Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) / Akten
U 132, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Raesfeld - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 132

Name : Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Als mit Johann von Raesfeld das letzte männliche Mitglied der Linie der von Raesfeld zu Raesfeld starb, erhob Hermann von Velen zu Velen mit Bezug auf seine Mutter Margarete von Raesfeld Erbansprüche und verteidigte diese gegen die Witwe des Johann von Raesfeld, Ermgard von Bömmelberg, die in zweiter Ehe ebenfalls mit einem Träger des Namens Raesfeld, d.h. mit Goswin von Raesfeld, Droste in der Twente, verheiratet war.

Hermann von Velen der Ältere (1516-1596) war so in der Lage, für seinen nachgeborenen Sohn Alexander eine Sekundogenitur einzurichten. Daraus ergab sich folgende Generationenfolge:

Alexander (I.) von Velen (1566-1630)

Alexander (II.) von Velen, seit 1640 Graf (1599-1675)

Ferdinand Godfried Graf von Velen (+1685)

Alexander Otto Graf von Velen (1656-1727)

Bruder: Christoph Otto Graf von Velen (1671-1733)

Alexander (III.) Graf von Velen (+1733)

Alexander (IV.) (1717-1733)

Mit Alexander III. von Velen starb die Linie der Grafen von Velen zu Raesfeld im Mannesstamm

aus. Das stark verschuldete und durch Güterverkauf sehr verminderte Haus Raesfeld fiel durch den wechselseitigen Erbvertrag an die verschwägerten Grafen von Limburg-Styrum zu Gemen. Nach dem Tode des letzten Mitgliedes dieser Familie, August Philipp Carl, Bischof zu Speyer, kam Raesfeld in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts an den süddeutschen Zweig der Grafen zu Limburg-Styrum zu Illereichen (mit großen Besitz in Ungarn) und weiter als Nebengut an den Freiherrn von Bömmelberg zu Erolzheim (südlich von Ulm), der es 1822/23 an den Freiherrn Ignaz von Landsberg-Velen zusammen mit Gemen verkaufte.

Die Militaria des Bestandes sind in dem gedruckten Spezialverzeichnis erfaßt:

Quellen zur Militärgeschichte der frühen Neuzeit aus dem Archiv Landsberg-Velen, bearbeitet von Manfred Wolf, 1995.

Literatur: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Kreis Borken 1954, S. 350-354.

Münster, in November 1997

gez. M. Wolf

importiert Oktober 2006, Kreucher



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