Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) / Akten
U 132, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Quellen zur Militärgeschichte - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 132

Name : Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Vorwort

In der Reihe der vom Staatsarchiv Münster veröffentlichten Findbücher sind inzwischen mehrere Repertorien häufig benutzter oder überregional bedeutsamer Archivbestände erschienen. Sie haben sich als Arbeitsmittel für die Forschung bewährt, da sie den Zugang zu den Archivalien wesentlich erleichtern.

Mit dem vorliegenden Band werden erstmals Findmittel zu nichtstaatlichen Archivalien vorgelegt, die von dem Eigentümer, in diesem Falle dem Grafen von Landsberg-Velen, im Staatsarchiv Münster deponiert wurden und damit direkt der wissenschaftlich-historischen Forschung zu Verfügung gestellt werden. Dem nichtstaatlichen Archivgut in den staatlichen Archiven, das dort nur mit Zustimmung der Eigentümer gelagert oder durch Ankauf zusammengetragen werden kann, kommt eine große Bedeutung als Ergänzung der staatlichen Archivalien zu. Häufig ist sonst ergänzendes Archivgut in privatem Eigentum nur schwer zugänglich oder der Forschung unbekannt.

Staatsarchivdirektor Dr. Manfred Wolf hat seit Jahren die umfangreichen standesherrlichen und gutsherrlichen Bestände erschlossen, die in der Familie der Grafen von Landsberg-Velen durch Heirat oder Ankauf in den vergangenen Jahrhunderten zusammengekommen und auch beim Wiederverkauf der Güter im Gesamtarchiv verblieben waren. Er wählte in Hinblick auf das bevorstehende Jubiläum zum Gedenken an den Abschluß des Westfälischen Friedens vor 450 Jahren aus den Teilbeständen Gemen, Raesfeld und Wocklum bzw. aus den Nachlässen der einzelnen Angehörigen der verschiedenen Besitzerfamilien, die beim Militär gedient hatten, die Militärangelegenheiten heraus, die nun in diesem Spezialfindbuch zusammengefaßt wurden. Es wird damit auf Quellen aufmerksam gemacht, deren Bedeutung weit über den westfälischen Raum hinausreichen. Wichtige Einzelbereiche der Militärgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts können mit Hilfe dieser Archivalien besser beleuchtet werden. Außerdem muß auf den personengeschichtlichen Wert dieser Bestände aufmerksam gemacht werden.

Oberstaatsarchivrat Dr. Kloosterhuis kümmerte sich dankenswerterweise um die Drucklegung dieses Findbuchs.

Münster, im Oktober 1995

Sagebiel

Hinweis

Die in vorliegendem Findbuch nachgewiesenen Akten sind teilweise auch in den Findbüchern zu anderen Teilbeständen des Gesamtarchivs von Landsberg-Velen verzeichnet (z.B. Gliederungspunkte 5.1 bis 5.3 im Findbuch A 450 Ge II), teilweise aber auch nur in diesem Spezialfindbuch A 450 XMil enthalten (z.B. Gliederungspunkt 1). Schließlich liegen auch in anderen Landsberger Teilbeständen Akten zu militärischen Betreffen vor, die gleichwohl nicht in das Findbuch A 450 XMil aufgenommen wurden (z.B. Gliederungspunkt 2.5 im Findbuch A 450 Ra II).

Ko, 17.11.2010

Einleitung

Als im Jahre 1756 Clemens August von Landsberg die Erbtochter Anna Theresia von Velen heiratete, kamen zwei bedeutende Vermögenskomplexe zusammen. Das zweite epochenmachende Geschehen war, soweit es die Geschichte des Archivs der Familie von Landsberg-Velen betrifft, in den Jahren 1822/23 der Ankauf der ehemals reichsfreien Herrschaft Gemen durch Ignaz von Landsberg-Velen. Mit diesem Besitz war nämlich auch der von Raesfeld verbunden, das im Jahre 1733 nach dem Aussterben der Grafen von Velen zu Raesfeld im Mannesstamm durch wechselseitigen Erbvertrag an die damaligen Inhaber des Hauses Gemen, die Grafen zu Limburg-Styrum, gefallen war. Nachdem sich Ende des 16. Jahrhunderts die Familie von Velen in die beiden Linien der Freiherren von Velen zu Velen und die (seit 1638) Grafen von Velen zu Raesfeld aufgespalten hatte, erfolgte also am Anfang des 19. Jahrhunderts eine gewisse Wiedervereinigung. Das seit dem Brand von Schloß Velen als Depositum im Staatsarchiv Münster verwahrte Archiv Landsberg-Velen setzt sich aus rund 50 Einzelarchiven oder Provenienzen der verschiedenen Güter zusammen. Es bildet damit eines der umfangreichsten Adelsarchive Westfalens.

In der Familie von Velen lassen sich ausführlichere Nachrichten über ein sich längere Zeit hinstreckendes Wirken im politischen Leben, Verwaltungs- oder militärischen Dienst zuerst zu Anfang des 16. Jahrhunderts bei Hermann von Velen nachweisen, der in genealogischen Übersichten den Zusatz der "VI." trägt Er stand nicht im Dienst seines Landes- bzw. Lehnsherrn, des Bischofs von Münster, sondern im dem des Herzogs Karl von Geldern, für den er zunächst als Droste das Amt Zutphen verwaltete. Da Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg der Schwiegervater Herzog Karls war, wurde Hermann von Velen im Jahre 1518 auch Braunschweigischer Rat. Als Geldrischer Rittmeister nahm er am 29. Juni 1519 an der Schlacht bei Soltau teil, in der Herzog Heinrich über den Bischof von Hildesheim siegte. Als Herzog Karl von Geldern in die Auseinandersetzung zwischen den Städten Kämpen und Zwolle über die Zollerhebung auf der Ijssel hineingezogen wurde, fiel Hermann von Velen im Jahre 1521 in einem Gefecht bei Aperlo und Doornspijk.

Für den früh verwaisten, im Jahre 1516 geborenen Hermann von Velen (VII., später mit dem Beinamen "der Ältere", 1516-1596) entwickelten sich dank der Fürsorge von Verwandten die Vermögensverhältnisse günstig. So konnte sich Hermann im Jahre 1541 seinen Landesherrn, den Bischof von Münster Franz von Waldeck, verpflichten und sich das Amt Emsland übertragen lassen, das die Familie bis zum Ende des Alten Reichs behauptete. Im Jahre 1560 ernannte ihn Bischof Bernhard von Raesfeld zum Rat und Hofmarschall. Dieses Amt ist zu unterscheiden von dem des Erbmarschalls, der der Ritterschaft vorstand und auf den Landtagen präsidierte. Der evangelische Erbmarschall, es war der Schwiegervater Hermanns, stand in Opposition zum Landesherrn. Der katholische Hofmarschall war dagegen der enge Vertraute des Bischofs. Als Rat gehörte er dem Regierungskollegium an, das sich aus dem Statthalter, zwei Mitgliedern aus den Reihen des Domkapitels, zwei Mitgliedern aus der Ritterschaft und einem bürgerlichen Kanzler zusammensetzte und bei der Nichtresidenz des Landesherrn im Bistum eine bedeutende Rolle spielte. Da wegen der Erschöpfung der Lebensmittelvorräte in den Niederlanden Spanier wie Holländer regelmäßig in das neutrale wie wehrlose Bistum einfielen, bemühte sich Hermann von Velen um den Aufbau eines Defensionswerks. Da zu dieser Zeit die Regierung in Münster zu der des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg in Düsseldorf in guter Beziehung stand, verhandelte Hermann von Velen wegen der Aufstellung einer gemeinsamen Truppe des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises. Wenn dieses Vorhaben scheiterte, so lag das u.a. am Widerstand der Stände, d.h. der Ritterschaft des Bistums, die es ablehnte, Steuern zu bewilligen. Sie scheute die Kosten und fürchtete nicht zu Unrecht, daß die aufgestellte Truppe nicht nur zur Abwehr des Feindes von außen, sondern auch zur Unterdrückung ihrer ständischen und religiösen Freiheit - die Ritterschaft des Bistums war zu dieser Zeit in ihrer überwiegenden Mehrheit evangelisch - benutzt werden könnte. Außerdem glaubte sie, daß das Bistum erst recht in den Krieg in den Niederlanden verwickelt würde. So mußte sich Hermann damit begnügen, in Verhandlungen, z. B. mit den Spaniern, die Bedrückung der Bevölkerung erträglicher zu machen.

Mit großer Umsicht war Hermann von Velen auf die Versorgung seiner Töchter und Söhne bedacht. Letztere ließ er nacheinander in das Domkapitel zu Münster eintreten. Das galt auch für den ältesten Sohn Hermann (den Jüngeren, + 1616), der ja als Stammhalter der Familie vorgesehen war. Die in den weltlichen Stand zurücktretenden Söhne dienten so gewissermaßen als Platzhalter für ihre Brüder, erhielten dabei aber auch durch die Vorbereitung auf den Beruf eines Domherrn eine gewisse Ausbildung.

Während sich der älteste Sohn Hermann der Jüngere auf die Übernahme der Familienbesitzes beschränkte und sonst nur das Amt eines Drosten im Emsland ausübte schien die Energie und der Betätigungsdrang des Vaters vorwiegend auf den jüngeren Bruder Alexander übergegangen zu sein.

Alexander (I.) von Velen (1556-1630)

Für Hermann von Velen den Älteren ergab sich die günstige Gelegenheit, seinem jüngeren Sohn Alexander die Gründung einer Nebenlinie zu ermöglichen. Als das letzte männliche Mitglied der Familie von Raesfeld zu Raesfeld starb, erhob er wegen seiner Mutter Margarete von Raesfeld Erbansprüche auf Schloß und Herrlichkeit Raesfeld und setzte diese durch. Bevor Alexander offiziell auf seine Dompräbende in Münster im Jahre 1587 verzichtete, hatte er sich bereits der militärischen Laufbahn zugewandt. Für eine solche kam aufgrund der ungebrochen katholischen Prägung der Familie für ihn zu diesem Zeitpunkt nur der spanische Dienst in Betracht. Im Jahre 1585 warb er als Hauptmann für ein Regiment zu Fuß des Grafen Karl von Arenberg ein Fähnlein deutschen Kriegsvolks. Zwei Jahre später warb er dann als Rittmeister ein Fähnlein von 300 deutschen Reitern für das Regiment des Obristen Otto Edler von Plato. Nach dem Wechsel in den kaiserlichen Dienst erhielt Alexander im Jahre 1594 die Bestallung als Obrist und den Auftrag, für den Krieg gegen die Türken ein Regiment deutschen Fußvolks anzuwerben. Als er im Jahre 1612 in Frankfurt vom Kaiser zum Ritter geschlagen wurde, hieß es, er habe verschiedene kaiserliche Truppen in Deutschland, Böhmen und Ungarn geführt und vor allem gegen die Türken in vielen Schlachten gekämpft. Für den Unterhalt seines Regiments hatten die Stände in Böhmen zu sorgen, eine Verpflichtung, der sie nur schleppend nachkamen. So verwundert es nicht, daß im Jahre 1596 seine Soldaten bei der Abdankung in Pilgram meuterten.

Alexanders Rückkehr ins zivile Leben stand auch im Zusammenhang mit dem Tode seines Vaters im Jahre 1595. Er übernahm als Drost die Verwaltung der Ämter Sassenberg und Wolbeck. Wichtiger war aber noch, daß das Amt eines Hofmarschalls nicht auf den älteren Bruder, sondern auf ihn überging. Damit besaß er eine Schlüsselstellung in der Regierung des Bistums, indem ihm im Regierungskollegium im Jahre 1598 die Stellung eines Statthalters übertragen wurde. Dieses Amt übte er über drei Jahrzehnte aus. Wenn dem Obristen Alexander von Velen im Jahre 1614 das Generalkommando über das Kriegsvolk im Stift Münster anvertraut wurde, so entstanden daraus keine unmittelbar militärische Aufgaben, war doch nicht daran gedacht, die aufgestellten Truppen in Kampfhandlungen zu verwickeln. Seine Tätigkeit bestand im Militärverwaltungsdienst, wie etwa in der Durchführung der Musterungen und der Kontrolle von Rechnungen. In die Zeit, in der er für das Bistum Verantwortung trug, fielen aber immerhin Ereignisse wie im Jahre 1597 die Einquartierung einer spanischen Armee unter Mendoza im Vest Recklinghausen, im Jahre 1622 der Einfall der Scharen des Grafen Mansfeld ins nördliche Münsterland, die Bedrohung des südlichen Teils des Stifts durch den Tollen Christian ebenfalls im Jahre 1622 und schließlich die Einquartierung der Truppen Tülys im Stift nach dem Sieg bei Stadtlohn über den Halberstädter im Jahre 1623, wodurch die Vorräte aufgezehrt wurden.

Alexander (II.) von Velen (1599-1675)

Alexander begann seine militärische Laufbahn als Hauptmann der Truppen des Stifts Münster. Ab dem Jahre 1626 diente er im Heer der Liga unter dem Grafen von Anholt, d.h. als Obristwachtmeister, seit 1629 als Obristleutnant unter Gallas im Dänischen Krieg. Dieser Dienst führte ihn in die Stifte Verden und Bremen und nach Ostfriesland.

