Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Barnsfeld / Urkunden
U 132, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Salzwerk Gottesgabe und Hermannshall - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 132

Name : Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Hermann von Velen der Ältere, Droste im Emsland und des Amtes Rheine-Bevergern, ließ sich im Jahre 1577 vom Domkapitel bzw. der Regierung in Münster mit Salzrechten belehnen. Genutzt wurden die Salzquellen am Huckesberg bei Gravenhorst und am Roten Berg bei Metelen (Stift Langenhorst). Da diese Quellen nicht genügend ergiebig waren, wandte man sich den Salzquellen bei Bentlage zu und errichtete die Salinen Gottesgab und Hermannshall. Nach der Aufteilung des Velener Besitzes unter die beiden Söhne Hermann den Jüngeren zu Velen und Alexander (I.) zu Raesfeld blieb das Salzwerk zunächst in gemeinsamer Verwaltung. Im Jahre 1639 trat Alexander (II.) zu Raesfeld seine Rechte an seinen Neffen Dietrich von Velen zu Velen ab gegen dessen Verzicht auf die Güter Hagenbeck und Engelrading. Für die Beschaffung von Brennmaterial zur Salzgewinnung ließ man sich auch die Berechtigung zur Suche nach Kohlen (bei Ibbenbüren) verleihen. Außerdem wurde eine Kupfermühle betrieben. Da der Betrieb des Salzwerks hohe Investitionen erforderte, denen ein angemessener Ertrag zeitweilig nicht entsprach, überließ die Familie von Velen im Jahre 1737 dem Fürstbischof das Salzwerk gegen den Zehnten zu Rhede und Brahe.

Münster 1981

M. Wolf

Verweise :

A. Führer, Geschichte der Saline Gottesgabe bei Rheine 1924.



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken