Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.2. Fürstbistum Paderborn
1.2.2.3. Stifte und Klöster
Dominikanerkloster Warburg
Dominikanerkloster Warburg / Urkunden
B 612u, Dominikanerkloster Warburg - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 612u

Name : Dominikanerkloster Warburg

Beschreibung :

Einleitung :

Einleitung

Seit 1828 bemühte sich der Leiter des Archivdepots Höxter, der Archivkommissar und Justizassessor Wigand, brieflich um die Erfassung der älteren Warburger Überlieferung. Er konzentrierte seine Erkundigungen auf das städtische Archiv und die Klosterarchive der Dominikaner in Warburg und Wormeln (1) und erhielt ein von dem Warburger Gymnasiallehrer Manegold 1828 angelegtes Repertorium der Urkunden des Dominikanerklosters (2). Das städtische Archiv war infolge einer Einquartierung russischer Truppen im Jahre 1813 zerstreut und dem Warburger Stadtrat Rosenmeyer zur Neuordnung anvertraut worden (3), mit dessen Erben später jahrzehntelang vergeblich um die Herausgabe von Archivalien verhandelt wurde (4). Wigand unternahm im August/September 1829 eine Dienstreise nach Warburg und erstattete am 26. September ausführlichen Bericht an die Regierung (5). Danach befanden sich die Urkunden des Dominikanerklosters teilweise in der Sakristei der Klosterkirche und waren der Obhut des ehemaligen Konventualen und Kaplans Blowe anvertraut. Einen anderen Teil bewahrte der Gymnasiallehrer Manegold auf (6). Wigand empfahl in seinem Bericht, ein umfassendes Repertorium der Urkunden und Akten vor Ort anfertigen und die Beteiligten eidlich versichern zu lassen, daß sie alles verzeichnet und abgeliefert hätten. Die Regierung in Minden forderte daraufhin den Warburger Landrat von Hiddessen auf, die Repertorisierung der Urkunden und Akten zu veranlassen und es "behufs deren Einverleibung in das Provinzial-Archiv" an Wigand zu senden (7). Die Abgabe der Urkunden an das Archivdepot erfolgte im Juli 1830 (8). Die danach fortgesetzte Korrespondenz zeigt allerdings, daß die vollständige Erfassung und Sammlung der Warburger Überlieferung noch nicht abgeschlossen war bzw. Zweifel bestanden, daß alles nach Höxter gelangt war. Wigand erhielt aus Warburg - wohl auf seine Anforderung hin - bald nach der Abgabe nicht nur ein weiteres Repertorium, sondern auch die Versicherung, daß keine anderen Urkunden mehr im Kloster selbst oder in Privatbesitz vorhanden seien (9).

Bei der 1833 erfolgten Auflösung des Archivdepots Höxter gab Wigand das Archiv des Warburger Dominikanerk-losters, 79 "noch nicht repertorisirte" Urkunden, zusammen mit anderen Kloster- und Stiftsarchiven zunächst nach Minden ab (10), von dort wurde es im September 1850 in das Provinzialarchiv Münster überführt (11).

Friedrich Philippi, der im Januar 1884 die Verzeichnung des Bestandes abschloß, schrieb in seiner Vorbemerkung, daß das Warburger Archiv unvollständig und Teile davon offenbar "verschleudert" worden seien (12).

Einen Einblick in die Organisation des Klosterarchivs gewähren die (wahrscheinlich seinerzeit von Wigand mit übernommenen) alten Repertorien des Dominikanerk-losters (13). Deren jüngstes, das insgesamt 96 Nummern umfaßt, ist offenbar im Zusammenhang mit einer Neuordnung des Archivs im ausgehenden 18. oder frühen 19. Jh. entstanden (14). Die Ordnung der Signaturen entspricht präzise der jüngsten Schicht von Rückvermerken auf den Urkunden des Bestandes (nach dem Muster: "A: Nro. n"), und auch die Kurzregesten stimmen meist wörtlich überein. Die Hand, die das Repertorium angelegt hat, könnte die des letzten Priors Nikolaus Rustemeyer (1809-1824) sein, denn ein anderes, wohl bald nach der Auflösung des Klosters angelegtes Verzeichnis der Urkunden ist von derselben Hand geschrieben und mit "Ru" abgezeichnet worden (15). Vermerke ("adest") am Rande zeigen, daß zwischen dem Zeitpunkt der Anlage des Repertoriums und der Auflösung des Klosters 1824 noch einmal eine Revision des Archivs durchgeführt worden sein muß.

Ältere Bestandslisten und Repertorien im StA Münster:

Eine Abgleichung der im folgenden aufgeführen älteren Repertorien scheint erforderlich, da diese ihrem Bestand an Urkunden nach nicht übereinstimmen.

1. Alte Repertorien Nr. 252 (zwei Verzeichnisse des 18. und frühen 19. Jhs., das jüngere 96 Nummern umfassend)

2. Dienstregistratur Nr. 105, fol. 25r-26v (76 Nummern)

3. Dienstregistratur Nr. 105, fol. 37r-44v (90 Nummern)

4. Findbuch A 286, fol. 45r-52r, erstellt von O. von Hatzfeld

5. Findbuch A 286, fol. 1r-44r, erstellt von Friedrich Philippi

Andere Bestände des StA Münster zum Dominikanerkloster Warburg

Warburg Dominikaner, Akten

1: Liber expositorum et receptorum (1639-1680)

2: Liber expositorum et receptorum (1680-1725)

3: Liber depositi (1602-1693)

4: Exposita et recepta (1628-1637)

5. Das Schulwesen in Warburg (1567-1784)

6: Obligationen (1741-1825)

7: Vergleich des Klosters mit Frhrn. von Spiegel zu Canstein (1804)

8. Vertrag über die Kirchenstühle in der Kirche zu Warburg (1669)

9: Memorienstiftungen (1663-1782)

10. Anteil der Neustädter Pfarre an dem Klostergarten zu Warburg (1822)

11: Registrum reddituum (1578-1579)

12: Blatt des Dominikanerkalendariums, 21.-28. Februar (13./16. Jh.)

13: Vermächtnisse (1603-1752)

14: Einnahmen und Ausgaben (1609-1626)

Ältere Repertorien

252: Verzeichnisse der Geld- und Grundrenten des Dominikanerklosters (17.-18. Jh.) (16)

Msc. VII 4536: Compendiosa historica de ortu et progressu conventus Warburgensis OP, Abschrift des 19. Jh. mit Übersetzung, nach dem Original im Stadtarchiv Warburg.

Sammlung Fot.

Nr. 228: Copiae variorum antiquorum privilegiorum (der Stadt Warburg) - Collectio A.J. Rosenmeyer, nach dem Original im Stadtarchiv Warburg

Dienstregistratur

11Übersetzungen und Abschriften von Urkunden in amtlichem Auftrag;

darunter: 1490 November 25: Dietrich von Emerke, Bürger zu

Borgentreich, verkauft Rente an Henrich Böden, Bürger zu Warburg

1509: Letzterer verkauft Rente au einem Haus in Borgentreich an

Hermann Duborg gen. Smirdes, dieser gibt dass. weiter an Johann

Iserenhode, Prior des Dominikanerkl. Warburg (1827).

105Berichte Wigands, Verzeichnisse der Warburger Urkundenbestände

Bl. 3r-v: Schreiben des Justizreferendars Hiddessen an den Archivkomm-issar Wigand vom 12. September 1831: v. H. übersendet Repertorium des ehem. Dominikanerklosters Warburg, "so wie sie von den Gymnas-ial-Lehrern Manegold und Bieling verzeichnet worden", die ihrerseits versichern, daß keine anderen Urkunden - weder im Klosterarchiv noch im Privatbesitz - mehr vorhanden seien. Auch die Stücke, die sich im Besitz des Kaplans Blowe und Dr. Rosenmeyers befunden hätten, seien darin enthalten.

(Bll. 4r-5r: Briefe der Lehrer Manegold [25. 8. 1831] und Bieling [12. 7. 1831] an von Hiddessen betreffend die Warburger Urkunden)

Bl. 18r-19r: Anweisung der preuß. Regierung in Minden an den Landrat Hiddessen in Warburg vom 22. Oktober 1829, wonach er die vollständ-ige Abgabe der Urkunden und Akten der Klosterarchive Warburg und Wormeln sowie des Warburger Stadtarchivs an das Provinzialarchiv zu veranlassen, durchzuführen und "den Beteiligten an Eides statt zu Protokoll die Versicherung abzufordern, daß sie Alles, was zum Archiv gehörig sich in ihren Händen befunden hat, richtig und vollständig abgeliefert haben und nicht wissen, daß sich sonst noch Urkunden und Archivalien aus dem genannten Klosterarchive im Privatbesitz befinden oder durch irgend Jemand abhanden gekommen seyen."

Bl. 24r: Schreiben der Regierung Minden an Wigand bezüglich der im Besitz des verstorbenen Priors Rustemeyer gewesenen Urkunden vom 10. 2. 1829 mit einliegender Liste (Bll. 25-26, 76 Nummern).

Bl. 29r: Brief Philipp Rosenmeyers an Wigand vom 19. 10. 1831 bezüglich der nachgelassenen Papiere seines verstorbenen Vaters, in denen nach Urkunden zu suchen er noch keine Zeit gefunden habe

Bll. 31- 33: betr.: Nachlaß Rosenmeyer.

Bll. 37-44: Inventar der Urkunden des Dominikanerklosters von Rustemeyer (?), angelegt nach dessen Aufhebung; gemäß einleitendem Vermerk sind die Urkunden danach von dem Lehrer Manegold im Gymnasium aufbewahrt worden. Die folgende Liste umfaßt 90 Nummern.

Bl. 47-52: Bericht Wigands zur Situation der Archive in Warburg vom 26. 9. 1829.

448Hinterlegungen Bd 2: Manuskript Prof. Adolf Gottlob zur Stadtges-chichte Warburgs (1931).

449Zeitweilige Hinterlegung Warburger Urkunden (1890) (betrifft nur städtis-che Archivalien).

483Archivpflege: Inspektion und Reorganisation westfälischer Stadtarchive (1874-1882)

86r-93v: Bericht vom 8. Juli 1874 über die von Wilmans 1874 durchgef-ührte Inspektionsreise zu den städtischen Archiven von Soest, Lippstadt, Geseke, Paderborn, Warburg, Marsberg und Werl; zum Stadtarchiv Warburg, das weitgehend ungeordnet in einer großen eisernen Kiste im Vorraum zum Sitzungssaal des Magistrats ruhte, Bl. 92r-v.

488Rosenmeyer-Sammlung in Warburg (1896-1897). Langwierige Verhandl-ung-en des Staatsarchivs Münster mit Philipp Rosenmeyer, dem Enkel des Johann Rosenmeyer. Die Verhandlungen scheitern an den Preisv-orstellungen des Besitzers; Bl. 44-48 der Bericht des Staatsarchivars Ilgen über seine Dienstreise nach Warburg und die Verhandlungen mit Ph. Rosenmeyer. Herkunft der Sammlung: begründet von Johann Rosenmeyer, Großvater des Besitzers und Rentmeister des Klosters Hardehausen.

KDK Münster

Fach 19 Nr. 254: Personallisten (1804/1807)

Königreich Westfalen

A 5 Nr. 74: Vermietung des Dominikaner-Krankenhauses zu Warburg (1810-1811).

A 9 Nr. 52: Der vom Dominikanerkloster zu Warburg geforderte Beitrag zur Staatsergänzungsanleihe (1811-1813):

- Kündigung von Kapitalien zur Begleichung der Staatsergänz-ungsa-nleihe

- Auszug aus dem ältesten klösterlichen Hebebuch fol. 65.

A 9 Nr. 53: Die vom Friedensrichter Neukirch zu Warburg nachgesuchte Pachtung einiger Grundstücke des Dominikanerklosters zu Warburg (1802).

Spezialorganisationskommission Paderborn

Nr. 120: Aufhebung der Stifte und Klöster: Das Dominikanerkloster zu Warburg: Güter- und Insassenverzeichnisse.

Bestände anderer Archive und Bibliotheken

Detmold, Staatsarchiv

M 1 II A 2790: Aufhebungsakte vom 31. 12. 1824

Regierung Minden, Domänenregistratur

Nr. 2863a: Verzeichnis der verpachteten Klostergrundstücke (1819)

Nr. 2939a: Zusammenstellung der Grundrenten und Besitzungen des Warburger Dominikanerklosters, mit Urkundenzitaten (1816)

Paderborn, Altertumsverein

vgl. Findbuch A 286, Nr. 68 (25r), 87 (30r), 101 (34r), 103 (35r), 106 (36r), 108 (37r), 115 (39r), 123 (41r)

Paderborn, Bistumsarchiv

vgl. Bd 384-389 blau

Walberberg, Bibliothek St. Albert

MS 121: Directorium confessariorum (17. Jh.)

