Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
3. BEHÖRDEN UND EINRICHTUNGEN DES STAATES UND DER SELBSTVERWALTUNG NACH 1816
3.1. INNERE VERWALTUNG
3.1.2. Bezirksregierungen
3.1.2.1. Regierung Arnsberg
Regierung Arnsberg
Regierung Arnsberg / Flurbereinigung, Land- und Forstwirtschaft, Domänen, Fischerei
K 101, Regierung Arnsberg, Forstregistratur
Permalink des Findbuchs


Signatur :

Name : Regierung Arnsberg

Beschreibung :

Einleitung :

Vorbemerkung

Der Bestand setzt sich aus folgenden Ablieferungen zusammen:

1

- 771 Acc. 61/1940 Forstregistratur I

772 - 842 Acc. 61/1940 Forstregistratur

II

843 - 1354 Acc. 61/1940 Forstregistratur III

1355 - 1510a

Forstarchiv

1515 - 1527 Acc. 25/1950, betr. Kr. Brilon

1529 - 1683 Acc. 9/1912

und 20/1916: Steuern, Domänen, Forsten

1684 - 2461 Acc. 2/1944:

Staatsforstverwaltung

2462 - 2518

2519 - 2695 Kommunal- u.

Institutsforsten

2696 - 3595 Acc. 7/1967 I

3596 - 3603

Eichholzverwaltung

3604 - 3755 Gemeindeforstregistratur (Dez. I 26)

3756 -

4358 Acc. 7/1967 II: Gemeindeforstverwaltung

4359 - 4462 Acc. 7/1967 III:

Gemeindeforstverwaltung

4463 - Kommunal- u. Institutsforsten (früher I 26 Nr. 1 -

40)

Zur Ergänzung ist der Bestand Oberförstereien (jetzt: Forstämter) im Reg.

Bezirk Arnsberg heranzuziehen.

Die Forstverwaltung im Regierungsbezirk Arnsberg

unterstand nach ihrer Einrichtung zunächst einem Oberforstmeister, der 1825 bei der

durch Kabinettsordre vom 31.12.1825 veranlaßten Bildung der Abteilung III der

Regierung (Direkte Steuern, Domänen und Forsten) in diese eingegliedert wurde. Als

Unterinstanz bestanden die Oberförstereien und die Forstinspektionen, wobei die

Forstinspektionen als Zwischenbehörde zwischen Oberförstern und Oberforstmeister

fungierten. Ursprünglich deckten sich die Sprengel von Oberförsterei und

Forstinspektion.

Im Jahre 1817 waren folgende Oberförstereien eingerichtet

(Amtsblatt der Reg. Arnsberg 1817):

1. Oberförsterei Dortmund

a) Forstrevier

Dortmund

b) Forstrevier Hoerde

c) Forstrevier Hamm

2. Oberförsterei

Hagen

a) Forstrevier Gevelsberg

b) Forstrevier Altena

c) Forstrevier

Iserlohn

3. Oberförsterei Oelinghausen

a) Forstrevier Hüsten

b) Forstrevier

Himmelpforten

c) Forstrevier Obereimer

d) Forstrevier Stemel

4. Oberförsterei

Hirschberg

a) Forstrevier Neuhaus

b) Forstrevier Völlinghausen

c)

Forstrevier Hirschberg

d) Forstrevier Anröchte

e) Forstrevier Madfeld

5.

Oberförsterei Rumbeck

a) Forstrevier Meschede

b) Forstrevier Dinschede

c)

Forstrevier Berge

6. Oberförsterei Grafschaft

a) Forstrevier Mittelsorpe

b)

Forstrevier Grafschaft

c) Forstrevier Bilstein

d) Forstrevier Olpe

e)

Forstrevier Glindfeld

Die erste Veränderung ergab sich dadurch, daß das Gebiet

des ehemaligen Fürstentums Nassau-Oranien in die Verwaltungsgliederung einzubauen

war. Außerdem reduzierte man die Posten der Forstinspektoren. Mehrere

Oberförstereien wurden zu einer Forstinspektion zusammengelegt. Ab 1820 gab es nur

noch folgende 4 Forstinspektionen (Amtsblatt der Reg. Arnsberg 1820):

1.

