Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.2. Fürstbistum Paderborn
1.2.2.3. Stifte und Klöster
Kloster Hardehausen
Kloster Hardehausen / Urkunden
B 604u, Kloster Hardehausen - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 604u

Name : Kloster Hardehausen

Beschreibung :

Einleitung :

Zum GeleitHardehausen hat viele Gesichter - in der Vergangenheit und in der Gegenwart: Reizvoller Talgrund am südlichen Ausläufer der Egge, Tafelgut der Paderborner Bischöfe, Zisterzienserabtei durch nahezu sieben Jahrhunderte, Preußisches Domänengut, Heil- und Erziehungsanstalt, wenn auch nur kurz bis zum Kriegsende nationalsozialistische Erziehungsanstalt Napola, gleich nach dem unseligen Zweiten Weltkrieg Erzbischöfliches Jugendhaus und kurz darauf zusätzlich Landvolkshochschule als Erwachsenenbildungsstätte. Jedem kommen aufgrund eigener Erfahrungen und unterschiedlicher Begegnungen verschiedenste Bilder und Erinnerungen.Im Grenzbereich der ehemaligen Territorien Kurkölnisches Herzogtum Westfalen, Fürstentum (Hochstift) Paderborn und Grafschaft Waldeck nimmt Hardehausen eine wichtige Stellung ein. Umso schmerzlicher war es, daß der umfangreiche Urkundenbestand bislang nicht aufbereitet einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung stand.Diese Lücke wird mit dem vorliegenden Urkundenbuch geschlossen.Dank sei dem Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster gesagt, das dieses Vorhaben hilfreich unterstützt hat. Insbesondere danke ich Herrn Oberstaatsarchivrat Dr. Helmut Müller. Er hat in präziser Arbeit den gesamten Urkundenbestand erschlossen. Zuvor hat er die Urkunden der Klöster Bredelar und Dalheim und der Propstei Marsberg vorgelegt. Zu Recht gilt er als profunder Kenner der Urkundenlage dieses Raumes.Dankbar erwähnt sei auch die Historische Kommission für Westfalen, die diese Publikation in die Reihe ihrer Veröffentlichungen als Band 9 aufgenommen hat.Damit dieses Werk zu einem vertretbaren Preis erworben werden kann, bemühte sich die Landvolkshochschule Hardehausen um Fördermittel. Für großzügige Unterstützung ist dem Erzbistum Paderborn, dem Kreis Höxter, der Stadt Warburg, der Volksbank Paderborn, der Stiftung der Sparkasse Paderborn und der Bank für Kirche und Caritas zu danken.Wir dürfen sicher sein, daß dieser Band eine große Resonanz findet und zur weiteren Erforschung der Zisterzienserabtei und ihrer Wirkungsgeschichte in der näheren und weiteren Umgebung dienen wird.Msgr. Dr. Konrad SchmidtKath. Landvolkshochschule "Anton Heinen" HardehausenVorwortEine Beschäftigung mit der Geschichte ist ohne Kenntnis der Quellen nicht möglich. Diese liegen üblicherweise - soweit es sich um Schriftquellen handelt und sie die Zeitläufte überstanden haben - in Archiven und sind häufig nicht im besten Zustand. Folge dieses Umstandes ist, daß sie Interessenten und Forschung oft nur schwer zugänglich sind. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde deswegen systematisch mit der Edition mittelalterlicher Urkunden begonnen. Seit ihrer Gründung am Ende des 19. Jahrhunderts verfolgt die Historische Kommission für Westfalen als eines ihrer Ziele die Publizierung archivalischer Quellen. Für die Zeit bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts ist eine Edition aller bekannter Archivalien möglich. Für die Zeit danach jedoch ist ein solches Projekt völlig undenkbar: Die Schriftlichkeit nahm seit dem Ende des 13. Jahrhunderts rapide zu, da das Bedürfnis nach schriftlicher Fixierung von Ereignissen enorm wuchs. Eine der Möglichkeiten, die zahlreicher werdenden Schriftquellen dennoch zugänglich zu machen, ist die Herausgabe von Fonds-Editionen. Solche Bestände veröffentlicht die Kommission in einer eigenen Reihe, die parallel zum Westfälischen Urkundenbuch erscheint. Als neunter Band dieser Reihe liegen nun die Urkunden des ehemaligen Klosters Hardehausen vor.Hardehausen war eines der großen und bedeutenden Zisterzienserklöster Westfalens und das wichtigste im Bistum Paderborn, wo es der größte geistliche Grundherr war. Von Hardehausen aus wurde das andere bedeutende Zisterzienserkloster des Paderborner Bistums - Bredelar - gegründet. Auch war der Abt von Hardehausen Visitator der Zisterzienserinnenklöster Brenkhausen und Wormeln und Reformator von Holthausen, auch sie im Bistum Paderborn gelegen.Der Überlieferte Urkundenbestand zählt zu den reichsten Westfalens. Seine Edition bedeutet für die regionale, aber auch für die überregionale Forschung einen großen Fortschritt. Die zügige Erschließung der alten Klosterlandschaft des südostwestfälischen Raumes ist mit diesem Band einen erheblichen Schritt weitergekommen, nachdem bereits die Urkundenbücher für die Stifte bzw. Klöster Meschede, Oelinghausen, Bredelar, Dalheim sowie für die Propstei Marsberg und - außerhalb der Kommissionsreihe - für die Klöster Drolshagen und Grafschaft vorgelegt worden sind.Dieses von einem Kommissionsmitglied erarbeitete Projekt der Historischen Kommission für Westfalen konnte zum jetzigen Zeitpunkt nur verwirklicht werden, da die Finanzierung der Buchpublikation von der Landvolkshochschule Hardehausen übernommen worden ist. Ihr und ihrem Leiter Msgr. Dr. Konrad Schmidt gebührt der Dank der Historischen Kommission für diese großzügige Unterstützung.Münster, im Juli 2002Prof. Dr. Peter Johanek1. Vorsitzender der Historischen Kommission für WestfalenEinführung1. Geschichtlicher AbrißHardehausen, 12 km nordwestlich von Warburg (Kr. Höxter) entfernt, heute ein Ortsteil der Stadt Warburg, läßt sich schon geraume Zeit vor Errichtung eines Zisterzienserklosters als Wohnplatz oder Gut nachweisen und gehörte zum umfangreichen Besitz des Grafen Dodiko von Warburg, der im Jahre 1020 kinderlos verstarb1. Die Grafschaft Dodikos war ein Reichslehen und fiel somit an das Reich zurück. Heinrich II. übertrug die Grafschaft dem Paderborner Bischof2, der seinerseits aus diesem Reichslehen Herswithehusen mit drei Wirtschaftshöfen (tres vorwerc) Asseln, Billinghausen und Denkhausen im Jahre 1036 dem eben gegründeten Stift St. Peter und Andreas (Busdorfstift) in Paderborn neben vielen anderen Besitzungen als Dotalgut schenkte3. Bis zur Gründung des Klosters Hardehausen - der Paderborner Chronist Nikolaus Schaten setzt sie in das Jahr 1140 und nimmt dabei wohl Bezug auf eine heute nur noch abschriftlich vorhandene Quelle4 - haben sich keine weiteren frühen Nachrichten erhalten. Die Gründung des Klosters erfolgte durch den Paderborner Bischof Bernhard I. aus dem Edelgeschlecht von Oesede, der Zisterziensermönche aus Kamp (Altenkamp) am Niederrhein, dem ersten Zisterzienserkloster auf deutschem Boden, in das Osningtal berief. Bernhard von Oesede ist es auch gewesen, der das neue Kloster mit reichem Besitz ausgestattet hat. Als er 1160 verstarb, wurde er auf eigenen Wunsch im Chor der Kirche vor dem Hochaltar beigesetzt5.Eine Gründungsurkunde existiert nicht, aber der Text einer Urkunde von 1155, mittels der Bischof Bernhard seine neue Gründung (novelle plantationi) mit überaus reichem Eigenbesitz ausstattet, macht deutlich, daß Hardehausen als Kloster bereits bestanden hat. Der Gründerbischof sagt nämlich in der Urkunde ausdrücklich, er habe die Fundamente des Klosters namens Hardehausen (cenobii..., quod Hersuithehusen dicitur, fundamenta iecisse) gelegt und dort die Ordensgewohnheit und -regel der