MS 131: Processionale juxta ritum OP (1718)

MS 133: Graduale juxta ritum OP (1709)

MS 135: Processionale juxta ritum OP (1688)

MS 139: Diarium der Warburger Dominikanerprioren

o. Sign.: Totentafel (1725-1811) (ed. Gottlob, Das Diarium)

Warburg, Stadtarchiv

Compendiosa historia de ortu et progressu conventus Warburgensis ord. Fratrum Praedicatorum, von Prior Conrad Gerolt (1799)

Visitationsrezeß vom 28. Juni 1510 (ed. Löhr, Die Kapitel der Provinz Saxonia, S. 227-231).

Totentafel (1416-1726)

Quellen und Regesten

Adolf Gottlob, Die Gründung des Dominikanerklosters Warburg mit einem Anhang: Urkunden und Regesten, in: Westfälische Zeitschrift 60/2 (1902) S. 109-179.

Roger Wilmans, Ergänzungen zu den Regesta Pontificum Romanorum von Jaffé und Potthast, vornehmlich aus den Quellen des Kön. Preussischen Staatsarchivs Münster i/W., in: Archivalische Zeitschrift 3 (1878), S. 31-60.

Regesta pontificum Romanorum inde ab anno post Christum natum 1198 ad annum 1304, ed Augustus Potthast. Berlin 1874-75

Nikolaus Schaten, Annales Paderbornenses Bd 2. Neuhaus 1698.

Die Urkunden des Klosters Dalheim, bearb. von Helmut Müller (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen 37). Münster 1995 .

Westfälisches Urkundenbuch, Bd 4, bearb. Von Roger Wilmans und Heinrich Finke. Münster 1874 und 1894 (Nachdruck Osnabrück 1973); Bd 5, bearb. von Heinrich Finke. Münster 1888 (Nachdruck Osnabrück 1973); Bd 9, bearb. von Joseph Prinz. Münster 1972-1993 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen I).

Literatur

Demandt, Chorherrenstift = Karl Ernst Demandt, Das Chorherrenstift St. Peter zu Fritzlar. Quellen und Studien zu sein-er spätmittelalterlichen Gestalt und Geschichte (Veröffentlichungen der Historis-chen Kommission für Hessen 49). Marburg 1985.

Festschrift 700 Jahre Dominikaner in Warburg, Warburg 1981 (= Der Marianer 17).

Festschrift des Gymnasiums Marianum Warburg, Warburg 1963.

Adolf Gottlob, Die Gründung des Dominikanerklosters Warburg mit einem Anhang: Urkunden und Regesten, in: Westfälische Zeitschrift 60/2 (1902) S. 109-179.

Adolf Gottlob, Das Diarium der Warburger Dominikaner-Prioren des 17. und 18. Jahrhunderts, in: Westfälische Zeitschrift 62/2 (1904) S. 1-103.

Meinolf Lohrum, Warburg - Dominikaner, in: Westfälisches Klosterbuch. Lexikon der vor 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung, hg. von Karl Hengst Bd 2 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen 44. Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte 2). Münster 1994 S. 420-426 (mit weiteren Literaturangaben).

Meinolf Lohrum, Warburg und die Dominikaner, in: Die Stadt Warburg. Beiträge zur Geschichte einer Stadt 1036-1986, hg. von Franz Mürmann. Warburg 1986, Bd 2 S. 55-72.

Die Urkunden des Klosters Dalheim, bearb. von Helmut Müller (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen 37). Münster 1995.

Abkürzungen:

Gottlob = Adolf Gottlob, Die Gründung ...

Wilmans = Roger Wilmans, Ergänzungen zu den Regesta Pontificum Romanorum ...

Potthast = Regesta pontificum Romanorum ...

Schaten = Nikolaus Schaten, Annales ...

WUB = Westfälisches Urkundenbuch ...

Anmerkungen:

(1) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 28r-v (28. 10. 1828): Bericht Wigands an die kgl. Regierung in Minden; fol. 24r (10. 2. 1829): Zusendung eines ersten Inventars des Bestandes (fol. 25r-26v) mit der Weisung der Regierung an Wigand, sich bei nächster Gelegenheit an Ort und Stelle ein Bild zu machen; fol. 53r (22. 8. 1829): erneute Anweisung der Regierung an Wigand, eine Untersuchung vor Ort durchzuführen und ggf. Urkunden für das Porvinzialarchiv zu sichern.

(2) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 4r-v: Schreiben Manegolds an den Gerichtsassessor von Hiddessen, Sohn des gleichnamigen Landrats (25. 10. 1831).

