vereinigte Westfälische Adelsarchive e. V. 9.)

Johannes Freiherr von Boeselager, Die Osnabrücker Domherren des 18. Jahrhunderts. Osnabrück 1990. (Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen. 28.)

Johannes Freiherr von Boeselager, Peter Klefisch, Bettina Schleier, Ulrich Simon und Elke Weiberg, Im Schatten der Reichsabtei: Stift St. Mariae auf dem Berge vor Herford. In: Westfälische Zeitschrift, Bd. 140, 1990, S. 49 - 130.

Hans Jürgen Brandt, und Karl Hengst, Victrix Mindensis Ecclesia. Die Mindener Bischöfe und Prälaten des Hohen Domes. Paderborn 1990.

Rudolf vom Bruch, Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. Osnabrück 1930.

Rudolf vom Bruch, Die Rittersitze des Emslandes. Münster 1962.

Sophie-Mathilde Gräfin zu Dohna, Die ständischen Verhältnisse am Domkapitel von Trier vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Trier 1960.

Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen von der Reformation bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1809. Marburg 1978. (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens. 26.).

Alexander Dylong, Das Hildesheimer Domkapitel im 18. Jahrhundert. Hannover 1997. (Quellen und Studien zur Geschichte des Bistums Hildesheim. 4.)

A. Fahne, Geschichte der Kölnischen, Jülichschen und Bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Siegeln und Urkunden. Teil I und II. Neudruck der Ausgabe 1848/53. Osnabrück 1965.

A. Fahne, Geschichte der westphälischen Geschlechter. Neudruck der Ausgabe 1858. Osnabrück 1966.

A. Fahne, Die Dynasten, Freiherrn und Grafen von Bocholtz ... Bd. 1,2: Geschichte von hundertsechs Rheinischen, Niederländischen und Westphälischen hervorragenden Geschlechtern. Köln 1859.

Anton Gemmeke, Geschichte des adeligen Damenstifts zu Neuenheerse. Paderborn 1931.

Geschichte der Herren von der Recke. Bearb. von einigen Gliedern der Familie von der Recke. Breslau 1878.

Josef Häming, Die Matrikel der ritterschaftlichen Güter in der Provinz Westfalen 1830 - 1886 und Nachweis ihrer Archive. In: Tradita Westphaliae. Münster 1987, S. 595-707. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Westfälische Quellen und Archivverzeichnisse. 13.)

Emil Freiherr von Hammerstein-Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein. Hannover 1891.

Otto Titan von Hefner, Neues Wappenbuch des blühenden Adels im Königreiche Hannover und Herzogthume Braunschweig. München 1862.

Albert K. Hömberg, Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen und ihre Besitzer. H. 1 - 20. Münster (Westf.) 1969 - 1979.

Karl Adolf Freiherr von der Horst, Die Rittersitze der Grafschaft Ravensberg und des Fürstentums Minden. 2. Neudruck der Ausgabe 1894 - 1898. Osnabrück 1979.

Ernst Heinrich Kneschke, Neues allgemeines deutsches Adels-Lexikon. 9 Bde. Leipzig 1859 - 1870.

Wilhelm Kohl, Das (freiweltliche) Damenstift Freckenhorst. Berlin, New York 1975. (Germania Sacra: N. F. 10.)

Wilhelm Kohl, Das Domstift St. Paulus zu Münster. Berlin, New York 1982 - 1987. (Germania Sacra N. F. 17, 1 - 3.)

Wilhelm Kohl, Das (freiweltliche) Damenstift Nottuln. Berlin, New York 2005. (Germania Sacra N. F. 44.)

Leopold Freiherr von Ledebur, Adelslexikon der preußischen Monarchie. 3 Bde. Berlin [1855].

Paul Michels, Ahnentafeln Paderborner Domherren. Paderborn 1966. (Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte. 7.)

Armgard von Reden-Dohna, Die Rittersitze des vormaligen Fürstentums Hildesheim. Göttingen, 2. Aufl. 1996.

