Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden
Alle Verzeichnungseinheiten der Klassifikation anzeigen


1229
Permalink der Verzeichnungseinheit

Iutta, Äbtissin von Meschede, bekundet, zwischen ihr und ihrem Konvent sei ein Streit entstanden über die Einsetzung von Personen in der Mescheder Kirche, und zwar sowohl bei Priester-Präbenden als auch bei den niederen Rängen. Die Äbtissin habe gemeint, daß die Vergabe von Präbenden nach dem Verstreichen der Frist (etiam temporis prescriptione) auch ihr zustehe, während der Konvent die Auswahl der Personen beanspruchte und diese ihr zur Einsetzung präsentieren wollte. Schließlich einigen sich beide Seiten, den Spruch von Schiedsrichtern anzuerkennen. Die Äbtissin erkennt an, daß sie nur mit Zustimmung und nach Auswahl des Konvents Personen einsetzen darf. Ankündigung des Siegels der Äbtissin und der Mescheder Kirche. Geschehen unter dem Zeugnis des gesamten Konvents, sowohl der Kanoniker als auch der Kanonessen, der Priester Gyselerus, Ecbertus, Radolfus, Remboldus, der Kanonessen Metheldis, Pröpstin, Lutgardis, Küsterin, Claricia, Dekanin, Gysla, Aleidis.
Datum 1229 unter dem Papst Gregor, Kaiser Friederich, dem Kölner Erzbischof Heinrich, dem Grafen Godefrid von Arnsberg, dem Vogt in Meschede. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel der Äbtissin (Westf. Siegel Tafel 128,1) und des Stifts (Westf. Siegel Tafel 9,2) an geflochtenen weißen Hanffäden anhängend.
Druck: WUB VII 326, Seibertz UB I 182



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken