Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Propstei Marsberg
Propstei Marsberg / Urkunden
A 113u, Propstei Marsberg - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : A 113u

Name : Propstei Marsberg

Beschreibung :

Einleitung :

Einführung1. Geschichtlicher AbrißIm Jahre 1046 weihte der Paderborner Bischof die auf dem Eresberg stehende Corveyer Kirche und stattete sie mit einer Reihe von Reliquien aus1. Ihr vorausgegangen war in der Eresburg der Bau einer basilica, einer königlichen Kapelle, wie die Lorscher Annalen zum Jahr 785 berichten2. Im Jahre 826 übertrugen dann Ludwig der Fromme und sein Sohn Lothar die Eresburg den Corveyer Benediktinern3. Die Urkunde spricht in diesem Zusammenhang auch von einer capella, die Karl der Große hatte errichten lassen, und damit könnte die basilica gemeint sein.In etwa diese Zeit dürfte sich nun jenes Blatt-Kapitell datieren lassen, das beim Einbau einer Heizung 1936 im Innern der Stiftskirche zutage gekommen ist4. Den jüngsten Ausgrabungen zufolge, die in den Jahren 1990 bis 1992 vorgenommen wurden, deckte man im Turmbereich Mauerwerk des 11. Jahrhunderts auf. Es fanden sich ferner Mauerzüge, die auf ein ursprünglich doppeltürmiges Westwerk hinweisen und somit die Darstellung des ersten Siegels der Stadt Marsberg als ein weitgehend realistisches Abbild charakterisieren. Innerhalb und außerhalb der zu jenem Westbau gehörigen romanischen Kirche wurden zwei Bestattungen angetroffen, die in die Zeit davor zurückreichen, und aus der ältesten Grabungsschicht konnten Keramikfragmente des 6./7. Jahrhunderts fränkischer Provenienz und des 9. Jahrhunderts geborgen werden, jedoch ließen sich keine sächsischen Spuren nachweisen. Schließlich entdeckte man Putzreste des 8./9. Jahrhunderts und legte die Reste von Stiftsgebäuden aus dem 12. Jahrhundert frei5.Mit der Geschichte der Kirche auf der Eresburg ist die Ermordung Thankmars, des Sohns König Heinrichs I. aus erster Ehe, verbunden, der mit seinem Halbbruder, Otto I., in Streit um die Thronfolge lag. Als Otto die von Thankmar besetzte Burg Belecke und die Eresburg zurückeroberte, floh Thankmar, wie es im Bericht Widukinds von Corvey zum 28. Juli 938 verlautet, "in die von Papst Leo dem heiligen Petrus geweihte Kirche (in aecclesiam)" und wurde dort von einem Parteigänger Ottos erstochen6. Ob und inwieweit sich die ältesten schriftlichen Zeugnisse einer Kapelle oder eines größeren kirchlichen Raums mit den Ausgrabungsergebnissen und späteren propsteilichen Bauten in Verbindung bringen lassen, mag, solange keine Detailuntersuchungen vorliegen, dahingestellt bleiben.Im Jahre 1115 zerstörte Graf Friedrich von Arnsberg auf Veranlassung des Corveyer Abts im Zusammenhang der Auseinandersetzungen des Kaisers mit den sächsischen Fürsten und dem Erzstift Köln die Eresburg7. 1145 erschien Volkwin von Schwalenberg und legte die Burg in Schutt und Asche, da er mit Corvey in Fehde lag8.Der erste bekannte, dem Benediktinerstift Marsberg vorstehende Propst ist ein Herimann, dessen Tod 1146 bezeugt wird9. Die Propstei ist bis zu ihrer Aufhebung im Jahre 1803 von Corvey abhängig gewesen, die Pröpste wurden von Corvey eingesetzt und aus dem Corveyer Kapitel bestimmt. Corvey hat sich auf dem Berg zu behaupten versucht, jedoch sich seit dem 13. Jahrhundert immer wieder mit den Erzbischöfen von Köln auseinandersetzen müssen, die hier einen ihrer wichtigsten und markantesten Stützpunkte gegen Nachbarterritorien zu errichten suchten und 1230 in einem Vertrag mit Corvey die Hälfte des Marsbergs mit allen Rechten und Einkünften, allerdings ohne das Stift selbst, das der geistlichen Gerichtsbarkeit und dem alleinigen Eigentum der Corveyer Kirche verblieb, erstritten und die Corveyer und Marsberger Kirche ihrem Schutz unterstellten. Dieser Vertrag sah auch vor, daß Corvey auf dem Marsberg ohne Kölner Einverständnis weder einen Burgvogt bestimmen noch Gebäude errichten durfte10.Eine zwischen 1082 und 1088 zu datierende Urkunde nennt erstmals die Kirche des hl. Petrus auf dem Eresberg11. 1176 inkorporierte der Corveyer Abt dem Stift St. Peter die in Horhusen gelegene Kirche St. Magnus12, 1393 die Kirche St. Dionysius in Thülen13, da sich das Stift in einer prekären Vermögenslage befand, und 1427 die Pfarrkirchen in Westheim und Vasbeck14, als das Stift wiederum stark verschuldet war. 1247 mußten Corvey und Marsberg dem Paderborner Bischof die Diözesangerichtsbarkeit über Marsberg und Horhusen zugestehen und damit zulassen, daß ein Paderborner Kanoniker dort Archidiakon wurde15. Das bedeutete, daß das Stift Marsberg den aus den eigenen Reihen für St. Magnus vorgesehenen Pfarrer dem Archidiakon präsentieren mußte.Um 1240 oder wenig später scheint ein Neubau der Stiftskirche in Angriff genommen worden zu sein, denn es hat sich eine Bauinschrift erhalten, die auf einen 1240 ausgestellten Ablaß Bezug nimmt, in dem zur Hilfe beim Kirchneubau aufgerufen wird16. 1251 übertrug Corvey dem Stift, das fortan unter dem Doppelpatrozinium St. Peter und Paul firmiert, das Patronatsrecht über die Pfarrkirche in Twiste17. Aus einer gleichzeiti gen Urkunde geht hervor, daß das Kloster aufwendig ausgebaut wurde18 - insofern wird die Bauinschrift bestätigt -, und 1259 ist von einem Gästehaus (hospitium) die Rede und der Hinweis gegeben, daß im Kloster Bücher geschrieben und angekauft wurden19. Etwa vierzig Jahre später wurde der Marsberg wiederum durch Brand und Raub verwüstet, diesmal durch den Grafen von Everstein. Den Schaden suchte Corvey 1298 zu regulieren20. 1319 äscherte ein Blitzschlag Kirche und Turm der Stiftskirche ein, 1330 wurden Stadt und Stiftskirche von einem Brand heimgesucht, doch schon ab 1332 begann man mit dem Wiederaufbau. Der Turm der Stiftskirche erhielt im Jahre 1410 seine vorerst letzte Gestalt, wie eine am Hauptportal des Turms eingehauene Bauinschrift ausweist21.1295 wurden die beiden Ämter der Kämmerei und Krankenpflege eingerichtet und entsprechend dotiert22. Um diese Zeit ist auch von dem Almosenamt (officium karitatum) die Rede23.1324 werden im Zusammenhang mit der von Kloster Flechtdorf nach Marsberg führenden Marienbild-Prozession Lehrer und Schüler in direkter Verbindung zum Stift genannt, so daß davon auszugehen ist, daß das Stift eine Schule unterhielt24, die am stiftischen Kirchhof gestanden hat25. 1407 wird der Schulmeister des Stifts ausdrücklich genannt26, und 1412 fungierte der Marsberger Mönch und Schulmeister Nikolaus als Stadtsekretär27.1390 nahmen Propst und Konvent eine Teilung der stiftischen Einkünfte vor. Der Propst erhielt jetzt ein Drittel, der Konvent zwei Drittel zugewiesen28. Zu Anfang der achtziger Jahre scheint es dem Stift finanziell schlecht gegangen zu sein, da es Renten verkaufte29. 1484 spricht der Corveyer Abt regelrecht von "Armut der Propstei"30 und überträgt ihr deshalb die auf dem Marsberg liegende Kapelle und deren Pfründen31. Dies wiederholte sich hundert Jahre später, so daß das Stift in den sechziger bis achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts Naturaleinkünfte und Güter zu veräußern und Gelder aufzunehmen gehalten war32. Not und Armut setzten sich mit Beginn des Dreißigjährigen Kriegs fort und dauerten bis weit in die sechziger Jahre des 17. Jahrhunderts an. 1625 wird von erheblichen Schulden des Stifts gesprochen33, in einer Urkunde von 1654 heißt es, die Propstei sei "neben der Kirche gänzlich ruiniert und zu Boden geworfen" und habe die von 1612 bis 1651 aufgelaufenen Zinsen nicht zahlen können34. 1660 konnte das Stift noch immer nicht seine ganz erheblichen Zinsschulden abtragen35. Schließlich wird das Stift nochmals im Jahre 1692 wegen "gegenwärtiger bedrängter Zeiten" als beinahe mittellos bezeichnet36.In allen Jahrhunderten ist das Stift aufgrund seiner Grenzlage mit seinen Nachbarn in Streitigkeiten geraten: mit Kurköln, Paderborn und Waldeck, mit den benachbarten Adligen wie Canstein und Asseburg, mit der Stadt Marsberg. Fast immer ging es um strittige Grenzen, um Gehölze und Marken, die hin und her widerrechtlich benutzt wurden, schließlich auch um die Archidiakonalgerichtsbarkeit, um die sich das Stift mit Paderborn auseinanderzusetzen hatte.Andererseits haben Propstei und Stadt weitgehend gute Nachbarschaft gehalten, die Bürger ihr Vermögen beim Stift eingebracht und es reich dotiert, haben dort ihre Memorien eingerichtet. Dem Stift eng verbunden sind eine ganze Reihe landsässiger Adelsfamilien gewesen: die von Aden, Adorf, Aspe, Billinghausen, Brobeck, Essentho, Hesmaringhusen, Hevenchusen, Horhusen, Kellinghausen, Papenheim, Rhena, Westheim, Westphal wie auch zeitweilig die Edelherren von Büren und Itter, die ebenfalls meistens Memorienstiftungen errichtet oder sogar auf dem Marsberg ihre Grablege gefunden haben.Die Propstei Marsberg hat enge geistliche und wirtschaftliche Beziehungen zu den Klöstern Arolsen, Böddeken, Bredelar, Dalheim, Flechtdorf und den Padeborner Klöstern Abdinghof und Busdorf gehabt.Der Güterbesitz der Propstei Marsberg lag in der näheren Umgebung und reichte bis ins Waldeckische hinein. Sie verfügte aber auch über Weingüter im Rheinland, und zwar in Trarbach und Litzig, die sie 123237 und 1296 veräußerte38. Da Corvey gerade dort umfangreichen Weingüterbesitz hatte, ist davon auszugehen, daß diese Weingüter zu dem im Jahre 870 von Ludwig dem Deutschen aus dem Krongut herausgelösten und Corvey übertragenen rheinischen Besitz gehört haben39.Die Propstei Marsberg hat sich zusammen mit Corvey erst im Jahre 1505 der Bursfelder Kongregation angeschlossen40. Inwieweit reformatorische Bestrebungen auch die Propstei berührt haben, wird aus den noch nicht genügend gesichteten Quellen nicht deutlich. Erst spät, ab 1590, scheint sich Paderborn bemüht zu haben, in Marsberg die Gegenreformation durchzusetzen41. Um 1620 weilte der Abt von Corvey für längere Zeit in der Propstei. Es hatte wiederum mit Köln Streit gegeben, womöglich um die konfessionelle Entwicklung und um die Grenzziehung, der jetzt beendet werden sollte, indem der Erzbischof den westfälischen Landdrosten im Jahre 1621 aufforderte, dem Abt die bisher eingefrorenen Einkünfte zukommen zu lassen42. 1628 wurde von Köln eine Kommission zur Wiederherstellung des katholischen Bekenntnisses eingesetzt43. 