Helmut Richtering, Gerichte des alten Reiches. Teil 3: Register. Münster 1973. (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, hier des Staatsarchivs Münster.)

J. B. Rietstap, Armorial général, précédé d'un dictionnaire des termes du blason. 1887 (Nachdruck).

Die Rittergüter der Fürstentümer Calenberg, Göttingen und Grubenhagen. Beschreibung, Geschichte, Rechtsverhältnisse ... herausgegeben von Gustav Stölting und Börries Freiherr von Münchhausen. Hannover 1912.

Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Herausgegeben von Dr. Wilhelm Karl Prinz von Isenburg. Bd. 1: Stammtafeln zur Geschichte der deutschen Staaten. Berlin 1936. Bd. III Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Hrsg. von Frank Baron Freytag von Loringhoven. 2. Aufl. Marburg 1958.

Johann Dietrich von Steinen, Westphälische Geschichte. Dritter Theil. Lemgo 1757.

Wilhelm Tack, Aufnahme, Ahnenprobe und Kappengang der Paderborner Domherren im 17. und 18. Jh. In: Westfälische Zeitschrift, Bd. 96, 1940, T. 2, S. 3-51.

Marcus Weidner, Die Matrikel der landtagsfähigen (und ”dubiosen“) Häuser des Fürstbistums Münster von 1704. Entstehungsursachen - Prüfverfahren - Funktion - Verzeichnis. In: Westfälische Zeitschrift, Bd. 147, 1997, S. 93 - 178.

Für die Verzeichnung benutzte Archivalien:

Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen

Stift Clarenberg, Akten Nr. 555.

Stift Fröndenberg, Akten Nr. 8 - 10.

Stift Geseke, Akten Nr. 273, 277 - 280, 360, 997, 1262.

Stift Herdecke, Akten III Nr.1, V Nr. 5, 7.

Fürstabtei Herford, Akten Nr. 274, 292, 1044.

Stift St. Marien auf dem Berge vor Herford, Akten Nr. 6.

Stift Keppel, Akten Nr. 2, 3a, 3b.

Stift Leeden, Akten Nr. 6, 10, 72, 163.

Stift Lippstadt (Dep.), Akten A Nr. 1.

Für die Damenstifte in der Grafschaft Mark auch: Kriegs- und Domänenkammer Hamm Nr. 733.

Kleve-Mark, Landstände Nr. 36, 384 - 390.

Kleve-Märkische Regierung, Landessachen Nr. 119, 120, 1023, 1096, 1121, 1126.

Stift St. Marien, Minden, Akten Nr. 2, 7, 8a, 8c, 9, 10a, 11a, 17c.

Domkapitel Minden, Akten Nr. 35a - i, 37a, 73, 81a - c und Msc. VII Nr. 2601.

Minden-Ravensberg, Regierung Nr. 1116.

Kommende Mülheim, Akten Nr. 359 - 366 und Dorn (s. Literatur).

Fürstbistum Münster Landesarchiv 491 Nr. 8, 9, 16, 30, 36, 52, 53, 60 bzw. das zugehörige Repertorium A 57, S. 90-126.

Münstersche Ritterschaft Nr. 10, 13, 24, 92, 93, 126, 126a, 145, Bd. 1-61, 146, Bd. 1-40 II, 147-150.

Stift Neuenheerse, Akten Nr. 2 Bd. 1 - 3, 5 - 8, 20, 21.

Stift Nottuln, Akten Nr. 12a, 48 - 51, 78,1 - 3.

Stift Quernheim, Akten Nr. 15a, 16, 18,1, 18,2, 19.

Fürstbistum Paderborn Landstände Nr. 9, 11, 19, 26, 28, 34.

von Raetsche Sammlung Nr. 45, 110, 157, 158.

Vest Recklinghausen, Landstände Nr. 6, 7, 25 - 33.