Zisterziensermönche aus Kamp (inibi conversationem et ordinem Cisterciensium monachorum, quos de Campo...loco accipere meruimus,...instituisse) eingeführt6. Papst Hadrian IV. unterstellte auf Bitten des Bischofs, der, wie es in der entsprechenden Urkunde heißt, die Kirche mit eigenen Mitteln (ecclesiam...sumptibus suis) errichtet hatte, das Kloster und seinen Abt Volbert dem Schutz des römischen Stuhls7. Auch der Kaiser, Friedrich I., bestätigte die Gründung Bischof Bernhards und unterstellte sie seinem Schutz8. Der Bischof und das Domkapitel hatten den Mönchen in Hardehausen (Christi pauperibus in Hersvithehusen) schon zwei Jahre zuvor Besitz übertragen9, und Herzog Heinrich der Löwe, bei Scherfede reich begütert, ließ sich herbei, zu Gunsten des Klosters mit Volkwin von Schwalenberg Besitz zu tauschen10 und selbst einen Hof zu schenken11. Hardehausen war die sechste Tochtergründung des Klosters Kamp, aber die erste Niederlassung der grauen Mönche in den westfälischen Territorien12. Das neue Kloster wurde zwar in einem abgelegenen Waldtal errichtet, wie es zisterziensischem Geist entsprach, aber es lag doch nicht unweit des Schnittpunktes zweier alter und bedeutender Verkehrsadern und im Grenzbereich der Hoheitsgebiete Fürstbistum Paderborn, Herzogtum Westfalen und Erzbistum Mainz mit den zugehörigen Regionalgewalten Waldeck, Hessen, Lippe, Büren, Schwalenberg und Everstein.In die Hardehauser Grundausstattung sind zweifellos auch Corveyer Besitztitel eingeflossen. Dies läßt sich etwa am Beispiel des Ortes Scherfede nachweisen, der um 825 und um 850 in den Corveyer Traditionen13 wie dreihundert Jahre später im Besitzverzeichnis des Abtes Erkenbert (zw. 1107 und 1128)14 erscheint. Die 822 gegründete Weserabtei verfügte Über einen ausgedehnten Besitz vor allem im Diemelraum und im angrenzenden Waldeck. Hardehausen trat mit gezielter Erwerbspolitik, gefördert durch die Paderborner Bischöfe Bernhard I., Evergis und Siegfried, in den überaus reichen Grundbesitz Corveys ein, kaufte die Weserabtei nach und nach geradezu aus. Hinzu kamen Besitztitel aus den Klöstern und Stiften Busdorf in Paderborn, Böddeken und Willebadessen und Erwerb von den Grafen von Everstein, Schwalenberg und Waldeck sowie von den Edelherren von Büren und Schöneberg. Der Grundbesitz des Klosters reichte gegen Ende der Erwerbspolitik, um 1400, von Hameln und Lemgo im Norden bis Treysa und Schwalmstadt im Süden, von Büren und Salzkotten im Westen bis Hofgeismar im Osten und Melsungen im Südosten. Weser und Fulda bildeten in etwa die Ostgrenze. Streubesitz lag außerdem weit im Norden, in Löningen im heutigen Landkreis Cloppenburg, Weingüter wurden am Rhein, an der Mosel und bei Fritzlar bewirtschaftet. Der Streubesitz und die Weingüter stammten allesamt aus Corveyer Besitz. Hardehausen war bestrebt, Verwaltungszentren in Gestalt von Wirtschaftshöfen in den Städten des Umlandes zu errichten wie auch bereits erworbenen, noch verstreuten Besitz auf dem Lande in Grangien, großen Wirtschaftskomplexen, zu konzentrieren. Das Kloster entwickelte sich im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts zur größten geistlichen Grundherrschaft im Fürstbistum Paderborn. Im Jahre 1434 bezeichnete das Paderborner Domkapitel das Kloster als das berühmteste und blühendste unter den Zisterzienserklöstern des Bistums, das über zahlreiche Mönche und Konversen verfüge15. Ein gewisser wirtschaftlicher Einbruch, wie er den meisten Stiften und Klöstern des Fürstbistums durch häufige Fehden der kleineren Landesherrn und des landsässigen Adels, aber auch infolge von Mißernten, Hungersnöten und grassierenden Seuchen widerfahren ist, läßt sich auch in Hardehausen beobachten, obgleich er das Kloster nicht grundlegend getroffen hat. Es scheint doch eher eine Vorsichtsmaßnahme und das Gebot der Stunde gewesen zu sein, wenn es im Jahre 1349 angesichts der allgemein schwierigen Lage im Lande und aufgrund der von den Wirtschaftshöfen herrührenden Schulden die Zahl der Mönche auf vierzig, die der Konversen auf dreihundert und die der Pfründner im Hospital auf sechs festlegte und so eine Stabilisierung des Vermögens erreichte16. Gleichzeitig erwarb Hardehausen neuen Besitz vom Paderborner Bischof, von Corvey, von Helmarshausen, vom Landadel und von Bürgern und setzte diese Erwerbspolitik bis um die Mitte des 15. Jahrhunderts fort. Das Kloster verlieh auch Geld, so etwa 141317 an den Paderborner Bischof, 142818 an Kloster Willebadessen und in den dreißiger und vierziger Jahren mehrfach an Städte, einzelne Bürger und Landadelige. Einige adlige und bürgerliche Familien standen beim Kloster in hohen Schulden und mußten Besitz verpfänden, so etwa die Spiegel zum Desenberg, die Brobeck und die Papenheim. Nur einmal wird bezeugt, daß Hardehausen selbst Schuldner war: 1441 beim Kloster Marienmünster19. Seit den späten fünfziger Jahren aber scheinen, wie überall, so auch in Hardehausen hier und da finanzielle Schwierigkeiten eingetreten zu sein. 1458 verpfändete das Kloster Landbesitz und anderen Besitz20, 1461 erließ Kloster Helmarshausen Hardehausen eine Rentenzahlung auf mehrere Jahre21, 1481 der Paderborner Bischof dem Kloster auf dringende Bitten hin weitere, schon lange ausgebliebene Geldzahlungen, um es, wie verlautet, in seiner großen Bedrängnis und üblen Lage nicht noch mehr zu beschweren22. Es ist dieselbe Zeit, in der auch die Propstei Marsberg regelrecht in Armut geraten war23. 1498 lieh das Kloster beim Amtmann von Kogelnberg 100 Gulden24, 1512 schuldete es einem Fritzlarer Bürger 340 Gulden25. Andererseits legte es aber auch Geld an, so 1000 Gulden bei der Stadt Göttingen26.In Zeiten der Fehden ließ Hardehausen mit Hilfe des Kölner Erzbischofs als Verwalter des Stifts Paderborn im Jahre 1427 das Dorf Nörde27, 1428 Erkeln28 und 1429/30 Scherfede29 befestigen und eine Landwehr errichten, um damit schwerpunktmäßig seinen Besitz und den des Bistums wirksamer schützen zu können. In die Landwehr waren außer Hardehausen Willebadessen, Peckelsheim, Großeneder, Lütgeneder, Eissen, Hohenwepel, Dössel, Menne, Ossendorf, Nörde, Rimbeck, Scherfede, Bonenburg und Löwen einbezogen. Gleichzeitig verordneten Paderborn und Hardehausen ihren Dörfern sogenannte Dorfordnungen, in denen unter anderem die Anlage und die Unterhaltung solcher Befestigungen vorgeschrieben werden. Eine solche Dorfordnung hat sich für das von Hardehausen bewirtschaftete Rimbeck erhalten30. Ferner hatte das Kloster 1430 vom Kölner Erzbischof das weltliche Gericht in Scherfede erworben, wo es seit alters das Kollationsrecht der Kirche besaß.Hardehauser Tochtergründungen waren Marienfeld (Stadt Harsewinkel, Kr. Gütersloh) 118531, Bredelar (Stadt Marsberg, Hochsauerlandkr.) 119632 und Marienfließ-Scharnebeck (Lkr. Lüneburg) 124433. 1407 trat Kloster Riddagshausen als Mutterkloster Hardehausen das Visitationsrecht und alle anderen Rechte über das desolate Kloster Walshausen (heute Wilhelmshausen, Gem. Fuldatal, Lkr. Kassel) ab34. Hardehausen war fortan bemüht, das durch Raub, Brand und Schulden völlig heruntergewirtschaftete Kloster wieder in einen besseren Stand zu versetzen. 1415 bestimmte Hardehausen seinen Subprior zum Prior von Walshausen35, und 1428, als Hardehausen dort einen neuen Prior einsetzte und den wirtschaftlichen Stand feststellen ließ, waren außer dem Prior immerhin schon wieder acht Mönche vor Ort36. Abt Hermann von Hardehausen, der weit über dreißig Jahre bis 1431 im Amt gewesen ist und das Kloster in jenen Zeiten allgemeiner wirtschaftlicher Schwierigkeiten geleitet hat, muß ein geschickter Wirtschafter und Organisator gewesen sein.Hardehausen fungierte in den Zisterzienserinnenklöstern Brenkhausen37 und Wormeln38 und zeitweilig neben Bredelar und Marienfeld auch in Holthausen (Stadt Büren, Kr. Paderborn) und in Loccum (Stadt Rehburg-Loccum, Lkr. Nienburg) als Visitator39. Unter Abt Johannes Brand scheint es in den vierziger Jahren des 16. Jahrhunderts zu nicht näher bekannten, offenbar geistlichen und religiösen Auseinandersetzungen gekommen zu sein, die den Abt bewogen haben, sein Amt freiwillig niederzulegen und sich auf den klösterlichen Hof in Borgentreich zurückzuziehen40. Schon 1533 war es unter Mitbrüdern zu Auseinandersetzungen gekommen, weshalb der Abt von Kamp eine Visitation ankündigte und Abt und Mitbrüder zur Eintracht und Einhaltung der Ordensregel ermahnte41. Brands Nachfolger, Martin Thonemann, scheint darum bemüht gewesen zu sein, eine geistliche Erneuerung wie auch wirtschaftliche Besserung herbeizuführen. Am 8. September 1548, bald nach abgehaltenem Augsburger Reichstag, lud Bischof Rembert von Kerssenbrock, der als streng katholischer Landesherr galt, auch Abt Martin zu einer Synode in den Paderborner Dom ein, um die Beschlüsse des Reichstages, das sogenannte Interim, kraft kaiserlichen Befehls sogleich umzusetzen42. Offenbar ganz im Fahrwasser des Bischofs spricht der Abt in einer Urkunde von 1551 die "Zeremonie des Messelesens" an, die weiterhin geübt werden möge, solange sie "noch in diesem Lande bleiben werde"43. Abt Martin hat jedoch nicht unumstritten gewirkt. 1562 standen Prior und Konvent gegen ihn und seinen Hofmeister und beschwerten sich beim Bischof über Mißwirtschaft und Eigennützigkeit zumal bei der Unterhaltung und beim Bau klösterlicher Gebäude sowie über die weltliche Hofhaltung des geistlichen Hofmeisters und dessen "unzüchtiges Weibstier"44. Unter Thonemanns Nachfolger Johannes Focke geriet das Kloster wieder in wirtschaftliche Bedrängnis. 1574 läßt der Abt anläßlich eines Verkaufs, der getätigt wurde, weiterem Schaden vorzubeugen, die schlimme Lage des Klosters durchblicken45. 1588 verkaufte das Kloster aus "notdürftiger Ablegung etlicher Schulden" Pachteinnahmen46.Es ist die Zeit der konfessionellen Auseinandersetzungen im Zeichen der Gegenreformation, die Zeit auch des Kölner Krieges und des Spanisch-Niederländischen Krieges, der die westfälischen Territorien auf Jahrzehnte ins Unglück stürzen sollte. Vor diesem Hintergrund ist die Klage Scherfeder Untertanen des Klosters im Jahre 1595 zu verstehen, sie seien von Staatischem Kriegsvolk überfallen und ihrer Pferde beraubt worden47. Schon Ende 1590 waren die Staatischen in das Bistum eingefallen und hatten unter anderem das nahegelegene Amt Wewelsburg geplündert. Um etwa die gleiche Zeit brach bei und in Hardehausen wie auch in Paderborn und offenbar im ganzen Bistum die Pest aus und beschwerte obendrein Land und Leute48. Ende 1598 fielen die Spanier ins Bistum ein, wenig später folgten hessische Truppen49.Im Fürstbistum Paderborn hatte 1585 der bisherige Dompropst Dietrich von Fürstenberg das Regiment angetreten, ein Mann, der als unbeirrbarer Verfechter des Katholizismus galt, nachdem seine Vorgänger, Johann von Hoya, Salentin von Isenburg und Heinrich von Sachsen-Lauenburg, die Konfessionsfrage weitgehend unberührt gelassen, jedenfalls nichts getan hatten, dem angeschlagenen Katholizismus wieder auf die Beine zu helfen.Der Dreißigjährige Krieg hat auch Hardehausen zu schaffen gemacht und zeitweilig in den Ruin getrieben. 1632 etwa mußte das Kloster Einkünfte verkaufen, um mit der hohen Summe von 600 Talern Kontributionen bezahlen zu können50. Wenig später sank die Zahl der Mönche auf den niedrigsten Stand der Klostergeschichte. Nur noch acht Mönche befanden sich im Kloster. Abt Stephan Overgaer (1675-1713) gelang erst lange nach Beendigung des großen Krieges eine Konsolidierung der wirtschaftlichen Lage. Ihm ist im wesentlichen auch der Wiederaufbau einzelner Gebäude und der barocke Ausbau der Klosteranlage zu verdanken. Als 1713 der Subprior Laurentius Kremper zum Abt gewählt wurde, zählte der Konvent 21 Professen51, 1803, kurz vor der Aufhebung 2552. Die Aufhebung wurde am 29. Januar 1803 ausgesprochen, aber erst am 8. Februar förmlich vollzogen53. Zu dieser Zeit betrugen die Einkünfte und Aktiv-Kapitalien Über 50000 Rtlr. Das Kloster verfügte zudem über annähernd 1400 Hand- und Spanndienste und über einen großen Viehbestand54. Die nach Hirsauer Vorbild errichtete Kirche wurde 1812 bis auf Teile der Südwand und einen Rundturm abgerissen, nur das Beinhaus nördlich der Kirche aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts blieb erhalten. Wie wenig Gnade die Kirche bei der Aufhebungskommission fand, ist einem Bericht der Zivilkommission Paderborn vom 18. Januar 1803 nach Berlin bzw. Hildesheim zu entnehmen. Da heißt es: "Die Kirche ist blos zum Chor bestimmt und kann ganz eingehen, indem die künftig zur Wirthschaft nöthigen Personen in der eine halbe Stunde entfernten Stadt Kleinenberg den Gottesdienst anhören können"55.2. Zur Überlieferung des Hardehauser ArchivsDer Urkundenbestand des Klosters kann nach dem des Klosters Abdinghof in Paderborn als der am besten und dichtesten überlieferte des Fürstbistums Paderborn gelten. Er umfaßt 1066 Ausfertigungen. Nur wenige Zweitausfertigungen, die nicht mehr im Bestand liegen, sind in anderen Archiven und in der kopialen Überlieferung zu suchen. Einige Jahrgänge, zumal des 13. und 14. Jahrhunderts, sind besonders stark besetzt. Dem 12. Jahrhundert gehören vier Ausfertigungen, dem 13. Jahrhundert 350, dem 14. Jahrhundert 320, dem 15. Jahrhundert 241, dem 16. Jahrhundert 101, dem 17. Jahrhundert 37 und dem 18. Jahrhundert 13 an.Dagegen ist der Hardehauser Aktenbestand wie die meisten Aktenbestände der Stifte und Klöster des Fürstbistums Paderborn mit nur 110 Akten ein Torso zu nennen.Allerdings hat der Hardehauser Urkundenbestand schwer gelitten. Infolge schlechter Lagerung sind sehr viele Urkunden verschimmelt, von Mäusen zerfressen und obendrein noch von Fliegen stark beschmutzt worden. Ein Großteil der Siegel ist abgefallen, zerbrochen oder überhaupt nicht mehr vorhanden. Die schlimmsten Schäden sind offenbar erst um oder kurz nach 1800 entstanden. Dies legt die rückseitige Beschriftung von einer registrierenden Hand des späten 18. Jahrhunderts nahe, die noch 1786 (Urkunde 890) oder sogar 1789 (Urkunde 891) zu beobachten ist. Vermutlich sind die Schäden im Zusammenhang mit der Aufhebung des Klosters und danach einsetzender unsachgemäßer Lagerung zu sehen. Weitere Schäden sind noch im Laufe des 19. Jahrhunderts eingetreten, indem Archivare schwer lesbare Stellen, manchmal ganze Texte mit Gallapfeltinktur und auch mit Chemikalien behandelt haben, um sie besser lesbar zu machen. Schlimme Beispiele sind etwa die Urkunden 182 und 183a. Solche Praktiken haben bewirkt, daß diese Urkunden heute fast gar nicht mehr lesbar sind. Ganz übel ist die Urkunde 737 von 1450 August 10 zugerichtet, die in vier Teile zerrissen, zerschnitten und von Mäusen zerfressen war, wodurch etwa ein Drittel des Textes verlorengegangen ist.Das Hardehauser Archiv scheint mehrmals ausgelagert worden zu sein, aber nur einmal, 1556, spricht Abt Martin davon, man habe die Urkunden wegen der gefährlichen Zeiten in Sicherheit gebracht56, wohin, wird leider nicht gesagt.Die Kommissare der preußischen Aufhebungskommisson fanden das Archiv des Klosters nach einem Bericht vom 25. August 1802 in drei versiegelten Schränken vor. Es war durch "ein sehr gutes Repartorium...mit dem Rubro Directorium Documentorium in Capsis et Cistis Depositorum indpit a pag. 1 cum indice ab innuctio" und Directorium litterarum in Loculis Depositarum incipit a pag. 459 cum indice in fini libri "in folio gebunden" erschlossen. Das "ziemlich beträchtliche Archiv" betreffe, so die Kommissare, "im allgemeinen die Fundation des Klosters, die successive Erwerbung von Grundstücken und Gerechtsame(n) desselben und die von demselben geführten Rechtsstreite"57.Der Abt übergab das Archiv des Klosters am 13. Februar 1803. Es war "eingepackt" und sollte "zur Absendung bereit gehalten" werden58. Über den Inhalt verlautet nichts.Die Verwaltung des Klosters wurde dem Hofkammerrat Friedrich Wahnschaffe in Peckelsheim unterstellt, der die dortige Rezeptur betreute und die Hardehauser Archivalien nach Peckelsheim überführen ließ59.Die Mindener Regierung begann erst 1818 "dem Schicksal des so wichtigen und an schätzbaren Urkunden so reichen ehemaligen Hardehäuser Klosterarchivs nachzuspüren". Regierungsbeamte hatten "in den Aufhebungs-Acten des Klosters nur die Notiz gefunden, daß man das Archiv damals nach Paderborn transportirt" hatte, wo "es indessen als eigenes Ganzes eben so wenig mehr" existierte, "als es bis jetzt uns genügend nachgewiesen werden konnte, wohin es von dort gekommen sey".Bald nach der Aufhebung, so kann man 1820 rekonstruierend fesststellen, ist das Hardehauser Archiv offenbar zunächst nach Paderborn überführt, von dort aber nicht viel später wiederum nach Hardehausen zurückgebracht worden, auf wessen Veranlassung und aus welchem Grund, blieb ungeklärt.Nach Auskunft des Bürgermeisters Anton Ullrich in Borgentreich war die Rezeptur Hardehausen im Dezember 1811 den französischen Machthabern übergeben worden. Bei dieser Gelegenheit "fanden sich auf dem Receptur-Boden zu Peckelsheim eine Menge alter Papiere und Briefschaften ganz zerstreut durcheinander liegen", die man für das ehemalige Hardehauser Archiv hielt. Diese Archivalien blieben auf dem Peckelsheimer Rezepturboden so liegen, wie man sie vorgefunden hatte, bis endlich von der Domänendirektion in Kassel die Anweisung kam, sie "bis zur fernern Disposition in Säcke" zu packen und diese in einem Bodenwinkel abzulegen60.Die preußische Regierung in Minden war sichtlich bemüht, die verstreuten Reste des Hardehauser Archivs aufzuspüren, und wies den Paderborner Landrat von Elverfeldt an, die Sache "sorgfältig zu verfolgen". Sie stellte fest, daß, "je schätzbarer nun der Inhalt dieser nur durch einen glücklichen Zufall noch dem gänzlichen Verderben entrissenen Fragmente eines wichtigen Kloster-Archivs" sich darstelle, "desto bedauernswerther der Verlust seiner übrigen Bestandtheile" und "desto dringender" die Verpflichtung erscheine, "demselben wo irgend möglich auf die Spur zu kommen".1820 teilte die Mindener Regierung dem Land- und Stadtgerichts-Assessor Dr. Paul Wigand in Höxter, dem späteren Leiter des Archivdepots Höxter, mit, "in einem Bodenwinkel zu Hardehausen" hätten sich "drey Säcke mit alten Scripturen, deren Inhalt wir nicht kennen, die aber aus dem vormaligen Kloster-Archiv daselbst herstammen, vorgefunden". Sie bat Wigand als Sachverständigen, die Archivalien zu untersuchen und dabei festzustellen, ob "darunter irgend etwas Historisch-Interessantes befindlich" sei, und teilte zugleich mit, sie habe den Landrat angewiesen, diese Säcke zu versiegeln und an ihn kostenfrei abzusenden. Es dauerte jedoch über ein halbes Jahr, ehe dem Landrat "die rudera von dem Archive des ehemaligen Bernhardiner Klosters Hardehausen zugestellt" wurden, so daß er die "2 1/4 Sack versiegelt" an Wigand weiterleiten konnte. Wigand bestätigte der Mindener Regierung den Empfang der drei Säcke mit dem Bemerken, er habe sich "beim Ausschütten der fest gestampften Säcke" davon überzeugen können, "daß es wirklich die Überbleibsel des einst schönen, wohlgeordneten Hardehauser Archivs" seien. Er fährt in seinem Bericht fort: "Aber in welchem Zustande! Mit Spreu und Koth vermischt, verfault und von dem Ungeziefer zerschroten, die Pergamenen zwischen den Papier-Überbleibseln zusammengeknittert, die schönsten diplomata des 12. Jhdts in Stücke zerrissen, und alles in solchen Chaos, daß schon seit Jahren der Besen diese schätzbaren Überbleibsel der Urzeit aus einem Bodenwinkel in den anderen muß gefegt haben. Sichtlich haben diese Vandalen dem Archiv weder eine Repositur noch sonst ein(en) Behälter gegönnt, denn alle Stücke sind mit dem schlechtesten Kehricht vermengt, und Vieles ist bereits entwendet und verabfolgt, wie ich darüber sichere Spuren habe". Wigand ging daran, die Archivalien auseinanderzulegen und zu ordnen. Er suchte "die pergamenen Diplomata" heraus, reinigte sie "so viel wie möglich" und legte sie "in ihre alten Fugen" zusammen.Hardenberg ordnete mit einem Erlaß vom 8. November 1821 an, Wigand sollte "zuvörderst die Archive des Fürstenthums Corvey, von Herford, so wie die Stifts-Archive des sogenannten Oberwaldschen Districts mit Warburg, Dringenberg, Neuenheerse, Marienmünster, Herstelle etc.", darunter auch Hardehausen, bearbeiten und verzeichnen61. 1822 fragte der Paderborner Landrat beim Archivkommissar und Leiter des Archivdepots Paderborn, Domkapitular Liborius Meyer in Paderborn, an, ob ihm etwas über den Verbleib des Hardehauser Archivs oder doch wenigstens Über den Verbleib von Teilen des Archivs bekannt sei. Meyer glaubte dem Hörensagen nach zu wissen, daß das Archiv nach der Aufhebung des Klosters erst nach Warburg gekommen, dann aber, "vor wenigen Jahren vom dortigen Landrat in 8 Säcken an den Herrn Landgerichts-Assessor Wigand in Höxter abgeliefert worden sei". Dieser sei mit der "Registrierung" des Archivs beauftragt worden. 1837 lag zumindest der Urkundenbestand in Paderborn vor, und Meyer scheint damit befaßt gewesen zu sein, diesen oder Teile dieses zu verzeichnen. Der Aktenbestand wird jedoch davon getrennt gewesen sein, denn Meyer verwies noch 1841 auf eine entsprechende Anfrage der Mindener Regierung an den Domänenrat Mantell in Paderborn. Dieser ließ ausrichten, "Acten, Heberegister oder sonstige Papiere vom Kloster Hardehausen sind hier...nicht vorhanden", und die dort lagernden Urkunden des Hardehauser Archivs reichten nur bis 1489. Meyer gab der Regierung in Minden auf eine weitere Anfrage nach Hardehauser Archivalien 1839 die Auskunft, "vom Kloster Hardehausen sind mehrere bereits repertorisierte Urkunden auf Pergament noch hier, aber keine Acten"62.Wigand ordnete 1822 den ihm anvertrauten Urkundenbestand chronologisch und überreichte der Mindener Regierung zunächst eine entsprechende Übersicht. Er zählte damals 740 Pergamente, davon zwei aus dem 12., 289 aus dem 13., 245 aus dem 14., 124 aus dem 15., 55 aus dem 16., 24 aus dem 17. und eins aus dem 18. Jahrhundert. Ferner lagen ihm noch 24 Fragmente vor, die er offenbar nicht einordnen konnte63. Inzwischen verfügte Wigand auch Über Akten, denn