Mit dem Tode des Vaters im Jahre 1630 übernahm er dessen Ämter. Nach der Landung des Schwedenkönigs in Deutschland erhielt er jedoch von Tilly im Jahre 1631 den Auftrag, als Obrist ein Regiment für die Liga zu werben, was er vorwiegend in der Umgebung von Aachen durchführte. Dieses Regiment führte er in die Wetterau, kehrte dann aber ins Stift Münster zurück. Die Bedrohung Westfalens durch die Truppen des Landgrafen von Hessen-Kassel veranlaßte die Landstände, seine Rückkehr zu fordern. Im Jahre 1633 erhielt er vom Landesherrn, dem Kurfürsten Ferdinand von Köln, die Anweisung zur Aufstellung eines Regiments des Stifts Münster. Im folgenden Jahr 1634 bestallten ihn die Kurfürsten von Mainz und von Köln namens der Liga unter Beförderung zum Generalwachtmeister zum Gubernator von Warendorf und übertrugen ihm das Oberkriegskommando über die Truppen der Liga in Westfalen. Somit besaß Alexander eine doppelte Bestallung, die des Bistums Münster und die der Liga, wobei anstatt der letzteren seit dem Jahre 1635 die des Kaisers trat. Alexander von Velen wird als der "westfälische Wallenstein" bezeichnet, hatte er doch mit diesem den Glauben an die Astrologie gemein. Seine Bedeutung für die Militärgeschichte war natürlich wesentlich bescheidener. Vom Stützpunkt Warendorf befehligte er die ligistischen bzw. kaiserlichen Garnisonen in Westfalen, die die Kontributionsbezirke und Quartiere sichern sollten und ein Reservoir an Mannschaften für die Feldarmeen bildeten. Ihm gegenüber standen die Truppen Hessen-Kassels, die von den festen Plätzen Lippstadt, Coesfeld und Dorsten (letzteres nur bis zur Eroberung der Stadt durch die Kaiserlichen im Jahre 1639) einen großen Teil Westfalens kontrollierten. Alexander beschränkte sich in seinen Kampfhandlungen. Er nahm den Hessen die von ihnen besetzten Städte Lüdinghausen und Rheine ab, eroberte im Jahre 1639 das von den Schweden bzw. vom Sohn des Kurfürsten von der Pfalz gehaltene Meppen und gewann ebenfalls 1639 zusammen mit Melchior von Hatzfeldt den festen Platz Dorsten. Belohnt wurde er im Jahre 1640 mit der Stellung eines Feldzeugmeisters. Alexander von Velen war mehr und mehr darauf bedacht, sich mit den Hessen zu arrangieren. Er vereinbarte mit ihnen und den Schweden zu Osnabrück das Kartell, das jeder Seite bestimmte Bezirke zuwies, in denen sie die Kontribution einziehen konnten. Dazu gehörte auch unter dem Prinzip der Gegenseitigkeit der Schutz und die Neutralität von Adelssitzen und von Beamten bei ihren Dienstreisen. Gegen den Intentionen des Kaisers einigte man sich auf einen Stillstand. Als sich abzuzeichnen begann, daß bei der Neuvergabe des Oberbefehls über die Truppen des Westfälischen Kreises ihm, der dem Kurfürsten von Köln zu zaudernd erschien, Lamboy vorgezogen wurde, erbat er im Jahre 1646 mit Hinweis auf seine angegriffene Gesundheit - er war damals 47 Jahre alt - seinen Abschied.

Untätig blieb er aber im Zivilleben nicht. Er übernahm häufig Missionen im Auftrage des Kurfürsten von Köln, des Bischofs von Münster und des Kaisers. Das politische Geschehen seiner Zeit beobachtete er mit großem Interesse. Um genügend informiert zu sein, hatte er Agenten beauftragt, ihm von den politischen Nachrichten zu berichten, die an den in Betracht kommenden Höfen kursierten. Außerdem hatten sie ihm die entsprechenden Druckschriften oder Zeitungen zuzuleiten. Für seine Verdienste erhob ihn Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1638 in den Stand eines Reichsgrafen. Er beförderte ihn noch im Jahre 1653 zum Feldmarschall und verlieh ihm den Titel eines Kriegsrats. Als Anerkennung erhielt er ein Geschenk von 40000 Gulden. So sagte man, Alexander von Velen habe einen guten Krieg gehabt. Er verwandte die ihm zugeflossenen Geldmittel zum Ankauf der Reichsherrschaft Bretzenheim (zwischen Bingen und Kreuznach), der Herrschaft Megen bei s’Hertogenbosch sowie der Güter Horst an der Ruhr, Krudenburg (Hünxe) und Hagenbeck (bei Holsterhausen). Noch während des Kriegs begann er mit dem Neubau von Schloß Raesfeld.

Vom erworbenen Reichtum war jedoch schon in der nächsten Generation nur noch wenig vorhanden. Sein Sohn Ferdinand Godfried gilt als der Verschwender, der das vom Vater erworbene Vermögen wieder verschleuderte. Aus der Jugendzeit Ferdinand Godfrieds liegt eine entsprechende Klage Alexanders über das Schuldenmachen und Prassen des Sohnes vor. Tatsächlich dürfte der Vater selber wesentlich zum Schwinden des Vermögens beigetragen haben. Alexander war in zweiter Ehe mit einer Gräfin von Bentheim verheiratet. Seine Tochter ehelichte einen Grafen von Waldeck. Aufgrund dieses gesellschaftlichen Aufstiegs und der nunmehrigen Zugehörigkeit zum höheren Adel glaubte er zu einer aufwendigen Repräsentation in Form einer fast fürstlichen Hofhaltung verpflichtet zu sein. Hinzu kamen die Ausgaben für den kostspieligen Schloßbau, die die zunächst vorhandenen reichlichen Mittel überforderten.

