Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.4. PREUSSISCHES WESTFALEN
1.4.4. Stadt Herford und Johanniterkommende Herford
Johanniterkommende Herford
Johanniterkommende Herford / Urkunden
D 501u, Johanniterkommende Herford - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : D 501u

Name : Johanniterkommende Herford

Beschreibung :

Einleitung :

Verzeichnung: Karl August Graf von Reisach (1774-1846), Königlich-Preußischer Archivrat und Leiter des Archivdepots Minden; in Auftrage des Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg; in der Zeit von 1822 bis 1829; die Urkunden und das Findbuch sind von Reisach im königlichen Archiv des Regierungsbezirks Minden hinterlegt worden

Der lange Weg zur Signatur: Die Urkunden des Bestandes mussten bis zur Retrokonversion nach dem Datum bestellt werden. Zwar hatte Karl August Graf von Reisach den chronologisch geordneten Verzeichnungseinheiten des Findbuches Signaturen beigegeben (Nummerierung in schwarzer Tinte), diese wurden aber nicht auf die Urkundentaschen übertragen. Ebenfalls aus Reisachs Hand ist das Findbuch zu den Nachträgen, welches sich in seiner Nummerierung der Verzeichnungseinheiten an das erste anschließt. Auf allen Rückseiten der von Reisach verzeichneten Urkunden ist die von ihm vergebene Signatur angegeben. Jedoch wurden die Urkunden des Nachträge-Findbuches chronologisch in den Bestand eingefügt, so dass schon zu diesem Zeitpunkt die Urkundenaufbewahrung und deren Nummerierung divergierten.

Wohl durch Umdatierungen einiger Urkunden kam es zu einer neuen Ordnung der Urkunden, was sich im Findbuch mit einer neuen Nummerierung (in roter Tinte) niederschlägt. Bei dieser Zählung wurden die Nachträge vernachlässigt. Erst später wurden Hinweise auf die Nachträge ins Findbuch eingetragen, freilich ohne die Vergabe von Signaturen. Diese Umstände machten es notwendig dem Bestand gültige Signaturen zu geben, welche nun im Großen und Ganzen mit der Nummerierung in roter Tinte übereinstimmen. Bald fiel auf, dass der Bestand mehr Urkundentaschen beinhaltet als in den Findbüchern verzeichnet sind. Hinsichtlich dieser Urkunden mußten für die jetzigen Findbucheinträge in VERA auf Regesten zurückgegriffen werden, welche sich in den Urkundentaschen befinden.

Die Unordnung, in den der Bestand geraten war, kam wohl durch eine Modernisierungsmaßnahme zustande. Reisach hatte teilweise mehrere Urkunden verschiedenen Datums, die z.B. denselben Hof betreffen, unter einer Verzeichnungseinheit subsumiert. Später wurden dann alle Urkunden einzeln gelegt, was jedoch nicht im Findbuch vermerkt wurde. Da die Entscheidung gefallen war, die Nummerierung des Findbuches (rote Tinte) nicht aufzugeben, mussten für diese ”wiederentdeckten“ Urkunden a-Signaturen vergeben werden. Dies gilt im Übrigen auch für die im Nachträge-Findbuch verzeichneten Urkunden. In beiden Fällen werden, soweit ermittelbar, die von Reisach vergeben Signaturen als Altsignaturen angegeben. Zahlreiche Verweise sollen es ermöglichen auf zusammengehörige Urkunden einfach zugreifen zu können.

Formalia: Der Text des Findbuches wurde nur dann geändert, wenn Worte an die Neue Rechtschreibung angepasst oder wenn Namen von Päpsten, Fürsten etc. in der heutigen Schreibweise eingegeben wurden. Hinweise auf die Schreibweise des Findbuches gibt es bei Städtenamen und je ein Mal bei dem Berger Tor (Berger-Porten) und dem Renntor (Renne-Porten). Die Kommasetzung wurde modernisiert. Die verschiedenen Namen für die Johanniterkommende wurden vom Findbuch übernommen, welche wiederum direkt aus den Urkunden zu stammen scheinen (Gottesritterhaus, St. Johann und Dionys etc.). Dasselbe gilt für das Stift auf dem Berge, wobei man hier wissen sollte, dass dieses häufig nur indirekt durch die Nennung der Äbtissin genannt wird.

Folgende lose, Regesten enthaltende Blätter befinden sich chronologisch im Bestand:

08.08.1252

15.05.1260

10.05.1307

12.02.1297

26.02.1378

08.06.1432

02.07.1434

30.05.1435

29.09.1462

23.06.1485 (früher Nr. 80)

30.03.1509

26.09.1509

03.02.1517

14.12.1663 (08.05.1801)

Die im alten Findbuch summarisch verzeichneten Wechsel- und Freibriefe befinden sich jetzt in Akten Nr. 242 und 243.

Literatur:

Literaturangaben siehe dort.

Vorliegendes Findbuch A 237 "Süsternhaus Herford“ wurde im Winter 2007/08 von Eleonora Duplica unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Unterzeichneter hat das Findbuch anhand der Originalurkunden an einigen Stellen überarbeitet.

Münster, den 23.10.2012Dr. Thomas Reich

Umfang : 222 Urkunden, Findbuch D 501u.



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