er spricht davon, daß "die Papiere...durch Nässe und Ungeziefer weit mehr gelitten" hätten "als die Pergamene". Er habe sie trotzdem "in Convolute gelegt" und werde sie bald sorgfältig prüfen. Noch 1822 schickte die Regierung ihren Geheimen Archivrat Hoefer zu Wigand nach Höxter, um sich über die Fortschritte bei der Verzeichnung der ihm überwiesenen Archivalien von Corvey, Höxter, Hardehausen und Neuenheerse zu überzeugen. Hoefer konnte nur den immensen Fleiß des "mit gründlichen Kenntnissen in Geschichte und Diplomatie" ausgewiesenen Mann bestätigen, der die entsagungsvolle Archivarbeit neben seiner juristischen Tätigkeit "mit wahrhaft glühendem Eifer für das Fach" verrichtete64.1823 stellte die Mindener Regierung bedauernd fest, daß die "Nachforschungen wegen des Hardehäuser Archivs leider kein Resultat gehabt haben, welches zu der Hoffnung berechtigen könnte, davon noch ein Mehreres aufzufinden"65. Im folgenden Jahr konnte die Regierung dem Gerichtsassessor Wigand in Höxter indessen eine positive Nachricht übermitteln. "Unter dem Paderbornschen Landes- und Geheimen-Raths-Archive haben sich 8 Paquete Hardehäuser Sachen vorgefunden", die "theils grossere, theils kleine Hardehauser Urkunden und Archivalien" enthalten sollten und Domkapitular Meyer ihm zuzuschicken angewiesen war66. Mit Schreiben vom 1. Juli 1825 konnte Wigand der Regierung "das erste Heft des Urkunden-Repertorii der Archiv-Sammlung des ehemaligen Klosters Hardehausen" übersenden67. 1826 war das zweite Heft fertiggestellt, bis 1829 das siebte und letzte Heft. Diese sieben Hefte oder sieben Abteilungen des Urkundenrepertoriums liegen auch heute noch einzeln, aber auch in gebundener Form vor68. Die 1. Abteilung umfaßt die Urkunden des 12. Jahrhunderts bis 1263 (Nr. 1-100), die 2. Abteilung die Urkunden von 1263 bis 1295 (Nr. 101-200), die 3. Abteilung die Urkunden von 1290 bis 1310 (Nr. 201-300), die 4. Abteilung die Urkunden von 1310 bis 1339 (Nr. 301-400), die 5. Abteilung die Urkunden von 1339 bis 1402 (Nr. 401-500), die 6. Abteilung die Urkunden von 1403 bis 1489 (Nr. 501-600) und die siebte Abteilung die Urkunden von 1490 bis 1595 (Nr. 601-658). Alle Urkunden sind genauer beschrieben, manchmal werden sogar Siegelzeichnungen beigegeben. Heft 1 bis 6 werden durch ein Register erschlossen, Heft 7 ist unvollständig. Das gebundene Repertorium reicht überhaupt nur bis 1489 (Nr. 600). Auch dieses enthält hinter jeder Abteilung ein Register. Kein Geringerer als Oberpräsident Vincke lobte gegenüber der Mindener Regierung Wigands Arbeit, gab jedoch zu bedenken, ob nicht die Aufnahme solcher für den Fiskus "unnützer" Urkunden wie "Rentenbriefe nach 1500 usw." unterbleiben sollte. Vincke präzisierte seine Bedenken, indem er bemerkte, "daß Urkunden, die in keiner Rücksicht weder für Domanial-Interesse noch für die Diplomatik, Sprachforschung irgend ein Interesse haben, wie gemeine Rentverschreibungen, Meßstiftungen, Quittungen, nicht aufgenommen, sondern lieber unter einer passenden Aufschrift mit genereller Andeutung des Inhalts zusammengebunden verwahrt werden sollten"69.1829 verfügte Berlin die Überführung der bisher in Höxter befindlichen Corveyer und Hardehauser Archivalien nach Paderborn, da die vorgesehene Unterbringung in Münster noch nicht möglich war70. Das Archivdepot in Höxter wurde aber erst 1833 faktisch aufgelöst, das in Paderborn 184371. 1835 sandte die Mindener Regierung die ersten 600 Urkunden des Klosters Hardehausen, etwas später dann noch "eine Kiste voll ungeordneter Archiv-Papiere, ingleichen 216 Stück nicht verzeichneter Urkunden" des Klosters nach Münster in das Provinzialarchiv72. Damit war die Überführung des Hardehauser Archivs im wesentlichen abgeschlossen. Bei der Auflösung des Paderborner Depots fanden sich allerdings noch einige Hardehauser Urkunden im Wohn- oder Gartenhaus des Domkapitulars Meyer, wie Archivsekretär Heinrich Haarland nach Minden mitteilte, der mit der Abwicklung der noch in Paderborn verbliebenen Bestände beauftragt war73.Aus der ersten Zeit der Repertorisierung des Hardehauser Aktenbestandes liegt ein Verzeichnis vor, das 248 Nummern ausweist. Die darin aufgeführten, näher beschriebenen Akten reichen von 1416 bis 1815. Das Staatsarchiv wählte im Jahre 1880 aus diesen 69 Nummern aus, die übrigen wurden zur Kassation freigegeben74. Im selben Jahr überwies die Regierung Minden dem Staatsarchiv Münster 57 Akten des Klosters Hardehausen75.Das bisher gültige Urkundenrepertorium (A 276 I) ist von mehreren Archivaren bearbeitet worden. Am Anfang steht Ludwig Keller 1881, gefolgt von Friedrich Philippi 1883 und 1884. Martin Meyer setzte erst 1899 die Verzeichnung der Urkunden fort. Auf ihn folgten 1908-1910 Richard Wolff, 1912 Ewald Gutbier und schließlich 1913 Fritz Ginsberg. Es sind also mindestens sechs Bearbeiter festzustellen76.3. Kopiale Überlieferung und Überlieferung in anderen Archiven3.1 Staatsarchiv MünsterMsc. I 127Das dem Kloster Dalheim zugehörige Kopiar des 15. Jahrhunderts, durchweg auf Pergament geschrieben, enthält 208 Urkundenabschriften 1196 bis 1490, von denen sich einige auch auf Hardehausen beziehen77.Msc. I 242a/bDas Manuskript von der Hand des Nikolaus Schaten, verfertigt zwischen 1661 und 1663, enthält u. a. Urkundenkurzregesten für Kloster Hardehausen (S. 24ff). Es verweist mit seiner Numerierung auf entsprechende Urkundenabschriften Schatens im Liber Variorum 7 fol. 41ff der Theodoriana in Paderborn (= Fot. 3g im StA Münster) und wird der zugehörige Indexband gewesen sein.Msc. II 103Dieser Band der Kindlingerschen Sammlung enthält auch einige Kloster Hardehausen betreffende Urkundenabschriften von Händen des 16. und 17. Jahrhunderts. Es sind insgesamt 15 Urkunden von 1237 bis 1598.Msc. VII 4509aDer 15,5 zu 22 cm messende Manuskriptenband enthält von einer Hand um 1512 20 Urkundenabschriften von 1215 bis 1512 auf Papier (Wasserzeichen Ochsenkopf mit Kreuzstab), das von Mäusen stark zerfressen und teilweise verstümmelt, inzwischen restauriert ist. Von den 34 Seiten sind 28 beschrieben. Der abgelöste, mit Neumen und liturgischen Texten versehene alte Pergamentumschlag, wohl aus einem Missale der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts bis 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts, ist von einer Hand des beginnenden 16. Jahrhunderts beschriftet Privilegia in Fritzlaria. Es ist naheliegend, daß dieses einzelne 29 zu 44 cm messende Pergamentblatt mit dem Beginn der Schöpfungsgeschichte (Genesis 1,6ff) "In principio Deus creavit celum et terram" aus Hardehausen stammt78. Diese Urkundenabschriften enthalten allerdings nicht nur Fritzlarer Betreffe.Msc. VII 4509bHinter dieser Manuskriptbezeichnung verbirgt sich ein schmales Konvolut von 35 Urkundenabschriften verschiedener Hände des 15. bis 17. Jahrhunderts auf Foliopapieren, die teilweise erheblich beschädigt sind und daher Textlücken aufweisen. Die Urkunden reichen von 1216/28 bis 1433.Msc. VII 4509cDas 8 zu 22 cm messende Papierbändchen (Wasserzeichen F) enthält, von einer Hand der Mitte des 16. Jahrhunderts geschrieben, lediglich 5 Urkundenauszüge 1444 bis 1471, die Fritzlarer Besitz betreffen. Auch dieser fragmentarische, 20 zu 30 cm messende, wohl dem 14. Jahrhundert angehörende Pergamentumschlag wird einem in Hardehausen benutzten Missale entstammen.Msc. VII 4509dBei diesem Manuskript handelt es sich um eine Sammlung von Urkundenabschriften verschiedener Hände des 15. und 16. Jahrhunderts auf 34 Papierblättern unterschiedlicher Formate, die alle Hardehausen betreffen. Beigefügt ist ein Heberegister um 1450. Einige der losen Einzelstücke sind stark beschädigt. Die Urkundenabschriften reichen von 1312 bis 1507.Hardehausen Akten 65Die Akte enthält 10 Urkundenabschriften zur Besitzgeschichte der Saline in Salzkotten für die Zeit 1160 bis 1686 von Händen des 16. und 17. Jahrhunderts.Corvey Akten 407Die Akte enthält zwischen Corvey und Hardehausen um Wiedereinlösung vesetzter Güter geführte Prozesse für die Zeit 1568 bis 1700 mit Urkundenabschriften 1246 bis 1263.Corvey Akten 1442 (früher Msc. I 136)Es handelt sich um das dritte Kopialbuch der Abtei Corvey verschiedener Hände des 16. und 17. Jahrhunderts in Folio mit 692 beschriebenen Seiten, das Urkundenabschriften 1237 bis 1622 enthält, darunter auch nicht wenige auf Hardehausen bezügliche.Corvey Akten 1976 (früher Corvey Lehen 558,1)Die Akte enthält Prozesse der Corveyer Lehnkammer mit Kloster Hardehausen und anderen Inhabern der von Papenheimschen Lehen 1573 bis 1721 mit Urkundenabschriften 1230 bis 1527.Corvey Akten 1977 (früher Corvey Lehen 558,4)Die Akte enthält Streitigkeiten der Corveyer Lehnkammer mit Kloster Hardehausen wegen des von Papenheimschen Zehnten in Rimbeck 1702 bis 1710 mit Urkundenabschriften 1450 bis 1699.3.2 Hessisches Staatsarchiv Marburg1.) Einzelne Urkunden verschiedener Urkundenbestände, vor allem im Bestand V: Fremde Klöster.2.) Sammlung Raspe.Sie besteht aus Urkundenabschriften verschiedener Hände des 17. bis 19. Jahrhunderts. Die Hardehausen betreffenden Abschriften sind Hardehauser Urkundenausfertigungen, dem Liber Variorum 7 des Studienfonds Paderborn und dem Codex 113 (Raspe: "Codex membranaceus") des Altertumsvereins Paderborn entnommen. Bernhard Christian von Spilcker verweist in seiner "Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besizungen", Arolsen 1833, S. II auf die damals in Kassel befindliche "reichhaltige Sammlung von Urkunden, welche Raspe auf Befehl des Landgrafen Friedrich II. in Paderbornschen Klöstern 1773 abschrieb...". Einige Urkunden, die Raspe im Original vorgelegen haben, sind heute nicht mehr auffindbar, so etwa die Urkunde Papst Clemens VI. von 1344 November 17.3.3 Paderborn, Erzbischöflich-Akademische Bibliothek (Theodoriana)Altertumsverein Paderborn Codex 113 (= StA Münster Fot. 45)Kopiar des Klosters Hardehausen, Papierband der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, 77 Blatt mit Urkundenabschriften 1338 bis 1458, die ersten und letzten Blätter zum Teil stark fragmentarisch, zahlreiche Abschriften kanzelliert.Altertumsverein Paderborn Acta 900cDie Akte enthält auf 9 Blättern 23 Urkundenabschriften 1352 bis 1496 derselben Hand auf Papier, eine einzige Abschrift ausgenommen, und 2 Pergamentausfertigungen von 1458 März 12 und 1491 Juli 26, die, zusammengeheftet, als Umschlag dieses Hardehauser Kopiars benutzt wurden. Beide sind im 19. Jahrhundert mit Reagenzien behandelt worden. Die ersten drei Blätter der Handschrift sind von Mäusen zerfressen worden und haben dadurch Textteile eingebüßt. Die letzte abgeschriebene Urkunde von 1427 März 23 ist mit neuzeitlichem Papier aus einem Schulheft unsachgemäß hinterklebt worden, zum Teil verschimmelt und textlich verstümmelt. Alle Blätter sind im oberen Drittel teilweise verschimmelt, wasserfleckig und mit Reagenzien behandelt.Die Urkundenabschriften sind von Johannes Molner, Priester Mainzer Diözese und Notar, überprüft und kollationiert worden. Das Kopiar stammt aus der Sammlung P.A.B. Rosenmeyer, der es laut Eintrag am 20. Juli 1816 in Warburg erworben hat.Unter den 23 Abschriften sind nur 3, die noch als Ausfertigungen im Hardehauser Bestand vorhanden sind: 1440 April 3 (Hardehausen Urk. 715), 1449 März 16 (Hardehausen Urk. 733) und 1471 August 25 (Hardehausen Urk. 780). Alle Urkunden sind bei Stolte aufgeführt.Studienfonds PaderbornLiber Variorum 7, S. 41ff: Urkundenabschriften Kloster Hardehausen von der Hand des Nikolaus Schaten 1661-1663 (= StA Münster Fot. 3g)3.4 Erzbistumsarchiv PaderbornEinzelne Urkunden und Urkundenabschriften in GV Paderborn, Allgemeines DIV Geistl. Regierung Ordensklerus I (rot 64) und GV Paderborn Hardehausen (blau 166).3.5 Stadtarchiv Warburg1.) Einzelne Urkunden betreffend Kloster Hardehausen.2.) I B 1: Urkundenauszüge betreffend Fritzlarer Besitz des Klosters Hardehausen 1189 bis 1527, Folioheft des 18. Jahrhunderts mit der Aufschrift: Contenta capsae signatae Lit. R. Fritzlar. Die Handschrift weist viele Fehler vor allem bei den Namen auf. Einige Urkunden weisen keine Jahresangaben auf. Der Band ist 1814 von Rosenmeyer erworben worden (alte Signatur Ros. IV.2).3.) Der mit "Elf Urkunden das Kloster Hardehausen betreffend" bezeichnete Band (s. INA IV,1 S. 90), ein Folioheft von einer Hand des 15. Jahrhunderts, ist heute nicht mehr auffindbar.3.6 Niedersäschsisches Staatsarchiv WolfenbüttelHs Abt. VIIB Nr. 100 Band 1 und Band 5 (=StA Münster Fot. 121a und 123a/b)Collectaneen bzw. Urkundenabschriften des Adolf Overham mit zahlreichen Kloster Hardehausen betreffenden Urkundenabschriften.3.7 Archiv von Wrede-MelschedeKopiar des Klosters Hardehausen, um 1200, Seite 15-55, 25 Urkundenabschriften 1143 bis 119979. Dieses Kopiar kennt kein caudata-e, die späteren Abschriften derselben Urkunden, die sonst nur geringe Abweichungen vom Kopiar aufweisen, schreiben caudata-e.Beschreibung der abgebildeten SiegelWie bereits einleitend angedeutet, haben sehr viele Urkunden des Bestandes zufolge miserabler Lagerung ihre Siegel eingebüßt, die meisten der erhalten gebliebenen sind in einem beklagenswerten Zustand. Außer den wenigen noch leidlich erhaltenen Siegelabdrücken sind zwei zum Bestand gehörige Typare überliefert, die der Abt 1803 der Aufhebungskommission ausgehändigt hat. Es handelt sich dabei um ein "Klostersiegel" und ein "klösterliches Gerichtssiegel"80. Die beiden Typare gelangten erst 1860 mit einem Schreiben des ehemaligen Kreisgerichtsrats von Schlechtendahl in Lübbecke in das Staatsarchiv81.1. Abtei HardehausenLeicht ovaler Schild, belegt mit zweireihig geschachtem Schrägbalken, der mit einem schräglinken Abtstab gekreuzt ist. Über dem Schild Mitra und Halbfigur mit Buch und Stab, der Schild mit gekreuzten Abtstäben hinterlegt. Umschrift: SIGILLVM?ABBA-TIAE IN HERTZWIDEHAVSEN. Das AE steht als Ligatur. Oval, 25 zu 29 mm, Eisen. 