Stift Schildesche, Akten Nr. 343,2 -5, 7, 8, ergänzend Nr. 26 - 30, 44, 48, 50, 53, 55, 58 - 60, 63, 64, 71, 85, 87 - 89, 96.

Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten Nr. 11, 12, 16 - 21, 24 - 26, 29 - 56, 59 - 61, 4022 - 4026.

Max von Spiessen, Genealogische Tafeln des westfälischen Adels (Originale und Kopien).

Fürstlich Salm-Horstmarsches Archiv, Coesfeld

Stift Borghorst, Akten Nr. K 988, K 984.

Stift Metelen, Akten Nr. M 373 (und: von Raetsche Sammlung, Akten Nr. 158).

Fürstlich Bentheim-Steinfurtisches Archiv, Steinfurt

Stift Wietmarschen, Akten II Nr. 51, 58, 69 (und: von Raetsche Sammlung, Akten Nr. 158).

Restaurierung, Digitalisierung und Nutzungseinschränkungen

In der Restaurierungswerkstatt des Staatsarchivs Münster wurden ca. 260 Aufschwörungstafeln restauriert und 40 plangelegt. Danach wurde die Arbeit im Technischen Zentrum des LAV NRW fortgesetzt. Unter Leitung von Susanne Henze hat ein siebenköpfiges Team in sechs Monaten 1243 Aufschwörungstafeln bearbeitet. Über die am häufigsten vorkommenden Schäden, die Behandlungsmethoden und den arbeitsteiligen Prozess hat Frau Henze auf dem Restauratorentag in Bielefeld referiert. Ihr Vortrag ist 2012 im Druck erschienen (65).

Nach der Restaurierung sind die ungebundenen Tafeln und einige der Aufschwörungsbücher im Technischen Zentrum digitalisiert worden. Aus konservatorischen Gründen wurden die unten genannten Foliobände von dieser Maßnahme ausgeschlossen. Voraussichtlich werden sie ab 2017 im Technischen Zentrum restauriert und anschließend digitalisiert:

Domkapitel Münster, Bd. 1 / Aufschwörungstafeln Nr. 2018 - 2141.

Domkapitel Münster, Bd. 2 / Aufschwörungstafeln Nr. 2142 - 2213.

Domkapitel Münster, Bd. 3 / Aufschwörungstafeln Nr. 2214 - 2331.

Münstersche Ritterschaft, Bd. 1 / Aufschwörungstafeln Nr. 2332 - 2420.

Münstersche Ritterschaft, Bd. 2 / Aufschwörungstafeln Nr. 2421 - 2516.

Münstersche Ritterschaft, Bd. 3 / Aufschwörungstafeln Nr. 2517 - 2594.

Ein Nutzungsverbot besteht für folgende Archivalien:

Domkapitel Münster, Bd. 1 - 3 / Aufschwörungstafeln Nr. 2018 - 2331.

Münstersche Ritterschaft, Bd. 1 und 2 / Aufschwörungstafeln Nr. 2332 - 2516.

Blechtafeln / Aufschwörungstafeln Nr. 1240-1248 (66).

Ein Nutzungsverbot besteht nach der Verfügbarkeit von Digitialisaten für alle Originale.

Verzeichnis der fehlenden Aufschwörungstafeln:

Kommende Mülheim AT Nr. 22 - 25.

Stift Fröndenberg AT Nr. 24.

Stift Herdecke Nr. AT Nr. 1.

Stift Keppel, AT Nr. 15 und 16.

Kleve-Mark, AT Nr. 65 und 66 (vermutlich 1941 verbrannt).

Landsberg-Velen (Dep.), AT Nr. 71.

Domkapitel Minden AT Nr. 14a = Miscellanea Nr. 77.

Domkapitel Minden AT Nr. 85, 95 und 102.

Minden-Ravensberg, Landstände und Stifter Nr. 266 (fehlt seit 1893).

Miscellanea Nr. 53 - 59, 64 und 67 kassiert; z.T. unvollständige Abschriften von 1887 ff.

