Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.4. PREUSSISCHES WESTFALEN
1.4.1. Grafschaft Mark mit Soest und Lippstadt
1.4.1.2. Stifte, Klöster, geistliche Einrichtungen
Kloster Scheda
Kloster Scheda / Urkunden
D 116u, Kloster Scheda - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : D 116u

Name : Kloster Scheda

Beschreibung :

Einleitung :

Der erste Teil des Urkunden-Findbuchs bis zum Jahre 1534 wurde 1876 von Dr. Philippi angefertigt. Herangezogen wurde Msc. VII 6116:

Bl. I'-III' Fronhauser Hofesgerichtsverhandlungen, 1564 VI 24, 1575 XII 1, 1576 VII 5 mit Notizen 1565/70

Bl. IV-VIII Register zum 1. Buch des Kopiars

Bl. IX-X' Geldeinnahmen 1565

Bl. 1-221 1. Buch des Kopiars (Erbbriefe, Quittungen, Belehnungen 1143-1563); Abschriften des Notars Henrich Kumpthoff, Herm. Jurgens (Bl. 216-220), Henr. Schloemer (Bl. 221)

Bl. 222 Aufzeichnungen des Propstes Joh. Sundach über Verlust seines Signetrings (1566 II 7) und Leibeigene

Bl. 223-228 Aufzeichnungen des Propstes Joh. Sundach über die Eichen und Telgen auf den Höfen und Büschen des Kirchspiels Bausenhagen (1568 II 28)

Bl. 229-230 Index des 2. Buches des Kopiars

Bl. 234-235 Aufzeichnungen über Eigenleute von Scheda

Bl. 236-327 2. Buch des Kopiars (Verschreibungen 1512-1562, Nachträge 1572 und 1584), Abschriften des Notars Henrich Kumpthoff, Nachträge: Notar Henr. Schloemer (Bl. 326-327)

Bl. 328' Ländereien des Buscher Hofs zu Stockum

Bl. 329 von Binkhof und Frechten angekaufte Ländereien

Bl. 329' Ländereien des Schimmelhofs zu Hemmerde

Bl. 330 Notizen über empfangene Leibeigene (1560 und 1577)

Dem alten Findbuch liegt eine chronologische Liste der kopial überlieferten Urkunden des Klosters Scheda im Msc. VII 6116 bei (213 Urkunden, Laufzeit 1143-1584), außerdem Ort- und Personenindices. Die kopiale Überlieferung wurde im Zuge der Retrokonversion nicht mit in das vorliegende Findbuch aufgenommen, vgl. das Alte Findbuch.

Nicht belegt: Urk.-Nr. 59

Zum Repertorium des Klosters Scheda:

Gelenii Farragines III (Johannes Gelenius, Farragines, Band 3 (Stadtarchiv Köln, Bestand 1039)) enthält außer Urkundenabschriften S. 57 ff. das von Seibertz Quellen III 461 ff. gedruckte Monasterii Scheidensis initium.

Außerdem S. 63-65 den Bericht über die in Gegenwart des Generalvikars Joh. Gelenius im Juni und Juli 1628 erfolgte Erhebung der Gebeine b. Echardi presbiteri und b. Hermanni des ersten Propstes von Scheda (vgl. Seibertz Quellen III 462).

Aegidii Gelenii Farragines XXIX 449-457 Vita b. Hermanni Scheidani ordinis Praemonstratensis collecta per A(egidium?) G(elenium?). Gelenius hat mit seiner Hand am Rande bemerkt: "Fragmenta vitae b. Hermanni Scheidani". Zusammengestellt und den in der Vita Gottfrieds von Kappenberg cap. 3 über die Judenbekehrung Gesagtem ist vielleicht auch die Vita b. Hermanni Josephi (Steinfeld?) benutzt (?).

457-460 Bericht über die Erhebung der Gebeine der bb. Ecchardi und Hermanni 1628 (Farr. III 57 ff.).

461-464 Historia b. Hechardi canonici sacerdotis fundatoris monasterii Scheidani, die nur zum Teil mit den Aufzeichnungen, die von Seibertz Quellen III 463 ff. abgedruckt sind, übereinstimmt. Die Grabinschriften enthalten ein Attest über die Aufdeckung des Grabmals der b. Hechardus am 23. Juni 1628 durch Aeg. Schennis ausgestellt. Zum Beginn der ”Historia“ vgl. Seibertz 464.

Hugo Ord. Praemonstr. Annales II 771 Gründungsgeschichte (cf. Seibertz a.a.O.); Verzeichnis der Pröpste bis auf Christ. Berich. von Sucthe, sacrae reliquiae, se.... mit den Inschriften; die Urkunden sollen nach einer Notiz des Abtes von Steinfeld vom 1. Juni 1720 "tempore belli" verunechet (?) sein.

Vgl. v. Steinen, Kurze Beschreibung von Cappenberg und Scheda, Dortmund 1741.

Dr. Robert Krumbholtz hat bei seiner Neuverzeichnung von 1915 (vormals Rep. 386a), bei der er acht Urkunden nicht mehr vorgefunden hatte, auch das Signaturensystem verändert. Das ursprünglich handschriftlich vorliegende Findbuch A 386 I Kloster Scheda - Urkunden wurde mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Projektes im Jahre 2010 von Alexander Löckener unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben.

Literaturangaben in: Schmitz-Kallenberg, Ludwig, Monasticon Westfaliae. Verzeichnis der im Gebiet der Provinz Westfalen bis zum Jahre 1815 gegründeten Stifter, Klöster und sonstigen Ordensniederlassungen, Münster 1909, S. 72. [A VI, 3; WC 68; WC 68g]

Bestell- und Zitierweise:

Kloster Scheda - Urkunden Nr.

Münster, den 22. Juli 2011

Dr. Thomas Reich

Umfang : 410 Urkunden, Findbuch D 116u mit Index.



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