Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.4. NACHLÄSSE UND SAMMLUNGEN
4.4.2. Sammlungen von Vereinen, Institutionen und Firmen
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.)
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Sammlung Wilhelm Eberhard Schwarz
V 508, Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Sammlung Ferdinand F. A. Tyrell
Permalink des Findbuchs


Signatur : V 508

Name : Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Sammlung Ferdinand F. A. Tyrell

Beschreibung :

Einleitung :

Ferdinand Franz Anton Tyrell (* 7. Dez. 1760 in Werl, + 14. Aug. 1830) trat 1779 in das Benediktinerkloster Liesborn ein und war dort wenig später als Bibliothekar und Lehrer der Theologie tätig. 1797 wurde er Beichtvater im Kloster St. Aegidien in Münster, welche Stellung er bis zur Aufhebung des Klosters 1811 innehatte.

Seine in langen Jahren zusammengestellte Sammlung historischer Nachrichten schlug sich in einem Lebenswerk, dem "Chronicon Liesbornense" nieder, das sich in 37 Bänden erhalten hat (Die in der Literatur oft vermerkte Notiz, daß drei mit der mit 40 angegebenen Bände fehlen, rührt her von der falschen alten Bandzählung).

Die Chronik und weiteres Sammelgut Tyrells gelangte über seinen Großneffen Peter von Hatzfeld in die Bibliothek des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (z.T. durch Ankauf, z.T. durch Vermächtnis).

Als eigenständige Sammlung Tyrell wurde dieses Sammelgut von den übrigen im Staatsarchiv Münster deponierten Handschriften des Vereins gesondert gelagert.

Das Sammelgut enthält neben Tyrells Handschriften und historisch-genealogischen Notizen systematisch oder zufällig aufbewahrte Archivalien unterschiedlichster Herkunft (auch die Notizen Tyrells sind z.T. auf zerschnittenem Registraturgut aufgelöster Behörden niedergeschrieben). Auffallend stark vertreten sind Archivalien aus der Registratur des ehem. Amtes Horstmar, die soweit erkennbar, vermerkt sind. Es scheinen aber auch Papiere aus Familiennachlässen gesammelt worden zu sein, und natürlich zeitgenössische Unterlagen, die Tyrell erworben hatte.

Die Notizen Tyrells sind nur grob geordnet, soweit sie eine Vorordnung erkennen ließen (Schrift!) und auch bei den genealogischen Aufzeichnungen sind nur die wesentlichsten erkennbaren Familiennamen vermerkt.

Lit.: Marianne Schründer-Povel, Der Liesborner Benediktinerpater Ferdinand Tyrell und sein Chronicon Familiae Tyrell, in: Beiträge zur Westfälischen Familienforschung Bd. 27-29, 1969/1970, S. 7ff.

J.B. Nordhoff, Die Chronik des Klosters Liesborn, in: Westfälische Zeitschrift Bd. 26, 1866, S. 177ff.

Der Bestand ist zu zitieren: Sammlung Tyrell Nr. ...

Münster Dezember 1986

Sagebiel

Kr, 15.09.2008

Umfang : 549 Akten (32 Kartons), Findbuch V 508.



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