Fürstbistum Münster, Erbmänner Nr. 5 (1883 an das Fürstliche Archiv Salm-Salm in Anholt zurückgegeben).

Fürstbistum Münster, Ritterschaft Nr. 34 - 37, 56, 150 (fehlten schon vor der Revision 1880), Nr. 106-108 wurden bei der Nummerierung übersprungen, Bd. 1, Bl. 1, 2 und 5.

Von der Horst, (Dep.) AT Nr. 9 (fehlte schon bei der Verzeichnung des Bestandes 1982).

Westfälische Ritterschaft AT Nr. 48.

Altenberge / Münster, im August 2016

Ursula Schnorbus

(1) In den seltenen Fällen, in denen Geburtsdaten von Proband oder Eltern angegeben sind, wurden sie unter ”Bemerkung“ übernommen.

(2) Nach Abschluss der Verzeichnung sind z. B. erschienen: Elizabeth Harding, Landtag und Adligkeit. Ständische Repräsentationspraxis am Beispiel der Ritterschaften von Osnabrück, Münster und Ravensberg 1650-1800. Münster 2011. (Westfalen in der Vormoderne. Studien zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Landesgeschichte. 10.) - Andreas Müller, Die Praxis der Ahnenprobe im deutschen Adel des 18. Jahrhunderts. Das Beispiel der Ritterschaft des kurkölnischen Westfalen. In: Elizabeth Harding u. Michael Hecht (Hgg.), Die Ahnenprobe in der Vormoderne. Selektion - Initiation - Repräsentation. Münster 2011.

(3) Wilhelm Tack, Aufnahme, Ahnenprobe und Kappengang der Paderborner Domherren im 17. und 18. Jahrhundert. In: Westfälische Zeitschrift Bd. 96, 1940, S. 5.

(4) Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten Nr. 542, Bl. 1. - Im Bestand befinden sich u. a. auch Ahnenproben von Mitgliedern der Ritterschaft und eine Serie von Aufschwörungsprotokollen 1651 ff. (s. Findbuch A 308 II).

(5) ”Wegen Praesentierung der Annichen ist resolvirt, daß hinführter sothane nicht voreingeliefert ahngenohmen werden sollen; sie seyen dan in ördentlicher Form, nemblich vermittelß eines Stambbaumß, warin die Justification durch vier vatterliche und vier mütterliche Waapfen eingerichtet, und von zwey aufgeschwornen Mitglidtern, ..., auch dem aufschwerenden Hern auß ehelichen Bedt genalo[gi]que zukommen gestehen, unterschrieben … .“ Vest Recklinghausen, Landstände Nr. 26, Bl. 72 RS u. 73.

(6) Der Band ”Stammbaum und Ahnenprobe des hohen [Deutsch-]Ordensritters löblicher Ballei Westphalen, Johann Philipp Wilhelm Johann Nepomuk Maria Freiherrn von Wydenbruck zum Loe, eingekleidet zu Mergentheim am 12. Mai 1795“ enthält z. B. Abschriften bzw. Auszüge von ca. 45 Dokumenten, 1655 ff. Kommende Mülheim, Akten Nr. 365; Verpflichtungserklärungen des Probanden und seiner Aufschwörer s. Nr. 366; Aufschwörungstafeln Nr. 390.

(7) Die Landtagsfähigkeit der Güter wurde in Matrikeln festgeschrieben. Im Fürstbistum Münster z. B. untersuchte man Anfang des 18. Jahrhunderts die Berechtigung zum Landtag und einigte sich 1704 auf eine neue Matrikel (Msc. VII Nr. 481). Vorgeschichte und Einzelheiten s. Marcus Weidner, Die Matrikel der landtagsfähigen (und dubiosen) Häuser des Fürstbistums Münster von 1704. In: Westfälische Zeitschrift, Bd. 147, 1997, S. 91-178. - In der Grafschaft Mark musste der Wert eines Rittersitzes mindestens 6000 Reichstaler betragen. Rainer Kuhna, Die ständische Verfassung in den westfälischen Landesteilen Preußens und im Fürstbistum Münster 1780-1806. Dissertation, 1963, S. 41.