Forstinspektion Dortmund

a) Oberförsterei Kütgendortmund

b) Oberförsterei

Hamm

c) Oberförsterei Gevelsberg

d) Oberförsterei Hemer

2. Forstinspektion

Arnsberg

a) Oberförsterei Oelinghausen

b) Oberförsterei Himmelpforten

c)

Oberförsterei Obereimer

d) Oberförsterei Rumbeck

e) Oberförsterei

Neuhaus

3. Forstinspektion Meschede

a) Oberförsterei Hirschberg

b)

Oberförsterei Bredelar

c) Oberförsterei Glindfeld

d) Oberförsterei

Grafschaft

4. Forstinspektion Siegen

a) Oberförsterei Bilstein

b)

Oberförsterei Siegen

c) Oberförsterei Lützel

d) Oberförsterei

Walpersdorf-Hainchen

e) Oberförsterei Burbach

Bis zum Jahre 1850 hatten die

Forstinspektoren ihren Dienstsitz in ihrem Bezirk. Danach wurden sie in die

Regierung einbezogen. In den Jahren 1824-27 wurde die Forstinspektion Dortmund

aufgelöst, indem der dort spärlich vorhandene Staatsforst systematisch verkauft

wurde. Im Gebiet der früheren Grafschaft Mark bestand danach keine staatliche

Forstverwaltung mehr. Die noch bestehenden 3 Forstinspektionen (später z.T. auf zwei

reduziert) umfaßten im 19. Jahrhundert folgende Oberförstereien.

1. Oberförsterei

Bilstein (zeitweise mit Lützel vereinigt)

2. Oberförsterei Bredelar

3.

Oberförsterei Glindfeld (Grafschaft)

4. Oberförsterei Hainchen

5.

Oberförsterei Lützel

6. Oberförsterei Siegen (mit Burbach vereinigt)

7.

Oberförsterei Himmelpforten (Neuhaus)

8. Oberförsterei Obereimer

(Oelinghausen)

9. Oberförsterei Rumbeck (Hirschberg)

Die Oberförsterei

Lützel-Bilstein wurde 1890 in Hilchenbach umbenannt. 1927 wurde aber der Teil

Bilstein nach Olpe verlegt. Ebenfalls verlegt wurde 1867 die Oberförsterei

Himmelpforten nach Neheim. 1898 wurde zusätzlich eine Oberförsterei Ewig-Attendorn

eingerichtet, 1929 die Oberförsterei Siegen aufgelöst.

Durch das Gesetz vom

1.12.1933 wurde die Staatsforstverwaltung aus der allgemeinen Verwaltung der

Regierung herausgelöst. Während die Forsthoheit weiter beim Regierungspräsidenten

verblieb, unterstanden die Regierungsforstämter Arnsberg und Minden direkt dem

Reichsforstmeister. Der Regierungspräsident bediente sich zur Erledigung der

Forsthoheitsaufgaben des Landesforstmeisters. Durch den Erlaß des

Reichsforstmeisters vom 17.3.1941 wurden die Staatlichen Oberförstereien, die seit

1934 Forstämter hießen, als Einheitsforstämter eingerichtet, d.h. die Forstämter

waren für die Waldungen aller Besitzarten zuständig. Im Wege der Beseitigung von

Sonderbehörden wurden durch Gesetz vom 1.10.1949 die Regierungs-Forstämter wieder in

die Bezirksregierungen eingegliedert (ab 1956 als Forstdezernat in der Abt. VI:

Verwaltung und Bewirtschaftung des Staatswaldes). Schon 1948 war die Betreuung des Privatwaldes wieder der (1899 gegründeten) Landwitrschaftskammer übertragen worden. Durch das Forstgesetz für das Land NW vom 29.7.1969 (GV

Bl. 1969, 588) wechselte auch die staatliche Forstverwaltung von der Regierung zur

Landwirtschaftskammer: Der Direktor der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragter

- Höhere Forstbehörde.

Münster 1972

zu bestellen: Regierung Arnsberg III B Nr. ...

Das Findbuch umfasst die ehemaligen Analogfindbücher B 414 1 und 2

Umfang : 16.993 Akten, Findbücher K 101,26 bis K 101,29.



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