Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.1. Fürstbistum Münster
1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände
Fürstbistum Münster, Amt Werne
B 030, Fürstbistum Münster, Amt Werne
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 030

Name : Fürstbistum Münster, Amt Werne

Beschreibung :

Einleitung :

Verwaltung des Amtes Werne

Das Fürstentum Münster gliederte sich verwaltungsmäßig in Ämter. Diese Ämter umfaßten meist mehrere Gerichte und Kirchspiele und wurden von einem adligen Amtsdrosten und einem bürgerlichen Rentmeister verwaltet. Sie waren dem Geheimen Rat unterstellt. Der Rentmeister verwaltete auch die Domäneneinkünfte und unterstand in dieser Eigenschaft der Hofkammer.

Bis in diese Zeit reichen die hier vorliegenden Akten aus der Registratur des Rentmeisters. Es war nicht unüblich, die alten und eingearbeiteten Unterbehörden und -beamten weiterzubeschäftigen, da nur sie mit den örtlichen Verhältnissen so gut vertraut waren, um auch in politisch unruhigen Zeiten Verwaltung und Einnahmen sicherzustellen.

Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft ging das Gebiet des ehemals fürstbischöflichen Amtes Werne im neu gebildeten Kreis Lüdinghausen auf.

Bestandteile des Amtes Werne

Das Amt Werne gliederte sich in die Gogerichte Werne (mit den Pfarreien Werne, Herbern, Bork und Olfen) und Davensberg (mit den Pfarreien Ottmarsbocholt, Ascheberg und Selm) und die Gerichte Lüdinghausen, Vischering, Wolfsburg (Seppenrade), Nordkirchen (mit den Pfarreien Nordkirchen, Cappelle und Südkirchen), Lenklar (Kappenberg) und Stockum. Östlich von Davensberg gehörten Teile des Amtes Werne zum Gericht Wolbeck. Im Reichsdeputationshauptschluß von 1803 fiel das Amt Werne als Teil des ehemaligen Fürstbistums Münster an Preußen und wurde dem neu gebildeten Kreis Lüdinghausen zugeteilt. Bei der von Preußen 1806 durchgeführten Kreisneueinteilung wurde das ehemalige Amt Teil des Kreises Münster. Nach der endgültigen Niederlage Preußens 1807 bildete es den Kanton Werne im Ruhrdepartement des Großherzogtums Berg.

Verzeichnung der Akten des Amtes Werne

Im vorliegenden Bestand sind Akten und Rechnungen der Rentmeisterregistratur gemeinsam verzeichnet. Vorliegendes Findbuch wurde im Februar 1975 von Herrn Buchholz verzeichnet, im Dezember 2005 von Siegmar Kockjeu in das Verzeichnungsprogramm VERA übertragen und von Thomas Reich überarbeitet.

Ergänzungsüberlieferung im StAMS

·Materialien über die einzelnen Ämter, Amtsbestallungen, Grenz- u. Schnadbücher in Msc. u. Altertumsverein Münster Msc.

·Vgl. auch die Kindlingersche Sammlung (Msc. II).

·Amtsverwaltung Rheine-Bevergern auch im Depositum von Landsberg-Velen.

Literatur

Hubert Altemeyer, Die Entstehung der Amtsverfassung im Stifte Münster, insbesondere im Niederstift, Warendorf 1926 (Jur. Diss).

Zitierweise

StAMS Fürstbistum Münster, Amt Werne Nr. xy

Münster, im Dezember 2005Thomas Reich

Umfang : 247 Akten (39 Kartons), Findbuch B 030 mit Index.

Verweise :

Filmarchiv 45,2/75



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