(8) Nagellöcher, Reste von Kordeln usw. sind noch erkennbar.

(9) 1724 erhielt der aus Mähren stammenden Graf Wenzel Anton Dominik von Kaunitz und Rietberg (1711-1794) vom Papst eine Provision auf eine Präbende des Domkapitels Münster, das seine Wappen nicht anerkennen wollte. Erst nach einem Prozess, in den der Kaiser eingriff, wurde Kaunitz 1727 in das Domkapitel aufgenommen. 1733 resignierte er zugunsten seines Bruders, trat in österreichische Dienste und wurde 1753 Staatskanzler unter Kaiserin Maria Theresia. Die Aufschwörung seines Bruders Karl Joseph Stephan 1733 verlief ohne Probleme. - Wilhelm Kohl, Das Domstift St. Paulus zu Münster. Berlin, New York 1982 - 1987, S. 733 u. 738. Aufschwörungstafeln Nr. 1634, 1631, 1, u. 1631,2.

(10) Z. B. Domkapitel Münster, Bd. 1= Aufschwörungstafeln Nr. 2018-2141.

(11) 1648 beschloss die Ritterschaft nicht nur die Einführung der Sechzehnahnenprobe, sondern legte auch fest, dass die vorgelegten Aufschwörungstafeln ”ins Ritterbuch“ eingetragen werden sollten. (Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten Nr. 542, Bl. 1). Da die aufwendige Anfertigung einige Zeit gedauert haben dürfte, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um das kontinuierlich bis 1803 ergänzte Exemplar handelt. Die ersten Lagen mit den kopierten Tafeln der ab 1651 aufgeschworenen Ritterbürtigen dürften von dem Arnsberger Maler und Bürger Henrich Strodtmann (vor 1600-nach 1652) und seinem Sohn Alexander (um 1660-1717) ausgeführt worden sein. Henrich Strodtmann hatte schon vorher Arbeiten für den Adel ausgeführt. Er hat ein Skizzenbuch hinterlassen, in das er zahlreiche Wappen (mit Farbangaben) und ”-bäume“ gezeichnet und seine Aufträge von 1636-1651 eingetragen hat (”Dei Waffen, so ich vor und nach auff adeliche Stiffter und adeliche Begrebnis gemahelet.“). Msc. I Nr. 263, Zitat Bl. 54. - Paul Michels, Die westfälische Malerfamilie Stratmann. In: Westfälische Zeitschrift 113, 1963, S. 405-419. - Um die Benutzung des 29 kg schweren Folianten (43 x 60 x 18 cm) zu erleichtern, wurden Einband (lederbezogene Holzdeckel mit Metallbeschlägen, vier Schlössern und dem Wappen des Herzogtums Westfalen (springendes Ross) und Inhalt (ca. 330 Pergamentblätter mit Privilegienbestätigungen der Landesherren (die früheste im Original vom 12. Mai 1682) und 299 farbigen Stammtafeln, heute 3 Bände) getrennt. Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten Nr. 67 / Aufschwörungstafeln Nr. 2595-2892.

(12) Bd. 1 wurde 1768 angelegt. Er enthält die Aufschwörungstafeln von 1680-1796, Bd. 2 die von 1799-1805. Stift Quernheim, Akten Nr. 18, 1 u. 2.

(13) Indices der Wappen in den Ritterbüchern des Fürstbistums Münster, angefertigt von Syndikus Dr. jur. Johann Gerhard Joseph Detten, 1718 bzw. Syndikus Wilhelm Bernhard Crone, 1766. Fürstbistum Münster, Ritterschaft Nr. 2 u. 3.

