Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)
Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) / Akten
U 132, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Falkenhof - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 132

Name : Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Der in der Stadt Rheine gelegene Burgmannssitz Falkenhof war ein Lehen der Abtei Herford. Besitzer waren bis 1371 die Ritter von Hake, dann bis 1450 die Valke, bis 1514 die von Langen, die von den Valke zum Rockel beerbt wurden. Durch die Heirat der Anna Valcke mit Dietrich von Morrien (1521) fiel das Gut an diesen, der damit eine neue Linie der Familie von Morrien begründete. Das Archiv enthält u. a. auch Nachrichten über den Besitz der Nebenlinien zu Ottenstein, Stover und den Burgmannssitz zu Horstmar sowie über das Haus auf dem Bispinghof zu Münster. Mitte des 17. Jahrhunderts kam durch die Heirat mit der Anna von Büren auch das Haus Kalbeck an die Familie. Die beiden Güter wurden allerdings in der nächsten Generation zwischen den Brüdern geteilt, kamen aber später im Erbgang wieder zusammen. Anfang des 18. Jahrhunderts beerbte die Familie von Morrien die von Wylich zu Pröbsting. Aus diesem Grunde stehen die Archive Pröbsting, Falkenhof und Kalbeck in enger Beziehung. Als am Ende des 18. Jahrhunderts die Familie von Morrien im Mannesstamm ausstarb, erbte die mit dem von Grüter verheiratete Tochter den Besitz, wobei ihre Schwester, verehelichte von Heeckeren, ihren Anteil abtrat. Auch in der nächsten Generation konnte einer der Erbberechtigten, der Landrat des Kreises Borken v. Basse, alle drei Güter wieder in einer Hand vereinigen. Im Jahre 1895 verkaufte sein Enkel Stach von Goltzheim Falkenhof mit Pröbsting an den Grafen von Landsberg-Velen. Zur Zeit wird der im Besitz der Stadt Rheine befindliche Falkenhof als Museum genutzt.

Münster 1959 / 1979

Dr. Kohl / Dr. Wolf

Hinweis: Im alten Urkunden-Findmittel finden sich teilweise Handzeichnungen der Siegel.

Verweise :

F. Kolck, Rheine im Wandel der Zeiten, 1963, S. 25.

Bau- und Kunstdenkmäler, Kreis Steinfurt, 1904, S. 96, 101, Tafel 70



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