Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Haus Küchen (Dep.)
Haus Küchen (Dep.) / Akten
U 131, Haus Küchen (Dep.) - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 131

Name : Haus Küchen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Das Depositum "Haus Küchen" wurde 1963 dem Staatsarchiv Münster von den Erben Rath, Sassenberg, übergeben (vgl. Dienstregistratur 12.2.1 - 4008/63). 1973 ging das Eigentum an dem Depositum an Herrn Ernst Rath, Sassenberg-Gröblingen, über.

Haus Küchen, ursprünglich ein adeliges Rittergut im Kirchspiel Altahlen, befand sich während des 14. und 15. Jahrhunderts als klevisch-märkisches Lehen im Besitz der Herren von Cloedt. Durch die Heirat der Erbtochter Elseke mit Hermann von Mallinckrodt im Jahre 1502 fiel das Gut an die von Mallinckrodt, in deren Besitz es über drei Jahrhunderte verblieb. Die von Mallinckrodt gehörten dem märkischen Uradel an und nannten sich nach dem Haus Mallinckrodt bei Wetter an der Ruhr, das sie seit etwa 1250 als Volmesteinsches Lehen innehatten.

Mit Marie Christine von Mallinckrodt, verehelichte von Schilder, starb 1829 der Küchener Zweig aus. Da aus ihrer Ehe keine Kinder hervorgegangen waren, vermachte sie u.a. Haus Küchen den Eheleuten Justizkommissar Dr. Johann Henrich Rath und Sophie geb. von Fricken in Sassenberg. Als 1868 Haus Küchen durch Auguste Rath an den Kolonen Ferdinand Limbrock gen. Cubick Lenferdinck verkauft wurde, verblieben die Archivalien des Gutes gleichwohl in Sassenberg.

Der Bestand "Haus Küchen" enthält nicht nur Akten, die das Haus Küchen und die Familie von Mallinckrodt betreffen, sondern auch Akten, die sich auf verwandte Familien beziehen. Zu nennen sind hier vor allem die von Schilder, von Nehem, von Grothaus und von der Borch. Da die von Schilder und von Grothaus Amtsdrosten der Fürstbischöfe von Münster waren, sind auch Bruchstücke Dienstregistratur nach Haus Küchen gelangt. Schließlich sind noch die Akten der Familie Rath - unter ihnen die Handakten des Justizkommissars Dr. J.H. Rath, Sassenberg, - mit den Akten des Hauses Küchen vereinigt worden.

Wegen des schlechten Ordnungszustandes der Akten - ursprüngliche Zusammenhänge waren weitestgehend zerstört - war praktisch eine blattweise Ordnung und Verzeichnung unvermeidlich. Da ein brauchbarer älterer Aktenplan nicht vorhanden war, wurde die Klassifikation nach modernen Sachgruppen vorgenommen. Die Nummern 1 bis 270 wurden von Oberstaatsarchivrat Dr. Hofmann, die restlichen von Unterzeichnetem bearbeitet.

Der Bestand ist zu zitieren:

Haus Küchen, Akten Nr.....

Generationsfolge der Freiherren von Mallinckrodt zu Küchen

(frei nach Max von Spiessen, Genealogische Sammlung, Bd. 27)

I. Hermann von Mallinckrodt

oo Elseke von Cloedt zu Küchen (1548+)

II. Henrich von Mallinckrodt

oo Mechtild von Oer zu Kakesbeck

III. Henrich von Mallinckrodt

oo Remberta von Crevet

(Tochter der Anna von Wendt zu Crassenstein)

IV. Rembert von Mallinckrodt

oo Agnes von Frydag zu Loringhof und Sandfort

V. Eberhard von Mallinckrodt

oo Ida von Pallandt zu Keppel

VI. Elbert Henrich Bernard von Mallinckrodt (+1727)

oo Barbara Sybille Helena von Nehem zu Sondermühlen (+1736)

VII. Wolfgang Anton von Mallinckrodt (+1769)

oo 1) Adriana von Cloedt zu Hanxleden (+1756)

2) Maria Theodora von Eerde zu Eyll (+1807)

VIII. Maria Christina von Mallinckrodt (+1829)

oo Clemens August von Schilder zu Sassenberg (+1797)

Literatur:

Carl Schulze Henne, Küchen - Festes Haus, Geschichte der Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, 5 km westlich der Stadt Ahlen/Westfalen, Küchen 1979.

Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A, Band VII, Limburg an der Lahn 1965, S. 175 ff.

Münster, im August 1982

P. Veddeler

Das Depositum ist mit Schenkungsvertrag vom 24./27.6.2014 in Landeseigentum übergegangen und durch Schenkung von Herrn Elmer Wilbrand (Münster) vom 10.2.2015 durch die Nummern 1581 bis 1585 ergänzt worden.

Umfang : 1580 Akten (72 Kartons), Findbuch U 131.



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