1639 wurde die Propstei visitiert44, 1641 ging der Visitator, der Paderborner Weihbischof Johannes Pelking, gegen Propst und Pfarrer vor45, 1644 erfolgte erneut eine Visitation46. Zu dieser Zeit lag in der Stadt eine kaiserliche Garnison47. Die Friedensverhandlungen waren schon weit fortgeschritten, als die Schweden einen Versuch machten, ihre Position auf dem Friedenskongreß zu verbessern, indem sie ihre Truppen unter Führung des Feldmarschalls Karl Gustav Wrangel mit den französischen zu vereinigen suchten und in diesem Bestreben Höxter eroberten, dann Paderborn und schließlich mit hessischer Kraft Obermarsberg, um von dort aus das südliche Herzogtum Westfalen in den Griff zu bekommen. Obermarsberg wurde am 25. Mai 1646 beschossen, eingenommen und weitgehend verwüstet. Dabei trugen die Stiftskirche und die Stiftsgebäude schwerste Schäden davon. Drei Jahre später, am 10. März 1649, wird auf Veranlassung des Corveyer Abts die "Beschaffenheit der Propstei Marsberg" in einem Bericht festgehalten48. Der Anblick, der sich damals den Besichtigern bot, war ein wahres Jammerbild. Zwei Gewölbe am Turm der Stiftskirche und der Turm selbst waren schwer beschädigt, die Fenster eingeschlagen, die drei Glocken standen auf dem Kirchhof, die Paramente waren bis auf ein Antependium entwendet, das Kirchengestühl war verschleppt. Die Propsteigebäude waren "ganz eingeäschert", während die "alte Propstei" noch stand. Nur ein oder zwei Geistliche versahen Dienste. Die Ölmühle besaß kein Dach mehr. Die Stiftsmühle galt allerdings schon 1638 infolge Kriegswirren als verbrannt49. In einer Urkunde von 1654 wird gesagt, Kriegsunruhen hätten in Marsberg über dreißig Jahre "grassiert"50. Es dauerte bis weit in die sechziger Jahre des 17. Jahrhunderts hinein, ehe sich Stift und Stadt wieder etwas erholt hatten, und kaum dreißig Jahre später mußte das Stift schon wieder über Mittellosigkeit klagen51. Die Bautätigkeit des Propstes Ferdinand von Metternich, der die Erneuerung der Stiftskirche 1689 abschließen konnte, hatte offenbar die stiftischen Finanzen an den Rand des Ruins gebracht. Bereits im Jahre 1695 wurde allerdings der Giershagener Bildhauer Heinrich Pape vertraglich verpflichtet, einen neuen Hochaltar in der Stiftskirche zu errichten52. 1706 überließ Corvey dem Stift Marsberg ein Partikel des heiligen Vitus53, 1715 kaufte das Stift das adlige Haus Horhusen von Franz Adolf von Bönninghausen54. 1732 ließ die kurkölnische Regierung gegen den Willen des Propstes in der Stiftskirche nach einem vermeintlichen Schatz graben55.1803 wurde die Propstei durch die hessen-darmstädtische Regierung aufgehoben56. Zu dieser Zeit war sie nach einem Bericht des letzten Propstes schuldenfrei. Die jährlichen Einnahmen beliefen sich auf rund 1265 Reichstaler, die Naturaleinkünfte auf 501 Scheffel Roggen, 687 Scheffel Hafer, 77 Scheffel Mengekorn, 2380 Eier, 91 1/2 Hähne und 3 Pfund Wachs57. Das ergab umgerechnet eine Gesamtsumme von rund 2500 Reichstalern, nicht eingerechnet Aktivkapitalien in Höhe von 477 Reichstalern und 23 Reichstalern Zinsen.2. Zur Überlieferung des Marsberger ArchivsDer heute im Staatsarchiv Münster verwahrte Urkundenbestand der Propstei Marsberg umfaßt nur noch 379 Nummern58. Davon gehören dem 12. Jahrhundert eine Urkunde, dem 13. Jahrhundert 32 Urkunden, dem 14. Jahrhundert 158 Urkunden, dem 15. Jahrhundert 108 Urkunden, dem 16. Jahrhundert 38 Urkunden, dem 17. Jahrhundert 17 Urkunden und dem 18. Jahrhundert 25 Urkunden an. Die lückenhafte Überlieferung des Urkundenbestands wurde bei der Neuverzeichnung durch ergänzende Überlieferungen aus anderen Urkundenfonds vervollständigt. So sind u. a. 23 Urkunden aus dem Bestand des Klosters Bredelar, 16 aus dem Bestand Corvey, 9 aus dem Bestand Dalheim - alle aus Beständen des Staatsarchivs Münster - und einige Urkunden aus Beständen des Staatsarchivs Marburg, des Generalvikariats Paderborn und des Propsteiarchivs Obermarsberg eingearbeitet. Die urkundliche Überlieferung reicht von 1046 bis 1785. Überlieferungslücken sind für die Zeit von 1046 bis 1082, von 1082 bis 1176, von 1204 bis 1222 und von 1259 bis 1273 erkennbar. Das 14. Jahrhundert scheint ziemlich dicht überliefert zu sein. Für das 15. Jahrhundert werden nur sporadisch kleinere Lücken sichtbar. Dagegen ist der Aktenbestand fast ganz verlorengegangen oder auch teilweise dem Corveyer Archiv einverleibt worden. Der im Staatsarchiv Münster beruhende Marsberger Aktenbestand umfaßt heute nicht mehr als 40 Nummern.Die älteste Nachricht über das Marsberger Propstei-Archiv geht auf das Jahr 1626 zurück59. Damals quittierte der kurfürstliche Richter Johannes Mendanus zu Marsberg und Volkmarsen über den Empfang mehrerer Kisten, die ihm Pater Johannes Hoven und der Corveyer Rentmeister Georg Bahr "depositumsweise" in Verwahr gegeben hatten, sie vor "Feuersnot, Kriegslauf oder anderen unvorhergesehenen Zufällen" zu schützen. Es handelte sich dabei um drei größere und zwei kleine Kisten, "darin Siegel und Briefe und andere Sachen... sein sollen, welche alle verschlossen und versiegelt" sind. 1632 stellte ein nicht näher bekannter Notar "über Ablangung Stadtbergischer Briefschaften, ad tutiorem locum zu bringen", eine Empfangsbescheinigung aus60. In beiden Fällen waren propsteiliche Archivalien gemeint. Wohin diese ausgelagert worden sind, erfahren wir leider nicht. Möglicherweise wurden sie damals schon nach Corvey gegeben und sind dann dort 1634 mit dem Corveyer Archiv teilweise verlorengegangen, als Höxter und Corvey durch die Kaiserlichen belagert und verwüstet wurden61. 1646 wurden bei der Beschießung und Erstürmung Obermarsbergs durch die Schweden die Propsteigebäude, das Archiv und die Wohngebäude eingeäschert, die Stiftskirche schwer beschädigt und ihr Turm gesprengt. Die Schäden waren 1668/9 noch immer nicht behoben62. Daß bei diesem Sturm auf Obermarsberg städtische und wahrscheinlich auch stiftische Urkunden verbrannten, bezeugt eine Urkunde von 1656, in der es heißt, bei "Übergabe und Einäscherung der Stadt Marsberg" seien Urkunden "auf dem Rathaus... verbrannt"63.Nach dem Dreißigjährigen Krieg lagerte das Marsberger Archiv, soweit es abgegeben worden war, in Corvey. Es hat sich nämlich eine Registratura archivi Corbeiensis, incepta 1680 3. Februarii, erhalten, die Privilegia, indulgentiae ecclesiae s. Petri in Monte Martis, vicinorum episcoporum invasiones verzeichnet und insgesamt 121 Nummern Urkunden und einzelne Akten der Zeit 1176 bis 1677 umfaßt64. Von diesen liegen heute 13 Urkunden und fünf Akten nicht mehr im Marsberger Bestand und sind auch sonst nicht auffindbar, weitere, nicht datierte Urkunden, konnten nicht identifiziert werden65. Im Jahre 1714 hat ein namentlich nicht bekannter Marsberger Registratur oder Konventual dem Corveyer Sekretär Boggen sechs Urkunden übergeben, die offenbar noch in Marsberg lagerten66. Von diesen sind heute nur noch zwei nachweisbar67. Schon wenige Jahre später, 1733, überreichte wiederum ein Unbekannter dem Corveyer Archivar Anton von Westerholt mehrere hundert Urkunden der Marsberger Propstei mit einem Verzeichnis68. Wenn auch die meisten Urkunden dieser Abgabe die Zeit von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1716 betreffen, so sind doch auch solche von 1176 bis 1596 darunter, die nicht mehr alle identifizierbar oder nachweisbar sind69.Es scheinen jedoch damals längst nicht alle Urkunden und älteren Akten nach Corvey abgegeben worden zu sein, denn einem Bericht von 1808 zufolge sollen nach glaubhafter Versicherung des letzten Propstes, Friedrich Wilhelm Amecke (1796-1803), und dessen Haushälterin im Jahre 1786 wiederum alle "Original-Urkunden" zusammen mit dem stiftischen Silber nach Corvey "überschickt und nicht wieder zurückgekommen" sein70.1796, bei der Inventarisierung des Nachlasses des Propstes Kaspar von Reusche, wurde "auf der Nebenkammer" der Propstei in einem "Schrank von Eichenholze mit 4 Thüren... das Stiftische Archiv" aufgefunden71. Inwieweit diese Nachricht mit der von 1786 in Einklang zu bringen ist, läßt sich leider nicht mehr feststellen.Das Marsberger Archiv hat nach der Säkularisation an drei Stellen gelegen, wobei sich der ältere Bestand mit den Urkunden und alten Akten in Corvey und die beiden jüngeren Bestände in Marsberg und Arnsberg befunden haben. Der Arnsberger Teilbestand lagerte mindestens seit 1803 in der Staatskanzlei und wurde, wenn etwas gesucht wurde, von Archivrat Bartholomäus Dupuis in Wedinghausen betreut. Aus Urkunden- und Aktenanforderungen dieser Zeit geht hervor, daß Stücke von 1327, 1349, 1358, 1412, 1436, 1480, 1509, 1515, 1547, 1556, 1557, 1558, 1569, 1578 und 1663 teilweise im Original, teilweise in Abschrift vorlagen, die heute nicht mehr nachweisbar sind72. 1806 schreibt Dupuis an die Rentkammer, das auf der Propstei Marsberg befindliche Archiv sei noch nicht in Arnsberg, sondern in Marsberg. In Arnsberg, und zwar im "Großherzoglichen Archiv", werde lediglich die "Kammer-Registratur" gelagert, Urkunden und Akten, die unmittelbar für die Verwaltung der Domäne Marsberg gebraucht wurden73. Dupuis machte deshalb den Vorschlag, das Marsberger Archivmaterial nach Arnsberg zu überführen und in das Großherzogliche Archiv oder das Provinzial-Archiv zu geben und damit den Bredelarer Rentmeister Baum zu beauftragen74. Daraufhin wurde Rentmeister Baum von der Rentkammer mit Schreiben vom 17. Juni 1807 angewiesen, "sämmtliche bey der G(roßherzoglichen) Rezeptur Marsberg vorfindliche Urkunden und Nachrichten mit Ausschluß der zur Administratur unumgänglich nothigen Register... an das hiesige Provinzial-Archiv gelegentlich einzusenden". Da nichts erfolgte, wurde Baum ein zweites Mal mit Schreiben vom 9. November 1808 aufgefordert75. Schließlich trafen die angeforderten Archivalien am 22. Dezember 1808 bei Dupuis in Arnsberg ein, der einen Tag später über den Empfang berichtete76. Baum habe die "auf der Probstey zu Marsberg vorhanden gewesenen Litteralien nebst den probsteylichen Siegeln in einem Koffer, einem tannenen Kasten, einem tannenen Fasse und einem versiegelten Sacke" eingeschickt. Die zugehörigen "Grund- und Hebebücher" behielt Rentmeister Baum zurück, weil sie noch benötigt wurden.Bald nach Eintreffen der Marsberger Archivalien scheint in Arnsberg ein einstweiliges Inventarium der zu der ehemaligen Probstey Marsberg gehörigen Papiere und Urkunden angefertigt worden zu sein, das allerdings nur wenige in Kasten 75 Fach 1 bis 3 lagernde Marsberger Archivalien aufführt und vermerkt, daß "die sämmtliche von Marsberg hierhin gekommene Papiere, welche nicht zur Aufbewahrung im Archiv geeignet waren,... an die Hofkammer-Registratur abgegeben worden" seien. In dem genannten Kasten lagen nur: 1. Urkunden betr. das Gut Harhausen, 2. Rezeß zwischen Marsberg und Dorf Erlinghausen über den Zehnten von 1664 nebst Akten, 3. Obligationen der Propstei Marsberg, 4. Lehenbriefe betr. Kottenstätte in der alten Stadt Marsberg, Lehenträger Gottfried Beckmann 1723, vorher Familie Schnormann, 5. Nachrichten über die Stadtmühle in der alten Stadt Marsberg, 6. Zehnte zu Flessingen und in der Mark, 7. Wiese "unterm Dummenmothe" und Flickländchen, 8. Rezeß zwischen Canstein und Propstei sowie Stadt Marsberg bezüglich Boelers und Homberg, Hude, Trift und Jagd 1552, 9. Vergleich zwischen Propstei Marsberg und von Schmitz zu Soest betr. lehenbare Meiereien bei Stadtberg 174277.Die aus Marsberg übersandten Archivalien befanden sich ansonsten noch Mitte 1809 "in der größten Verwirrung". Ein 1809 von Archivar Theiß in Höxter angelegtes und nach Arnsberg geschicktes Verzeichnis von Marsberger Urkunden und Akten faßte 32 Einzelstücke und Konvolute zusammen. Darunter waren jedoch keine mittelalterlichen Urkunden, soweit ersichtlich, sondern lediglich solche, die das Gut Horhusen, die vor der alten Stadt Marsberg gelegene Mühle sowie Gärten und Gerechtsame der Propstei betrafen. Diese Stücke wurden zur Kammer-Registratur genommen. Dort lagerten 1810 schon "mehrere Annotationsbücher und Heberegister". Dupuis berichtete der Hofkammer mit Schreiben vom 7. August 1813, "unter den von Marsberg hierhin gekommenen Litteralien" befinde sich "fast gar nichts zur Aufbewahrung im Archiv Geeignetes". Und 1817 schreibt der Arnsberger Archivar Hüser, "gantz unbedeutend" seien "die in dem hiesigen Provinzialarchiv befindlichen Litteralien des uhralten und übrigens in der Geschichte sehr merkwürdigen ehemaligen Stifts Marsberg. Alle Urkunden wurden in der Mutter-Abtey Corvey aufbewahrt, und das Stift selbst oder dessen Probst besaß wenige Papiere, welche, in so weit sie ausgeliefert wurden, da sie sich für Aufnahme und Aufbewahrung in einem Archiv nicht eigneten, vor und nach an die damahlige großherzogliche Hofkammer dahier abgegeben sind. Ein unbedeutender Rest liegt noch im Archiv nebst den Verhandlungen über den Ankauf des...Gutes Haarhausen"78.Mit diesen Hinweisen stimmen die von Dupuis um 1816 aufgezeichneten "Bemerkungen und Uebersicht über den Zustand des Archiv- und Registraturwesens im Herzogthum Westfalen" fast wörtlich überein, so daß davon auszugehen ist, daß Hüser sie einfach übernommen hat79.Tatsächlich sind die alten Urkunden und Akten lange in Corvey verblieben und dort zurückgehalten worden, ehe sie in das Arnsberger Provinzialarchiv überführt worden sind. Paul Wigand hat in seinen 1826 veröffentlichten "Berichten von vaterländischen Archiven mit Andeutungen für die Geschichte" festgehalten, das in "Corvey verwahrte Archiv des Klosters Marsberg" enthalte "304 Urkunden", die zumeist "den Güterbesitz und Erwerb" beträfen, jedoch auch "Familiennachrichten über die umwohnenden ritterlichen Geschlechter" enthielten und somit wichtige Informationen zur "Specialgeschichte" und "Particularrechten" sowie "einen speciellen Theil der Geographie des Mittelalters" und "zur Sitte und Rechtsverfassung des Mittelalters" abgäben, wodurch er freilich ähnlich strukturierte Bestände anderer Stifte und Klöster der Umgebung ebenso gut hätte charakterisieren können. Er beklagt aber auch die 1646 eingetretenen Verluste80.Zweifellos handelte es sich bei dem Corveyer Teilbestand um den größten Teil der Marsberger Urkunden, die in einem summarischen Verzeichnis mit insgesamt 241 Nummern bis 1583 erfaßt sind81. Diesem Verzeichnis schließt sich eine ausführliche chronologische Regestierung der Urkunden an, ferner enthält ein angebundenes "Repertorium über das Archiv der Probstey Marsberg" von 1827, nach Materien geordnet, 77 Nummern Urkunden und Akten. Trotz dieses Verzeichnungsstandes galt das bei der Regierung in Arnsberg lagernde Archiv der Propstei Marsberg im Jahre 1832 als "nur ganz summarisch verzeichnet"82. Es scheint, als ob zu dieser Zeit die Teilbestände noch nicht wieder vereinigt oder noch an verschiedenen Stellen gelagert waren.Nikolaus Kindlinger hat den Urkundenbestand 1835/36 durchgesehen und manche Urkunde in Abschrift zu seiner Sammlung genommen. Viele dieser Urkunden tragen rückseitig seine Paraphe. Einige Urkunden sind auch dem Bestand entfremdet worden und in die Sammlung des Kaplans Brügge in Meschede gelangt, von dort dann in die Sammlung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn83.Eine umfassende Neuverzeichnung des Urkunden- und Aktenbestands hat seit August 1899 der damalige Archivhilfsarbeiter Dr. Alfred Overmann vorgenommen und diese Arbeit im folgenden Jahr beendet84. Er hat allerdings keinerlei Hinweise und Bemerkungen zum Bestand selbst, zu seiner Überlieferung und seinem Zustand gegeben. Der Archivvolontär Dr. Ernst Müller erneuerte im März 1901 das Repertorium der Akten. Dieser letzte Verzeichnungsstand kann erst jetzt durch die Neuverzeichnung der Urkunden und Akten als überholt gelten.In der vorliegenden Publikation werden, abweichend von der bisher üblichen Praxis der Historischen Kommission, bis 1350 nur diejenigen Urkundentexte abgedruckt, die inhaltlich von Bedeutung sind. Auf die Wiedergabe reiner Verkaufsurkunden etwa wurde allein schon aus Kostengründen verzichtet. Die Sprache der nach 1350 ausgestellten Urkunden wird nur angegeben, wenn sie, abweichend von der Regel, nicht deutsch ist.Das vorliegende Urkunden- und Regestenwerk stellt im wesentlichen eine Fondsverzeichnung des Bestandes Propstei Marsberg dar. Alle darüber hinaus gemachten Bestandsangaben sind ebenfalls, soweit nicht anders ausgewiesen, auf das Staatsarchiv Münster zu beziehen.3. Beschreibung der kopialen ÜberlieferungAußer den in den schon genannten Beständen im Original oder in Abschrift vorhandenen Urkunden sind folgende kopial und anderweitig überlieferte Quellen eingearbeitet worden:Marsberg Akten 2Mit Datum vom 31. Dezember 1714 hat offenbar ein Marsberger Mönch dem damaligen Corveyer Sekretär Boggen aus dem Marsberger Urkundenbestand sechs Urkunden übergeben, die heute zum Teil nicht mehr