(14) Der rote, goldgeprägte Ledereinband steckt in einem Schuber mit dem Titel: ”Hochloblichen Münstrischer Ritterschaft Wappen Buch.“ Der Band ist auf Vorrat angelegt. Außer den bemalten enthält er ca. 200 leere Pergamentblätter. Fürstbistum Münster, Ritterschaft Nr. 1.

(15) Ludwig Franz Hoefer (1786-1862). Wolfgang Leesch, Die deutschen Archivare 1500-1945. Bd. 1: Verzeichnis nach ihren Wirkungsstätten. München, …, 1985, S. 225.

(16) Friedrich Ludwig Wilhelm Philipp (Freiherr) Vincke (1774-1844). Kurzbiographie s. Dietrich Wegmann, Die leitenden Verwaltungsbeamten der Provinz Westfalen 1818-1918. Münster 1969. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission Westfalens. XXIIa.), S. 342.

(17) Ludwig Wenner (Lebensdaten konnte ich leider nicht ermitteln. Wenner wurde am 1. Juli 1823 auf Pension gesetzt.). Hochstifts Münsterischer Hof- und Adreß-Calender … 1798, S. 54. - Regierung Münster Nr. 3417, Bl. 38.

(18) Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 2.

(19) Matthias Werner Hüser (1756-1830). Kurzbiographie s. Wolfgang Leesch, Die deutschen Archivare 1500-1945. Bd. 2: Biographisches Lexikon. München, …, 1992, S. 275.

(20) Staatsarchiv Münster, Dienstregistratur Nr. 139.

(21) Karl Wilhelm Christoph Anton? von Bodelschwingh-Plettenberg (1764-1850). Spiessen (Kopien), Bd. 5.

(22) Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 3.

(23) Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 13.

(24) August Ferdinand Graf von Merveldt (1759-1834). Dethlefs, S. 48.

(25) Wegen Merveldts ablehnender Haltung stellte das Ministerium im Juni 1828 die ”avisierte“ Abgabe des Archivs der Ritterschaft des Fürstbistums Münster zunächst zurück. Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 8 f., 18 RS. - Die Archivalien gelangten erst 1872 in das Staatsarchiv Münster. Dr. Gerhard Pfeiffer (1905-1996 (wikipedia.org), Staatsarchivrat in Münster von 1931-1939 (Leesch, Bd. 1, S. 86) hat 1931 eine ausführliche Bestandsgeschichte verfasst. In: Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 950.

(26) Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 8-12.

(27) Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 19.

(28) Paul Wigand (1786-1866). Kurzbiographie s. Leesch, Bd. 2, S. 665 f.

(29) Wigands Antwort nach dem Bericht der Regierung Minden an den Oberpräsidenten: ” … Hiernach waren die Corveyschen Capitularen bis zum Jahre 1792 bekanntlich Benediktiner Mönche, und wenn gleich seit ohngefähr hundert Jahren nur Edelleute in das Kapitel aufgenommen, so nahm man es doch nicht so genau mit der Untersuchung der Stammbäume. … Bei den meisten [Kapitularen] … ist von dieser Formalität gar keine Rede gewesen, weil es Spröslinge bekannter adlicher Familien waren, deren Verwandten schon notorisch zu Paderborn, Hildesheim oder Münster in die [Dom-] Kapitel aufgenommen worden waren.“ Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 22.

(30) Karl August Franz Anton Graf von Reisach-Sternberg (1774-1846). Kurzbiographie s. Leesch, Bd. 2, S. 484 f.

(31) Ferdinand Joseph Johann Maria Kersten (1770-1851), ab 1829 (gemeinsam mit Dr. Erhard) Leiter des Provinzialarchivs Münster. Kurzbiographie s. Leesch, Bd. 2, S. 304.

(32) Ignaz Theodor Liborius Meyer (1773-1843). Kurzbiographie s. Leesch, Bd. 2, S. 405 f.

