Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.6. AUSSERWESTFÄLISCHE TERRITORIEN UND INSTITUTIONEN
Reichskammergericht
Reichskammergericht / Akten
F 001, Reichskammergericht - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : F 001

Name : Reichskammergericht

Beschreibung :

Einleitung :

Hinweis zur Benutzung:

··Bestell-Signatur: jeweils ein Buchstabe und eine Ziffer (Preußische Nummer)

·Aktenzeichen: laufende Nummern des gedruckten Inventars

·Altsignatur: Verweis auf das Wetzlarer Generalrepertorium

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·Das Reichskammergericht war neben dem Reichshofrat das oberste Gericht des Heiligen Römischen Reichs. Seine Hauptaufgabe bestand darin, anstelle von Fehden, Gewalt und Krieg ein geregeltes Streitverfahren zu setzen.

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·Die Anfänge des Reichskammergerichts (RKG)

·Vorläufer des Reichskammergerichts war das königliche Kammergericht, das dem Aufenthaltsort des Königs folgte. Wegen der häufigen Nichtanwesenheit der Habsburger im Reich mußte eine administrative Krise abgewendet werden. Nach langen Verhandlungen war endlich auf dem Reichstag zu Worms 1495 die Errichtung des Reichskammergerichts beschlossen und der Ewige Landfriede verkündet worden. Noch im gleichen Jahre wurde das Reichskammergericht in Frankfurt a.M. durch Kaiser Maximilian I. feierlich eröffnet. Als oberstes Reichsgericht sprach es im Namen des Kaisers Recht, doch war und blieb es ein Gericht der Reichsstände, denen - abgesehen von dem Präsidenten, den der Kaiser ernannte - die Besetzung der Richterstellen (Assessoren) zustand und die Unterhaltspflicht oblag. Der früheste im Landesarchiv NRW Abt. Westfalen überlieferte Prozeß datiert auf das Jahr 1497 (LAV NRW W RKG W 910).

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·Schon in seinen Anfängen litt das Reichskammergericht unter dem ständigen Druck unzulänglich bewilligter Mittel, wodurch ihm die Erfüllung seiner Aufgaben fast unmöglich, jedenfalls sehr erschwert wurde. Aus Mangel an Unterhaltsmitteln mußte es sich schon 1499 auflösen. Zwar wurde es 1501 abermals errichtet und tagte im Anschluß an die Reichstage nacheinander in Nürnberg, Regensburg, Speyer und Worms, stellte jedoch 1519 wiederum seine Arbeit ein. Zum drittenmal begann es 1521 in Nürnberg, seit 1524 saß es in Esslingen am Neckar, um sich dann 1527 endgültig in Speyer niederzulassen. Dort blieb es, bis es 1689 vor den eindringenden Franzosen über Frankfurt nach Wetzlar auswich. Fortan hatte das Reichskammergericht in Wetzlar seinen Dauersitz, bis es 1806 mit der Auflösung des Alten Reiches seine Arbeit einstellte.

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·Räumliche Zuständigkeit

·Die räumliche Zuständigkeit des Reichskammergerichts ist niemals genau festgelegt worden; grundsätzlich erstreckte sie sich auf das ganze Reich, also auch auf Teile Belgiens und der Niederlande, umfaßte (bis 1499) auch die Schweiz und längere Zeit das Elsaß. Seit dem 17. Jahrhundert wurde jedoch seine Zuständigkeit mehr und mehr eingeengt, weil viele Landesherren kaiserliche Privilegien erhielten, durch die eine Berufung aus ihren Territorien an das Reichskammergericht erschwert oder gar ausgeschlossen wurde. Erschwert konnte die Appellation an das Reichskammergericht dadurch werden, daß die durch den Reichsabschied von 1654 bestimmte "Summa appellabilis" von mindestens 400 Talern um das Doppelte und mehr erhöht wurde. Ein solches Privileg erhielt z. B. Jülich-Berg 1764. Ein unbeschränktes Privilegium de non appellando besaßen nur die Kurfürsten. Das Stift Münster besaß ebensowenig wie das Stift Paderborn ein Appellationsprivileg (vgl. Wüllner, Wolfgang, Zivilrecht und Zivilrechtspflege in den westlichen Teilen Westfalens am Ende des 18. Jahrhunderts, Münster 1964, S. 11 f.).

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·Sachliche Zuständigkeit

·Sachlich war das Reichskammergericht in erster Instanz zuständig für alle Zivilklagen (einschließlich Injurienklagen) gegen Inhaber der Reichsunmittelbarkeit, außerdem für Klagen gegen jedermann wegen Bruchs des Landfriedens. Es konnte auch angerufen werden im sogenannten Mandatsprozeß, wenn es dem Kläger darum ging, durch eine einstweilige Verfügung (Mandat) eine schnelle und vor allem wirksame Rechtshilfe zu erlangen, was jedoch eine Nachprüfung in einem folgenden ordentlichen Prozeß nicht ausschloß (vgl. dazu: Wiggenhorn, Heinrich, Der Reichskammergerichtsprozeß am Ende des alten Reiches. Jurist. Diss. Münster 1966, S. 82 f.). Schließlich durften die Advokaten und Prokuratoren am Reichskammergericht ihre Gebühren unmittelbar dort einklagen. Das Reichskammergericht war auch mit vormundschaftlichen Angelegenheiten für reichsunmittelbare Personen befaßt. Es bestellte für solche von Amts wegen einen Vormund oder bestätigte eine testamentarisch angeordnete Vormundschaft, war auch zur Überwachung oder Abberufung eines Vormunds berechtigt.

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·Appellationsinstanz

·Im übrigen war das Reichskammergericht Berufungsgericht zweiter oder auch dritter Instanz gegen richterliche Entscheidungen landesherrlicher Unter- und Obergerichte, sofern nicht ein "Privilegium de non appellando" die Berufung ausschloß. Außerdem war es Beschwerdegericht in Fällen von Rechtsverschleppung und -verweigerung durch landesherrliche Gerichte.

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·Eine bildliche Darstellung des Instanzenzuges mit seinen verschiedenen Möglichkeiten zeigt eine Federzeichnung in einer 1698 dem Reichskammergericht eingereichten Prozeßschrift aus dem Fürstbistum Paderborn, deren besonderer Reiz nicht zuletzt in der getreuen Wiedergabe der Sitzungsweise der einzelnen Gerichte liegt (LAV NRW W Bildersammlung 29 Ü, entnommen aus: RKG S Nr. 1934 Band 1).

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·Akzeptanz und Aufgabenerfüllung

·Trotz vieler Mängel, die seinem umständlichen Prozeßverfahren anhafteten, was böswilligen Parteien und gerissenen Advokaten Möglichkeiten genug bot, ein Verfahren zu verschleppen und zu verteuern, auch unbeschadet mancher Beschränkungen durch die "Privilegia de non appellando" und ungeachtet dessen, daß ihm in dem bald darauf vom Kaiser begründeten Reichshofrat in Wien ein zweites oberstes Reichsgericht als gleichberechtigter Konkurrent zur Seite trat, war das Reichskammergericht in den 300 Jahren seines Bestehens ein sehr gesuchtes, zeitweise sogar überbeanspruchtes Gericht, was beweist, daß es seine Aufgaben besser erfüllt hat, als im 19. Jahrhundert oft behauptet worden ist. Nicht umsonst galt die Ausbildung am Reichskammergericht als die hohe Schule der Jurisprudenz, wohin vornehme und begüterte Familien ihre Söhne mit Vorliebe schickten. Bekanntlich haben der junge Goethe, Stein, Hardenberg und viele Westfalen, wie z. B. Franz Wilhelm von Spiegel, als Praktikanten am Reichskammergericht in Wetzlar gearbeitet. Fürsten und Adel, Bauern und Handwerker, Kaufleute und Beamte, Städte, Dörfer, Zünfte und kirchliche Institutionen haben ihre Rechtshändel dort ausgetragen.

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·Prozeßaufkommen

·Man greift wohl nicht zu hoch, wenn man die Gesamtzahl aller am Reichskammergericht anhängig gewesenen Prozesse auf fast 100.000 schätzt. Mit Sicherheit läßt sich die Zahl nicht ermitteln, weil die Akten nicht lückenlos auf uns gekommen sind. Zudem sind viele Prozesse als "Extrajudicialia" schon im Vorverfahren abgewiesen worden, wenn sich das Reichskammergericht aus sachlichen oder rechtlichen Gründen für unzuständig erklärte (Wiggenhorn, Der Reichskammergerichtsprozeß, 1966, S. 98).

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·Aktenüberlieferung

·Aus seiner Frühzeit fehlen die meisten Akten, weil es infolge des häufigen Wechsels des Gerichtsortes nicht zur Bildung einer Registratur kam. Als das Gericht 1689 Speyer fluchtartig verließ, blieben die erledigten Akten zurück; sie wurden von den Franzosen als Beute nach Straßburg geschafft und erst nach dem Rijswijker Frieden von 1697 nicht ohne erhebliche Verluste zurückgegeben. Als der Platz für die wachsenden Aktenmengen in Wetzlar nicht ausreichte, wurden Akten zeitweilig in Frankfurt und im Schloß zu Aschaffenburg ausgelagert. Viele sind dort durch Feuchtigkeit stark beschädigt worden, wovon Spuren heute noch zu erkennen sind. Manche völlig vermoderten Akten mußten damals kassiert werden (vgl. Latzke, Walther, Das Archiv des Reichskammergerichts, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germ. Abt., Bd. 78. Weimar 1961, S. 321-326).

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·Zwei Jahre nach seiner Auflösung, also im Jahre 1808, begann man erstmalig mit einer Verzeichnung aller wieder in Wetzlar vereinigten Prozeßakten. Die Arbeit war nötig, weil es galt, Akten noch schwebender Verfahren zu ermitteln, die von den interessierten Parteien, um drohender Verjährung oder anderen Nachteilen vorzubeugen, dringend verlangt wurden. Offenbar kam man mit der Arbeit nur langsam voran, denn noch 1811 blieb eine Anfrage der hessischen Verwaltung in Arnsberg nach dem Verbleib von Prozeßakten, mit deren Aufsuchen der Agent Buff beauftragt war, "wegen völliger Unordnung des Archivs" ergebnislos (LAV NRW W Großherzogtum Hessen I E Nr. 128).

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·Erst nach 1815, nachdem inzwischen dem Lande Preußen die treuhänderische Verwaltung des Archivs in Wetzlar übertragen worden war, konnten die Akten aller noch unerledigten Prozesse den neuerstandenen Obergerichten - in Westfalen den Oberlandesgerichten Münster, Hamm und Paderborn sowie dem Hofgericht Arnsberg - überwiesen werden. Dort sind die Prozesse zwar erledigt, ihre Akten aber auch fast immer kassiert worden, längst bevor die Archivverwaltung daran dachte, ihre schützende Hand darauf zu legen. Zum Glück haben wir für Münster, Hamm und Arnsberg noch die Verzeichnisse der damals abgegebenen Akten, insgesamt über 200 Stück:

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··LAV NRW W Oberlandesgericht / Appellationsgericht Arnsberg I Nr. 40 (Bestellnummer Q 001 Nr. 40): Verzeichnis der beim Reichskammergericht in Wetzlar anhängigen, aber noch nicht entschiedenen Rechtssachen, 1821;

·LAV NRW W Oberlandesgericht / Appellationsgericht Hamm I Nr. 113 (Bestellnummer Q 002 Nr. 113): Verzeichnis der Prozesse des ehemaligen Reichskammergerichts in Wetzlar, die zum Bereich des Oberlandesgerichts Hamm gehören, 1832-1859;

·LAV NRW W Oberlandesgericht / Appellationsgericht Münster I Nr. 25 (Bestellnummer Q 003 Nr. 25): Ablieferung von Akten des vormaligen Reichskammergerichts in Wetzlar, Bd. II, 1856 ff.

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·Somit ist, wie für seinen Anfang so auch für die letzten Jahrzehnte, die Aktenüberlieferung des Reichskammergerichts lückenhaft.

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·Die Bedeutung der Reichskammergerichtsakten für die Forschung

·Daß die Akten des Reichskammergerichts für den Heimat- wie auch für den Familienforscher von ungewöhnlichem Wert sind, ist bekannt. Es bleibt das Verdienst eines Westfalen, Paul Wigand, erstmalig ihren Wert für die Rechts- und Landesgeschichte herausgestellt zu haben (Wigand, Paul, Wetzlarsche Beiträge für Geschichte und Rechtsaltertümer; Bd. 1, Wetzlar 1840; Bd. 2, Halle 1845; Bd. 3, Wetzlar 1847; Wigand, Paul, Denkwürdigkeiten für deutsche Staats- u. Rechtswissenschaften ... gesammelt a. d. Archiv des Reichskammergerichts zu Wetzlar, nebst einer Denkschrift über Geschichte, Schicksale, Inhalt und Bedeutung jenes Archivs, Leipzig 1854).

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·Auf ihre genealogische Bedeutung hat als erster der Aachener Friedrich Macco hingewiesen (vgl. Wecken, Friedrich, Taschenbuch für Familienforscher, 7. Aufl. 1951, S. 163). Trotzdem sind die Akten für die historische Forschung bisher keineswegs so ausgeschöpft worden, wie sie es verdienen. Dies hat seine äußeren und inneren Gründe.

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·Die Struktur der Reichskammergerichtsakten

·Erfahrungsgemäß bereitet es selbst dem Kenner einige Mühe, unter dem Wust der rein prozessualen Formalitäten die wesentlichen Tatsachen herauszufinden. Während sich im 16. Jahrhundert die Parteien noch auf das Vorbringen von Tatsachen nach dem alten Grundsatz "da mihi factum, dabo tibi ius" beschränkten, ergingen sich die Advokaten späterer Zeit in langatmigen Rechtsausführungen und zitierten seitenlang aus gelehrten Kommentaren, was nur noch für den Rechtshistoriker von Interesse sein kann.

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·Hinzu kommt, daß die Eventualmaxime des gemeinen Prozesses leicht dazu verführte, nebensächliche und abwegige Behauptungen vorzutragen, unter dem die Kernfrage des Streites oft gänzlich zu verschwinden drohte. Hier fehlt immer noch das geeignete Hilfsmittel, das es auch dem nicht rechtsgeschichtlich Vorgebildeten ermöglicht, den Ablauf des Prozeßverfahrens zu verstehen. Von 1755-1773 veröffentlichte und erläuterte J. U. v. Cramer in den "Wetzlarischen Nebenstunden" eine Auswahl der neuesten und wichtigsten Entscheidungen des Reichskammergerichts.

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·Bedenkt man endlich die Masse der Akten mit mehreren tausend Prozessen, ihre unzulängliche Verzeichnung und die vielen verballhornten Namen, so wird verständlich, daß die Archivbenutzer, aber auch die Archivare selbst sich in früheren Zeiten mit den Akten des Reichskammergerichts nicht allzu oft und nicht eingehend beschäftigten.

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·RKG-Generalrepertorium

·Kaum war die erste, vorläufige Inventarisierung fertiggestellt, als seit 1821 eine zweite und eingehende Neuverzeichnung erfolgte, deren Ergebnis das 43-bändige "Generalrepertorium" war (vgl. hierzu das Findbuch DB 2 des Bundesarchivs, URL: http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/DB2-51895/index.htm). So anerkennenswert diese Verzeichnung auch gewesen sein mag, so haften ihr doch erhebliche Mängel an (Demeter, Karl, Die Abteilung Frankfurt / Main des Reichsarchivs als Fundstätte für die rheinische Orts- und Sippenforschung: Rheinische Heimatpflege, 10. Jg., 1938, Heft 3, S. 361).

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·Die Verzeichnung der Prozesse erfolgte zwar alphabetisch nach dem Namen derjenigen Partei, die als Kläger oder Berufungskläger das Reichskammergericht angerufen hatte, doch verzichtete man auf eine genaue Beachtung des Alphabets und auf chronologische Reihenfolge, auch bemühte man sich nicht, in allen Fällen die Vornamen der Parteien und ihre Wohnsitze zu ermitteln oder gar die Namen aller Kläger und Beklagten anzugeben. Fehler, die schon die alten Reichskammergerichtsregistratoren gemacht hatten, übernahm man unbesehen. So reihte man die in Westfalen häufigen Doppelnamen willkürlich an mehreren Stellen ein, so z.B. die Neuhof gen. Ley teils unter N, teils unter L, oder den Deutschen Orden als Teutschorden unter T. Frauen erscheinen ebenso oft unter ihrem Mädchennamen wie unter dem Namen ihres Mannes. Ebenso hielt man die oft von den Registratoren gewählte willkürliche oberdeutsche Änderung niederdeutscher Namensformen bei, die beispielsweise aus einem Bongard einen Baumgarten oder Paumgarten, aus einem Niehoff einen Neuhof, aus einem Oldemann einen Altmann, aus einem Slingworm einen Schluckwurm gemacht hatten. Der wichtigste Streitgegenstand wurde fast immer zu knapp angegeben. Angaben über Anlagen fehlten, von mehreren Vorinstanzen wurde meist nur die letzte angegeben, von der aus das Reichskammergericht angerufen wurde.

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·Aufteilung der Wetzlarer Bestände

·Das ganze Werk war von vornherein darauf abgestellt, als Grundlage für die Aufteilung der Wetzlarer Bestände auf die einzelnen Bundesstaaten zu dienen. Von 1847-1852 gelangten damals über 70.000 Akten zur Verteilung. An Preußen fielen rund 23.700 Akten (gegenüber Bayern mit 12.400, Württemberg mit 5.300 usw.), die man mit dem sogenannten "untrennbaren Bestand" in Wetzlar beließ, wo sie anfänglich von der Staatsanwaltschaft und erst seit 1881 von dem neu errichteten preußischen Staatsarchiv Wetzlar verwaltet wurden (vgl. Latzke, Das Archiv des Reichskammergerichts, 1961, S. 321-326; vgl. dazu auch den Anhang 4 zu vorliegendem Findbuch).

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·Zu dem "untrennbaren Bestand" gehörten vor allem die Urteilsbücher (seit 1573), die Sitzungsprotokolle (seit 1711), Prozesse aus nicht mehr zum Deutschen Bund gehörigen Gebieten (Elsaß, Schweiz, Niederlande, Baltikum) und andere Generalia und Interna des Reichskammergerichts. Diese erste Aufteilung erfolgte nach dem Wohnsitz der beklagten Partei, wobei es infolge unrichtiger Ermittlung des Wohnortes zu manchen Fehlleitungen kam, weil man bei Orten gleichen Namens unbedenklich den geläufigsten wählte (z.B. Köln am Rhein statt Kölln a.d. Spree u.ä.).

