Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden
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1591 Juni 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Richter Bernhart Knipschild und seine Frau Anna, Adriana, Witwe des Jost Schmidts, Reinhart Schmidt und seine Frau Agnes, Herman Crain und seine Frau Maria, Johan Isenberch und seine Frau Catharina, Peter Mörchens und seine Frau Anna, Johan Gerbracht und seine Frau Catharina, Johan Sengers und seine Mutter Anna, Jacob Gebehen und seine Frau Gerdrut, Georg Henckman und seine Frau Maria, Christophel Carls und seine Frau Elsabeth, alles Bürger zu Medebach bzw. Einwohner zu Hesborn (Hesporn), bekunden, sie hätten vom Stift Meschede zwei Hufen zu Vilden und zwei zu Medelon vor der Stadt Medebach in Gewinn empfangen, beginnend mit Michaelis 1590. Es erhielten: Bernhart Knipschilt: zu Vilden vor dem Gerdesbach unter dem Grunde und Wege das große Gut genannt, die beiden Wiesen zu drei Fudern Heu, unter dem Arnsdale ein Wiesenplätzchen, das Khiller-Wieschen genannt, zu einem Fuder Heu, zwei verschiedene Plätze vor dem Gerbach zu einem Fuder; vor der Rechtenbecke einen schmalen langen Platz unter dem Wege zu einem Fuder, verschiedene wüste Ländereien; ein Acker unter dem Rechenscheide, ungefähr drei Scheffel groß; an dem großen Gute zu Medelon zusammen mit seiner Schwester Adriane, Witwe des Jost Schmidts, der dritte Teil; jeder hat zwei Quota des Sechstels; mit Johan Gerbrachts (eine Wiese) vor dem Dormbach zu zwei Haufen Heu; in der Heimbach auf dem Acker, wo der Fußpfad durchgeht und da oben mit dem Bruche in der Heimbach zusammen zu einem Fuder; auf dem Ole zu zwei Fudern; vor der Lierbach zwei Fuder; zu dieser Hufe gehören verschiedene Ländereien, die am Rhonigsberge und in der Mark Medelon liegen; da der Richter diese Ländereien nicht spezifizieren kann, verspricht er, den Stiftsherren ein Verzeichnis zuzustellen; zu dieser Hufe gehören vier Mercklinge oder Merckner (Markenanteile) des Gehölzes. Reinhart Schmidt, Stadtschreiber: von der Hufe zu Vilden ein Drittel, ein kleines Örtchen Wiese unter dem Bollenberge diesseits des Wassers nach Medebach von einem halben Haufen; daneben noch ein Ort zu zwei Haufen; in oder vor der Berbach zu zwei guten Fudern oder etwa einen Haufen mehr, wenn es gut wächst; in der Slechtenbach ein Fuder und darüber her in der Länge hinan ein steiniger Acker, dessen Größe der Inhaber nicht kennt; ein Acker unter dem Bollenberge, dessen Größe ebenfalls unbekannt ist; am Westenfelde ein Acker über einem Birn- oder Apfelbaum von ungefähr drei Scheffeln Größe; die Mark- oder Holzgerechtigkeit beträgt ein Drittel von einer ganzen Hufe. Hermann Crain: hat die Stücke in Gebrauch, die vorher Johan Möchen (Mörchen) unter hatte; ein Wieschen unter dem Wege gen. der Enthenstal zu zwei Haufen Heu; ein Drittel in den großen Wiesen zu zwei Haufen, gegenüber der Berbach bei dem Kirchhofe und dem Wasser gelegen; in der Rechtenbach jenseits des Wassers in einer Wiese einen Haufen Heu oder etwas mehr; in der Berbach ein Haufen oder etwas mehr; vor der Dormbach eine Wiese, davon sein Anteil zwei Haufen; ein wildes Land in der Berbach; die Mark- oder Holzgerechtigkeit im Gehölz beträgt ein Drittel von einer ganzen Hufe; Johan Isenberch und Peter Mörchen zusammen: in der gen. großen Wiese zwei Teile, die vier Haufen tragen; in der Rechtenbach jenseits des Wassers zwei Teile einer Wiese, die zwei Haufen tragen; vor der Dormbach vier Haufen; gegenüber dem Enthenstal vor der Rechtenbach jenseits des Wassers vier Haufen. Johann Isenberch (allein): eine halbe Müdde Landes zu Vilden neben der großen Wiese; noch ein Acker an dem Dassenberge von einer halben Müdde (muth) auf der Markenäcker gelegen. Peter Morchens: eine halbe Müdde Landes auf der Heimbach und sonst oben auf der Schleime; eine halbe Müdde in der Heimbach, stoßend auf den Acker des Richters. Johan Isenberch und Peter Mörchens zusammen: ein Drittel der Markengerechtigkeit im Gehölz von einer ganzen Hufe. Johan Gerbracht: ein Drittel in dem großen Gute zu Medelon, davon us einigen Wiesen vor der Dormbach fünf Fuder Heu; die wilden Länder, die zu dem großen Gute gehören und die die Inhaber desselben nach ihrem Anteil besitzen und die in der Mark Medelon liegen, wo nichts wächst, wie jeder weiß, da sie an rauher und wilder Stelle liegen; diese sollen den Eigentumsherren in einem Verzeichnis spezifiziert werden. Johan Sengers mit seiner Mutter: in der Tuine - Wiese neben dem Dorf Medelon gegenüber der Lierbach über vier Fuder Heu; mit den Äckern sieht es so aus wie bei Johan Gerbracht. Jacob Gebehen: die Hälfte des kleinen Guts, nämlich in der Heimbach zwei Haufen Heu, unten in der Heimbach noch zwei Haufen Heu; in der Feienbach ein Fuder; in der Dormbach ein guter Haufen, unten vor der Dormbach ein Haufen, zusammen drei Fuder Heu; dazu drei Scheffel Landes auf dem Oel, in der Heimbach einen Acker über der Wiesen, zwei Müdde groß; in der Feienbach ein Acker über der Wiese, wovon sein Anteil sechs Scheffel groß ist. Jorg Henckmann und Christoffel Carls: in der Heimbach eine Wiese von zwei Haufen Heu; in der Heimbach, der Bruch genannt, zu zwei Haufen; über und unter dem Wege drei Haufen Heu; in der Dormbach vier Haufen Heu, zusammen drei Fuder; da sie die Äcker nicht kennen, wollen sie den Stiftsherren ein Verzeichnis einliefern. Die Aussteller versprechen, die Güter beieinander zu halten und nichts davon abzutrennen. Ihr Recht auf Gewinn beschränkt sich auf zwölf Jahre. Bitte an den Rat der Stadt Medebach um Anhängung des Stadtsiegels. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
nur Wachsrest vom Stadtsiegel anhängend



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