Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden
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1412 November 25
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Pilgerim, Abt des Benediktinerklosters Siegburg (Sybergensis), auf der einen Seite und Johannes Spaen, Dekan, und das Kapitel der Mescheder Kirche auf der anderen Seite vollziehen mit Zustimmung des Erzbischofs Friedrich von Köln, apostolischer Legat, einen Tausch, wobei der Abt dem Stift zusätzlich 400 rheinische Gulden gibt, die das Stift quittiert. Beide Parteien versprechen, wegen der getauschten Güter keinen Streit beginnen zu wollen. Siegelankündigung der Aussteller, des Konvents des Klosters, des Erzbischofs Friedrich und des Ritters Godfried Burggraf von Drachenfels (Draichenveltz), des Vogts des Hofes Limperich. Der Erzbischof genehmigt den Tausch und trägt dem Stift auf, die 400 Gulden gut zu verwahren und dafür andere Güter in der Form von Renten zu kaufen.
Verzeichnis der vom Abt getauschten Güter: 14 Schillinge Soester Währung, die man jährlich von der Hälfte des Zehnten zu Stockheim (Stocheim) entrichtet mittels der Herren Dekan und Kapitel zu Soest, früher durch die Gebrüder von Hoerde (Hurde); 14 Schillinge, die die Stadt Geseke von der anderen Hälfte des Zehnten entrichtet; eine Mark, die Johan von Tulen vom Zehnten zu Wietheim (Wythem) bei Geseke zahlt; zehn Schillinge von dem Zehnten zu Elsinghausen (Elssinchusen), den früher Noppentrys besaß; zehn Schillinge, die die Junker von Büren (Buren) entrichten vom Zehnten zu Heddinghausen (Hiddinchusen) bei Rüthen (Ruden); von den Gütern zu Evingsen (Euynchusen), die früher Godart von Meschede, dem Sohn Diderichs, gehörten, zahlt Erenbort von der Mühlen (Moelen) 18 Müdde Hafer, sechs Müdde Roggen und zwei Schillinge. Diese Zehnten und Güter gingen bisher von den Äbten zu Siegburg zu Lehen. Nunmehr sollen sie von Dekan und Kapitel zu Meschede empfangen werden. Die Erbgenossen zu Geseke Johan auf dem Markt, Arnold Goltsmyt, Johan Nyeman, Herman Wersinchuys, Aelbrecht Broitman, Conrat Blanckebier und ihre Miterben zahlen am St. Jacobstage fünf Mark als Zehntlöse; einen Malter Hafer und fünf Schillinge aus dem Hofe zu Berge bei Anröchte (Anrouchte), den früher ein Boèuendemsoede bebaute; ebenda von dem andern Hofe zu Berge einen Malter Hafer und fünf Schillinge; diesen pflegte einer gen. Wolf zu bebauen.
Verzeichnis der Güter, die an den Abt übergegangen sind: zu Limperich (Lymburgh), zu Vilich (Vylke), Rheindorf (Ryndorp) und Beuel (Buwel), wie sie mit ihrer Pacht und Renten den Geschworenen des Hofes Limperich kundig sind und wie sie Dekan und Kapitel dem Abt in einem Register vor einem Notar überliefert haben.
Gegeben und geschehen 1412 Nov. 25 (ipso die beate Catherine virginis).
Kanzleimerk: de mandato domini Coloniensis Jo. de Susato (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat. und deutsch.
die 5 Siegel anhängend



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