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·Untrennbarer Bestand: Urteilsbücher

·Nach dem Archivalischen Subsidium im Landesarchiv NRW Abt. Westfalen unter der Signatur FS 127 stellt sich die Überlieferung der Urteilsbücher des "Untrennbaren Bestandes" (vgl. hierzu Koser, Otto, Repertorium der Akten des Reichskammergerichts, Untrennbarer Bestand, Bd. I, II. Veröffentlichungen des Gesamtvereins der Deutschen Geschichts- und Altertums-Vereine, Heppenheim 1933 / 1936; Bibl.-Sign. 2 K 8) im Bundesarchiv, der durch eine Datenbank von 1995 erschlossen ist, folgendermaßen dar (vgl. hierzu das unten unter den Inventaren angeführte Findbuch zum Bestand AR 1 des Bundesarchivs und auch die Ausführungen des Bundesarchivs: URL: http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/Bestaendeuebersicht/index.htm?search=Reichskammergericht&KontextFb=KontextFb&searchType=any&searchVolumes=all&highlight=true&vid=Bestaendeuebersicht&kid=2C2EAC4716D24FEF9816FE6B98FFADE6&uid=98F6FCB122FB424CB09AE23F29BB6D5B&searchPos=):

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·Bundesarchiv, AR 1 III

·Reichskammergericht, Untrennbarer Bestand, Urteilsbücher (Konzeptbände) 1573-1806

·Umfang: ca. 7 laufende Meter, 116 Bände in folio (120 Verzeichnungseinheiten)

·Benutzungsort: Berlin

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·Band 1 1573-1601 erst später aus losen Blättern zusammengeheftet und unvollständig;

·Band 2 1630-1683 erst später aus losen Blättern zusammengeheftet und unvollständig;

·Band 3 1684;

·Band 4 1685;

·Band 5 1686;

·Band 6 1687;

·Band 7 1688;

·1689 bis 1692 fehlen;

·Band 8 1693;

·Band 9 1694;

·Band 10 1695;

·Band 11 1696;

·Band 12 1697;

·Band 13 1698;

·Band 14 1699;

·Band 15 1700;

·Band 16 1701;

·Band 17 1702;

·Band 18 1703;

·Band 19 1704;

·1705 bis 1710 fehlen;

·Band 20 1711;

·Band 21 1712;

·Band 22 1713;

·Band 23 1714;

·Band 24 1715;

·Band 25 1716;

·Band 26 1717;

·Band 27 1718;

·Band 28 1719;

·Band 29 1720;

·Band 30 1721;

·Band 31 1722;

·Band 32 1723;

·Band 33 1724;

·Band 34 1725;

·Band 35 1726;

·Band 36 1727;

·Band 37 1728 I;

·Band 38 1728 II;

·Band 39 1729;

·Band 40 1730;

·Band 41 1731;

·Band 42 1732;

·Band 43 1733;

·Band 44 1734;

·Band 40 1730;

·Band 41 1731;

·Band 42 1732;

·Band 43 1733;

·Band 44 1734;

·Band 45 1735;

·Band 46 1736;

·Band 47 1737;

·Band 48 1738;

·Band 49 1739;

·Band 50 1740;

·Band 51 1741;

·Band 52 1742;

·Band 53 1743;

·Band 54 1744;

·Band 55 1745;

·Band 56 1746;

·Band 57 1747;

·Band 58 1748;

·Band 59 1749;

·Band 60 1750;

·Band 61 1751;

·Band 62 1752;

·Band 63 1753;

·Band 64 1754;

·Band 65 1755;

·Band 66 1756;

·Band 67 1757;

·Band 68 1758;

·Band 69 1759;

·Band 70 1760;

·Band 71 1761;

·Band 72 1762;

·Band 73 1763;

·Band 74 1764;

·Band 75 1765;

·Band 76 1766;

·Band 77 1767;

·Band 78 1768;

·Band 79 1769;

·Band 80 1770;

·Band 81 1771;

·Band 82 1772;

·Band 83 1773;

·Band 84 1774;

·Band 85 1775;

·Band 86 1776;

·Band 87 1777;

·Band 88 1778;

·Band 89 1779;

·Band 90 1780;

·Band 90 1780;

·Band 91 1781;

·Band 92 1782;

·Band 93 1783;

·Band 94 1784;

·Band 95 1785;

·Band 96 1786;

·Band 97 1787;

·Band 98 1788;

·Band 99 1789;

·Band 100 1790;

·Band 101 1791;

·Band 102 1792;

·Band 103 1793;

·Band 104 1794;

·Band 105 1795;

·Band 106 1796;

·Band 107 1797;

·Band 108 1798;

·Band 109 1799;

·Band 110 1800;

·Band 111 1801;

·Band 112 1802;

·Band 113 1803;

·Band 114 1804;

·Band 115 1805;

·Band 116 1806

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·Aufteilung des preußischen Bestandes u.a. nach Münster

·Auch Wetzlar sollte nicht der letzte Aufbewahrungsort bleiben. Aus Sparsamkeitsgründen wurde das Staatsarchiv dort 1924 aufgelöst und die noch verbliebenen Prozeßakten auf die preußischen Staatsarchive verteilt. Den größten Anteil erhielt Düsseldorf mit 9.765 Akten, das seinerseits allerdings einen Teil bei den Stadtarchiven Aachen und Köln hinterlegte, ihm folgt Münster mit rund 6.500 Prozeßakten. Der untrennbare Bestand wurde an die Abteilung Frankfurt a.M. des Reichsarchivs abgegeben, die 1953 bis 2000 Außenstelle des Bundesarchivs war (vgl. Latzke, Das Archiv des Reichskammergerichts, 1961, S. 321-326). Mit der Auflösung der Außenstelle Frankfurt befanden sich die Archivalien in der Hauptdienststelle des Bundesarchivs in Koblenz, seit 2010 in Berlin-Lichterfelde.

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·Bei der Aufteilung des preußischen Bestandes galt als maßgeblicher Verteilungsgrundsatz der Wohnsitz des Beklagten; war aber das Reichskammergericht als Berufungsinstanz angerufen worden, so sollte der Sitz des vorinstanzlichen Gerichts bestimmend sein. Diese Regelung brachte dem Staatsarchiv Münster erhebliche Nachteile. Denn seitdem westfälische Territorien von den Rheinlanden aus regiert wurden (Recklinghausen und das Herzogtum Westfalen mit Arnsberg standen unter Kurköln, Ravensberg unter Berg, Mark unter Kleve) ging die Berufung gegen Urteile westfälischer Lokalgerichte zunächst immer an die am Ende des 16. Jahrhunderts geschaffenen Obergerichte, deren Sitz außerhalb Westfalens lag, so etwa aus der Grafschaft Mark an das Hofgericht Kleve, aus der Grafschaft Ravensberg an den Hofrat in Düsseldorf, aus dem Herzogtum Westfalen an den kurkölnischen Hofrat in Bonn, aus Siegen nach Dillenburg, sofern nicht solche Prozesse schon von vornherein bei diesen Obergerichten anhängig gemacht worden waren.

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·Diese Akten sind 1924 zumeist an das Staatsarchiv in Düsseldorf abgeliefert worden und erst im Zuge von Bereinigungen 1965, 1982 und 1985 nach Münster gelangt.

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·Das Münsteraner Inventar zum Reichskammergericht

·Jedes Staatsarchiv bekam als Abgabeverzeichnis einen Auszug aus dem schon erwähnten Generalrepertorium mit all seinen Mängeln und Fehlern, der ihnen - von gelegentlichen Verbesserungen, Zusätzen und Verweisen abgesehen - zum täglichen Gebrauch dienen mußte. Im Landesarchiv NRW Abt. Westfalen ist der Westfalen betreffende Text des Wetzlarer "Generalrepertoriums" in den Ende des 19. Jahrhunderts für den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens von dem Wetzlarer Archivar Veltman angefertigten Auszügen überliefert (Altertumsverein Münster, Msc. 296):

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··Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) - Manuskripte Nr. 296 A: Übersicht über die Reichskammergerichtsprozesse, (1852) 1892; enthält: Hochstift Münster (Bischöfe, Stiftsregierung, Domkapitel, Hofkammer, Erbmänner, Stadt Münster, Klöster der Stadt Münster, Zünfte der Stadt Münster, Adel und Städte); geb. Band, Papier, 34x21, 175 S.

·Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) - Manuskripte Nr. 296 B: Übersicht über die Reichskammgerichtsprozesse, (1852) 1893; enthält: Münsterland bzw. Regierungsbezirk Münster A-I (Städte, Stifter, Klöster und Adelsgeschlechter und Bürgerliche); geb. Band, Papier, 32x21, 430 S.

·Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) - Manuskripte Nr. 296 E: Übersicht über die Reichskammgerichtsprozesse, (1852) 1893; enthält: Münsterland bzw. Regierungsbezirk Münster K-Z. Nachträge aus den Vorakten, Rotuli und aus dem Generalrepertorium (Städte, Stifter, Klöster und Adelsgeschlechter und Bürgerliche); Papier, geb. Band, 802 S. (S. 429-1230) 32x21

·Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) - Manuskripte Nr. 296 C: Übersicht über die Reichskammergerichtsprozesse, (1852) 1894; enthält: Minden und Arnsberg A-G (Städte, Stifter, Klöster und Adelsgeschlechter des Herzogtums Westfalen, der Fürstentümer Minden, Paderborn, Schaumburg, Lippe, Waldeck, Pyrmont usw. sowie der Bürgerlichen); Papier, geb. Band, 960 S. 32x21

·Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) - Manuskripte Nr. 296 D: Übersicht über die Reichskammergerichtsprozesse, (1852) 1894; enthält: Minden und Arnsberg H-Q (Städte, Stifter, Klöster und Adelsgeschlechter des Herzogtums Westfalen, der Fürstentümer Minden, Paderborn, Schaumburg, Lippe, Waldeck, Pyrmont usw. sowie der Bürgerlichen); Papier, geb. Band, 996 S. 32x21

·Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) - Manuskripte Nr. 296 F: Übersicht über die Reichskammergerichtsprozesse, (1852) 1895; enthält: Minden und Arnsberg R-Z und Nachtrag (Städte, Stifter, Klöster und Adelsgeschlechter des Herzogtums Westfalen, der Fürstentümer Minden, Paderborn, Schaumburg, Lippe, Waldeck, Pyrmont usw. sowie der Bürgerlichen); Papier, geb. Band, 745 S. 32x21

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·Nachdem erstmalig das Staatsarchiv Koblenz 1957 ein verbessertes Repertorium seiner Akten herausgebracht hat (Otto Graf v. Looz-Corswarem und Hellmuth Scheidt, Repertorium der Akten des ehem. Reichskammergerichts im Staatsarchiv Koblenz, Koblenz 1957), stellt vorliegendes Münsteraner Verzeichnis den zweiten Versuch dar, die Reichskammergerichtsprozesse eines Staatsarchivs einem breiteren Kreise zugänglich zu machen.

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·Die Verzeichnung folgt im Idealfall dem Alphabet der Partei, die das Reichskammergericht als Kläger oder Berufungskläger angerufen hat. Bei mehreren Klägern war jeweils der im Generalrepertorium des Reichskammergerichts für die alphabetische Einordnung ausgeworfene Name maßgebend. Der Buchstabe "K" ist unter "C" zu suchen, der Buchstabe "V" bei "F" mit aufgeführt; die Prozesse des Deutschen Ordens aus dem Buchstaben "T" sind unter "D" verzeichnet. Darüberhinaus wurden - soweit erkennbar - unterschiedliche Schreibungen vereinheitlicht, die Namen noch bestehender Familien in heutiger Schreibweise gebracht sowie ober- und niederdeutsche Formen ein und desselben Namens an einer Stelle vereint. Treten Parteien mehr als einmal auf, werden sie der Zeitfolge nach aufgeführt; maßgebend war dabei das Jahr, in dem der Prozeß beim Reichskammergericht anhängig gemacht wurde. Die im alten Repertorium des Reichskammergerichts als "Anhang" verzeichneten "Extrajudicialia" sind in das Alphabet mit eingereiht worden. Die Anhänge R 10, W 3 und W 4 sind nicht existent.

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·Das Inventar der münsterischen Reichskammergerichtsakten liegt analog in drei 1966 bis 1973 erschienenen und von Dr. Günter Aders und Dr. Helmut Richtering bearbeiteten Bänden vor, welche die im Landesarchiv NRW Abt. Westfalen, dem damaligen Staatsarchiv Münster, verwahrte Überlieferung der "Gerichte des alten Reiches" erschließen. Der zweite Band behandelt auch den kleinen Bestand der Reichshofratsakten, während der dritte ein Orts- und Personenregister, ein Sachregister sowie ein Verzeichnis der Vorinstanzen bringt.

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·Dieses Verzeichnis der Vorinstanzen ist 2010 in elektronischer Form übernommen worden (Abschrift von Marius Schmieda) und vorliegendem Findbuch angehängt. Das vorliegende Findbuch A 30 Reichskammergericht wurde im Jahre 2009 retrokonvertiert und in das Verzeichnungsprogramm VERA importiert. Unterzeichneter hat die Ergänzungen in zahlreichen gedruckten Exemplaren übernommen und überprüft, die Nachträge, Berichtigungen und den Anhang aus Band 2 sowie die zahlreichen Zugänge und Abgaben der vergangenen Jahrzehnte aus anderen Archiven des gesamten früheren Reichsgebietes in das Findbuch integriert, außerdem bislang unbeachtete Akten neu verzeichnet, Doppelsignaturen abgeglichen und bereinigt sowie eine Klassifizierung vorgenommen. Volker Schlüter erfaßte 2010 die Nachträge aus Band 3.

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·Die Ergänzungen und Berichtigungen von Otto Steffen (vgl. Inventarliste unten) enthalten ein chronologisches Verzeichnis der erstinstanzlichen Verfahren, ein weiteres der Appellationsverfahren, ein numerisches Verzeichnis der gesamten Verfahren am RKG (vorliegendem Findbuch angehängt), Ergänzungen zum Verzeichnis der Vorinstanzen sowie Belege für Gutachten bzw. Urteile der Universitäten (Juristische Fakultäten). Diese Angaben wurden nicht in das vorliegende Findbuch aufgenommen und sind nur über die laufenden Nummern des analogen Findbuchs zu benutzen. Lediglich die Ergänzungen und Berichtigungen zum Verzeichnis der Vorinstanzen wurden berücksichtigt.

·

·Die Bestell-Signatur mit jeweils einem Buchstaben und einer Ziffer ist die sogenannte Preußische Nummer. Bei der Aussonderung aus dem Gesamtbestand wurden die an Preußen übergegangenen Prozesse neu durchgezählt. Im gedruckten Inventar sind den einzelnen Verzeichnungseinheiten jeweils laufende Nummern vorangestellt, die vielfach in der Literatur zitiert werden und daher in das vorliegende Findbuch unter "Aktenzeichen" aufgenommen wurden. Die unter "Altsignatur" anführte Ziffer verweist auf das vor der Aufteilung angelegte Wetzlarer Generalrepertorium.

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·Es folgen die Namen der Parteien, der Streitgegenstand, die angerufenen Gerichte und - soweit erforderlich - Hinweise auf den Inhalt. Wenn die Akten einer Instanz nicht überliefert sind, erscheint der Name des Gerichts in Klammern. Die den Gerichten beigesetzten Jahreszahlen zeigen den Prozeßbeginn an und sagen über die Dauer des Verfahrens nichts aus; nur bei außergewöhnlich langfristigen Prozessen ist auf den Abschluß hingewiesen worden. Bandzahlen sind lediglich bei den ersten Prozessen angegeben worden. Der unterschiedliche Umfang und die willkürliche Formierung der Bände ließen später davon absehen; besonders umfangreiche Akten wurden aber als solche im Einzelfall hervorgehoben. Bei den "Darin"-Vermerken wurde eine möglichst vollständige Erfassung älterer Urkunden angestrebt; daneben wurde stets auf Rechtsgutachten der Universitäten und in der Regel auch auf umfänglichere Zeugenverhöre verwiesen.

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·Die etwa 63 dem Bestand entnommenen Urkunden werden ein eigenes Findbuch bilden. Für die Akten des Reichshofrates wurde ein eigenes Findbuch A 30 a angelegt.

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·Abkürzungen

·Von Abkürzungen wurde im Interesse der besseren Lesbarkeit nur sparsam Gebrauch gemacht. Regelmäßig wurden abgekürzt:

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·RKG Reichskammergericht

·Ger. Gericht

·Kl. Kläger

·Bekl. Beklagter

·Bgm. Bürgermeister

·Ksp. Kirchspiel

·Bsch. Bauerschaft

·Kan. Kanoniker

·T. (Reichs-)Taler

·fl. (Gold-)Gulden

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·In allen übrigen Fällen ist nur in solchem Maße gekürzt worden, daß Namen und Begriffe ohne weiteres erkennbar blieben.

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·Gesamtinventar der Akten des Reichskammergerichts

·Walther Latzke beklagte 1961 noch: "... zwischen den in insgesamt 50 Einzelarchiven ... liegenden Prozeßakten, die weder Voten noch Zwischen- und Endurteile enthalten, und den bei der Abteilung Frankfurt des Bundesarchivs verwahrten Senatsprotokollen (samt Voten) und Urteilsbüchern besteht keine Konkordanz ...". Er ging davon aus, daß die RKG-Akten niemals überregional benutzt werden könnten (Latzke, Das Archiv des Reichskammergerichts, 1961, S. 326). Inzwischen wird diesem Mißstand virtuell abgeholfen.

·Das bundesweite DFG-Projekt (1980-2005) zur Inventarisierung der Akten des von 1495 bis 1806 tätigen Reichskammergerichts wurde nach einheitlichen Richtlinien erstellt. Ziel der Reichskammergerichts-Datenbank ist die virtuelle Zusammenführung und erste inhaltliche Analyse der überlieferten Prozeßakten in über 40 Archiven. Leider fügt sich das vorliegende Münsteraner Inventar als eines der frühesten nicht in die umfassende Erschließungsstrategie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, deren Ausgangspunkt eine möglichst homogene archivalische Erschließung des Quellenmaterials ist. Diese nach den Richtlinien der DFG erstellten Inventare sind zwar weitgehend nach einheitlichen Grundsätzen erarbeitet, stehen aber dennoch isoliert nebeneinander. Durch die zusätzliche Erfassung in einer relationalen Datenbank werden umfassende inhaltlich, räumlich und zeitlich übergreifende Untersuchungen der Prozesse möglich. Darüber hinaus werden die bereits in einer Access-Datenbank erfaßten Urteilsbücher (Bundesarchiv AR 1) einbezogen.

·Datenbank "Die Rechtsprechung des Reichskammergerichts (1495-1806)", ein Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht (Prof. Dr. Bernd Schildt) an der Ruhr-Universität Bochum: URL: http://www.hoechstgerichtsbarkeit.rub.de/db/search.aspx

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·Literatur

·RKG-Inventar

··Battenberg, Friedrich / Schildt, Bernd (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten. Bilanz und Perspektiven der Forschung (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 57), Köln / Weimar / Wien 2010.

·Battenberg, Friedrich / Schildt, Bernd, Über die Probleme der Bilanzierung eines Projekts: Einige einleitende Bemerkungen, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, XIII-XXXIII.

·Baumann, Anette, Das Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verzeichnung der Reichskammergerichtsakten. Reichsgerichtsbarkeit, in: Zeitenblicke - Online Journal für die Geschichtswissenschaften 3 (2004), Nr. 3. (URL: www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/index.htr)

·Diestelkamp, Bernhard, Rückblick auf das Projekt zur Inventarisierung der Reichskammergerichtsakten, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 3-10.

·Diestelkamp, Bernhard, Verzeichnung der RKG - Prozeßakten und Wissenschaftsgeschichte, in: Jörn, Nils / Diestelkamp, Bernhard / Modéer, Kjell Ake (Hgg.), Integration durch Recht. Das Wismarer Tribunal (1653-1806) (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 44), Köln / Weimar / Wien 2003, S. 319-327. (URL: http://wismarer-tribunal.de/Prozessakten/doc/Verzeichnung-der-RKG-Prozessakten-und-Wissenschaftsgeschichte.pdf)

·Ortlieb, Eva, Reichshofrat und Reichskammergericht im Spiegel ihrer Überlieferung und deren Verzeichnung, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 205-224.

·Schildt, Bernd, Datenbank Reichskammergerichtsakten, in: zeitenblicke 3 (2004), Nr. 3, [13.12.2004] (URL: http://deposit.ddb.de/ep/netpub/43/37/61/976613743/_data_stat/schildt/schildt.pdf)

·Schildt, Bernd, Inhaltliche Erschließung und ideelle Zusammenführung der Prozessakten des Reichskammergerichts mittels einer computergestützten Datenbank, in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte 25 (2003), S. 209-290.

·Schildt, Bernd, Nähe und Ferne zum Reichskammergericht. Teilergebnisse einer quantitativen Analyse, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 295-316.

·Schildt, Bernd, Virtuelle Zusammenführung und inhaltlich-statistische Analyse der überlieferten Reichskammergerichtsprozesse, in: Rainer Hering, Jürgen Sarnowsky, Christoph Schäfer und Udo Schäfer (Hgg.), Forschung in der digitalen Welt. Sicherung, Erschließung und Aufbereitung von Wissensbeständen (Veröffentlichungen aus dem Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg Bd. 20), Hamburg 2006, S. 125-141. (URL: http://hup.sub.uni-hamburg.de/opus/volltexte/2008/77/pdf/HamburgUP_HeringEtAl._Forschung.pdf)

·Schildt, Bernd, Wandel in der Erschließung der Reichskammergerichtsakten. Vom gedruckten Inventar zur Online-Recherche in der Datenbank, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 35-60.

·Weber, Raimund J., Praktische Erfahrungen aus der Inventarisierung von Reichskammergerichtsakten am Beispiel südwestdeutscher Staatsarchive, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010,, 11-34.

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·Bund

··Reichskammergericht. Bestand AR 1, Prozeßakten; bearb. von Ursula Hüllbüsch und Hans Schenk (Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs Band 46), Koblenz 1994. [Bibl-Sign. 2 B 131/46]

·Reichskammergericht. Bestand AR 1, Urteilsbücher. Datenbank und Begleitheft; bearb. von Hans Schenk unter Mitarbeit von Ernst Ludwig Brust, Claudia Helm und Michael Hollmann (Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs Band 52), Koblenz 1995. [Bibl-Sign. 2 B 131/52]

·Inventar der Akten des Reichskammergerichts 1495-1806. Frankfurter Bestand; bearb. von Inge Kaltwasser (Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission 21; Inventar der Akten des Reichskammergerichts 27), Frankfurt a.M. 2000. [Bibl-Sign. 2 J 99]

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·Baden-Württemberg

··Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart A-D, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/1), 2 Bde., Stuttgart 1993.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart E-G, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/2), Stuttgart 1995.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart H, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/3), Stuttgart 1999.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart I-M, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/4), Stuttgart 2000.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart N-R, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/5), Stuttgart 2001.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart S-T, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/6), Stuttgart 2005.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart U-Z, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 46/7), Stuttgart 2005.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Nachträge, Inventar des Bestands C 3; bearb. von Alexander Brunotte und Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg, Bd. 46/8), Stuttgart 2008.

·Akten des Reichskammergerichts im Staatsarchiv Sigmaringen. Inventar des Bestands R7. Anhang: Akten des Reichskammergerichts im Staatsarchiv Wertheim. Inventar des Bestandes RJ 10, bearbeitet von Raimund J. Weber (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg Bd. 57). Stuttgart 2004.

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·Bayern

··Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 1, Nr. 1-428 (Buchstabe A); bearb. von Barbara Gebhardt und Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/1), München 1994.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 2, Nr. 429-868 (Buchstabe B); bearb. von Manfred Hörner und Barbara Gebhardt (Bayerische Archivinventare. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/2), München 1996.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 3, Nr. 869-1406 (Buchstabe B); bearb. von Manfred Hörner und Barbara Gebhardt (Bayerische Archivinventare. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/3), München 1997.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 4, Nr. 1407-1839 (Buchstabe B); bearb. von Manfred Hörner und Barbara Gebhardt (Bayerische Archivinventare. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/4), München 1998.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 5, Nr. 429-1839 (Buchstabe B) Indices; bearb. von Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/5), München 1999.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 6, Nr. 1840-2129 (Buchstabe C); bearb. von Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/6), München 1995.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 7, Nr. 2130-2676 (Buchstabe D); bearb. von Margit Ksoll-Marcon und Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/7); München 2001.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 8, Nr. 2677-3227 (Buchstabe E); bearb. von Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/8), München 2001.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 9, Nr. 3228-3883 (Buchstabe F); bearb. von Manfred Hörner und Margit Ksoll-Marcon (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/9), München 2002. (URL: http://www.gda.bayern.de/findmittel/pdf/hsta_rkg_009_2009.pdf)

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 10, Nr. 3884-4491 (Buchstabe G), bearb. von Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/10), München 2003.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 11, Nr. 4492-5084 (Buchstabe H); bearb. von Wilhelm Füßl und Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/11), München 2004.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 12, Nr. 5085-5282, Indices (Buchstabe H); bearb. von Wilhelm Füßl und Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/12), München 2005.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 13, Nr. 5283-5568 (Buchstaben I und J); bearb. von Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/13), München 2006.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 14, Nr. 5569-6206 (Buchstabe K); bearb. von Stefan Breit und Wolfgang Pledl (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/14), München 2008.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 15, Nr. 6207-6705 (Buchstabe L) bearb. von Manfred Hörner (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/16), München 2008.

·Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichskammergericht Band 16, Nr. 6706-7308 (Buchstabe M); bearb. von Stefan Breit (Bayerische Archivinventare, Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 50/16), in Vorbereitung.

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·Bremen

··Inventar der Bremer Reichskammergerichtsakten; bearb. von Andreas Röpcke und Angelika Bischoff (Kleine Schriften des Staatsarchivs Bremen, Heft 22), Bremen 1995.

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·Hamburg

··Findbuch der Reichskammergerichtsakten im Staatsarchiv Hamburg; bearb. von Hans-Konrad Stein-Stegemann. Teil 1: Titelaufnahmen A-H, Hamburg 1993, Teil 2: Titelaufnahmen I-R, Hamburg 1994, Teil 3: Titelaufnahmen S-Z, Nachträge, Hamburg 1995, Teil 4: Indices (Veröffentlichungen aus dem Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg, Bd. XIII, Teil 1-4), Hamburg 1995.

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·Hessen

··Bestand 140: Waldeckische Reichskammergerichts-Akten; bearb. von Andrea Korte (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg), Marburg 1983.

·Abt. 1: Reichskammergericht, Teil 2: Prozessakten der Landgrafschaft Hessen-Homburg; bearb. von Jost Hausmann (Repertorien des Hessischen Hauptstaatarchivs Wiesbaden, hrsg. von dem Hessischen Hauptstaatsarchiv in Verbindung mit der Historischen Kommission für Nassau), Wiesbaden 1984.

·Abt. 1: Reichskammergericht, Teil 3: Prozessakten des preußischen Kreises und der Stadt Wetzlar, Bd. 1 Kreis Wetzlar A-K, Bd. 2 Kreis Wetzlar L-Z; Bd. 3 Stadt Wetzlar, Indices; bearb. von Jost Hausmann (Repertorien des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden, hrsg. von dem Hessischen Hauptstaatsarchiv in Verbindung mit der Historischen Kommission für Nassau), Wiesbaden 1984-1986.

·Abt. 1: Reichskammergericht, Teil 1: Nassauische Prozessakten, Bd. 1 A-M, Bd. 2 N-Z, Bd. 3 Anhang, Indices; bearb. von Claudia Helm und Jost Hausmann (Repertorien des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden, hrsg. von dem Hessischen Hauptstaatsarchiv in Verbindung mit der Historischen Kommission für Nassau), Wiesbaden 1987.

·Reichskammergerichtsakten im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und im Gräflich Solmsischen Archiv in Laubach; bearb. von Andrea Korte-Böger und Cornelia Rösner-Hausmann unter Mitwirkung von Friedrich Battenberg und Jost Hausmann (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 31), Darmstadt 1990.

·Kurhessische Reichskammergerichtsakten im Staatsarchiv Marburg, Bestand 255, Bd. 1: A-F; bearb. von Jost Hausmann, Claudia Helm und Cornelia Rösner-Hausmann (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg, hrsg. vom Hessischen Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit der Historischen Kommission für Hessen), Marburg 1997.

·Kurhessische Reichskammergerichtsakten im Staatsarchiv Marburg, Bestand 255, Bd. 2: G-J; bearb. von Jost Hausmann, Claudia Helm und Cornelia Rösner-Hausmann (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg, hrsg. vom Hessischen Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit der Historischen Kommission für Hessen), Marburg 1998.

·Kurhessische Reichskammergerichtsakten im Staatsarchiv Marburg, Bestand 255, Bd. 3: K-R; bearb. von Jost Hausmann, Claudia Helm und Cornelia Rösner-Hausmann (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg, hrsg. vom Hessischen Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit der Historischen Kommission für Hessen), Marburg 1999.

·Kurhessische Reichskammergerichtsakten im Staatsarchiv Marburg, Bestand 255, Bd. 4: S-Z; Nachträge; bearb. von Jost Hausmann, Claudia Helm und Cornelia Rösner-Hausmann (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg, hrsg. vom Hessischen Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit der Historischen Kommission für Hessen), Marburg 2003.

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·Mecklenburg-Vorpommern

··Inventar der Mecklenburger Reichskammergerichtsakten. Teil 1 Akteninventar, Teil 2 Indices; bearb. von Hans-Konrad Stein-Stegemann (Findbücher, Inventare und kleine Schriften des Landeshauptarchivs Schwerin, Bd. 6), Schwerin 2001.

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·Niedersachsen

··Findbuch zum Bestand Reichskammergericht und Reichshofrat 1489-1806 (6 Alt); bearb. von Walter Deeters (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs in Wolfenbüttel, Heft 2), Göttingen 1981.

·Findbuch zum Bestand 27 Reichskammergericht (1500-1648); bearb. von Erich Weise †, hrsg. von Heinz-Joachim Schulze (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Inventare und kleinere Schriften des Staatarchivs in Stade, Heft 1), Göttingen 1981.

·Findbuch zu den Reichskammergerichtsakten 1524-1806 (in Bestand 20, 90, 105, 110, 120 126 u.a.); bearb. von Albrecht Eckhardt (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs in Oldenburg, Heft 15), Göttingen 1981.

·Findbuch zu den Reichskammergerichtsakten 1551-1806 (Bestände L 24 und H 24); bearb. von Hans-Heinrich Ebeling (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs in Bückeburg, Heft 1), Rinteln 1985.

·Findbuch zum Bestand Reichskammergericht (1515-1806) Rep. 900; bearb. von Hans-Heinrich Ebeling (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs in Osnabrück, Heft 3), Osnabrück 1986.

·Findbuch zum Bestand Reichskammergericht und Reichshofrat (Rep. 101) Bd. 1 u. 2; bearb. von Walter Detters (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs Aurich, Heft 15/16), Leer 1993.

·Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Hannover. Hochstift Hildesheim und benachbarte Territorien 1495-1806, bearbeitet von Claudia Kauertz, nach Vorarbeiten von Anikó Szabó und Klemens Wieczorek, unter Mitarbeit und mit Indizes von Sven Mahmens, Teil 1 A-G, Teil 2 H-O, Teil 3 P-Z, Teil 4 Indizes (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung. Das Niedersächsische Landesarchiv und seine Bestände Band 1 = Inventar des Reichskammergerichts 30), Hannover 2009.

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·Nordrhein-Westfalen

··Das Staatsarchiv Münster und seine Bestände, Bd. 2 Gerichte des Alten Reiches, Teil 1: Reichskammergericht A-K, Teil 2: Reichskammergericht L-Z, Reichshofrat, Teil 3: Register; bearb. von Günter Aders und Helmut Richtering (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive), Münster 1966-1973.

·Steffen, Otto, Ergänzungen und Berichtigungen zum Registerband des Inventars der Reichskammergerichtsakten im Staatsarchive Münster (masch.), Herford 2004.

·Aders, Günter, Dortmunder Prozesse vor dem ehemaligen Reichskammergericht (jetzt im Staatsarchiv Münster), in: Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark 59 (1962), S. 21-214.

·Reichskammergericht A-B; bearb. von Hugo Altmann und Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 1), Siegburg 2003.

·Reichskammergericht C-D; bearb. von Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 2), Siegburg 1988.

·Reichskammergericht E-G; bearb. von Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 3), Siegburg 1989.

·Reichskammergericht H; bearb. von Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 4), Siegburg 1990.

·Reichskammergericht I-L; bearb. von Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 5), Siegburg 1991.

·Reichskammergericht M-O; bearb. von Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 6), Siegburg 1993.

·Reichskammergericht P-R; bearb. von Margarete Bruckhaus und Roland Rölker unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 7), Siegburg 1995.

·Reichskammergericht S-T; bearb. von Margarete Bruckhaus und Roland Rölker unter Mitarbeit von Paul Hoffmann (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 8), Siegburg 1998.

·Reichskammergericht U-Z und Nachträge; bearb. von Margarete Bruckhaus und Roland Rölker unter Mitarbeit von Paul (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 9), Siegburg 1999.

·Reichskammergericht. Prozessakten des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf im Rijksarchief Limburg in Maastricht (Bestand 02.01). Bearb. von Martina Wiech unter Mitarbeit von Paul Hoffmann und Th. J. van Rensch (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände; hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Bd. 9, Teil 10), Siegburg 2002.

·Inventar der Lippischen Reichskammergerichtsakten in 2 Bänden. T. 1: Buchstabe A-L, T. 2: Buchstabe M-Z; bearb. von Margarete Bruckhaus unter Mitarbeit von Wolfang Bender (Veröffentlichungen der Staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive: Das Staatsarchiv Detmold und seine Bestände, Bd. 2. Im Auftrag des Ministeriums für Stadtentwicklung, Kultur und Sport von Nordrhein-Westfalen hrsg. vom Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Detmold), 1997.

·Reichskammergericht Köln, Band 1: Nr. 1-600 (A-F); bearb. von Matthias Kordes (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, hrsg. von Everhard Kleinertz, Heft 81), Köln 1998.

·Reichskammergericht Köln, Band 2: Nr. 601-1232 (G-M); bearb. von Matthias Kordes (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, hrsg. von Everhard Kleinertz, Heft 82), Köln 2000.

·Reichskammergericht Köln, Band 3: Nr. 1233-1677 (N-S); bearb. von Matthias Kordes (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, hrsg. von Everhard Kleinertz, Heft 83), Köln 2000.

·Reichskammergericht Köln, Band 4, Teil 1: Nr. 1678-1864 (T-Z); bearb. von Klaus Nippert (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, hrsg. von Everhard Kleinertz, Heft 84/1), Köln 2002.

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·Rheinland-Pfalz

··Repertorium der Akten des ehemaligen Reichskammergerichts im Staatsarchiv Koblenz, hrsg. von der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz; bearb. von Otto Graf von Looz-Corswarem und Hellmuth Scheidt (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Bd. 1), Koblenz 1957.

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·Sachsen (außerhalb des Gesamtprojekts)

··Reichskammergericht 1510-1796 (Hauptstaatsarchiv Dresden, Findbuch 10690), bearbeitet von Mark Alexander Steinert, Redaktion durch Eckhart Leisering und Peter Wiegand, unter Mitarbeit von Lutz Bannert, 2009. (URL: http://www.archiv.sachsen.de/download/10690neu.pdf)

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·Sachsen-Anhalt

··Findbuch der Akten des Reichskammergerichts im Landesarchiv Magdeburg - Landeshauptarchiv. Buchstabe A-E; bearb. von Dietrich Lücke (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 11), Halle 1997.

·Findbuch der Akten des Reichskammergerichts im Landesarchiv Magdeburg - Landeshauptarchiv. Buchstabe F-K; bearb. von Dietrich Lücke (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 14), Halle 1999.

·Findbuch der Akten des Reichskammergerichts im Landesarchiv Magdeburg - Landeshauptarchiv. Buchstabe L-M; bearb. von Dietrich Lücke (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 15), Halle 2000.

·Findbuch der Akten des Reichskammergerichts im Landesarchiv Magdeburg - Landeshauptarchiv. Buchstabe N-S(im); bearb. von Dietrich Lücke (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 16), Halle 2001.

·Findbuch der Akten des Reichskammergerichts im Landesarchiv Magdeburg - Landeshauptarchiv. Buchstabe S(ip)-Z; bearb. von Dietrich Lücke (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 18), Halle 2002.

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·Schleswig-Holstein

··Findbuch zu den Reichskammergerichtsakten (Ab. 390 u.a.); bearb. von Hans-Konrad Stein-Stegemann (Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs, Bd. 16 Titelaufnahmen, Bd. 17 Indices), Schleswig 1986.

·Findbuch der Reichskammergerichtsakten im Archiv der Hansestadt Lübeck; bearb. von Hans-Konrad Stein-Stegemann (Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs, Bd. 18 Titelaufnahmen A-R, Bd. 19 Titelaufnahmen S-Z, Indices), Schleswig 1987.

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·Thüringen

··Inventar der Prozessakten des Reichskammergerichts in den Thüringischen Staatsarchiven; bearb. von Torsten Fried (Veröffentlichungen aus Thüringischen Staatsarchiven, hrsg. vom Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar, Bd. 3) Weimar 1997.

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·Literatur

··Amend, Anja / Baumann, Anette / Wendehorst, Stephan / Westphal, Siegrid (Hgg.), Gerichtslandschaft Altes Reich (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd. 51), Köln / Weimar / Wien, 2006.

·Amend-Traut, Anja, Die Spruchpraxis der höchsten Reichsgerichte im römisch-deutschen Reich und ihre Bedeutung für die Privatrechtsgeschichte (Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung 36), Wetzlar 2008.

·Amend-Traut, Anja, Zivilverfahren vor dem Reichskammergericht. Rückblick und Perspektiven, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 125-156.

·Battenberg, Friedrich, Beiträge zur höchsten Gerichtsbarkeit im Reich im 15. Jahrhundert (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 11), Köln / Weimar / Wien 1981.

·Battenberg, Friedrich, Die Wormser Kammergerichtsordnung und die Neukonstituierung der königlichen Justiz in Frankfurt 1495. Zur Reform des Königlichen Kammergerichts, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 64 (2006), S. 51-83.

·Baumann, Anette / Oestmann, Peter / Wendehorst, Stephan / Westphal, Siegrid (Hgg.), Prozeßpraxis im Alten Reich. Annäherungen Fallstudien Statistiken (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Nr. 50), Köln / Weimar / Wien, 2005.

·Baumann, Anette / Westphal, Siegrid / Wendehorst, Stephan / Ehrenpreis, Stefan (Hgg.), Prozeßakten als Quelle. Neue Ansätze zur Erforschung der Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd.37), Köln / Weimar / Wien, 2001.

·Baumann, Anette, Advokaten und Prokuratoren. Anwälte am Reichskammergericht in Wetzlar (1690-1806) (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd. 50), Köln / Weimar / Wien, 2006.

·Baumann, Anette, Der Aufbau einer Reichskammergerichtsprozessakte, in: Reichsgerichtsbarkeit. Zeitenblicke - Online Journal für die Geschichtswissenschaften 3 (2004), Nr. 3. (URL: www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/index.htr)

·Baumann, Anette, Die Fugger als Kläger vor dem Reichskammergericht (1495-1806), in: Burkhardt, Johannes (Hg.), Die Fugger und das Reich. Eine neue Forschungsperspektive zum 500jährigen Jubiläum der ersten Fuggerherrschaft Kirchberg-Weißenhorn (Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft Reihe 4, Band 32, Studien zur Fuggergeschichte Band 41) Augsburg 2008, S. 151-182.

·Baumann, Anette, Die gedruckten Voten und Relationen des Reichskammergerichts (16.-18. Jahrhundert). Ein Findbuch (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd. 48), Köln / Weimar / Wien 2004; inkl. 1 CD-ROM.

·Baumann, Anette, Die Gesellschaft der Frühen Neuzeit im Spiegel der Reichskammergerichtsprozesse. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung des 17. und 18. Jahrhunderts (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd. 36), Köln / Weimar / Wien 2001.

·Behr, Hans-Joachim, Die Bedeutung der Prozeßakten des ehemaligen Reichskammergerichts für die wissenschaftliche Forschung, in: Archivalische Zeitschrift 77 (1992), S. 113-125.

·Dick, Bettina, Die Entwicklung des Kameralprozesses nach den Ordnungen von 1495-1555 (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd. 10), Köln / Weimar / Wien 1981.

·Diestelkamp http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Diestelkamp, Bernhard, Reichskammergericht und Rechtsstaatsgedanke. Die Kameraljudikatur gegen die Kabinettsjustiz (Schriftenreihe / Juristische Studiengesellschaft Karlsruhe 210), Heidelberg 1994.

·Diestelkamp, Bernhard (Hg.), Der Weg zur Gründung des Reichskammergerichts und die ersten Jahrzehnte seines Wirkens (1451-1527) (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich Bd. 45), Köln / Weimar / Wien 2003.

·Diestelkamp, Bernhard, Rechtsfälle aus dem Alten Reich. Denkwürdige Prozesse vor dem Reichskammergericht, München 1995.

·Endrulat, Bernhard, Die Rheinischen und Westfälischen Praktikanten des Reichs-Kammergerichts zu Wetzlar, in: ZBGV 20 (1884), S. 101-116.

·Flebbe, Hermann, Prozesse vor dem Reichskammergericht zu Speyer um 1600. Noch einmal der Altenaer Rentmeister Simeon von Diest, in: Der Märker - landeskundliche Zeitschrift für den Bereich der ehemaligen Grafschaft Mark und den Märkischen Kreis 9 (1960), S. 227-234.

·Frese, August, Der Prozeß um die Herrschaft Delmenhorst vor dem Reichshofrat und dem Reichskammergericht (1548-1685), Göttingen Univ. Diss. 1912, Oldenburg 1913.

·Fuchs, Ralf-Peter / Schulze, Winfried (Hg.), Wahrheit, Wissen, Erinnerung. Zeugenverhörprotokolle als Quellen für soziale Wissensbestände der Frühen Neuzeit (Wirklichkeit und Wahrnehmung in der Frühen Neuzeit 1), Münster / Hamburg / London 2002.

·Fuchs, Ralf-Peter, " ... aus Anstifftungh des Teuffels ..." - Hexenprozesse in der Herrschaft Witten und anderen Verfolgungszentren des Ruhr-Lippe-Raums, in: Märkisches Jahrbuch für Geschichte 99 (1999), S. 75-103.

·Fuchs, Ralf-Peter, "... mit willen und wissen der obrigkeit ... ". Reichsrepräsentation über die Reichskammergerichtsboten in der Mitte des 16. Jahrhunderts, in: Baumann, Anette / Oestmann, Peter (Hgg.), Reichspersonal. Funktionsträger für Kaiser und Reich, Köln / Weimar / Wien 2003, S. 247-264.

·Fuchs, Ralf-Peter, "... unwhar, das weilandt Burgermeister Matthiß Burichs haußfraw Margreta zauberei begangen ... ": Das Appellationsschreiben der Verwandten von Margareta Burich aus Dorsten, eingereicht am Reichskammergericht (1594), in: Vestische Zeitschrift 100 (2004/05), S. 149-169.

·Fuchs, Ralf-Peter, "Soziales Wissen" in der ländlichen Lebenswelt des 16. Jahrhunderts: Ein kaiserlich-kommissarisches Zeugenverhör, in: Westfälische Forschungen 42 (1998), S. 419-447.

·Fuchs, Ralf-Peter, "Von diesen unbesonnenen, ärgerlichen und gottlosen Hexenprozessen". Schlaglichter auf die Hexenverfolgungen in Herford zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in: Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford 1994, S. 17-52.

·Fuchs, Ralf-Peter, Der Fall Margareta Burich und die Hexenprozesse in Dorsten 1588: Die Überlieferung einer Reichskammergerichtsakte, in: Vestische Zeitschrift 92/93 (1993/94), S. 44-70.

·Fuchs, Ralf-Peter, Der lange Kampf der Catharina von Dahlhausen um ihre Ehre: Eine Fallstudie zur Justiznutzung von Frauen im 16. Jahrhundert, in: Westphal, Siegrid (Hg.), In eigener Sache. Frauen vor den höchsten Gerichten des Alten Reiches, Köln / Weimar / Wien 2005, S. 43-60.

·Fuchs, Ralf-Peter, Der Vorwurf der Zauberei in der Rechtspraxis des Injurienverfahrens. Einige Reichskammergerichtsprozesse westfälischer Herkunft im Vergleich, in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte 17 (1995), S. 1-29.

·Fuchs, Ralf-Peter, Die Hinrichtung des Kramers Georg Lackum aus Wetter auf der Boeler Heide 1591, in: Einblicke. Zeitschrift für Regionalgeschichte 2 (2002), Nr. 7 (Internetpublikation im Oktober 2002. URL: http://www1.historisches-centrum.de/einblicke/02/200209.shtml).

·Fuchs, Ralf-Peter, Disziplinierung und Herrschaftsprofilierung. Überlegungen zu den Hexenverfolgungen in der Freien Reichsstadt Dortmund im späten 16. Jahrhundert, in: Heimat Dortmund. Stadtgeschichte in Bildern und Berichten, Heft 2, 2003 ("Frauen"), S. 15-18.

·Fuchs, Ralf-Peter, Ehrkämpfe. Injurienprozesse in der Frühen Neuzeit und ihre Interpretationsmöglichkeiten, in: Rheinisch-Westfälische Zeitschrift für Volkskunde 42 (1997), S. 29-50.

·Fuchs, Ralf-Peter, Eine Mitteilung über Wittener Zaubereiprozesse des Jahres 1580, in: Märkisches Jahrbuch für Geschichte 92 (1994), S. 21-42.

·Fuchs, Ralf-Peter, Hexenverfolgung an Ruhr und Lippe. Die Nutzung der Justiz durch Herren und Untertanen, Münster 2002.

·Fuchs, Ralf-Peter, Hexerei und Zauberei vor dem Reichskammergericht. Nichtigkeiten und Injurien (Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung 16), Wetzlar 1994.

·Fuchs, Ralf-Peter, Hexereisachen vor dem Reichskammergericht. Einige Prozesse westfälischer Herkunft, in: Saatkamp, Marielies / Schlüter, Dick (Hgg.): Von Heksen und Duwelsluden. Über Hexen, Zauberei und Aberglauben im niederländisch-deutschen Grenzraum - Over heksen, toverij en bijgeloof in de Nederlands-Duitse grensstreek, Enschede / Doetinchem / Vreden 1995, S. 87-110.

·Fuchs, Ralf-Peter, Ius oder iniuria? Hexenprozesse des Rates von Kaysersberg im Spiegel eines juristischen Diskurses um Ehre und Wahrheit, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 157-178.

