Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.1. Fürstbistum Münster
1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster
Stift Hohenholte
Stift Hohenholte / Akten
B 211, Stift Hohenholte - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 211

Name : Stift Hohenholte

Beschreibung :

Einleitung :

Das Damenstift Hohenholte (heute Gemeindeteil von Havixbeck und immer noch "das Stiftsdorf" genannt) wurde 1142 als Benediktinerkloster unter der Oboedienz des Abtes von St. Nicaise in Reims gegründet. Wegen mangelnder Entwicklung verzichtete er auf seine Rechte und gab 1189 das Fundationsrecht an den Bischof von Münster. Dieser veranlaßte vor 1227 die Umwandlung in ein Augustinerinnenkloster und verlieh 1238 das Recht der freien Vogtwahl. 1557 erfolgte die Umwandlung in ein freiweltliches Damenstift, dessen Insassinnen meist aus Ministerialen- und aus münsterischen Erbmännerfamilien stammten. Die Statuten wurden 1575 verschriftlicht, die Einkünfte der 16 (ab 1784 nur noch 12) Präbenden 1590. Nach dem preußischen Beschluß 1805 zur Umwandlung in eine Versorgungsanstalt für adlige Damen dekretierte Napoleon im November 1811 die Aufhebung. Der Verkauf der Liegenschaften war 1813 vollzogen.

Der Neubau der Stiftskirche St. Georg erfolgte Ende des 12. Jahrhunderts; ein um 50 Meter versetzter Neubau entstand ab 1731. Das bereits 1802/03 versiegelte Archiv gelangte nach der Stiftsaufhebung 1811/12 nach Münster.

Das vorliegende Findbuch A 137 II, Bd.2 "Stift Hohenholte - Akten" wurde mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen eines Projektes im Jahre 2010 mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Im Zuge der Retrokonversion wurde auf eine Modernisierung der antiquiert anmutenden Sprache verzichtet, da dies einer Neubearbeitung vorbehalten bleibt. Die fehlenden Akten wurden nicht in das vorliegende Findbuch aufgenommen, können jedoch im Alten Findbuch nachgesehen werden. Unterzeichneter hat auf Grundlage der alten Kopfzeilen eine Klassifikation erstellt und das Findbuch mit den vorhandenen Akten abgeglichen. Das Alte Findbuch enthält außerdem einen vorgehefteten Namenindex.

Ergänzungsüberlieferung im LAV NRW W:

Msc. VII 1321: Memorienbuch (17. Jh.)

Msc. VII 1331: Kopiar (1536)

Sammlung Fot. 14: Kopiar (1142-1764, 1792), das ursprüngliche Kopiar im Pfarrarchiv Hohenholte ist verschollen;

Msc. VII 1332a: Codex diplomaticus zur Geschichte des Stifts Hohenholte

Stift Hohenholte - Akten Nr. I D 3 g Kurze Chronik des Stifts Hohenholte 1240-1792

Säkularisationsakten in: Stift Hohenholte - Akten Nr. I S 1 (1802-1820); Kaiserreich Frankreich C 6 Nr. 169-172; Spezialorganisationskommission Münster Nr. 138; KDK Münster Fach 19 Nr. 1 und 41

Altertumsverein, Abt. Münster, Msc.

Literatur:

··Grabkowsky, Anna-Therese, Hohenholte - Benediktiner, ab 13. Jh. Augustiner-Chorfrauen, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 462-466.

·Schulze, Heiko K.L., Klöster und Stifte in Westfalen - eine Dokumentation. Geschichte, Baugeschichte und -beschreibung, in: Jászai, Géza (Hg.), Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800-1800. Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (Ausstellungskatalog, Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 26. September 1982 - 21. November 1982), Münster 1982, S. 367 f.

Bestell- und Zitierweise:

Stift Hohenholte - Akten Nr.

Münster, den 12. September 2011

Dr. Thomas Reich

Umfang : rd. 290 Akten (12 Kartons), Findbuch B 211.



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