Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) / Akten
U 132, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Uhlenbrock - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 132

Name : Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Ein Zweig der Familie von der Recke war seit dem 14. Jahrhundert als Burgmann zu Kamen ansässig. Als im Jahre 1581 mit Rutger von der Horst das Geschlecht von der Horst ausstarb, kam Haus und Herrlichkeit Horst (Gelsenkirchen) zunächst an Bertram v. Loe zu Geist und Palsterkamp und dann 1607 als Heiratsgut an Dietrich von der Recke. Haus Uhlenbrock (Gelsenkirchen-Buer) gelangte nach dem Aussterben der namengleichen Familie an die von Westerholt, von denen es aber ebenfalls um 1600 an die von der Recke zur Horst überging. Im Jahre 1677 wurde diese Besitzansammlung unter den Brüdern v. der Reck wieder aufgeteilt. Die Linie v. der Reck zu Horst verkaufte dieses Gut im Jahre 1706 an die v. Fürstenberg, die es nach einigen Prozessen behaupten konnten. Haus Uhlenbrock und der Besitz zu Kamen waren das Heiratsgut, das Luise Friederika Juliana von der Reck durch ihre Eheschließung mit Franz Wilhelm Christian v. Loe im Jahre 1775 an diesen brachte. Damit gelangten Teile des von Loeschen Archivs in das Archiv Uhlenbrock. Da die Ehefrau ihren Mann aber gleich nach der Hochzeit verließ und die Ehe somit kinderlos blieb, fiel der Besitz wieder an die Verwandten der Familie v. der Recke. Franziska v. der Reck, Tochter des Franz Johann Dietrich v. der Reck und der Maria Eva Rüdt v. Collenberg, hatte Josef Clemens August v. Westerholt und Gysenberg geheiratet. Die Erbtochter aus dieser Ehe vermählte sich mit Ludolf Friedrich v. Boenen, der sich seit 1779 Reichsfreiherr v. Westerholt und seit 1790 Reichsgraf v. Westerholt und Gysenberg nannte. Eine Tochter aus dieser Ehe wiederum, namens Louise (Ludowika), heiratete 1813 den Freiherrn Ignaz v. Landsberg-Velen und brachte damit Uhlenbrock in landsbergischen Besitz. Als das Gut Uhlenbrock im Jahre 1901 an August Thyssen verkauft wurde, verblieb das Uhlenbrocksche Archiv im Landsbergischen Gesamtarchiv. Das Archiv wurde um 1800 nach einem Alphabet der Schlagworte geordnet (Findbuch s. Nr. 15928). Nach diesem Verzeichnis wurde auch das Inventar veröffentlicht (Westfäl. Adelsblatt 3, 1926, S. 223 ff). Die darin vorgegebene Ordnung konnte bei der Neuverzeichnung nicht beibehalten werden. Literatur: zu Kamen: Bau- und Kunstdenkmäler Westfalens, Kr. Unna, 1959, S. 269 ff zu Uhlenbrock: desgl. Kr. Recklinghausen, 1929, S. 88 ff; G. Griese, Burgen und Schlösser in Gelsenkirchen, 1960 (mit Irrtümern) K. Niederau, Zur Geschichte des Berg. Adels, Die von Kalkum genannt von Leuchtmar. In: Zeitschrift des Berg. Geschichtsvereins, 86. Jg. 1973, S 14 ff Stammtafel der Luise v. Westerholt-Gysenberg s.: F. Graf Westerholt-Arenfels, Max Friedrich Graf Westerholt, seine Familie und seine Zeit, 1939, Tafel 2

Münster 1959/1981

W. Kohl / M. Wolf

Hinweis:

Das alte Urkunden-Findmittel enthält teilweise Handzeichnungen der Siegel (vgl. jeweils Bemerkung).



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