(3) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 54r-v: abschriftlich an Wigand weitergeleiteter Bericht des Warburger Landrats von Hiddessen an die Mindener Regierung vom 18. 7. 1829, und ferner, fol. 3r-v, das Schreiben des Justizreferendars von Hiddessen, Sohn des gleichnamigen Warburger Landrats, an Wigand vom 12. 9. 1831.

(4) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 16r-v: Schreiben des Warburger Bürgermeisters an Wigand (5. 10. 1829), 33r-v: Schreiben Ph. Rosenmeyer an Wigand (22. 3. 1831), 32r: Bericht Wigands an die Regierung (7. April 1832), 29r: Schreiben Ph. Rosenmeyer an Wigand (9. 10. 1831), 21r-v: Bericht Wigands an die Regierung (3. 2. 1833), 34r: Weisung der Regierung an Wigand (1. 3. 1833). Rosenmeyer hat in städtischem Auftrag die Urkunden des Warburger Stadtarchivs verzeichnet. Vgl. ferner Dienstregistratur Nr. 488: Rosenmeyer-Sammlung in Warburg (1896-1897). Darin sind die langwierigen Verhandlungen über einen Ankauf durch das Staatsarchiv Münster mit Philipp Rosenmeyer, dem Enkel des Johann Rosenmeyer, dokumentiert, die an dessen Preisvorstellungen scheiterten. Bl. 44-48: Bericht des Staatsarchivars Ilgen über seine Dienstreise nach Warburg und die Verhandlungen mit Ph. Rosenmeyer. Herkunft der Sammlung: begründet von Johann Rosenmeyer, Großvater des Besitzers und Rentmeister des Klosters Hardehausen.

(5) Dienstregistratur Nr. 105., fol. 47r-52r.

(6) Ebda., fol. 47v-48r. Manegold zufolge sollen einige Urkunden des Dominikanerarchivs auch in die Hände Johann Rosenmeyers gelangt sein: ebda., fol. 4r-v, dessen Schreiben an den Justizreferendar von Hiddessen vom 25. 8. 1831.

(7) Ebda., fol. 18r-19r: Weisung der Regierung an den Landrat von Hiddessen (22. 10. 1829); fol. 45r: Schreiben des Landrats von Hiddessen an Wigand (10. 11. 1829).

(8) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 5r: Begleitschreiben des Warburger Gymnasiallehrers Bieling an den Landrat von Hiddessen vom 12. Juli 1830; fol. 4r-v (25. 10. 1831): Schreiben Manegolds an den Justizreferendar von Hiddessen.

(9) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 3r-v: Schreiben des Justizreferendars von Hiddessen an Wigand, das er diesem zusammen mit dem angeforderten Repertorium am 12. 9. 1831 zusandte.

(10) Dienstregistratur Nr. 416: von dem Archivsekretär Haarland am 16. 8. 1833 erstellte Übersicht der in Höxter zusammengeführten Archive.

(11) Dienstregistratur Nr. 416: vom 20. 9. 1850 datierende Aufstellung des Archivrats Erhard der für die Überführung nach Münster gepackten Archivalienkisten (Nr. 8).

(12) Vgl. Findbuch A 286, fol. 1r.

(13) Alte Repertorien Nr. 252: ”Aeltere Verzeichnisse der Urkunden und Schriften des Dominicaner-Klosters in Warburg“. Der Aktendeckel weist als früheren Besitzer der Akte das Archivdepot Minden aus.

(14) Ebda.. Das jüngste, kurz regestierte Stück scheint Nr. 76 vom 15. September 1779 zu sein.

(15) Dienstregistratur Nr. 105, fol. 37r-44v.

(16) Vgl. dazu unten StA Detmold, Regierung Minden, Domänenregistratur Nr. 2863a.

Der 134 Urkunden umfassende Urkundenbestand ”Dominikanerkloster Warburg“ wurde von den Referendaren Matthias Meusch, Klaus Nippert, Kathrin Pilger, Marcus Stumpf und Martina Wiech unter Anleitung von Dr. Helmut Müller im Jahre 1999 neu verzeichnet. Vorliegendes Findbuch wurde vom Unterzeichneten im Verzeichnungsprogramm VERA leicht überarbeitet.

Münster, den 23.10.2008

Dr. Thomas Reich

Umfang : 124 Urkunden, Findbuch B 612u mit Abschriften, ausführlichen Regesten und Index.



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