Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.1. Fürstbistum Münster
1.2.1.2. Domkapitel
Domkapitel Münster
Domkapitel Münster / Akten
B 101, Domkapitel Münster - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 101

Name : Domkapitel Münster

Beschreibung :

Einleitung :

Das Domkapitel zu Münster

Nach seinem Sieg über die Sachsen hatte der Frankenkönig Karl dem Friesen Liudger die Missionierung Frieslands und des westlichen Sachsenlandes übertragen. 792/93 errichtete Liudger ein "monasterium" in der sächsischen Siedlung "Mimigernaevor" an der Aa, dessen Patron der hl. Paulus wurde. 805 erfolgte die Weihe Liudgers zum Bischof, und damit war der Grundstein gelegt für ein Bistum, das sich im Laufe der Jahrhunderte zum größten geistlichen Territorium im Alten Reich entwickelte. Bestehend aus dem Niederstift und dem Oberstift, grenzte es im Norden an Ostfriesland und Oldenburg, im Westen an die niederländischen Provinzen Groningen, Drente, Overijssel und Gelderland, während die Lippe im Süden die Grenze bildete. Die östliche Grenze verlagerte sich im Laufe der Jahrhunderte verschiedentlich zum Nachteil Münsters. Zu den wichtigen östlichen Nachbarn gehörten im 18. Jahrhundert das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, das Fürstbistum Osnabrück sowie die preußischen Gebiete Grafschaft Tecklenburg, Grafschaft Lingen und Grafschaft Ravensberg. Das Niederstift umfaßte die Ämter Meppen oder Emsland, Cloppenburg und Vechta, das Oberstift die Ämter Rheine- Bevergern, Wolbeck, Ahaus, Horstmar, Bocholt, Lüdinghausen, Werne, Sassenberg und Stromberg.

Auf das Gemeinwesen, das sich um das Kloster an der Aa herausgebildet hatte, war bald der lateinische Name "Monasterium" übergegangen, aus dem sich das niederdeutsche "Mönster" bzw. das hochdeutsche "Münster" entwickelten und auch zur Bezeichnung des Bistums dienten.

Das Domkapitel in Münster, aus dem Konvent der ursprünglichen Mönchskirche entstanden, gewann neben dem Bischof und Landesherrn zunehmend an Einfluß. Ende des 10. Jahrhunderts setzte sich die Gütertrennung zwischen Bischof und Domkapitel durch. Die von Kaiser Heinrich II. geförderten und von Bischof Siegfried von Walbeck vertretenen Reformtendenzen konnten auf die Dauer indes nicht durchgesetzt werden. Das Ergebnis war eine zunehmende Verweltlichung des Kapitels. Unter Bischof Hermann II. von Katzenelnbogen wurden 1193 die Archidiakonate neu geordnet, dadurch fand die Verselbständigung des Kapitels gegenüber dem Bischof ihren Abschluß, so daß dieser fortan auf die Weiheund die landesherrlichen Rechte beschränkt blieb. Allerdings wurden letztere zunehmend durch die vom Domkapitel erstellten Wahlkapitulationen eingeengt. Die Bischöfe zogen sich aus der Kathedralkirche zurück und nahmen seit etwa 1275 ihre Residenz ständig außerhalb der Stadt. Anfang des 14. Jahrhundert entstand ein offener Machtkampf zwischen dem Domkapitel und dem Bischof Otto von Rietberg wegen Unstimmigkeiten bezüglich des Ernennungsrechts von Domherren und Beeinträchtigungen der Archidiakonalgewalt. Das Domkapitel strengte einen Prozeß vor dem erzbischöflichen Stuhl in Köln gegen den Bischof wegen Eidbruches und Verschleuderung von Kirchengut an und erreichte 1306 die Amtsenthebung, die allerdings später durch den Papst aufgehoben wurde.

Beim Kapitel selber nahm das Versorgungsdenken zu, der Besitz von Präbenden und Einkünften drängte dabei die Erfüllung der geistlichen Pflichten in den Hintergrund, so daß sich der Chordienst der Domherren auf ein Minimum reduzierte. In erster Linie befaßte sich das Domkapitel mit der Vergabe der Präbenden und der Optionen der Sondergüter sowie mit den Auseinandersetzungen mit dem Bischof. Somit entwickelte sich das münsterische Domkapitel zu einem Versorgungsinstitut für die nachgeborenen Söhne des westfälischen und des rheinischen Adels.

Im 15. Jahrhundert kam es im Fürstbistum Münster durch die sog. Münstersche Stiftsfehde in den Jahren 1450 bis 1457 zu einem ernsten Konflikt zwischen dem Landesherrn und dem Land, in den auch das Domkapitel hineingezogen wurde. Ausgelöst wurde dieser durch die Wahl Walrams von Moers zum Bischof, gegen den sich im Land Widerstand formierte. Dessen Wortführerin war die Stadt Münster, welche den Grafen Johann von Hoya als Stiftsverweser einsetzte und beim Papst Klage gegen den beim Volke mißliebigen Bischof führte. Hintergrund war die Rivalität zwischen den gräflichen Häusern Moers und Hoya wegen des Einflusses in den nordwestdeutschen Bistümern, wobei auch der Kölner Erzbischof Dietrich von Moers seine Hand im Spiel hatte, der Westfalen der Kölner Hegemonie unterwerfen wollte. Der Streit spaltete das Domkapitel, was 1456 zu einer Doppelwahl führte. Erst durch das Eingreifen des Papstes und die Providierung eines neutralen Kandidaten konnte der Konflikt 1457 schließlich beigelegt werden.

Die geistigen Strömungen des 15. Jahrhunderts, die "Devotio moderna" und der Humanismus konnten im Domkapitel Münster nur bedingt Fuß fassen, so daß eine Gesundung des geistlichen Lebens nicht stattfand. Allerdings gelang es dem Domherren Rudolf von Langen († 1519), der als der Hauptvertreter des Humanismus in der Stadt Münster gilt, die reformbedürftige Domschule 1500 in ein humanistisches Gymnasium umzuwandeln. Schon seit den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts erhielt das protestantische Bekenntnis in Münster starken Zulauf, und 1533 waren bereits sämtliche Pfarrkirchen der Stadt protestantisch. Als 1534 die sektiererischen Täufer die Überhand gewannen, wurde das Domkapitel aus der Stadt vertrieben und der Dom verwüstet. Nach der Niederwerfung der Täuferherrschaft im Jahre 1535 gewann die protestantische Glaubensrichtung im Adel und damit im Domkapitel weiterhin an Einfluß. Auch der damalige Fürstbischof Franz von Waldeck († 1553) tendierte zur protestantischen Lehre und plante, das Fürstbistum Münster zu säkularisieren und in ein erbliches Fürstentum umzuwandeln, scheiterte jedoch am Widerstand des Domkapitels. Nach dem Tode Franz von Waldecks unternahmen dessen Nachfolger, Wilhelm von Ketteler und Bernhard von Raesfeld, keine Schritte gegen den Protestantismus und dankten 1557 bzw. 1568 ab. Im Adel und im Domkapitel konnte insbesondere die calvinistische Glaubensrichtung zahlreiche Anhänger gewinnen. 1575 gehörten immerhin 16 Domherren dem protestantischen und nur 12 dem katholischen Bekenntnis an. Diese Situation führte dazu, daß nach dem Tode des Fürstbischofs Johann von Hoya († 1574) die Wahl eines Nachfolgers verhindert wurde. Allerdings fand die alte katholische Lehre in dem Domdechanten Gottfried von Raesfeld († 1586) einen entschiedenen Verfechter, der eine wichtige Rolle auch bei der Wahl des von den Jesuiten erzogenen Herzogs Ernst von Bayern († 1612) zum Bischof im Jahre 1585 spielte. Damit begann im Fürstbistum Münster die systematische Bekämpfung des Protestantismus, an der die seit 1588 in Münster niedergelassenen Jesuiten einen wesentlichen Anteil hatten. Unter Fürstbischof Ferdinand von Bayern († 1650) konnte die Durchsetzung des katholischen Bekenntnisses im Fürstbistum Münster bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts praktisch zum Abschluß gebracht werden. Die verwandtschaftlichen Verbindungen des Fürstbischofs Ferdinand zum bayerischen Herzogshaus bewirkten dessen Beitritt Münsters zur Liga, wodurch das Fürstbistum in den Dreißigjährigen Krieg hineingezogen wurde.

Mit dem Domküster Christoph Bernhard von Galen († 1678) wählte das Domkapitel 1650 bewußt einen Vertreter des münsterländischen Adels und nicht den bayerischen Prinzen Maximilian Heinrich, in der Hoffnung, so nicht in die europäische Politik verwickelt zu werden. Freilich kam es zu erheblichen Spannungen zwischen dem Fürstbischof und dem Domkapitel, namentlich mit dem Domdechanten Bernhard von Mallinckrodt († 1664), da dieser sich weigerte, die Wahl Christoph Bernhards zu bestätigen. Weiteren Konfliktstoff boten die hochfliegenden politischen und militärischen Ziele des Kirchenfürsten, welche die Ressourcen des Fürstbistums Münster überforderten, doch gelang es dem Fürstbischof, das Domkapitel bei den politischen Entscheidungen weitgehend auszuschalten.

Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts beschäftigte das Domkapitel ein langwieriger Rechtsstreit vor dem Reichskammergericht wegen der Zulassung der aus dem münsterischen Stadtpatriziat hervorgegangenen Erbmänner zum Domkapitel. Urteile von 1685 und 1709 sprachen den Erbmännern indes die Ritterbürtigkeit und damit die Zulassung zum Kapitel zu. Ein gravierender Konflikt entstand im Domkapitel bei der Bischofswahl des Jahres 1706. Kandidaten waren der von den Niederlanden und Preußen unterstützte Paderborner Bischof Franz Arnold von Wolff-Metternich und der vom Kaiser favorisierte Osnabrücker Bischof Karl Joseph von Lothringen. Es kam zu einer Doppelwahl, und erst das Eingreifen des Papstes zugunsten Franz Arnolds löste das Problem.

Bei der Wahl des Jahres 1719 gelang es dem Hause Wittelsbach, wiederum einen bayerischen Prinzen zum Bischof von Münster wählen zu lassen. Dabei hatten großzügig geflossene Bestechungsgelder ihre Wirkung beim Domkapitel nicht verfehlt. Freilich wirkte sich die Regierungszeit Clemens Augusts von Bayern wegen dessen schwankender politischer Haltung nachteilig für das Fürstbistum Münster aus, das insbesondere während des Siebenjährigen Krieges sehr zu leiden hatte. Schon damals hegten Preußen und Großbritannien Pläne, u. a. das Fürstbistum Münster zu säkularisieren und aufzuteilen. Als 1780 in Münster die Wahl eines Koadjutors anstand, suchten Preußen und Österreich Einfluß auf das Domkapitel zu nehmen und ihren Kandidaten durchzusetzen. Gewählt wurde, dank der von Wien reichlich gezahlten Bestechungsgelder, Erzherzog Maximilian Franz von Österreich, jüngster Sohn der Kaiserin Maria Theresia. Er trat 1784 die Nachfolge als Kurfürst und Erzbischof in Köln sowie als Fürstbischof in Münster an. Da er in Bonn residierte, konnte mit dem Generalvikar und Domkantor Franz von Fürstenberg, der vor 1780 als Geheimer Konferenzrat mit der Regierung des Fürstbistums Münster betraut gewesen war, ein Mitglied des Domkapitels Einfluß auf die Verhältnisse im Fürstbistum Münster nehmen, insbesondere auf das Bildungs- und Schulwesen.

Nach dem Tode des Fürstbischofs Maximilian Franz im Jahre 1801 wählte das Domkapitel einen Nachfolger, der sein Amt indes nicht antrat, da die Säkularisierung der geistlichen Staaten beschlossene Sache war. Trotz des Protestes des Domkapitels besetzten 1802 preußische Truppen das Fürstbistum Münster, das 1803 gemäß den Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert und aufgeteilt wurde. Die Hauptstadt Münster mit dem östlichen Teil des sog. Oberstifts fiel an das Königreich Preußen und bildete nun das Erbfürstentum Münster, während sich mehrere kleinere Fürsten das restliche Territorium teilten. Damit verlor das Domkapitel seine Rolle als Landstand und büßte seine Vorrangstellung ein. Es blieb zunächst noch bestehen, doch erfolgte seine Aufhebung wegen bestehender Spannungen mit der neuen Obrigkeit durch Kabinettsordre des preußischen Königs vom 20. September 1806. Nach der Niederlage Preußens im Oktober 1806 wurde die Stadt Münster zusammen mit den preußischen Besitzungen in Westfalen unter holländisch-französische Verwaltung gestellt und die Aufhebung des Domkapitels am 4. November 1806 wieder rückgängig gemacht. Seit 1808 gehörte das ehemalige Erbfürstentum Münster zum Großherzogtum Berg, bis 1811 jener Teil, der nördlich einer von Wesel über Münster und Minden bis an die Ostsee verlaufenden Linie lag, zusammen mit der Stadt Münster dem Kaiserreich Frankreich einverleibt wurde. Durch kaiserliches Dekret vom 14. November 1811 erfolgte schließlich die endgültige Auflösung des alten Domkapitels. An dessen Stelle errichtete Napoleon am 24. August 1812 ein neues Kapitel nach dem Vorbild der französischen Kathedralkapitel, zu dem nur solche Mitglieder zugelassen waren, welche die Priesterweihe empfangen und ihren Wohnsitz im Kaiserreich Frankreich hatten, und erstmals waren nun auch Bürgerliche zum Domkapitel zugelassen. Den ehemaligen Domdechanten Ferdinand August von Spiegel zum Desenberg ernannte Napoleon am 14. April 1813 zum Bischof von Münster, allerdings versagte der Papst die Anerkennung. Zwar überdauerte das neue Domkapitel den Zusammenbruch der französischen Fremdherrschaft im Oktober/November 1813, doch erfolgte 1815 die Wiedereinsetzung der überlebenden Mitglieder des alten Domkapitels in ihre geistlichen Funktionen, und Ferdinand August von Spiegel zum Desenberg war nun wieder Domdechant. Im Zuge der Neuorganisation der kirchlichen Verhältnisse durch die päpstliche Bulle "De salute animarum" im Jahre 1821 entstand 1823 ein neues Domkapitel.

1. Verfassung des Domkapitels

Die Verfassung des Domkapitels war durch die mündlich tradierten Consuetudines und die schriftlichen Statuten geregelt. Ursprünglich ist von einer Mitgliederzahl von 12 Domkapitularen auszugehen, um 1085 dürften es 16 gewesen sein. Seit 1313 wird es 40 Domherren im Domkapitel gegeben haben. Infolge der Stiftung der Galenschen Familienpräbende durch Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen im Jahre 1662 erhöhte sich die Zahl auf 41. Seither bestand das Domkapitel zu Münster aus 41 Präbenden, deren Besetzung normalerweise durch das Domkapitel erfolgte, während die Galensche Familienpräbende vom jeweiligen Besitzer des Erbkämmereramtes vergeben wurde. Die Vergabe der Präbenden stand in den reservierten Monaten dem Papst, in den übrigen dem Domkapitel zu, während der Kaiser das "jus primarum precum" besaß. Voraussetzungen für die Verleihung einer Präbende waren folgende Voraussetzungen:

Mindestalter von 14 Jahren, katholisches Bekenntnis, die erste Tonsur, eheliche Geburt und 16 adelige Vorfahren, und zwar jeweils acht von väterlicher und mütterlicher Seite. Die adelige, ritterbürtige Abstammung war durch eine Aufschwörungstafel unter Beweis zu stellen, für deren Richtigkeit zwei adelige Bürgen einstanden. Die Aufschwörungstafel hing sechs Wochen lang im Kapitelssaal aus, um mögliche Einsprüche geltend machen zu können. Die Forderung nach der rein deutschen Abstammung der Probanden indes ließ sich letztlich, wie die Aufnahme des Grafen Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg 1727 zeigte, nicht durchsetzen.

Waren die Voraussetzungen erfüllt und eine entsprechende Gebühr entrichtet, konnte der Besitz der Präbende verlangt werden, der aber noch nicht das Recht zum Kapitel einräumte.

Für die Emanzipation waren ein Mindestalter von 20 Jahren und ein zweijähriges akademisches Studium an einer Universität in Frankreich oder Italien vorgeschrieben. Wieder waren entsprechende Gebühren zu entrichten, u. a. für das Kapitularkreuz. Auf die Emanzipation folgte die sechswöchige strenge Residenz, d.h. der Emanzipierte mußte auf der Domimmunität wohnen und übernachten und an allen Kirchenstunden im Dom teilnehmen. Erst danach war er wirkliches Mitglied des Domkapitels, gelangte jedoch erst nach Ablauf der Karenzjahre in den vollen Genuß seiner Rechte.

2. Dignitäten

Das Domkapitel zu Münster wies fünf Dignitäten auf, und zwar: Dompropst, Domdechant, Domscholaster, Domküster und Vicedominus. Die ersten drei wurden vom Domkapitel gewählt, während die beiden letztgenannten durch den Bischof ernannt wurden.

Der Dompropst vertrat das Domkapitel nach außen und verwaltete das Präbendalgut. Seine Dignität galt ursprünglich als die erste und vornehmste. Seine Wahl mußte durch den Papst bestätigt werden. Für die praktische Verwaltung des Präbendalgutes bediente sich der Dompropst des Domkellners, 1319 erstmals in Münster nachweisbar. Im 14. Jahrhundert verlor der Dompropst indes die herausragende Stellung im Domkapitel an den Domdechanten. Der Dompropst war Archidiakon in dem rechts der Aa (cis aquas) gelegenen Teil der Stadt Münster.

Der Domdechant, dessen Wahl durch den Bischof zu bestätigen war, beaufsichtigte die Einhaltung der Statuten und der Consuetudines sowie die gottesdienstliche Ordnung. Außerdem übte er innerhalb des Kapitels die Disziplinargewalt aus und besaß das Recht, Kapitelssitzungen anzuberaumen. Er überwachte das gesamte Rechnungswesen, das Archiv und die Bibliothek, außerdem die Domgeistlichkeit und den Gottesdienst im Dom. Bei den landständischen Versammlungen führte er den Vorsitz. Zudem war er Richter über die Domhof-Immunität und Pfarrer von S. Jakobi, der Pfarrkirche für den Domhofbezirk. Deren Verwaltung nahm indes ein Vizekurat als Pfarrer wahr. Der Domdechant bekleidete außerdem das Amt des Propstes im Kollegiatstift in Dülmen und war Archidiakon in Bocholt und Dülmen.

Der Domscholaster besaß in älterer Zeit die Aufsicht über die "canonici scholares", deren Ausbildung er kontrollierte. Er leitete die Domschule und besaß später die Schulaufsicht im gesamten Hochstift Münster. Seine Wahl mußte ebenfalls durch den Bischof bestätigt werden. Als sein Vertreter fungierte der Domkantor.

Der Domküster (Thesaurar) wurde nicht durch das Domkapitel gewählt, sondern durch den Bischof ernannt. Zu seinen Aufgaben gehörte die Einführung der "canonici scholares" in den praktischen Kirchendienst, die Erhaltung und Pflege der Domkirche und der Domschatzkammer. Bei seinen Aufgaben unterstützten ihn zwei Domherren, und zwar der "subcustos major" gen. "Großer Stab" und der "subcustos minor" gen. "Kleiner Stab". Außerdem besaß der Domküster die Jurisdiktion über die sog. Wachszinsigen. Verbunden mit der Dignität des Domküsters war das Archidiakonat in Albachten, Alverskirchen, Alstätte, Epe, Gronau, Heek, Leer, Nienborg, Ottenstein, Rhede, Roxel, Vreden, Wessum und Wüllen.

Der Vicedominus, der die unterste Dignität bekleidete, nahm eine Mittlerstelle zwischen dem Domkapitel und dem Bischof ein. Er war Archidiakon in Ascheberg, Bork, Bösensell, Darup, Everswinkel. Handorf, Haltern, Hullern, Hervest, Holsterhausen, Lembeck, Lippramsdorf, Nordkirchen, Ostbevern, Rade, Rorup, Stromberg, Südkirchen, Telgte, Westbevern und Wulfen.

3. Ämter

Neben den Dignitäten gab es noch drei sog. Ämter, jene des Domkantors, des Domkellners und des Dombursars.

Der Domkantor nahm die Überwachung des Chorgesanges wahr, ihm zur Seite standen zwei Domvikare als "concentor" und als "succentor", von denen der erstere die "schola" leitete. Der Domkantor besaß das Recht, die 24 Präbenden der Choralen zu besetzen. Verbunden mit dem Amt war der Archidiakonat über Albersloh.

Der Domkellner verwaltete zunächst im Auftrag des Dompropstes das Präbendalgut. Sein Amt gewann indes im Laufe der Zeit an Bedeutung, insbesondere nach der Entmachtung des Dompropstes im 14. Jahrhundert. Die Domkellnerei besaß nahezu den Charakter einer modernen Verwaltungsbehörde, verwaltete sie doch die Kornpächte der Eigenhörigen des Domkapitels und führte die Dienstgelder-Rechnungen. Außerdem verwaltete die Domkellnerei die Einkünfte der domkapitularischen Güter Schöneflieth und Große Schonebeck. 1786 wurde die bisherige Kornschreiberei (Granariatfonds) aufgehoben, an deren Stelle die Domrentmeisterei trat.

Das Amt des Dombursars entstand durch Stiftung in den Jahren 1261/72. Die Domburse verwaltete die geldlichen Einnahmen des Domkapitels, stellte quasi ein Bankinstitut des Domkapitels dar, das Kapitalien auslieh und Güter und Renten ankaufte.

Der Domsenior zählte weder zu den Dignitäten noch zu den Ämtern. Er war Vertreter des Domdechanten, zudem Gerichtsstand über diesen im Falle einer gerichtlichen Anklage.

4. Domkapitularische Gerichtsbarkeit

Das Domkapitel verfügte über eine eigene Gerichtsbarkeit, und zwar in der Domimmunität und in den domkapitularischen Gogerichten.

4.1. Domimmunität

Die Gerichtsbarkeit auf dem Domhof oder der Domimmunität stand dem Domkapitel zu, und zwar nur in der ersten Instanz. Richter war der Domdechant, der diese Aufgabe durch den Dom-Syndikus wahrnehmen ließ. Auf der Domhof- Immunität befanden sich, entlang der Begrenzungsmauer angeordnet, die Kurien der Domherren.

4.2. Domkapitularische Gerichte

Dem Domkapitel unterstanden das Gogericht zur Meest, das Gogericht zum Bakenfeld, das Gogericht Senden, das Gogericht Telgte und das Gericht Lüdinghausen. Das Domkapitel übte in diesen Bezirken die Polizeigewalt, die Zivil- und die Kriminalgerichtsbarkeit aus. Die Verwaltung der Gogerichte erfolgte anfänglich durch Ministeriale, an deren Stelle indes bald bürgerliche Beamte als Gografen traten, bei denen es sich seit dem 16. Jahrhundert um studierte Juristen handelte. Das Domkapitel verfügte über ein eigenes Gefängnis, und zwar den Gefängnisturm Höllenburg vor Münster.

5. Rechte des Domkapitels

Das Domkapitel besaß das ausschließliche Recht der Bischofswahl und bestimmte damit auch den Landesherrn, der im Prinzip aus den Reihen des Domkapitels zu wählen war. Wurde ein Auswärtiger gewählt, so mußte dieser zunächst eine Dompräbende erwerben. Das Domkapitel stellte zudem die von dem Erwählten zu beschwörende Wahlkapitulation auf.

Während der Sedisvakanz, d.h. in der Zeitspanne zwischen dem Tode eines Bischofs und dem Amtsantritt des gewählten Nachfolgers, lag die Regierung des Fürstbistums in der Hand des Domkapitels, dem während der Vakanz die Domänen-Einkünfte zustanden.

Außerdem besaß das Domkapitel umfangreiche Privilegien. Es war erster Landstand im Fürstbistum Münster und hatte den Vorsitz auf den Landtagen. Die Besetzung der obersten Landesstellen erfolgte aus seiner Mitte; es hatte den Vorsitz bei der Wahl der Äbtissinnen der Damenstifte und bei Wahl der Pröpste, Äbte und Äbtissinnen der Klöster im Bereich des Bistums Münster. Die Besetzung der Propsteien sämtlicher Kollegiatstifte erfolgte mit Mitgliedern des Domkapitels. Zudem besaß das Kapitel das Recht, eigene Kupfermünzen zu prägen.

6. Domvikarien

Bedingt durch die zunehmende Reduzierung des Chordienstes seitens der Domherren und das Anwachsen der Altäre in der Domkirche, entwickelte sich die Institution der Domvikarien. Die Domvikare übernahmen dabei die Verpflichtungen der Domherren, und ihre Hauptaufgabe bestand im Lesen der Messe. Die Domvikare, die in der Regel aus dem Bürgertum hervorgingen, besaßen eigene Einkünfte aus den von ihnen betreuten Altären.

7. Zur Geschichte des domkapitularischen Archivs

Während des Mittelalters wurde das Archiv des Domkapitels zu Münster in einem der Türme der Kathedralkirche verwahrt, weil dort die größte Sicherheit gewährleistet zu sein schien. Als bei der Belagerung des Jahres 1121 Stadt und Dom ein Opfer des Feuers wurden, scheint das domkapitularische Archiv jedoch vollständig vernichtet worden zu sein.

Bedingt durch praktische Erfordernisse entstand um die Mitte des 14. Jahrhunderts ein größeres Interesse an einem geordneten Archiv des Domkapitels. Der Kölner Erzbischof Walram von Jülich hatte nämlich die schlechte domkapitularische Vermögensverwaltung beanstandet. Auch die Auseinandersetzungen des Domkapitels mit den beiden Dompröpsten Christian und Bernhard von Bentheim dürften dazu beigetragen haben, daß sich das Kapitel darum bemühte, einen besseren Überblick über die vorhandenen Rechtsunterlagen zu erlangen. Daher erhielten die beiden Priester Heinrich von der Kemenaden und Nikolaus Bastun 1362 den Auftrag, das domkapitularische Archiv zu ordnen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist das große Kopiar des Kapitels, der "Liber distinctionum".

Zugang zum Archiv hatten nur wenige Personen. So besaßen der Domdechant und der Domscholaster, später auch der Domsenior je einen Schlüssel, während die praktische Verwaltung in den Händen eines Vikars gelegen haben dürfte. Allerdings ließ das Interesse am Archiv in der Folgezeit wieder nach.

Inwieweit die Zerstörungswut der Täufer, die am 24. Februar 1534 das Kapitelshaus verwüsteten, das Archiv des Domkapitels in Mitleidenschaft gezogen hat, ist mit Sicherheit nicht bekannt. Doch scheinen - wie Wilhelm Kohl annimmt - die Verluste nicht gar so groß gewesen zu sein, wie ursprünglich vermutet wurde. So spricht einiges dafür, daß es dem Domkapitel gelungen war, wichtige Unterlagen noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

In der folgenden Zeit wurde dem domkapitularischen Archiv nicht immer die erforderliche Aufmerksamkeit gewidmet. Verschiedene Versuche, das nach wie vor im Domturm verwahrte Archiv zu ordnen und zu inventarisieren, kamen über Anfänge nicht hinaus. 1655 gab Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen dann den Anstoß zu einer Neuordnung des Archivs. Der Konflikt zwischen dem Fürstbischof und der nach dem Status einer freien Reichsstadt strebenden Stadt Münster ließ es dem Domkapitel indes geraten erscheinen, 1656 sein Archiv aus der Stadt nach der domkapitularischen Burg Schöneflieth bei Greven in Sicherheit bringen zu lassen. 1659 wurde das Archiv sogar noch in die mehr Sicherheit bietende Landesburg Bevergern ausgelagert, schließlich nach der Niederwerfung der Stadt wieder nach Münster zurückgebracht.

Obwohl bereits 1680 die Dringlichkeit eines Neubaues für das domkapitularische Archiv festgestellt worden war, dauerte es immerhin noch bis 1737, bis dieser endlich - übrigens von Johann Conrad Schlaun - an der Nordwand des Kapitelshauses errichtet werden konnte. 1739 war die aus Schränken und Regalen bestehende Inneneinrichtung fertig gestellt. Streit gab es wiederholt im 17. und 18. Jahrhundert zwischen den Fürstbischöfen und dem Domkapitel, da dieses die während der Sedisvakanzen angefallenen Akten bezüglich der Regierung des Fürstbistums Münster zurückhielt.

Als 1795 die Besetzung Münsters durch die bereits bei Bentheim auf deutschem Gebiet stehenden französischen Revolutionstruppen zu befürchten stand, entschied sich das Domkapitel, sein Archiv auszulagern und in Sicherheit zu bringen. Allerdings bekam die Auslagerung dem Ordnungszustand des Archivs nicht sonderlich. Ob es dabei Verluste gab, scheint nicht bekannt zu sein. Nach seiner Rückkehr wurde es 1804 in einem der oberen Gewölbe der Domkirche gelagert.

Nach der endgültigen Aufhebung des Domkapitels zu Münster durch kaiserliches Dekret vom 14. November 1811 wurde das Archiv von dem französischen Domänendirektor Barrois beschlagnahmt und versiegelt. Die dann mit der Inventarisierung des Archivs betrauten Kommissare Arnold Philipp Heckmann und Théodore Watrigant waren indes wegen mangelnder Voraussetzungen für diese Aufgabe nicht geeignet. Das anfangs im Stadtgericht im Rathaus, später im ehemaligen Jesuitenkolleg gelagerte Archiv wurde 1812 nur unzulänglich aufgenommen.

Nachdem Münster 1815 an Preußen gelangt war, wurde 1820 durch Kabinettsordre geregelt, welche Archivalien dem wiederbegründeten Domkapitel zurückgegeben werden, und welche in staatlichem Gewahrsam verbleiben sollten. Der weitaus größere Teil des domkapitularischen Archivs blieb dadurch in staatlichem Besitz und gelangte in das 1821 in Münster eingerichtete Archivdepot, aus dem 1829 das für die Provinz Westfalen zuständige preußische Staatsarchiv Münster hervorgegangen ist.

Eine Neuverzeichnung des Bestandes "Domkapitel Münster, Akten" war aus verschiedenen Gründen dringend erforderlich. Das bisher vorliegende handschriftliche Findbuch, gegen Ende des 18. Jahrhunderts noch von einem Registrator des Domkapitels erstellt und mit späteren Nachträgen und Änderungen versehen, kann heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen. Oft sind die vergebenen Aktentitel überaus unpräzise, mitunter wurde sogar nur der Betreff des ersten Schriftstückes für die Bildung des Aktentitels benutzt, obwohl der Aktenband wesentlich mehr an Informationen enthält. Außerdem begegnet man solchen wenig aussagefähigen Titeln wie "Etliche Papiere, so ohne sonderlichen Wert" oder "Ein Paket, worin allerley Sachen, so unter Franz Arnold Bischof passirt". Vorgänge, die nicht zusammengehören, sind willkürlich zusammengefasst, Zusammengehöriges ist auseinander gerissen worden. Ein mißlicher Umstand besteht ferner darin, daß in der Vergangenheit Aktenbände dem Bestand entnommen worden waren, so z.B. für die im 19. Jahrhundert geschaffene "Handschriftensammlung" des Staatsarchivs, ohne daß dabei konsequent nach einem erkennbaren logischen Konzept verfahren wurde. Dieses führte zur Auseinanderreißung zusammengehöriger Bände: d.h. der eine gelangte in die Handschriftensammlung, während der andere im Bestand verblieb. Diese Entnahmen sind z. T. schon von Wilhelm Kohl, z. T. von Unterzeichnetem rückgängig gemacht worden, um einen möglichst kompletten Bestand wiederherzustellen. Gleichwohl ist festzustellen, daß noch im alten Findbuch verzeichnete Akten heute nicht mehr auffindbar sind. Auf der anderen Seite wurden Aktenbände aus anderen Beständen, z.B. aus "Fürstbistum Münster, Landesarchiv" - keineswegs immer zwingend - dem Bestand "Domkapitel" zugeführt. Ungünstig ist an sich auch die Tatsache, daß die Akten des Domkapitels teils von den domkapitularischen Registratoren, teils von den Archivaren des 19. Jahrhunderts in kleinere und kleinste Teilbestände aufgesplittert worden sind. So war ein Teilbestand "Domkapitel Münster, Akten, Neuere Registratur" gebildet worden, der gleichwohl zu einem beachtlichen Anteil Akten aus dem 17. und 18. Jahrhundert enthielt, die dem Aktenbestand entnommen, aber nicht wieder zurückgelegt und daher zu einem separaten Bestand zusammengefaßt worden waren. Daher wurde der Teilbestand "Neuere Registratur" aufgelöst und dem Bestand "Domkapitel" wieder einverleibt.

Aus praktischen Gründen bleiben jedoch die übrigen Teilbestände bestehen, und zwar:

Domkapitel Münster, Produkte

Domdechanei

Domkellnerei

Domrentmeisterei

Domburse

Domprovision

Domfabrik

Domeleemosyne

Archidiakonate

Oblegien

Oboedienzen

Amt Lüdinghausen

Amt Schöneflieth

Amt Schonebeck

Die Urkunden des Domkapitels Münster aus der Zeit von 1111 bis 1805 bilden gesonderte Bestände. Hauptbestand und die Teilbestände umfassen zusammen rd. 4.300 Urkunden (vgl. Die Bestände des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staatsarchiv Münster - Kurzübersicht. Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe B: Archivführer und Kurzübersichten, Heft 1. Erweiterte Neubearbeitung, 4. Auflage Münster 2004, S. 91 ff.)

Bei der Neuverzeichnung der Akten bot es sich an, die überaus komplizierten, noch von den Registratoren des 18. Jahrhunderts vergebenen, mitunter aufgeblähten Signaturen zu vereinfachen, die sich häufig aus einer Kombination aus römischen und arabischen Ziffern sowie aus lateinischen Groß- und Kleinbuchstaben, gelegentlich zusätzlich noch aus griechischen Buchstaben, zusammensetzen. Bereits Wilhelm Kohl hatte bei einer vorläufigen Bearbeitung des Bestandes in Teilbereichen ansatzweise eine Vereinfachung der Signaturen vorgenommen. Zudem ist eine durchlaufende Nummerierung des Bestandes gerade auch im Hinblick auf die Anwendung der EDV ein Desiderat gewesen. Eine Konkordanz ermöglicht ein problemloses Auffinden der alten und entsprechenden neuen Signaturen.

Die Klassifizierung der verzeichneten Akten erfolgte nach heutigen praktischen Gesichtspunkten, lehnte sich jedoch, wo es möglich und sinnvoll erschien, an den Aufbau der alten Findbücher an.

8. Verweise:

Die Handschriftensammlung des Staatsarchivs Münster (Msc. VI) enthält Korrespondenzen des Domkapitels, die z. T. mit anderen Provenienzen vermischt sind.

Archivalien des Domkapitels Münster befinden sich auch in der archivischen Sammlung des "Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens - Abteilung Münster", die sich als Depositum im Staatsarchiv befindet. Weitere Akten des alten Domkapitels werden zudem in anderen Archiven, insbesondere im Bistumsarchiv Münster, verwahrt.

Erhalten haben sich ferner 333 Aufschwörungstafeln münsterischer Domherren aus der Zeit von 1617 bis 1802 (vgl. Staatsarchiv Münster, Sammlung "Aufschwörungstafeln" Nr. 2018 - 2331).

9. Zitation

Der Bestand ist wie folgt zu bestellen und zu zitieren:

Domkapitel Münster - Akten Nr. ....

Dr. Peter Veddeler, 2006

10. Literatur:

Max Braubach: Das Domkapitel zu Münster und die Koadjutorwahl des Erzherzogs Maximilian. In: Historische Aufsätze. Aloys Schultz zum 70. Geburtstag. Düsseldorf 1927.

Max Geisberg (Bearb.): Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen im Auftrag des Provinzialverbandes herausgegeben von Wilhelm Rave Provinzialkonservator. 41. Band, zweiter Teil: Die Stadt Münster - Die Dom-Immunität, die Marktanlage. Münster 1933.

Max Geisberg (Bearb.): Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen im Auftrag des Provinzialverbandes herausgegeben von Wilhelm Rave Provinzialkonservator. 41. Band, fünfter Teil: Die Stadt Münster - Der Dom. Münster 1937.

Max Geisberg: Das Münsterische Domkapitel und seine Wappenkalender. In: Westfälisches Familienarchiv (1920-1927), S. 71 ff.

Friedrich von Klocke: Domherren-Aufnahme beim alten Münsterschen Domkapitel. Am Beispiel des Domherrn und späteren Ministers Franz Freiherrn von Fürstenberg. In: Westfälisches Adelsblatt, 4 (1927), S. 23 ff.

Wilhelm Kohl: Das Domstift St. Paulus zu Münster (Germania Sacra - Historischstatistische Beschreibung der Kirche des Alten Reiches, Neue Folge 17,2: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln, Das Bistum Münster 4, Bände 1-3). Berlin und New York 1982 ff.

Wilhelm Kohl: Münster - Domstift St. Paulus. In: Westfälisches Klosterbuch - Lexikon der vor 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XLIV, Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte, Band 2, Teil 2). Münster 1994, S. 28 ff.

Wilhelm Kohl: Die Durchsetzung der tridentinischen Reformen im Domkapitel zu Münster. In: Reformatio Ecclesiae: Festgabe für Erwin Iserloh. Paderborn 1980, S. 729 ff.

Friedrich Keinemann: Das Domkapitel zu Münster im 18. Jahrhundert. Verfassung, persönliche Zusammensetzung, Parteiverhältnisse (Veröffentlichungen der Historischen Kommission Westfalens 22, 11). Münster 1967.

Josef Müller: Das Domkapitel zu Münster zur Zeit der Säkularisation. (Philosophische Dissertation Münster 1913). Münster 1913.

C(lemens) von Olfers: Beiträge zur Geschichte der Verfassung und Zerstückelung des Oberstifts Münster, besonders in Beziehung auf Jurisdiktions-Verhältnisse. Münster 1848.

Alois Schröer: Das Münsterer Domkapitel im ausgehenden Mittelalter. Ein Beitrag zur Kirchengeschichte Westfalens (Monasterium. Festschrift zum siebenhundertjährigen Weihegedächtnis des Paulus-Domes zu Münster). Münster 1966.

Alois Schröer (Hrsg.): Das Domkapitel zu Münster 1823-1973. Aus Anlaß seines 150jährigen Bestehens seit der Neuordnung durch die Bulle "De salute animarum" im Auftrag des Domkapitels herausgegeben von Alois Schröer. (Westfalia sacra.

Quellen und Forschungen zur Kirchengeschichte Westfalens. Begründet und herausgegeben von Heinrich Börsting † und Alois Schöer, Band 5). Münster 1976.

Umfang : 5211 Akten (436 Kartons), Findbuch B 101, Bde. 1-3.



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