Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
2. BEHÖRDEN DER ÜBERGANGSZEIT 1802-1816
2.1. PREUSSISCHE ENTSCHÄDIGUNGSLANDE
2.1.1. Erbfürstentum Münster
Spezialorganisationskommission Münster
G 002, Spezialorganisationskommission Münster
Permalink des Findbuchs


Signatur : G 002

Name : Spezialorganisationskommission Münster

Beschreibung :

Einleitung :

Nach der Übernahme der Indemnitätsländer durch Preußen wurde unter Leitung des Staatsministers v. d. Schulenburg eine Hauptorganisationskommission in Hildesheim gebildet, der einzelne Kommissionen für die besetzten Territorien unterstellt wurden. Das Präsidium der beiden Kommissionen für Münster und Paderborn wurde dem Oberkammerpräsidenten Freiherrn vom Stein, übertragen, der am 27. September 1802 die Geschäfte in Münster übernahm. Die Kommission hatte neben militärischen Aufgaben (Verpflegung der Truppen) Besitznahme des Landes, Huldigung, Übernahme der Behörde, Kassen und Archive auch die Aufgabe der Sammlung statistischer Nachrichten über die Indemnitätsländer, um eine spätere neue Organisation vorzubereiten. Die alten Behörden arbeiteten unter Führung der Organisationskommissionen weiter.

Zur Kommission in Münster gehörten der Geh. Regierungsrat v. Sobbe, Regierungsrat Schmidt und die Kriegs- und Domänenräte v. Wolfframsdorff und Ribbentrop, zu denen später die münsterschen Geheimen Räte Druffel, Forckenbeck und Graf von Merveldt traten.

Die Spezialorganisationskommission stellte ihre Tätigkeit am 01. Dezember 1803 ein, nachdem die endgültige Verwaltung durch Einsetzung der Kriegs- und Domänenkammer begründet war.

Ein großer Teil der bei der Kommission entstandenen Akten befinden sich als Vorakten in den Akten der Kriegs- und Domänenkammer.

Münster, den 03.07.1958

Dr. Kohl

Umfang : 231 Akten (34 Kartons), Findbuch G 002.



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