17. Jh.82.2. Gerichtssiegel der Abtei HardehausenIn runder Kartusche das unter 1. beschriebene Bild. Umschrift: SIGILLUM IUDICII ABBAT: HARDEHUSANI. Rund, 30 mm, Messing. Ende 18. Jh., wohl aus der Zeit der letzten Äbte.3. Konvent HardehausenMaria, bekrönt, auf einer Bank sitzend, das Jesuskind mit der Linken auf dem Schoß haltend. Der Hintergrund mit punktierten Rauten belegt. Umschrift: + SIGILLVM CONVENTVS IN HERSWITHEHVSEN. Rund, 50 mm, 13. Jh. Der Abdruck wurde, da kein vollständiger nachzuweisen ist, aus Abdrücken der Urkunden Fstm. Paderborn 977 von 1376 und Kloster Dalheim Urk. 333 von 1556 zusammengesetzt.4. Abt Martin Thonemann von HardehausenUnter gotischem Baldachin stehender Abt mit Mitra, Stab und Buch, darunter in Kartusche eine ins Kreuz gestellte Hausmarke. Umschrift in Minuskel: sigillu:martini:abbat:in:herswidh. Spitzoval, 35 zu 48mm. Abdruck von 1550 (Hardehausen Urk. 811).5. Abt Stephan Overgaer von HardehausenIm Schild ein zweireihiger Schachbalken, der mit einem Abtstab ins Andreaskreuz gestellt ist. Über dem Schild wachsender nimbierter Mönch mit Kutte, in der rechten Buch, in der Linken Stab, links neben dem Haupt SEN. Umschrift: SIGILL ABBATIS IN HERSWIDEHV, über dem V Kürzungsstrich. Rund, 26 mm. Abdruck von 1706 (Hardehausen Akten 53 fol. 99).6. Bf Dietrich von PaderbornAuf damasziertem Grund sitzender Bischof mit Mitra, Stab und Buch. Umschrift: + S' THEODERICI?DEI?GRA:E(PISCOPI?E)CCL'E?PADERBORNENSIS. Spitzoval, 47 zu 68 mm. Abdruck von 1312 (Hardehausen Urk. 427). Abb. WS 2,1 T. 50 Nr. 1.7. Bf Simon von PaderbornIm Schild Kreuz, auf dieses aufgelegt Herzschild mit fünfblättriger Hundsrose. Umschrift in Minuskel auf Band: s'simonis?el(ec)ti?et?co(n)fir(m)ati?pad'. 30 mm Durchmesser. Abdruck von 1466 (Hardehausen Urk. 770). Abb. WS 2,1 T. 63 Nr. 8.8. Konvent Kloster MarienmünsterUnter gotischem Baldachin die auf einer Bank sitzende bekrönte Muttergottes mit Kind, in der Rechten Lilienzepter. Umschrift: S' (CON)VENTVS?S?MARIE?VIRGINIS IN MONASTERIO P'PE SWALENBERC. Rund, 54 mm. Abdruck von 1516 (Hardehausen Urk. 800.17). Abb. WS 3 T. 114 Nr. 13.9. Abt Heinrich von NortheimUnter gotischem Baldachin auf damasziertem Hintergrund stehender Abt mit Mitra, Stab und Buch. Umschrift in Minuskel:?s?henrici?de?ghever?abb(...)?monasterii?in?northeim?. Spitzoval, 40 zu 70 mm. Abdruck von 1452 (Hardehausen Urk. 741).10. Abt Antonius Bungartz von DerneburgQuadrierter, mit Herzschild belegter Schild, der wiederum mit einem zweireihig geschachten Schrägbalken belegt ist. Im quadrierten Schild in den Feldern 1 und 3 ein bekröntes D, in den Feldern 2 und 4 ein T-Kreuz, über diesem 3 Merletten, unter den Kreuzarmen jeweils 3 Kugeln, 2:1 gestellt. Über dem Schild Brustbild der bekrönten Muttergottes mit bekröntem Kind, beide nimbiert, Maria in der Rechten Lilienzepter, das Kind die Rechte segnend erhoben, in der Linken Kreuzapfel, neben beiden Figuren Mitra und Abtkrümme. Umschrift: SIGILL:ANTONII:BUNGART.S:OR:CISTERCIENS:ABBAT:IN DERNEBU:. Oval, 33 zu 45 mm. Abdruck von 1713 (Hardehausen Urk. 883).11. Dietrich von Itter, Kanoniker in PaderbornUnter gotischem Baldachin Brustbild der Muttergottes mit Kind, darunter knieender Adorant nach links. Umschrift: S'THIDERICI (...) CAN?PADERBORNE(...). Spitzoval, 27 zu 44 mm. Abdruck von 1307 (Hardehausen Urk. 393).12. Ludolf Marschall, Kanoniker in PaderbornRaubvogel, einen Hasen schlagend. Umschrift: S'(LVD)OLFI?(CANONICI?PAD)ERBVRN?ECCLIE, über dem L Kürzungszeichen. Spitzoval, etwa 25 zu 44 mm. Abdruck von 1307 (Hardehausen Urk. 393). Abb. WS 3 T. 137 Nr. 9.13. Landgraf Wilhelm von HessenBekrönter quadrierter Schild, neben der Krone 1627. Der quadrierte Schild mit aufgelegtem Herzschild, in diesem bekrönter, doppelschwänziger Löwe (Hessen), Feld 1 aufrechter bekrönter, doppelschwänziger Löwe (Katzenelnbogen), Feld 2 geteilt, oben sechsstrahliger Stern, unten damasziert (Ziegenhain), Feld 3 zwei doppelschwänzige Löwen übereinander (Diez), Feld 4 geteilt, oben zwei achtstrahlige Sterne, unten damasziert (Nidda). Umschrift: WILHELMVS?D:G:LANDGRAVIVS?HASSIAE?COMES?IN?CATZ:DITZ?ZIG:ET?NIDA?, das AE in Ligatur. Rund, 38 mm. Abdruck von 1630 (Hardehausen Urk. 867).14. Edelherr Henemann von ItterIm Dreiecksschild bekrönter Löwe. Umschrift: (...)RICI?NOBILIS?DE(...). Etwa 37 zu 45 mm. Abdruck von 1307 (Hardehausen Urk. 393).15. Goswin Blicke, Vogt in WarburgIm Schild über nach rechts gestelltem Topfhelm Löwe als Helmzier, auf dem Rücken Federbusch. Umschrift: +SIGILLVM?GOSWINI?BLI(CKE)N. 36 zu 45 mm. Abdruck von 1307 (Hardehausen Urk. 397). Abb. WS 4 T. 257 Nr. 10.16. Knappe Ludolf von ElbrinxenIm Schild drei Ochsenköpfe, 2:1 gestellt. Umschrift: S'LVDOLFI DE ELMERINCHVSE, über dem Schluß-E ein Kürzungsstrich. 30 zu 36 mm. Abdruck von 1341 (Hardehausen Urk. 549).17. Knappe Heinrich von EppeIm Schild ein hockender Affe. Umschrift: +S'HENRI(CI) DE EPE. Rund, 27 mm. Abdruck von 1366 (Hardehausen Urk. 624).18. Hermann von GevelinghausenIm Schild drei mit den Spitzen in Winkel zueinander gestellte Herzblätter. Umschrift: S'H'MANI?GH(EV)ELICHVSE(N). Rund, 23 mm. Abdruck von 1366 (Hardehausen Urk. 622). Abb. WS 4 T. 192 Nr. 10.19. Hermann der HartmennschenQuadrierter Schild. Umschrift: +S'HE'MAN:D?HARTMENESCHE, über dem Schluß-E ein Kürzungsstrich. 28 zu 33 mm. Abdruck von 1339 (Hardehausen Urk. 530). Abb. WS 4 T. 155 Nr. 11.20. Knappe Tammo gen. HoltsadilIm Schild zwei senkrecht hintereinander gestellte Vögel mit großen Schnäbeln. Umschrift: +S'THAMON HOLTSSADIL ARMIG. Rund, 33 mm. Abdruck von 1340 (Hardehausen Urk. 540).21. Knappe Dietmar gen. HoltsadilIm Schild zwei senkrecht hintereinander gestellte Vögel mit großen Schnäbeln. Umschrift: +S'DITM(ARI) HOLTSSADIL ARMIG. Rund, 33 mm. Abdruck von 1340 (Hardehausen Urk. 540).22. Ritter Hermann von KalenbergIm Schild zwei gekreuzte Zepter, oben zwischen den Griffen eine Rose. Umschrift: S'HERMANNI?MILITIS?DE?KALENBERG. Rund, 40 mm. Abdruck von 1341 (Hardehausen Urk. 549). Abb. WS 4 T. 244 Nr. 3.23. Knappe Konrad gen. ScheleIm Dreiecksschild Topfhelm nach rechts, darüber gekreuzte Federbüsche. Umschrift: +S'CONRADI SCHELE. 30 zu 39 mm. Abdruck von 1356 (Hardehausen Urk. 594). Abb. WS 4 T. 257 Nr. 18.24. Ritter Konrad gen. Schultheiß von WarburgIm Dreiecksschild Ösenhaken, die Öse nach unten gerichtet. Umschrift: +S'(CON)RADI?SCVLTHETI?DE?WA(RTBERG)E. 38 zu 47 mm. Abdruck von 1312 (Hardehausen Urk. 427). Abb. WS 4 T. 248 Nr. 3.25. Johannes Spiegel vom DesenbergIm Schild drei Spiegel, 2:1 gestellt, darüber Helm mit Helmzier und sich wiederholenden Spiegeln, der Helm begleitet von je einer Rose. Umschrift in Minuskelfraktur: ?s'iohis?spegel?, über dem iohis ein Kürzungsstrich. Rund, 26 mm. Abdruck von 1412 (Hardehausen Urk. 674). Abb. WS 4 T. 249 Nr. 5.26. Knappe Gottschalk von WeldaIm Schild zwei senkrecht gestellte Radwellen. Umschrift: S'GOTSCHALCI D'WELLEDE. Rund, 33 mm. Abdruck von 1360 (Hardehausen Urk. 607). Abb. WS 4 T. 260 Nr. 8.27. Knappe Ulrich von WestheimIm Dreiecksschild sechsstrahliger Stern mit drei in Winkel gestellten Feuerhaken, in den Winkeln je eine Kugel. Umschrift: S'(O)LRICI?(D)E?WESTHEI, über dem EI ein Kürzungsstrich. 32 zu 37 mm. Abdruck von 1307 (Hardehausen Urk. 393). Abb. WS 4 T. 245 Nr. 6. WUB 1, Reg. 905; Vita Meinwerci episcopi Patherbrunnensis (= Monumenta Germaniae Historica, Scriptores in us. schol. 59), hg. von Franz Tenkhoff. Hannover 1921, Nachdruck 1983, S. 95. - Zur Grafschaft Dodikos s. Franz Irsigler, Bischof Meinwerk, Graf Dodiko und Warburg. In: WZ 126/127 (1976/77) S. 181-200. MGH, Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser, 3. Band: Die Urkunden Heinrichs II. und Arduins, Hannover 1900-1903, Nr. 439; Vita Meinwerci S. 95, 114. Vita Meinwerci, S. 129-130; Joseph Prinz (Bearb.), Die Urkunden des Stifts Busdorf in Paderborn. 1. Lieferung: Urkunden 1036-1380. Paderborn 1975, Nr. 1. - Asseln, wüst zwischen Rimbeck und Wethen (Stadt Warburg), Billinghausen (Stadt Diemelstadt), Denkhausen, wüst bei Rhoden (Stadt Diemelstadt). Schaten, Ann. Paderborn. 