·Fuchs, Ralf-Peter, Protokolle kaiserlich-kommissarischer Zeugenverhöre in Reichskammergerichtsakten, in: zeitenblicke 3 (2004), Nr. 3, Reichsgerichtsbarkeit. (URL: http://www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/fuchs2/index.html)

·Fuchs, Ralf-Peter, Recht und Unrecht im Verfahren Lackum - Ein Kriminalfall mit Widerhall, in: Griesebner, Andrea / Scheutz, Martin / Weigl, Herwig (Hg.): Justiz und Gerechtigkeit. Historische Beiträge (16.-19. Jahrhundert) (Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit 1), Innsbruck 2002, S. 149-168.

·Fuchs, Ralf-Peter, Reichskammergerichtsakten als Quellen für die lokale Strafrechtspraxis und daraus resultierende Konflikte zwischen Untertanen und Obrigkeiten, in: zeitenblicke 3 (2004), Nr. 3, Reichsgerichtsbarkeit. (URL: http://www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/fuchs1/index.html)

·Fuchs, Ralf-Peter, Soziales Wissen nach Reichskammergerichts-Zeugenverhören, in: Zeitenblicke 1 (2002), Nr. 2. (URL: http://www.zeitenblicke.historicum.net/2002/02/fuchs/index.html)

·Fuchs, Ralf-Peter, Um die Ehre. Westfälische Beleidigungsprozesse vor dem Reichskammergericht (1525-1805), Paderborn 1999.

·Fuchs, Ralf-Peter, Zeugenverhöre als historische Quellen - einige Vorüberlegungen, in: Fuchs, Ralf-Peter / Schulze, Winfried (Hg.): Wahrheit, Wissen, Erinnerung. Zeugenverhörprotokolle als Quelle für soziale Wissensbestände der Frühen Neuzeit (Wirklichkeit und Wahrnehmung in der Frühen Neuzeit 1), Münster / Hamburg / London 2002, S. 7-40.

·Gabel, Helmut, Beobachtungen zur territorialen Inanspruchnahme des Reichskammergerichts im Bereich des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 21), Köln / Weimar / Wien 1990, S. 143-172.

·Gabel, Helmut, Politische und soziale Konflikte in rheinischen und westfälischen Kleinterritorien vor dem Reichskammergericht, in: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen 103 (1989/1990), S. 69-86.

·Handwörterbuch zur Deutschen Rechtsgeschichte 2. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, hrsg. von Albrecht Cordes, Heiner Lück und Dieter Werkmüller, 2005 ff. (URL: http://www.hrgdigital.de/homepage.html)

·Harpprecht, Johann Heinrich von, Staats-Archiv des Kayserlichen und des H. Röm. Reichs Cammer-Gerichts oder Sammlung von gedruckten und mehrentheils ungedruckten Actis Publicis, Archival-Urkunden ... zu einer historischen Einleitung und pragmatischen Erläuterung derer Geschichten, Verfassung, Gesetzen und Unterhaltungs-Wercks des Kays. und Reichs-Cammer-Gerichts, Ulm 1757-1767.

·Hausmann, Jost, Die Städte des Reichskammergerichts, in: Hausmann, Jost (Hg.): Fern vom Kaiser. Städte und Stätten des Reichskammergerichts, Köln / Weimar / Wien 1995, S. 9-36.

·Kleinehagenbrock, Frank, Konservierung oder Weiterentwicklung des Religionsfriedenssystems von 1648 - Das Reichskammergericht in den Konflikten um die Besitzstände der Konfessionsparteien, in: Battenberg / Schildt (Hgg.), Das Reichskammergericht im Spiegel seiner Prozessakten, 2010, 179-196.

·Kühn, Oscar, Westfälische Prozesse vor dem Reichskammergericht, in: Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg 73 (1981), S. 97-131.

·Mader, Eric-Oliver, Die letzten "Priester der Gerechtigkeit". Die Auseinandersetzung der letzten Generation von Richtern des Reichskammergerichts mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Colloquia Augustana 20), Berlin 2005.

·Niehoff, Wolfgang, Prozess der Tecklenburger Grafen gegen den Bischof von Osnabrück vor dem Reichskammergericht (1603 und 1609). Fragmente von Prozeßakten im Staatsarchiv Münster, [masch. vervielf.] 1967.

·Oer, Rudolfine von, Der münsterische "Erbmännerstreit". Zur Problematik von Revisionen Reichskammergerichtlicher Urteile (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 32), Köln / Weimar / Wien 1998.

·Oestmann, Peter, Aus den Akten des Reichskammergerichts. Prozeßrechtliche Probleme im Alten Reich (Schriftenreihe Rechtsgeschichtliche Studien 6), Hamburg 2004.

·Oestmann, Peter, Ein Zivilprozess am Reichskammergericht. Edition einer Gerichtsakte aus dem 18. Jahrhundert (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 55), Köln / Weimar / Wien 2009.

·Oestmann, Peter, Geistliche und weltliche Gerichte im Alten Reich. Zuständigkeitsstreitigkeiten und Instanzenzüge (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 61), Köln 2012.

·Oestmann, Peter, Hexenprozesse am Reichskammergericht (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 31), Köln / Weimar / Wien 1997.

·Oestmann, Peter, Rechtsverweigerung im Alten Reich, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germ. Abt., Bd. 127 (2010), 51-141.

·Press, Volker, Das Reichskammergericht in der deutschen Geschichte (Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung 3), Wetzlar 1987.

·Ranieri, Filippo, Recht und Gesellschaft im Zeitalter der Rezeption. Eine rechts- und sozialgeschichtliche Analyse der Tätigkeit des Reichskammergerichts im 16. Jahrhundert (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 17), Köln / Weimar / Wien 1985.

·Recker, Gabriele, Gemalt, gezeichnet und kopiert. Karten in den Akten des Reichskammergerichts (Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung 30), Wetzlar 2004.

·Scheurmann, Ingrid, Frieden durch Recht. Das Reichskammergericht von 1495 bis 1806. Ausstellungskatalog, Mainz 1994.

·Smend http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Smend_(1882%E2%80%931975), Rudolf, Das Reichskammergericht, Weimar 1911 / Neudruck Aalen 1965.

·Westphal, Siegrid / Ortlieb, Eva / Baumann, Anette (Hgg.), Reichsgerichtsbarkeit, in: zeitenblicke 3 (2004), Nr. 3. (URL: http://www.zeitenblicke.de/2004/03/index.htm)

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·Einzelfall-Studien (RKG-Akten aus dem Landesarchiv NRW Abt. Westfalen)

·Virtuelle Ausstellung (Reichskammergerichtsprozeß von 1594)

··Fuchs, Ralf-Peter, Der Mordfall Lackum. Justiz und Alltag im "Ruhrgebiet" um 1590. Eine virtuelle Ausstellung, 2009. (URL: http://www.ruhr-uni-bochum.de/ng1/DerMordfallLackum/index.html) [zur Prozeßakte LAV NRW W RKG L 24]

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·Reichskammergerichtsprozeß von 1620

·16-bändige Unterlagen zu einem Reichskammergerichtsprozeß von 1620 (Sign. LAV NRW W RKG M 1832): von Galen zu Bisping ./. Morrien i.S. tödliches Duell 1607 auf dem Domplatz zu Münster, wo Dietrich von Galen zu Bisping den Erbmarschall Gerhard Morrien zu Nordkirchen erstach, dazu:

··Siekmann, Mechthild, Tatort Domplatz. Der Münster-Plan von 1609 und seine Geschichte(n) (Institut für Vergleichende Städtegeschichte), Bielefeld 2009. [Projektbeschreibung: URL: http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/projekte/muensterplan.html]

·Dierkes, Frank, Streitbar und ehrenfest. Zur Konfliktführung im münsterländischen Adel des 16. und 17. Jahrhunderts (Westfalen in der Vormoderne 1), zugl. Diss. Univ. Münster 2005, Münster 2007.

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·Forschungseinrichtungen zum Reichskammergericht

··Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. (URL: www.reichskammergericht.de http://www.reichskammergericht.de)

··Baumann, Anette / Ortlieb, Eva, Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit, in: Ad Fontes. Europäisches Forum junger Rechtshistoriker/innen Wien 17.-19. Mai 2001, Abschnitt III, Wien 2002, S. 23-36.

·Baumann, Anette, Die Forschungsstelle der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung, in: Reichsgerichtsbarkeit, Zeitenblicke - Online Journal für die Geschichtswissenschaften 3 (2004), Nr. 3. (URL: www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/index.htr http://www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/index.htr)

Universität Bochum, Lehrstuhl für Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht, Projekt "Die Rechtsprechung des Reichskammergerichts (1495-1806)" (URL: http://www.hoechstgerichtsbarkeit.rub.de/)

Online-Informationen

http://de.wikipedia.org/wiki/Reichskammergericht

http://wiki-de.genealogy.net/Reichskammergericht

http://www.reichskammergericht.de/download/netzwerk_reichskammergerichtsbarkeit_info.pdf

Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass sich nicht alle Quellen zum Reichskammergericht im Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen in den Archivbeständen, sondern teilweise auch in der Dienstbibliothek als Drucke befinden. Weitere RKG-Prozessakten, die Prozesse der Vorinstanzen sowie Korrespondenzen über Prozesse und Zuständigkeiten sind über die Bestände des Alten Reiches verstreut.

Bestell- und Zitierweise:

LAV NRW W Reichskammergericht Nr.

Münster, den 5. November 2010

Dr. Thomas Reich

=== letzte Änderung: 12.12.2012 ===

Umfang : 63 Urkunden, 6333 Prozesse (3612 Kartons), Findbuch F 001, Bde. 1-2, Index in Bd. 3 (publiziert von Aders und Richtering).



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