Ferdinand Godfried Graf von Velen (+1685) und Paul Ernst von Velen (+1657)

Alexander von Velen ließ seinen beiden Söhnen Ferdinand Godfried und Paul Ernst eine gediegene Erziehung angedeihen. Sie studierten bei den Jesuiten in Münster und erlernten mehrere Sprachen. Nach dem Kriegsende schickte er sie auf eine Reise nach Frankreich und nahm sie im Jahre 1653 zum Reichstag nach Regensburg mit. Die Zuneigung Alexanders galt mehr dem jüngeren Sohn Paul Ernst, der die Talente des Vaters eher geerbt zu haben schien. Paul Ernst trat in spanische Dienste ein, fiel aber im Jahre 1657 bei Lüttich.

Bei seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst hatte Alexander sein Leibregiment beibehalten. Er unterstellte es seinem früheren Hauptmann Amann, der es als Obristleutnant so lange führen sollte, bis sein Sohn Ferdinand Godfried es übernehmen konnte. Im Jahre 1649 wurde das Regiment aber abgedankt. Ferdinand Godfried nahm im Jahre 1664 am Feldzug gegen die Türken teil und kämpfte von 1670-1675 mit einem eigenen Regiment unter dem Herzog von Bournonville am Oberrhein gegen Turenne. Eine besondere Rolle spielte er dabei aber nicht.

Alexander Otto Graf von Velen (1656-1727)

Im Gegensatz zu Ferdinand Godfried gewannen seine beiden Söhne Alexander Otto und Christoph Otto wieder eine größere Bedeutung für die Militärgeschichte. Eine Tradition im Militärdienst lag nicht nur von der väterlichen Seite der Familie vor, sondern auch mütterlicherseits. Ferdinand Gottfried hatte mit Sophia Elisabeth eine Tochter aus der Familie der Grafen zu Limburg-Styrum aus dem benachbarten Gemen geheiratet. Seine Schwester wechselte dafür nach Gemen als Ehefrau des Grafen Adolf zu Limburg-Styrum. Beide Familien schlossen einen wechselseitigen Erbvertrag, der im Jahre 1733 zugunsten der Grafen zu Limburg-Styrum realisiert wurde. Alexander Otto befand sich im Jahre 1676 in spanischem Dienst. Er wechselte dann in den Dienst von Pfalz-Neuburg, d. h. der beiden Herzogtümer Jülich und Berg. In diesem machte er eine steile Karriere, die an Bedeutung gewann, als sein Dienstherr, Pfalzgraf Johann Wilhelm im Jahre 1685 eine Aufwertung erfuhr, indem er als Kurfürst das Erbe in der Pfalz antrat. Dabei verlegte er seine Hauptresidenz von Düsseldorf nach Mannheim. Zum Generalwachtmeister aufgestiegen, wurde Alexander Otto im Jahre 1693 zum Generalleutnant über die Pfalz-Neuburgsche Kavallerie, 1699 zum Gouverneur von Mannheim und 1703 zum General der Kavallerie befördert. Im Spanischen Erbfolgekrieg bestand bei den kriegerischen Ereignissen, die in Zusammenhang mit dem Versuch der Franzosen stehen, die Verbindung mit den Bayern herzustellen, die zum Vorstoß der Franzosen nach Schwaben und damit zur Schlacht von Höchstädt führten, die Aufgabe Alexander Ottos, die "Linie" östlich des Schwarzwalds zu sichern. Den Rückzug der geschlagenen Franzosen konnte er mit seinen Kräften nicht verhindern. Alexander Otto kämpfte in den folgenden Jahren in den österreichischen Niederlanden und am Oberrhein. Im Jahre 1708 trat er in den kaiserlichen Dienst über und erhielt das Generalkommando über die Kaiserliche Reiterei, wurde im Jahre 1717 Generalfeldmarschall und übernahm als Gouverneur das Generalkommando in den österreichischen Niederlanden. Im Jahre 1725 wurde ihm jedoch ziemlich abrupt von Kaiser Karl VI. und dem Prinzen von Eugen das Kommando entzogen. Er mußte es dem Grafen Daun überlassen. Alexander Otto blieb jedoch Gouverneur im Herzogtum Limburg. Er starb bald darauf im Jahre 1727. Nachdem zwei seiner Brüder, und zwar 1684 Ludwig Heinrich und 1686 Arnold Adolf, im Krieg gegen die Türken gefallen waren, verlor Alexander Otto zwei seiner Söhne in der Schlacht um die Eroberung von Belgrad im Jahre 1717, Hyacinth Joseph, Obristwachtmeister im Kaiserlich-Württembergischen Dragonerregiment, und Gabriel Otto, Obrist. Schließlich verstarb im Jahre 1723 in Jülich sein Sohn Karl, der seit 1714 Kurpfälzischer Obrist des Freudenbergschen Regiments bzw. Kaiserlicher Obrist war

Christoph Otto Graf von Velen (geb. 1671)

Mit dem 15 Jahre jüngeren Bruder Christoph Otto hatte Alexander Otto relativ wenig Kontakt. Ihr brüderliches Verhältnis wurde offensichtlich durch einige Prozesse getrübt, die die Brüder in Erbangelegenheiten miteinander führten. Christoph Otto diente seit dem Jahre 1702 als Obrist im Kaiserlich Falkensteinschen Kürassierregiment bzw. im Regiment Prinz Friedrich von Württemberg. Im Jahre 1708 übertrug ihm Kaiser Joseph I. das Obristfeldwachtmeisteramt. Kaiser Karl VI. dankte dem Feldmarschalleutnant und Obristen für seinen Mut bei Eroberung von Belgrad bzw. in der Feldschlacht am 16. August 1717. Als General der Kavallerie wurde Christoph Otto schließlich Gouverneur zu Ath.

Alexander (III.) Graf von Velen (+1733)

Alexander, der allein noch verbliebene Sohn Alexander Ottos, trat wie sein Vater in den Dienst des Kurfürsten von der Pfalz. Er wurde im Jahre 1711 Obrist eines Dragonerregiments und stieg bis zum Rang eines Generalmajors auf. In größere Kampfhandlungen war sein Regiment, das abwechselnd in den österreichischen Niederlanden und in Ungarn stationiert war, nicht verwickelt. Da sein einziger Sohn Alexander (IV.) im Alter von zehn Jahren bereits im Jahre 1728 verstorben war, erlosch mit seinem Tode im Jahre 1733 das Geschlecht der Grafen von Velen zu Raesfeld. Raesfeld fiel an die Vettern, die Grafen zu Limburg-Styrum zu Gemen.

Dietrich von Landsberg (1618-1683)

Dietrich von Landsberg zu Erwitte, der durch seine zweite Ehe die Hälfte von Schloß Wocklum (bei Balve) erwarb und die zweite Hälfte ankaufte, verlegte danach seinen Hauptwohnsitz dorthin. Er erhielt das Amt eines Landdrosten, d.h. eines Statthalters, des Herzogtums Westfalen, d.h. der Exklave des Erzbistums Köln im Sauerland, im Jahre 1647. Dies geschah 25 Jahre nach dem Tode seines Vaters Jobst (+1622), der eine solche Stellung ebenfalls erlangt hatte. Dietrich war zu diesem Zeitpunkt 29 Jahre alt. Im Jahre 1657 und dann wieder von 1674-1683 war er Inhaber eines Regiments und führte daher den Titel eines Obersten bzw. Generalwachtmeisters. Dennoch war er Zivilist. Er spielte mehr die Rolle eines Militärverwalters, der sich um die Aufstellung, den Unterhalt und die Dislozierung, d.h. die Verschiebung vom Rhein (von Neuß und Rheinberg) nach Westfalen (Werl und Arnsberg) und zur Festung Peine im Stift Hildesheim kümmerte. Was seinen schriftlichen Nachlaß so wertvoll macht, ist die Tatsache, daß er in regem Briefwechsel zu Franz Egon Graf von Fürstenberg stand, der als Bischof von Straßburg in erster Linie als Minister und Vertrauter des an Politik desinteressierten Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich von Bayern die Geschicke des Erzbistums leitete. Franz Egon von Fürstenberg beschränkte sich in seiner Korrespondenz nicht auf sachliche Mitteilungen, sondern teilte dem Gespächspartner seine Ansichten zur politischen Lage und seine Urteile über die handelnden Personen mit. Die Politik Kurkölns bestand in dieser Zeit, wie die der Verwandten des Landesherrn in Bayern, in einem Bündnis und enger Anlehnung an Frankreich, war gegen den Kaiser und den Kurfürsten von Brandenburg und je nach der gerade vereinbarten Koalition gegen den Bischof von Münster gerichtet. Der Vorstoß Turennes nach Westfalen, der ihn im Jahre 1674 bis nach Hamm führte, bildet den Höhepunkt in der amtlichen Tätigkeit Dietrich von Landsbergs. Die Truppen Kurkölns hatten dabei vorwiegend die Deckung der südlichen Flanke Turennes zu übernehmen.

Bei der Ritterschaft des Herzogtums Westfalen war Dietrich von Landsberg weniger beliebt. Sie stand in Opposition zum Minister und somit zu ihm. Der Landdrost mußte ja aufgrund seines Amtes die durch die im Namen des Kurfürsten geführte Politik gewaltig gesteigerten Geldforderungen bzw. Ausgaben für das Militär auf den Landtagen rechtfertigen und mehr oder weniger mit Drohungen durchsetzen.

Hermann Otto (II.) Graf zu Limburg-Styrum (1646-1704)

Der energische Einsatz der Gräfin Agnes zu Limburg-Styrum, Äbtissin zu Vreden, Elten und Borghorst, verschaffte ihrer Familie im Jahre 1638 die Möglichkeit, als Erben der Grafen von Holstein-Schaumburg in der Herrschaft Gemen eine Nebenlinie zu etablieren. Hermann Otto stand in einer langen militärischen Familientradition. Sein Großvater mütterlicherseits war Alexander (II.) Graf von Velen, sein Großvater väterlicherseits, Hermann Otto I., hatte unter dem Grafen von Mansfeld in der Schlacht am Weißen Berge mitgekämpft. Sein Vater, Graf Adolf Ernst (1622-1657), fiel 1657 im dänischen Dienst gegen die Schweden in Schonen. Die Mutter, die für acht unmündige Kinder zu sorgen hatte, beendete daher seinen Schulunterricht bei den Jesuiten in Münster und Emmerich und schickte den 17jährigen Sohn auf den Rat des Großvaters Alexander an den Kaiserhof. Hermann Otto nahm daraufhin als Kornett unter Souches im Jahre 1664 an der Eroberung von Neutra teil. Nach Friedensschluß durfte er sich der Gesandtschaft des Grafen Leslie zum Sultan anschließen, die über den Gefangenenaustausch verhandeln sollte. Da nach der Beendigung des Krieges ein großer Teil der Truppen abgedankt wurde, bemühte sich seine Mutter im Jahre 1667, ihren Sohn im dänischen Dienst unterzubringen. Diese Pläne zerschlugen sich aber. Ein Dienst beim Bischof von Münster kam nicht in Betracht, da die Familie wegen der Reichsunmittelbarkeit von Gemen mit ihm im Streit lag. Der Kurfürst von Brandenburg hatte zu dieser Zeit keine Verwendung. So wurde Hermann Otto im kurkölnischen Dienst Rittmeister im Regiment von Massenbach. Als man jedoch im Jahre 1673 erneut für einen Türkenkrieg rüstete, erhielt er ein Patent als Obristleutnant im Dragonerregiment des Markgrafen von Bayreuth. Sein erster Einsatz führte ihn aber nicht zum Balkan, sondern nach Lüttich. Von dort unternahm er gegen den Bischof von Münster einen Überfall auf Werne, womit er auch eine private Rechnung beglich. Er brachte sich aber durch seinen Handstreich in große Schwierigkeiten, indem ihm ein Bruch des gerade geschlossenen Friedens vorgeworfen wurde.

Im Jahre 1676 befand sich Hermann Otto wieder in Ungarn und nahm unter Montecuccoli an der Belagerung von Temesvar teil. Danach ernannte ihn Kaiser Leopold zum Gouverneur von Neutra und bald zum Obristen über ein deutsches Regiment Dragoner. Nach vorübergehender Rückkehr nach Westfalen wurde er im Jahre 1683 angesichts der Türkengefahr vor Wien mit der Werbung eines Dragonerregiments beauftragt. Dieses konnte sich aber nur noch an der Verfolgung des abziehenden Feindes auszeichnen. Hermann Otto leitete im August 1683 den erfolgreichen Sturm auf Gran und erhielt dafür im Jahre 1684 den Rang eines Obristwachtmeisters über alles Kaiserliche Kriegsvolk zu Pferde. Am 22. Juli 1686 kommandierte er den linken Flügel der kaiserlichen Armee in der siegreichen Schlacht bei Ofen. Im Oktober 1688 erfolgte seine Ernennung zum Feldmarschalleutnant. Das Jahr 1690 brachte ihm den ehrenvollen Auftrag einer Gesandtschaftsreise zu den Generalstaaten. Dabei sollte er deren Bündnistreue prüfen und festigen, was ihm gut gelang. In Kleve hatte er mit dem Kurfürsten von Brandenburg über die Entsendung von Hilfstruppen zu verhandeln. Im Jahre 1691 kämpfte er als Kaiserlicher General der Kavallerie unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, dem Türkenlouis, in der Schlacht bei Slankamen und entschied auf dem linken Flügel durch eine Attacke die Schlacht. Im folgenden Jahr 1692 erhielt er den Befehl, als "Interimskommandant im Reich" die Front vom Schwarzwald bis zum Main mit neun Kavallerieregimentern zu sichern. Der Feind sollte durch ständige Truppenverschiebungen in Atem gehalten werden. Im Jahre 1695 beauftragte man ihn erneut mit einer Gesandtschaftsreise zu König Wilhelm III. von Oranien, der inzwischen einen Frontwechsel gegen Frankreich vorgenommen hatte, da der König ihn besonders schätzte. Das Jahr 1696 führte ihn wieder - zum letzten Male - nach Ungarn. Welches Ansehen Hermann Otto inzwischen gewonnen hatte, geht daraus hervor, daß bei der Suche nach einem Nachfolger für den Feldmarschall Caprara überlegt wurde, ob man ihm oder dem Prinzen Eugen den Oberbefehl über die gesamte Kaiserliche Armee anvertrauen solle. Für Hermann Otto sprach der Kurfürst von Sachsen, für den Prinzen Eugen der Markgraf von Baden. Bei dieser entscheidenden Weichenstellung in der deutschen Militärgeschichte gab der Hofkriegsratspräsident Starhemberg den Ausschlag für den Prinzen Eugen. Er gab zu bedenken, daß Hermann Otto noch keine Erfahrungen in der Führung der Infanterie besaß. Als Trostpfiaster erhielt dieser den Titel eines Wirklich Geheimen Rats des Kaisers.

Größere Aufgaben fielen Hermann Otto erst wieder nach dem Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges zu. Erneut vertraute ihm der Kaiser eine Gesandtschaft zu Wilhelm III. von Oranien an. Der Angriff auf die Festung Landau brachte ihm die Beförderung zum Kaiserlichen Feldmarschall. Als die Franzosen die Schwarzwaldlinie durchbrochen hatten, stieß Hermann Otto bei ihrer Verfolgung unerwartet bei Höchstädt auf eine französische Truppenkonzentration. In Verkennung ihrer Stärke wurde Hermann Otto nur durch die Tapferkeit der Brandenburger unter dem Fürsten Leopold von Anhalt-Dessau vor einer totalen Katastrophe bewahrt. Entscheidend beeinflussen konnte dieser Rückschlag aber nicht. Als beim Feldzug in Schwaben sich die Armee des Prinzen Eugen mit der des Herzogs von Marlborough vereinigen wollte, stellten sich diesem Vorhaben auf dem Schellenberg bei Donauwörth verschanzte Bayern entgegen. Beim Angriff auf dieses Bollwerk erlitt Hermann Otto am 2. Juli 1704 eine tödliche Verwundung und starb wenige Tage später in Donauwörth.

Otto Ernst Leopold Graf zu Limburg-Styrum (1688-1754)

Im Alter von 18 Jahren bemühte sich Otto Ernst im Jahre 1706 um eine Stelle im Militärdienst. Im Jahre 1716 erhielt er sein Patent als Obristleutnant im kaiserlichen Kürassierregiment Montecuccoli und wurde 1725 zum Obristwachtmeister befördert. Das Regiment, das an den Grafen Podstatzky überging, war durchweg in Ungarn stationiert, wo unter anderem im Jahre 1729 der Einfall der Tataren nach Siebenbürgen abzuwehren war. Nach der Beförderung zum General im Jahre 1730 wurde Otto Ernst im Jahre 1732 Kaiserlicher und Königlicher Rat. Schließlich wurden seine Dienste im Jahre 1734 mit dem Rang eines Feldmarschalls belohnt. Gleichzeitig war er Obrist eines Dragonerregiments, der im Polnischen Erbfolgekrieg im Jahre 1734 Kommandant der Rheinarmee (Heilbronn) wurde. Im Jahre 1738 beförderte ihn schließlich der Kaiser den nunmehrigen General der Kavallerie zum Kommandanten der Stadt und Festung Budapest, wo er im Jahre 1754 auch starb.

Friedrich Karl Graf zu Limburg-Styrum (1710-1771)

Wie Vater und Großvater wandte sich auch Friedrich Karl dem Militärberuf zu, ohne auch nur annähernd deren Erfolge zu erreichen. Er wurde Rittmeister im Kürassierregiment des Fürsten Caraffa, Kaiserlicher Kämmerer und Generaladjutant. Weniger durch militärische Leistungen als vielmehr als Glücksritter und Lotteriespieler ist er hervorgetreten. Da er wie sein Bruder August Philipp Carl, der Bischof in Speyer war, keine Nachkommen hatte, wurden sie von den Vettern in Illereichen beerbt, die ihren Hauptbesitz in Simonthurn in Ungarn hatten und Gemen damit zum Nebengut machten.

Umfang : 40.000 Akten (ca. 2750 Kartons), Findbücher U 132.



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