(33) Reisach listete die ”Stammbäume“ der Fürstabtei Herford, der Landstände der Grafschaft Ravensberg und der Damenstifte Schildesche, Quernheim, St. Marien und Stift auf dem Berge in Herford und St. Marien in Minden auf. - Kersten nahm die ”Stammbäume“ des Domkapitels Münster, der Damenstifte Freckenhorst und Nottuln, und der Ritterschaft des Herzogtums Westfalen (auch den Inhalt des im Juni aus Arnsberg abgegebenen Ritterbuchs) auf. Meyer schließlich verzeichnete die im Geh. Ratsarchiv befindlichen ”Stammbäume.“ Oberpräsidium Nr. 2575 a; Abgabe des Ritterbuchs: Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 16.

(34) 1842 meldete sich der Käufer von zwei Bänden, Freiherr Maximilian Friedrich von Haxthausen, ehem. Domherr in Hildesheim und Corvey, beim Oberpräsidium und wünschte eine Expertise. Einer seiner Nachfahren deponierte die beiden Bände 1931 im Staatsarchiv. Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 19 RS, 65-66 u. 100-102. - In beiden Bänden sind auf dem Vorsatzblatt Zettel mit der Provenienzgeschichte aufgeklebt. - Ein weiterer (der fehlende dritte?) Band befindet sich in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek in Paderborn. Paul Michels, Ahnentafeln Paderborner Domherren. (Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte.7.) Paderborn 1966, S. 5.

(35) Errichtung des Provinzialarchivs Münster durch Erlass des Staatsministeriums vom 25. März 1829. Das Staatsarchiv Münster 1829-1979. Münster 1979, S. 13.

(36) Oberpräsidium Nr. 2375, Bl. 27.

(37) Bekanntmachung vom 7. Nov. 1829. In: Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Münster, 1829, S. 503.

(38) Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 947,S. 5-9.

(39) Nach Hüsers Tod leitete der Regierungssekretär Schulmann das Depot.

(40) Ahnentafeln, Inventar (nach Provenienzen). Das Findbuch enthält auch die zugehörige Korrespondenz. Verzeichnisse späterer Zugänge wurden eingeheftet. Die jüngsten Nachträge (S. 159-161, 235-242) stammen von Dr. Johann Karl von Schroeder, 1957/59. Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 947 und Archivalische Subsidien Nr. 73 (Handschriftenproben der Bediensteten des Staatsarchivs).

(41) Bernhard Ludovic Franz Joseph Cormann (1782-1837). Kurzbiographie s. Wegmann, S. 258.

(42) Friedrich Karl Devens (1782-1849). Kurzbiographie s. Wegmann, S. 260.

(43) Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 947, S. 85-87 und 91-100.

(44) Oberpräsidium Nr. 2575, Bl. 39 und 77-79.

(45) Peter von Hatzfeld (1811-1864). Kurzbiographie s. Leesch Bd. 2, S. 228.

(46) Die Bände wurden im Januar 1992 aufgelöst. Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 946, Bl. 131 RS.

(47) Dr. [med.] Heinrich August Erhard (1793-1851). Leiter des Provinzialarchivs Münster (gemeinsam mit Kersten), 1831-1851. Leesch, Bd. 2, S. 144 f.

(48) Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 4.

(49) Dr. Albert de Boor (1852-1945). Kurzbiographie s. Leesch, Bd. 2, S. 74.

(50) Monatsberichte des Staatsarchivs, Dez. 1879-Juli 1880. Staatsarchiv Münster, Dienstregistratur Nr. 349, Bl. 78-94.

(51) Ahnentafeln, Alphabet der Wappenzeichnungen. Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 948.

(52) Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 946. - Später deponierte / angekaufte Aufschwörungstafeln waren nicht in dem Findbuch enthalten! Soweit verzeichnet, waren sie in den Repertorien der Bestände Münstersche Ritterschaft, Stift Lippstadt oder Landsberg-Velen usw. zu finden.

(53) Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 4 (Die Angaben zur Aufbewahrung befinden sich zwischen Teil I u. II) und Nr. 946, Bl. 127-132.

