Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
2. BEHÖRDEN DER ÜBERGANGSZEIT 1802-1816
2.4. PREUSSISCHE NACHFOLGE- UND ABWICKLUNGSBEHÖRDEN
Forstbehörden Paderborn
J 304, Forstbehörden Paderborn
Permalink des Findbuchs


Signatur : J 304

Name : Forstbehörden Paderborn

Beschreibung :

Einleitung :

Nach der Wiedereroberung der preußischen Provinzen in Westfalen sah sich das Zivil-Gouvernement zwischen Weser und Rhein auch vor die Aufgabe gestellt, das Forstwesen neu zu ordnen. Zunächst änderte sich an der im Königreich Westfalen geschaffenen Einteilung in Konservationen, Inspektionen, Unterinspektionen, Bezirke und Reviere nichts.

Für Paderborn war die Inspektion Paderborn zuständig, mit der seit 1814 die Inspektion Höxter durch den Regierungsrat und Forstmeister von Voigts-Rhetz in Personalunion verbunden war. Der Inspektion Paderborn unterstand die Oberförsterei Büren unter dem Oberförster Schlosser.

Die Forstbediensteten des Königreichs Westfalen wurden zunächst in ihrem Amt belassen und zur Neuorganisation des Forstwesens herangezogen.

Der erste Organisationsplan, der auf Grund der bestehenden Verhältnisse aufgestellt und von dem Zivilgouverneur von Vincke dem Finanzministerium in Berlin eingerichtet worden war, wurde verworfen, da die kommunalen und privaten Forsten nicht so detailliert wie bisher von den königlichen Forstoffizianten verwaltet werden sollten. 1815 wurde dem königlichen Staatsrat und Oberlandforstmeister Harting Auftrag erteilt, die Forsten im Gouvernementsbezirk zu bereisen, die Forstoffizianten kennenzulernen und den Plan zu einer definitiven Forstorganisation zu entwerfen.

Durch die Verfügung des Finanzministeriums vom 16.8.1816 wurden allgemeine Bestimmungen über die Organisation der Verwaltung des Forstwesens getroffen. Die königlichen Forsten sollten nach den verschiedenen Funktionen der Aufsicht und Kontrollierung der Verwaltung und der Beschützung in Inspektionsbezirke aufgeteilt, neue Oberförstereien, Förstereien und Schutzdistrikte geschaffen, die Forstbediensteten nach den sich daraus ergebenden verschiedenen Klassen geordnet und angestellt, allenthalben fixierte Gehälter für sie normiert und Instruktionen über die Art ihrer Geschäftsführung abgefaßt werden. Der bisherige Oberforstmeister von Winzingerode wurde 1816 zum Oberlandforstmeister ernannt mit der Bestimmung, Hartig bei der höheren Leitung der technischen Forstsachen zu assistieren und besonders die westlichen Provinzen zu bereisen. Im Jahr 1818 war die Neuorganisation der Forstverwaltung abgeschlossen.

Münster, den 25. November 1963, Joester

Das vorliegende Findbuch B 107,2 Paderborner Forstbehörden wurde im Jahre 2010 von Maike Osters mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Kleinere Korrekturen durch Thomas Reich.

Münster, den 17. Dezember 2013, Reich

Umfang : 58 Akten (5 Kartons), Findbuch J 304.



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