Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
3. BEHÖRDEN UND EINRICHTUNGEN DES STAATES UND DER SELBSTVERWALTUNG NACH 1816
3.3. WIRTSCHAFTSVERWALTUNG
3.3.5. Bergbau
3.3.5.2. Alte Bergämter (bis 1861) und Berginspektionen
Altes Bergamt Siegen
M 512, Altes Bergamt Siegen
Permalink des Findbuchs


Signatur : M 512

Name : Altes Bergamt Siegen

Beschreibung :

Einleitung :

1. Vorwort

Der Bestand Altes Bergamt Siegen wurde von den Referendaren Johannes Burkardt, Bettina Joergens, Burkhard Nolte und Helge Kleifeld unter Anleitung von Frank Bischoff neu verzeichnet.

Münster, im Oktober 2001

2. Bestandsgeschichte

Die Bildung des Bestandes Bergamt Siegen war kompliziert. Die Zuständigkeitsbereiche der Oberbergämter und ihrer untergeordneten Behörden wich räumlich von der Provinzialeinteilung erheblich ab, so daß eine Aufteilung der später vom Oberbergamt Bonn ausgesonderten Akten zunächst lokalen Pertinenzen folgte. Erst durch eine Verfügung des Generaldirektors der preußischen Staatsarchive vom 10. Februar 1938 setzte sich eine klare Bestandsabgrenzung durch, wonach der Behördensitz für die Ablieferung an das für denselben zuständige Staatsarchiv maßgeblich wurde. Dieses Belegenheitsprinzip wurde auch auf die Bergämter bezogen. Nach Bestandsbereinigungen in den Jahren 1939 und 1963 befinden sich nun die Generalakten des Oberbergamtes Bonn in Düsseldorf und die Betriebsakten des Bergamtes Siegen, soweit sie nicht in Kommunalarchiven lagern, in Münster.

Der hier verzeichnete Bestand des Bergamts Siegen setzt sich aus mehreren Akzessionen zusammen, die durch Abgaben an andere Archive verringert wurden.

Akzessionen:

Im November 1937 bot das Oberbergamt Bonn dem Staatsarchiv Münster Akten an, von denen letzteres aus einer beigefügten Liste 111 Akten auswählte. Zu einer Übergabe kam es nicht, da die Akten vorher versehentlich als Altpapier verkauft worden sind.

Die Herkunft der unter der Signatur 30 verzeichneten Akte ist nicht einwandfrei zu klären. Sie könnte aus den unter den Signaturen 13 oder 29 verzeichneten Akten herausgetrennt worden sein. Darüber hinaus befindet sich in der Dienstregistratur ein Ordner mit Verzeichnissen von Akten, die das Bergamt Siegen nach seiner Einrichtung 1816 von den oranisch-nassauischen Bergbehörden übernommen hatte.

Der Bestand umfaßt nach der Neuverzeichnung 122 Nummern (36 Archivkartons) und stammt aus einer einheitlichen Registraturschicht, die sich im wesentlichen auf den Zeitraum der Existenz des Bergamtes von 1816 bis 1861 bezieht. Die Bergamtsakten enthalten auch einige Aktenstücke - zum Teil in Abschrift -, die sich auf ältere partikularstaatliche bergrechtliche Bestimmungen beziehen, welche von der preußischen Bergverwaltung nach ihrer Einrichtung 1816 im rechtsrheinischen Gebiet übernommen wurden. Der älteste Bezug geht auf das Jahr 1510 zurück. Einige Akten wurden nach der Auflösung des Bergamtes Siegen offensichtlich vom Oberbergamt Bonn oder den einzelnen Revierbeamten weitergeführt, bis die laufenden Vorgänge abgeschlossen waren. So reicht die jüngste Akte bis 1867.

3. Verwaltungsgeschichte

Das Bergamt Siegen existierte von 1816 bis 1861. Vor der Einrichtung des Bergamtes Siegen wurde die Beaufsichtigung und Verwaltung bergbaulicher Tätigkeit in dem späteren Bergamtsbezirk in den vielen verschiedenen Herrschaftsbereichen unterschiedlich organisiert, wie das Beispiel des Fürstentums Nassau-Oranien zeigt. Hier wurde 1768 eine ”Berg- und Hüttenkommission“ von der Rentkammer abgetrennt. Dieser war das sogenannte ”Bergverhör“, eine besondere bergbauliche Gerichtsbehörde in Siegen, unterstellt. Darin waren die beiden Bergmeister der Reviere, ein Hüttenkommissar, ein ”Bergverhör-Accessist“ sowie die in den einzelnen Revieren gewählte Bergschöffen als Gerichtsbeamten vertreten. Die Institution des Berggerichts existierte bis zur allgemeinen Justizreform in Preußen im Jahre 1849 endgültig abgeschafft.

Nach der Inbesitznahme des Rheinlandes und Westfalens durch Preußen in Folge der Bestimmungen des Wiener Kongresses von 1815 bemühte sich die preußische Verwaltung auch im Bereich des Bergbaus, möglichst rasch einheitliche Verwaltungsstrukturen zu schaffen. Nachdem 1814 zunächst drei Bergkommissare - in Bonn Jakob Nöggerath - eingesetzt wurden, entstand durch einen Erlaß des preußischen Finanzministers Ludwig Friedrich v. Bülow vom 1. November 1815 mit Wirkung zum 1. Januar 1816 die ”Rheinische Oberbergamts-Kommission“ mit Sitz in Bonn. Sie unterteilte sich zunächst in drei Bergamtskommissionen - Siegen, Düren und Saarbrücken -, von denen die Kommission Siegen ebenfalls durch den oben genannten Erlaß angeordnet und am 17. Februar 1816 förmlich eingerichtet wurde. Nach einer Bekanntmachung des Geheimen Oberbergrats Ernst August Graf v. Beust vom 9. Februar 1816 erstreckte sich der Bergamtskommissionsbezirk ”am rechten Rheinufer von dem Westfälischen Oberbergamtsdistrikte bis an die Landesgrenze“.