(54) Z. B. Risse, Fehlstellen, Feuchtigkeitsschäden, Beschädigungen der Farbschicht, bes. in den Knicken.

(55) Staatsarchiv Münster, Alte und fremde Findbücher Nr. 947. - Graf Reisach hat die ursprünglichen Provenienzen (s. Anm. 33) nicht berücksichtigt, sondern einen Mischbestand aus allen im Mindener Archivdepot befindlichen Aufschwörungstafeln gebildet. Ebd., S. 29-59.

(56) Literatur und Archivalien s. Anhang.

(57) Für geplante Dissertationen hatten sie die Landtagsprotokolle ausgewertet. Ihre Forschungsergebnisse sind veröffentlicht: Andreas Müller, Die Ritterschaft im Herzogtum Westfalen, 1651-1803. Diss. phil. Paderborn 2007. - Gerd Dethlefs, Die Ritterschaft des Fürstbistums Münster 1679-1802. In: Westfälische Zeitschrift, Bd.108, 2008, S. 19-91.

(58) Handschrift auf Papier (40 x 26,5 x 3 cm): Titelblatt mit Wappen von Landsberg, 66 Stammtafeln und Wappendarstellungen aus dem Münsterschen Ritterbuch und dem Großen Ritterbuch des Herzogtums Westfalen. Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten Nr. 68 / Aufschwörungstafeln Nr. 2893-2958.

(59) Franz Theodor Joseph von Landsberg (1659-1727). Aufnahme in das Domkapitel Hildesheim, 1680 (Aufschwörungstafeln Nr. 2924 und 2958), Ernennung zum Präsidenten der Regierung und des Hofrats des Fürstbistums Hildesheim, 1701, Ernennung zum Dompropst, 1704. Johannes Freiherr von Boeselager, Die Osnabrücker Domherren des 18. Jahrhunderts. Osnabrück 1990, S. 283 f.

(60) In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen, zugleich Organ des Vereins für Geschichte und Alterthümer der Herzogthümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln, 1903, S. 646-658. - Das Aufschwörungsbuch befindet sich heute in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek / Niedersächsischen Landesbibliothek Hannover (Ms XXI, 1235). Der Kodex kann online eingesehen werden (www.digitale-sammlungen.gwlb.de <http://www.digitale-sammlungen.gwlb.de>).

(61) = Bl. 2-24, 26-34, 37-40, 42-59, 61-69, 71 und 72 der Originalhandschrift.

(62) Im Kommissionsprotokoll (o. D.) wird erwähnt, dass der Dompropst ”bereits lange vorher das Hildesheimsche Domkapitular-Wappenbuch habe kopieren lassen.“ Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten Nr. 69, Bl. 1-2 RS.

(63) Z. B.: Ernst Kneschke, Neues allgemeines deutsches Adels-Lexikon. 9 Bde. Leipzig 1859-1870. - Leopold Freiherr von Ledebur, Adelslexikon der preußischen Monarchie. 3 Bde. Berlin [1855].

(64) Der 1781 vom Syndikus G. J. Tenberg angelegte Index zu den Märkischen Ritterbüchern = Kleve-Mark, Landstände Nr. 427. - Die Indices zu den Ritterbüchern = Fürstbistum Münster, Ritterschaft Nr. 1 und 2, das Wappenbuch = Nr. 3. - Die Indices zum Ritterbuch des Herzogtums Westfalen befanden sich dagegen immer im Bestand Herzogtum Westfalen, Landstände, Akten (Nr. 70-73).

(65) Susanne Henze, Den Schwur gefestigt. Erhaltung von kolorierten Aufschwörungstafeln auf Pergament. In: Arbeitsblätter des Arbeitskreises Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren. 13. Ausgabe 2012, S. 103-111.

(66) Die Aufschwörungstafel Nr. 1245 befindet sich seit 1999 als Depositum im Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen in Minden.

Umfang : Ca. 2850 Tafeln, Findbuch W 101.



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