nachweisbar sind. Es handelt sich im einzelnen um eine Urkunde von 1388: Resignatio medietatis decimae Chalenbergensium, lat., die nicht nachweisbar ist, um eine Urkunde von 1450: Renovatio donationis medietatis decimae abbatis Corbeiensis, lat., die ebenfalls nicht nachweisbar ist, um Urkunden von 1452 Juni 20,1453 Februar 23 und 1477 Oktober 23, die nachweisbar sind, und um eine Urkunde von 1576: Reversale authenticum der Schnorman ratione feudi Marsbergensis, deutsch, die nicht nachweisbar ist.Marsberg Akten 30Enthält eine Zusammenstellung von Urkunden, die Essentho betreffen, von einer Hand des 17. Jahrhunderts geschrieben. Die 20 Urkundenabschriften sind fast ausnahmslos fehlerhaft und weisen falsche Namen wie falsche Auflösungen lateinischer Kürzungen auf.Marsberg Akten 36, früher Msc. VII 5723Dieses Kopiar der Propstei Marsberg umfaßt einen Pergament-Folioband von 400 gezählten, aber nur 395 beschrifteten Seiten. Er enthält von verschiedenen Händen des 17. und 18. Jahrhunderts 168 Urkundenabschriften der Zeit 887 bis 1766 mit vielen Lesefehlern. So sind vor allem Namen häufiger verschrieben und nicht immer sicher rekonstruierbar. Johann Suibert Seibertz hat den Band benutzt und hieraus Abschriften genommen. Der äußere Deckel trägt die Beschriftung Copialbuch der Probstey Marsberg, der innere die Beschriftung Copionale.Marsberg Akten 40Es handelt sich um ein Verzeichnis Marsberger Urkunden und Akten, das 1680 in Corvey angelegt worden ist. Soweit feststellbar, sind folgende Archivalien heute nicht mehr auffindbar:1. 1313 Custodes bospitalis b. virg. apud s. Nicolaum promittunt conventui certas pensiones (Nr. 72).2. 1319 Transactio zwischen den Gebrüdern von Bigge und H(errn) Propsten von Stadtberg, einen Zehnten betreffend (Nr. 70).3. 1390 Propst Hermann verkauft die Halbscheid eines Hofes in der Altenstadt (Nr. 111).4. 1401 Von einigen Renten des Altars in s. Petri Kirch, die heilige Losing genannt (Nr. 61).5. 1551 Vergleich mit der Stadt Marsberg und denen von Canstein, vor der Propstei getroffen (Nr. 51).6. 1558 Schreiben an H(errn) Abt Reinart wegen des Zehnten zu Erlinghausen (Nr. 85).7. 1560 Inventarium praep(ositurae) Marsberg(ensis) (Nr. 50).8. 1563 Die von Twiste, Malsborg und Röver begehren zu wissen, ob die Propstei Harhaussche Pfandgüter habe (Nr. 99).9. 1572 Wegen Elocation des Zehnten zu Obergemke an das Kloster Flechtdorf (Nr. 88).10. 1583 lnventarium der Propstei bei Propst Bochholtz Absterben (Nr. 45).11. 1605 Ostorpscher Meierbrief (Nr. 98).12. 1614 Copia instrumenti senatus Marsbergensis sepulturam concernens (Nr. 66).13. 1619 Wegen der Pacht von Junker Schönstatt zu Helminghausen (Nr. 101).14. 1620 lnventarium praep(ositurae) Marsberg(ensis) (Nr. 50).15. 1628 desgleichen (Nr. 50).16. 1647 Resolutio civitatis Marsbergensis in causa praepositurae ibidem (Nr. 67).17. 1677 Reversale domini Dikenii modernipastoris in Thulen (Nr. 35).Msc. I 242 a/bDie Handschrift des 17. Jahrhunderts enthält auf den Seiten 117 bis 127 Corveyer und Marsberger Regesten, die allerdings zahlreiche Verstöße gegen die lateinische Grammatik aufweisen.Msc. II 40Auf fol. 227-240v (alte Seitenzählung 517-526) sind von verschiedenen Händen des 17. Jahrhunderts Corveyer und Marsberger Urkundenregesten für die Zeit 1157 bis 1485 zusammengestellt.Msc. II 101Es handelt sich um Urkundenabschriften von der Hand Kindlingers nach den Ausfertigungen. 33 davon betreffen Marsberg und sind teilweise in Corvey Akten 1439 enthalten.Corvey Akten 1333Fol. 6 bis 18 dieses 1733 dem Corveyer Archivar Anton von Westerholt übergebenen Verzeichnisses enthalten zusammen mit einem Verzeichnis mehrere hundert Urkunden der Marsberger Propstei. Wenn auch die meisten dieser an Corvey abgegebenen Urkunden die Zeit von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1716 betreffen, so sind doch auch einige ältere darunter, die nicht mehr alle identifizierbar oder auch nachweisbar sind. Es handelt sich im einzelnen um folgende alte Urkunden: 117685, 119886, 122987, 123088, 123489, 124790, 129391, 135892, 145293, 150794, 151595, 152796, 153797, 156198, 156999, 1587100 und 1596101.Corvey Akten 1439, früher Msc. I 134, bezeichnet als Kopiar 1 des Stiftes CorveyDas Manuskript enthält 292 gezählte Pergamentseiten mit Urkundenabschriften 819 bis 1451, geschrieben wahrscheinlich von einer einzigen Hand um 1451.Corvey Akten 1473Der Band enthält auf den Seiten 36 bis 59 Urkundenabschriften und Regesten Marsberger Urkunden 799 bis 1779, die im Corveyer Archiv beruhten, von Kapitular und Archivar Justinus von Andlau 1779 zusammengetragen.Propsteiarchiv Obermarsberg A 1Der Band enthält von einer Hand des 17. Jahrhunderts Urkundenabschriften, -auszüge und Regesten von 827 bis 1452 sowie chronikalische Nachrichten, die viele Abschreibfehler, vor allem bei der Wiedergabe von Namen, aufweisen.Beschreibung der abgebildeten SiegelStift Marsberg IBrustbild des hl. Petrus, nimbiert, in der Rechten Schlüssel. Umschrift: +PRINCEPS APOSTOLORVM. Das OR steht als Ligatur. Der Durchmesser beträgt 32 mm. Abb. und Beschreibung in Westf. Siegel III 105,1. Abdruck von 1222 (Bredelar Urk. 16) und 1231 (Dalheim Urk. 18). Abb. 1.Stift Marsberg IIBrustbild des hl. Petrus, nimbiert, in der rechten Schlüssel, zur Linken nach oben offener Halbmond. Umschrift: +S':S(AN)C(T)I PETRI I(N) MERSBERH. Über dem H steht ein Kürzungsstrich. Der Durchmesser beträgt 30 mm. Abb. und Beschreibung in Westf. Siegel III 105,2. Abdruck von 1251 (Bredelar Urk. 46). Abb. 2.Stift Marsberg IIIÜber Weinblattwerk erhebt sich eine dreischiffige gotische Kirche mit Vierungsturm. In der mittleren Arkade sitzt der hl. Petrus, nimbiert, mit Schlüssel und Buch, in der linken Arkade Papst Leo III., in der rechten Karl der Große. Umschrift: S':ECCLESIE:MONTIS:MARTIS. Der Durchmesser beträgt 55 mm. Abb. und Beschreibung in Westf. Siegel III 105,3. Abdruck von 1377 (Marsberg Urk. 154), von 1421 (Marsberg Urk. 220) und von 1470 (Dalheim Urk. 223). Abb. 3.Propst zu Marsberg IÜber drei Arkaden, bei der die mittlere erhöht und mit vier pfahlweise gestellten Knöpfen besetzt ist, der hl. Petrus, nimbiert, in der Rechten Schlüssel, in der Linken Kreuzstab, neben dem linken Arm der Großbuchstabe A, über diesem ein Sternchen. Umschrift: S'PREPOSITI MONTIS MARTI'. Der Durchmesser beträgt 38 mm. Abdruck von 1421 (Marsberg Urk. 220) und von 1563 (Marsberg Urk. 311)102. Abb. 4.Propst zu Marsberg IIÜber ovalem Wappenschild mit dem Großbuchstaben A der hl. Petrus, nimbiert, in der Rechten Schlüssel, in der Linken Kreuzstab, über dem Haupt P Z M, das übrige Feld mit Trauben ausgefüllt. Stempel des 18. Jahrhunderts in der Siegelstempelsammlung des StAs Nr. 119. Größe: 21 zu 25 mm. Abb. 5.Propst Ferdinand von MetternichÜber bekrönter ovaler Kartusche mit dem Wappen des Propstes (3 Muscheln, 2:1 gestellt) hl. nimbierter Petrus mit Schlüssel und Kreuzstab, über der rechten Schulter der Großbuchstabe A. Umschrift: SIGILL PRAEPOSITI MONTIS MARTIS. Der Durchmesser des Ringpetschaftabdrucks beträgt 17 zu 19 mm. Abdruck von 1684 (Corvey Akten 254). Abb. 6.Propst Caspar von ReuscheÜber ovalem Schild mit dem Wappen des Propstes (über vierlatzigem Turnierkragen 2 nebeneinander gestellte Rosen) der hl. Petrus, nimbiert, in der Rechten Schlüssel, in der Linken Kreuzstab, über der rechten Schulter der Großbuchstabe A. Umschrift: SIGILLVM PRAEPOSITI MONTIS MARTIS. Das AE in Ligatur. Die Größe beträgt 33 zu 38 mm. Nach dem Siegelstempel in der Siegelstempelsammlung des STAs Nr. 120. Abb. 7.Propst Caspar von ReuscheÜber Renaissanceschild mit dem Wappen des Propstes der hl. Petrus, nimbiert, in der rechten Schlüssel, in der Linken Kreuzstab, über der rechten Schulter der Großbuchstabe A. Umschrift: +CASPAR FREYHER V REUSCHE PROBST Z:MARSBERG. Die Größe beträgt 42 zu 46 mm. Nach dem Siegelstempel in der Siegelstempelsammlung des STAs Nr. 121. Abb. 8.Propst Caspar von ReuscheWie voriges Siegel. Umschrift: CASPAR FREYHERR VON REUSCHE PROBST ZU MARSBERG. Die Größe beträgt 36 zu 38 mm. Nach dem Siegelstempel in der Siegelstempelsammlung des STAs Nr. 122. Abb. 9.Propst Caspar von ReuscheWie voriges Siegel. Über dem hl. Petrus C F V R P Z M. Die Größe beträgt 22 zu 24 mm. Nach dem Siegelstempel in der Siegelstempelsammlung des STAs Nr. 123. Abb. 10.Stadt Marsberg IZinnenbekrönte Stadtmauer mit Tor, dahinter aufragend zweitürmiges Westwerk einer Kirche mit Kreuz über dem Kirchenschiff. Umschrift: +SIGILLVM CIVIVM DE MONTE MARTIS. Der Durchmesser beträgt 60 mm. Abb. und Beschreibung in Westf. Siegel 11,2 Tafel 74,2. Abdruck von 1231 (Dalheim Urk. 18) und 1238 (Dalheim Urk. 24, Bruchstück). Abb. 11.Stadt Marsberg IIZwei über einer Arkadur (Stadtmauer?) nebeneinander sitzende geistliche Würdenträger, der Erzbischof von Köln und der Abt von Corvey, mit Mitra, Stab und Buch. Umschrift: +SIGILLVM BORGENSIVM DE MONTE MARTIS. Der Durchmesser beträgt 75 mm. Abb. und Beschreibung in Westf. Siegel 11,2 Tafel 66,3. Abdruck von 1248 (Bredelar Urk. 39). Abb. 12.Kurfürstliches Gericht MarsbergIm gespaltenen Schild vorn ein durchgehendes Kreuz, hinten ein mit dem Bart nach außen gekehrter, aufrecht stehender Schlüssel, darüber die Jahreszahl 1656. Umschrift: *SIGILLVM IVDICII MONTIS MARTIS. Der Durchmesser beträgt 28 mm. Abdruck von 1659 (Marsberg Urk. 335). Abb. 13.Abt Reiner von Bocholtz zu CorveyUnter gotischer Arkadur der hl. Vitus, nimbiert, auf einem Löwen stehend, in der Rechten Palmzweig, in der Linken Buch, darunter zwei nach außen geneigte Schilde, der vordere geteilt, im hinteren 3 Löwenköpfe, 2:1 gestellt. Umschrift: SIGILLVM RENERI ABBA CORBEIENS. Das letzte N steht verkehrt. Spitzoval, 42 zu 62 mm. Abdruck von 1583 (Marsberg Urk. 318). Abb. 14.Abt Florenz von dem Velde zu CorveyOvaler Schild mit dem Wappen des Abts, darüber drei Helme mit Helmzieren, davon der mittlere mit Mitra, unter dem Schild SIGILLVM FEVDALE. Umschrift: FLORENTIVS D G ABBAS CORBEI:S R I PRINCEPS. Die Größe beträgt 43 zu 48 mm. Abdruck von 1698 (Marsberg Urk. 343). Abb. 15.Priester Hermann FlechtorpSchild, belegt mit auf Rumpf liegendem Widderkopf. Umschrift: (...)RMANNI(...)VLECTHOR(...). Der Durchmesser beträgt 23 mm. Abdruck von 1423 (Marsberg Urk. 225). Abb. 16.Philipp Graf zu WaldeckWappenschild mit achtstrahligem Stern, darüber Helm mit Helmzier, in die Umschrift hineinragend. Umschrift: philips graue zu waldegke: Der Durchmesser beträgt 24 mm. Abdruck von 1515 (Marsberg Urk. 294). Abb. 17.Bertolt Happekord, Richter zu MarsbergSchild, belegt mit einem über eine Gibelzier springenden Einhorn(?). Umschrift: s' bertoldi dicti happekorde. Der Durchmesser beträgt 24 mm. Abdruck von 1417 (Marsberg Urk. 211). Abb. 18.Hermann, Ludolfs Sohn, zu MarsbergIm gotischen Schild ein mit drei großen S belegter Schrägbalken. Umschrift: S' HERMANI HER LVDOLFI. Der Durchmesser beträgt 28 mm. Abdruck von 1412 (Marsberg Urk. 207). Abb. 19. S. Nr. 1. Monumenta Germaniae Historica, Scriptores I, hg. von Georg Heinrich Pertz. Hannover 1826, S. 32. Wilmans, Kaiserurkunden 1 Nr. 9. Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen 45. Bd: Kreis Brilon. Münster 1952 S. 367. Ruth Meyer, Karolingische Kapitelle in Westfalen und ihr Verhältnis zur Spätantike (Westfalen 39. 1961 S. 206) bezeichnet das Kapitell als spätkarolingisch und als "Filiation von Corvey" und weist in diesem Zusammenhang auf die Urkunde von 826 hin. Neujahrsgruß 1991 S. 71-74, 1992 S. 72-74, 1993 S. 61-63. Lexikon des Mittelalters Bd 8. München 1996 S. 610. Falke, Traditiones Corbeienses S. 221. Wie Anm. 7. Annales Corbeienses 1 S. 10. S. Nr. 11. S. Nr. 2. S. Nr. 4. S. Nr. 267. S. Nr. 338. S. Nr. 16. Bau- und Kunstdenkmäler Kr. Brilon S. 359. S. Nr. 18. S. Nr. 20. S. Nr. 22. S. Nr. 53. Bau- und Kunstdenkmäler Kr. Brilon S. 351. S. Nr. 49. S. Nr. 47, 61 und 62. S. Nr. 120. S. Nr. 382. S. Nr. 297. S. Nr. 305. S. Nr. 261. S. Nr. 402. S. Nr. 405. S. Nr. 405. S. Nr. 501, 502, 511, 512, 527, 531, 535. S. Nr. 577. S. Nr. 611. S. Nr. 617. S. Nr. 662. S. Nr. 12. S. Nr. 51. Vgl. Helmut Müller, Weinbau und Weinkonsum in Westfalen. In: Nahrung und Tischkultur im Hanseraum, hg. von Günter Wiegelmann und Ruth-E. Mohrmann. Münster/New York 1996 S. 413. Johannes Linneborn, Die Reformation der westfälischen Benedictiner-Klöster im 15. Jahrhundert durch die Bursfelder Congregation. Brünn 1899 S. 85 (Studien und Mitteilungen aus dem Benedictiner- und Cistercienser-Orden 20). S. Nr. 538. 1608 erteilte Bf Dietrich von Paderborn seinem Offizial den Auftrag, in Marsberg zu visitieren, da die katholische Religion und die Kirchenzeremonien im Bistum und in Marsberg desolat seien (GV Paderborn blau 236 fol. 54). Eine weitere Visitation Marsbergs durch Paderborn erfolgte 1613 mit dem Grund, "Ketzereien und Unglaub" abzuschaffen (GV Paderborn blau 236 fol. 108). S. Nr. 574. S. Nr. 578. S. Nr. 587. S. Nr. 591. S. Nr. 595. S. Nr. 594. S. auch Siebers, Marsberg S. 70-71. S. Marsberg Akten 1. Näheres zur Beschießung der Stadt Obermarsberg im Jahre 1646 bei Siebers, Marsberg S. 73ff. S. Nr. 583. S. Nr. 611. S. Nr. 662. S. Nr. 664. S. Nr. 675. S. Nr. 689. S. Nr. 707. Wilhelm Honselmann, Marsberg - Benediktiner. In: Karl Hengst (Hg.), Westfälisches Klosterbuch Teil 1 (Veröff. der Histor. Kommission f. Westfalen XLIV,2). Münster 1992 S. 575. StA Münster, Großherzogtum Hessen II D 30. Findbuch A 332 I. Corvey Akten 565 fol. 111 und Marsberg Akten 40 Nr. 91. Marsberg Akten 40 Nr. 92. Siehe den zeitgenössischen Bericht in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens Bd 1. Hamm 1826 S. 27-30. Corvey Akten 566. S. Urk. Nr. 613. Marsberg Akten 40. Die Urkundenregesten wurden in das vorliegende Urkundenbuch eingearbeitet. Nicht aufgenommen, obgleich im Verzeichnis von 1680 unter Nr. 3 aufgeführt, wurde eine Urkunde von 1228, mit der König Heinrich die Übertragung der Eresburg an den Erzbischof von Köln widerruft und den Abt von Corvey wieder in deren Besitz einweist (Corvey Urk. 86 = WUB 4 Nr. 161). Marsberg Akten 2. Siehe die Beschreibung der Akte weiter unten. Corvey Akten 1333 fol. 6-18. Siehe die Beschreibung der Akte weiter unten. StA Münster, Dienstregistratur A 6 Nr. 46. GV Paderborn blau 241 fol. 297-310. StA Münster, Dienstregistratur A 6 Nr. 46. Wie Anm. 72. Schreiben vom 12.6.1807 (StA Münster, Großherzogtum Hessen II D 31). Wie Anm. 74. Wie Anm. 70 und 74. StA Münster, Dienstregistratur A 6 Nr. 46. Wie Anm. 77. Zeitschrift f. vaterländische Geschichte u. Alterthumskunde 51 (1893), Teil 2 S. 113. Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 1. Bd. Hamm 1826 S. 39-40. Dieser Wigand'sche Bericht ist handschriftlich auch dem alten "Repertorium des Corveyschen Archivs" und "Special-Archiv der Propstei Marsberg. Urkunden" beigefügt (StA Münster, Alte Repertorien 268). StA Münster, Alte Repertorien 268, dort angebunden. StA Münster, Dienstregistratur B IV 3. Verzeichnet von Ulrike Stöwer, s. Verzeichnis der gedruckten Quellen. StA Münster, Dienstregistratur B I 5 Bd 2, Alte Repertorien 787. Siehe Nr. 4. WUB 2 Nr. 570. Vermutlich WUB 4 Nr. 168. Siehe Nr. 11. WUB 4 Nr. 219. Siehe Nr. 16. Vermutlich WUB 4 Nr. 2269. Siehe Nr. 198. Vermutlich Nr. 375. Siehe Nr. 435. Siehe Nr. 445. Responsiones Corbeiensium ad diversas Paderbornensium praetensiones ratione iurisdictionis ecclesiae in Monte Martis. Nicht nachweisbar. Wie Anm. 96. Indult des Paderborner Offizials über Güter des Benefiziums s. Elisabethae. Der Offizial bestätigt, daß der Marsberger Propst Archidiakon daselbst sei. Nicht nachweisbar. Der Marsberger Propst verneint eine kurkölnische Rechtsprechung in Marsberg. Nicht nachweisbar. Kölnische Visitation in Marsberg. Nicht nachweisbar. Schreiben des Paderborner Bischofs Dietrich an Abt Dietrich von Corvey. Nicht nachweisbar. Eine Deutung der Arkaden ist schwierig. Vielleicht ist ein heraldischer Dreiberg gemeint, ein Felsen, auf dem Petrus steht und die Kirche verkörpert. Die überhöhte mittlere Arkade, die im späteren Stiftssiegel von Petrus eingenommen wird, könnte die Himmelstür sein. In den beiden äußeren Arkaden scheinen, dem späteren Stiftssiegel entsprechend, Papst Leo und Karl der Große zu sitzen.

Umfang : 379 Urkunden, Findbuch A 113u mit Index.

Verweise :

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