Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.1. Fürstbistum Münster
1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster
Schwesternhaus Blumental, Beckum
Schwesternhaus Blumental, Beckum / Urkunden
B 203u, Schwesternhaus Blumental, Beckum - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 203u

Name : Schwesternhaus Blumental, Beckum

Beschreibung :

Einleitung :

Das Schwesternhaus Blumental in Beckum (auch "Blumenthal")

Das bei der Westmühle vor den Toren Beckums gelegene Schwesternhaus Marienborn (süsternhus ton Marienborne) wurde am 8. September 1446 auf einem von Hermann Volker geschenkten Hof gegründet (vgl. Urk. 3 a). 1451 erfolgte die Errichtung eines neuen Konventshauses innerhalb der Stadtmauer an der Südpforte. 1464 nahmen die Schwestern die Augustinusregel an. Nachdem die Klostergebäude dem Stadtbrand vom 24. Juli 1657 zum Opfer fielen, gelang ein bescheidener Wiederaufbau bis 1662. Doch war der wirtschaftliche Niedergang nicht aufzuhalten, mit dem auch die Zahl der Schwestern zurückging. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde der Dechant des Kollegiatstifts Beckum zum Verwalter bestellt. Nach dem vergeblichen Versuch, die verbliebenen Schwestern nach Ahlen (Tochtergründung Maria Rosa) umzusiedeln erfolgte am 29. März 1814 die Aufhebung. Die geringen Vermögenswerte gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds ein.

Kloster-Archiv

Die immensen Wasserschäden bei den Urkunden und Akten des Schwesternhauses Blumental sind großenteils bei einem Unwetter am 5. Juli 1734 entstanden, als das Wasser sechs Fuß hoch in der Kirche stand (Msc. I Nr. 91 Bl. 18). Ab 1812 wurden die Archivalien auf dem Domänenbureau verwahrt. Graf Reisach verzeichnete 1821 das Klosterarchiv neu (Urkunden und Akten), entnahm dem Bestand jedoch über 100 durch Feuchtigkeit beschädigte Urkunden. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Urkunden erneut verzeichnet (vgl. Alte Findbücher). Im Jahre 2007 unternahm Jörg Wunschhofer eine grundlegende Neuverzeichnung der Urkunden und Akten, die Thomas Reich in das Verzeichnungsprogramm VERA übertragen hat. Herr Wunschhofer hat dabei auch zahlreiche urkundliche Bezüge in den Akten erfaßt.

Ergänzende Quellen im Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster:

··Msc. I 91: Gedächtnisbuch des Schwesternhauses Blumental in Beckum mit Kalendar, Memorien- und Konventsliste, 1446-1765 (mit starken Wasserschäden) [Provenienz Schwesternhaus Blumental]

··Altertumsverein, Msc. 236, S. 166-167: Verzeichnis der Schwestern 1664 ff.

·Weitere Quellen bei Kohl, Schwesternhaus Blumental zu Beckum, S. 219

Weitere Quellen:

··Stadtarchiv Beckum

·Bistumsarchiv Münster

·Landesarchiv NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf

Literatur:

··Kohl, Wilhelm, Beckum - Schwesternhaus Blumental, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 54-56; darin weiterführende Literatur. [A VI, 8/1]

·Kohl, Wilhelm, Schwesternhaus Blumental zu Beckum, in: Germania Sacra NF 3,1, Berlin 1967, S. 219-248. [9 G 10/3]

·Schmieder, Siegfried, Kloster Blumenthal, in: Schmieder, Siegfried / Ahlmer, Egon / Winkelmann, Wilhelm, Stadt Beckum. Ereignisse und Entwicklung in 750 Jahren, Beckum 1974, S. 31-42. [WG 1604]

Die Bestellsignatur wie auch die Zitierweise des Bestandes lautet:

StAMS Schwesternhaus Blumental, Beckum - Urkunden Nr. ...

Münster, 15. November 2007

Dr. Thomas Reich

Umfang : 72 Urkunden, Findbuch B 203u.



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