1 S. 755-756. Die Quelle ist im 17. Jahrhundert abgeschrieben worden und stellt eine chronikalische Aufzeichnung des Klosters Hardehausen dar. Sie befindet sich in der Sammlung Kindlinger (StA Münster, Msc. II 79 fol. 69-70 [alte Zählung]) und ist mit falscher zeitlicher Zuweisung (18. Jh.) gedruckt in WUB 4 Nr. 289a S. 191-193. Der entsprechende Passus lautet (fol. 69): ...anno verbi incarnati M°C°XL° fratres Cisterciensis ordinis, ab eo vocati, ingressi sunt V° kalendas Junii ad habitandum hunc locum missi de monasterio Campensi. WUB 4 Nr. 289a S. 192: ...ante summum altare...sepultus. Nach einer anderen Hand des 17. Jahrhunderts (WUB 4 Nr. 289a S. 193), die sich auf eine inschriftliche Tafel bezieht, die olim in presbyterio templi Hardehausensis ad parietem aparte evangelii seu a parte aquilonari angebracht war: ...in medio presbyterii ante summum altare sepultus. Dort wird auch die Inschrift seines Epitaphs überliefert. Das Hochgrab soll um 1700 noch erhalten gewesen sein (H.J. Brandt/K. Hengst, Die Bischöfe und Erzbischöfe von Paderborn, Paderborn 1984 S. 102). Außer Bernhard I. hat in Hardehausen Bischof Siegfried (+1188), der das Kloster ebenfalls mit Gütern ausgestattet hatte und deshalb nach der Tradition als zweiter Gründer angesehen wurde, in parte sinistra templi Hardehausani vor dem Altar der Apostel Petrus und Paulus seine letzte Ruhe gefunden, wie eine weitere Inschrifttafel ausweist (WUB 4 Nr. 289a S. 193; Brandt/Hengst, Die Bischöfe S. 108-110). Siehe Urk. Nr. 7. Zur Gründung des Klosters s. Wilhelm Kuhne, Die Gründung des Klosters Hardehausen durch Bischof Bernhard I. (Hardehauser historische Beiträge 1). Paderborn 1978. Siehe Urk. Nr. 8. Siehe Urk. Nr. 6. Siehe Urk. Nr. 3 und 4. Siehe Urk. Nr. 1. Siehe Urk. Nr. 5. Zu den Filiationen der Zisterzienserklöster s. Gerhard B. Winkler, Die Ausbreitung des Zisterzienserordens im 12. und 13. Jahrhundert. In: Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit (Schriften des Rheinischen Museumsamtes Nr. 10). Bonn 1980 S. 87-104. Leopold Schütte, Die alten Mönchslisten und die Traditionen von Corvey, Teil 2, Indices und andere Hilfsmittel (Veröff. d. Histor. Kommission f. Westfalen X, 6). Paderborn 1992 S. 104-105, 110-111, 130-131. Hans Heinrich Kaminsky, Studien zur Reichsabtei Corvey in der Salierzeit (Veröff. d. Histor. Kommission f. Westfalen X, 4). Köln/Graz 1972 S. 139, 148, 150, 154, 157. H.J. Brandt/K. Hengst, Das Erzbistum Paderborn. Paderborn 1989 S. 207. Siehe Urk. Nr. 749. Siehe Urk. Nr. 953. Siehe Urk. Nr. 1024. Siehe Urk. Nr. 1094. Siehe Urk. Nr. 1173. Siehe Urk. Nr. 1178. Siehe Urk. Nr. 1209. Müller, Marsberg S. 8. Siehe Urk. Nr. 1230. Siehe Urk. Nr. 1255. Siehe Urk. Nr. 1240. Siehe Urk. Nr. 1018. Siehe Urk. Nr. 1031. Siehe Urk. Nr. 1042. Die Ordnung ist 1501 erneuert worden und nur in dieser Fassung erhalten geblieben. Siehe Urk. Nr. 1237. Karl Hengst (Hg.), Westfälisches Klosterbuch Teil 1 (Veröff. d. Histor. Kommission f. Westfalen XLIV, 2). Münster 1992 S. 561. Wie Anm. 31 S. 143. Siehe H. Hoogeweg, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation. Hannover/Leipzig 1908, S. 115-116. Siehe Urk. Nr. 913. Siehe Urk. Nr. 960. Siehe Urk. Nr. 1030. In einer Urkunde von 1297 wird der Abt von Hardehausen ausdrücklich als cenobii in Berinchusen pater et visitator bezeichnet. Siehe WUB 4 Nr. 2443. Hermann-Josef Schmalor, Wormeln. In: Westf. Klosterbuch Teil 2 (Veröff. der Histor. Kommission f. Westfalen XLIV, 2). Münster 1994 S. 502. 1680 verweigert der Konvent das Visitationsrecht Hardehausens (StA Münster, Kl. Wormeln Akten 91). StA Münster, Kl. Holthausen Akten 2. In einer Urkunde vom 31. Mai 1543 verlautet, der Abt habe wegen verschiedener Vorkommnisse sein Amt niedergelegt. Siehe Urk. Nr. 1304. Siehe Urk. Nr. 1290, Hardehausen Akten 55 fol. 3-4. Hardehausen Akten 55 fol. 111. Siehe Urk. Nr. 1321. Hardehausen Akten 55 fol. 133-135. Siehe Urk. Nr. 1360. Siehe Urk. Nr. 1378. Siehe Urk. Nr. 1384. StA Münster, Msc. II 103 S. 282; Franz von Löher, Geschichte des Kampfes um Paderborn 1597 bis 1604, Berlin 1874 S. 106. Ludwig Keller, Die Gegenreformation in Westfalen und am Niederrhein, 2. Teil, Leipzig 1887 (Publl. a. d. k. preuß. Staatsarchiven 33) S. 435. Siehe Urk. Nr. 1420. Siehe Urk. Nr. 1446. StA Münster, Kriegs- und Domänenkammer Münster Fach 17 Nr. 184 fol. 5. StA Münster, Spezialorganisationskommission Paderborn 80 fol. 13. Der Aufhebungsvorgang wird fol. 23ff ausführlich beschrieben. Einzelheiten und Inventare: StA Münster, Kriegs- und Domänenkammer Münster Fach 17 Nr. 184, 17 Nr. 187 und 19 Nr. 176, Königreich Westfalen E 19 Nr. 2, F 3 Nr. 3. StA Münster, Spezialorganisationskommission Paderborn 80 fol. 4. Im Bericht steht statt Kleinenberg "Kleinewege". Siehe Urk. Nr. 1331. StA Münster, Spezialorganisationskommission Paderborn 79. Die zitierte Stelle ist mit allen Fehlern wörtlich und buchstabengetreu übernommen worden. Der Abschreiber konnte offenbar kein Latein.- Mit Schreiben vom 18. Februar 1803 berichtete die Aufhebungskommission Paderborn nach Berlin über die Aufhebung und überreichte sechs Bände Aufhebungsakten, darunter Band 3 "betreffend die Empfangnahme des baaren Geldbestandes, ingleichen die Passiva und Activa, auch das Archiv" (Spezialorganisationskommission Paderborn 81 fol. 1). Berlin ließ wenig später antworten, man möge das Klosterarchiv "nur so weit in Ordnung" bringen, "als der Gebrauch besonders Behufs der Veranschlagung es erfordert. Das specielle einzelne Registriren" solle man "der künftigen Behörde überlassen" (fol. 23r). StA Münster, Spezialorganisationskommission Paderborn 86 fol. 16. StA Münster, Spezialorganisationskommission Paderborn 80 fol. 19ff, 81 fol. 3r, 27 und 29ff. StA Münster, Dienstregistratur 108, auch für das Folgende. StA Münster, Oberpräsidium 35a Bd 1 fol. 87. StA Münster, Dienstregistratur 66. StA Münster, Dienstregistratur 108. Die Urkunden des 13. bis 17. Jahrhunderts sind nach drei "Packen" chronologisch aufgeführt (fol. 19-20). StA Münster, Oberpräsidium 4154 fol. 14-15. StA Münster, Dienstregistratur 108 fol. 23. Wie Anm. 60 fol. 27 und 28. Wie Anm. 60 fol. 31. StA Münster, Alte Repertorien 232 bis 239. Wie Anm. 60 fol. 33 und 44. StA Münster, Oberpräsidium 35a Bd 1 fol. 168. StA Münster, Oberpräsidium 35a Bd 2 fol. 6r und fol. 19. Bei einer Revision des Provinzialarchivs Münster im Jahre 1853 lag nur das von Wigand erarbeitete Urkundenrepertorium Hardehausen in 6 Bänden vor. StA Münster, Oberpräsidium 35d Bd 2 fol. 7r-8. StA Münster Oberpräsidium 35d Bd 2 fol. 132r. StA Münster, Zugangsbuch, Zugang 26/1880. Haarland hatte den Auftrag, die Bestände zu ordnen und für den Transport bereitzustellen. StA Münster, Alte Repertorien 240. StA Münster, Dienstregistratur 349. Näheres s. Müller, Dalheim S. 10. Jetzt StA Münster, Msc. VII 2a Nr. 146. Näheres bei Horst Conrad, Ein Kopiar des Klosters Hardehausen aus dem 12./13. Jahrhundert. In: Archivpflege in Westfalen und Lippe 44 (1996) S. 48-49. Ders., Die Kopiar- und Urbarüberlieferung des Klosters Hardehausen des 12. bis 14. Jahrhunderts. Münster 2001. StA Münster, Spezialorganisationskommission Paderborn 80 fol. 30 und 36. StA Münster, Oberpräsidium 35a Bd 2 fol. 127, 129, Abdrücke fol. 131. Die Typare lagern unter Siegelstempelsammlung 179 und 180. Abdrücke sind 1717 und 1779 belegt (Hardehausen Akten 53 fol. 82 und 188r).

Umfang : 891 Urkunden, Findbuch B 604u (Druck).

Verweise :

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