Aufgrund eines Erlasses König Friedrich Wilhelms III. vom 12. Juni 1816 verfügte die Generalverwaltung des Salz-, Berg- und Hüttenwesens am 9. Juli 1816 die Einrichtung des Oberbergamtes Bonn an Stelle der Kommission. Neben anderen dem Oberbergamt Bonn untergeordneten Berg- und Hüttenämtern wurde auch das Bergamt Siegen eingerichtet. Die dem Oberbergamt Bonn übergeordnete Behörde war in der ersten Häfte des 19. Jahrhunderts abwechselnd das Innen-, Finanz- und Handelsministerium. Das Bergamt Siegen selbst hatte neben dem Direktor acht Mitglieder, und als Revierbeamte unterstanden ihm je ein Berggeschworener in Kirchen, Müsen, Daaden, Hamm, Ründeroth, Siegen, Unkel, Burbach, Eiserfeld, Stadtberge, Olpe, Wetzlar, Meschede, Brilon und Mühlheim (Rhein).

Das Bergamt Siegen gliederte sich in die Bergreviere Meschede (Westf.), Müsen, Siegen, Kirchen und Berg, welche sich wiederum in Berggeschworenenreviere unterteilten. Im Jahr 1853 erstreckte sich der ”Geschäftsbereich“ des Bergamts über den rechtsrheinischen Teil des Oberbergamtsdistrikts. Darüber hinaus war das Bergamt für die Verwaltung folgender Staatsbetriebe zuständig: Eisensteingruben Louise, Friedrich Wilhelm und Georg bei Horhausen; Erbstollen König, Reinhold Forster und Kronprinz Friedrich Wilhelm; Metall- und Stahlhütte zu Lohe. Der Siegener Sprengel umfaßte also schwerpunktmäßig sowohl die Eisen- und Bleigewinnung und -verhüttung im vormals kurkölnischen Sauerland, als auch die Eisensteingewinnung im Siegerland.

Trotz der Vereinheitlichung der Verwaltungsstrukturen seit 1816 war die rechtliche Situation im Bergbau insofern um 1800 und im 19. Jahrhundert unübersichtlich, als allgemeine Rechte und Provinzialrechte meist nebeneinander existierten. In den linksrheinischen Gebieten galt nach der Besetzung durch Frankreich 1794 seit dem 5. Floreal IX [25. April 1801] das am 28. Juli 1791 das ‚Loi relative aux mines‘ und seit dem 21. 4. 1801 der ‚Code des mines‘ Napoleons. Auf der rechten Seite des Rheins blieben in der Zeit der französischen Herrschaft bezüglich des Bergwesens die alten deutschen Gesetze und Verwaltungsstrukturen größtenteils in Kraft. Nur im neu entstandenen Großherzogtum Berg, das unter französischer Verwaltung stand, wurde die Bergverwaltung in der ”General-Administration der Bergwerke, Salinen, Hüttenwerke und Steinbrüche“ in Düsseldorf zentralisiert. Die alten deutschen Berg- und Hüttenordnungen und Gewohnheiten sowie der bergrechtliche Teil des Landrechts behielten Gesetzeskraft, weil von französischer Seite keine neuen das Bergwesen betreffenden Bestimmungen erlassen wurden. Ob und wenn ja inwieweit die französische Gesetzgebung das deutsche Bergrecht beeinflußte und wirksam wurde, ist in der Forschung umstritten, da offenbar die alten Bergordnungen und bergrechtlichen Bestimmungen der einzelnen Staaten und Herrschaften aus der Zeit vor der französichen Besetzung ihre Geltung behielten. Auch in den preußischen Gebieten existierten neben den allgemeinen Rechten Provinzialrechte. Die preußische Bergverwaltung übernahm rechtsrheinische Gebiete oder Gebietsteile von 13 verschiedenen, früher reichsunmittelbaren Herrschaften, in denen sieben verschiedene Bergordnungen als Prinzipalrecht sowie die Bestimmungen des Allgemeinen Preußischen Landrechts von 1794 und daneben das gemeine deutsche Bergrecht als Subsidiarrecht galten.

Gebiete oder Gebietsteile folgender Herrschaften wurden von Preußen übernommen:

1. Teile des Herzogtums Berg,

2. das vormals nassau-oranische Fürstentum Siegen,

3. das Fürstentum Wied,

4. die fürstlich gräflich Hatzfeldsche Herrschaft Wildenburg,

5. Teile des vormaligen Kurfürstentums Trier,

6. Teile des vormaligen Erzstifts Köln,

7. Teile der vormaligen Grafschaft Sayn-Hachenburg,

8. die Grafschaft Sayn-Altenkirchen,

9. Teile der Grafschaft Mark,

10. die Standesherrschaft Wildenburg-Schönstein,

11. die Herrschaft Homburg,

12. die Herrschaft Gimborn-Neustadt,

13. Teile des Großherzogtums Hessen-Darmstadt.

Es galten folgende Bergrechte:

1. die Nassau-Katzenelnbogische Bergordnung vom 1. September 1559,

2. die Kurtrierische Bergordnung vom 22. Juli 1564,

3. die Homburgische Bergordnung vom 25. Januar 1570,

4. die Wildenburgische Bergordnung von 1607,

5. die Kursächsische Bergordnung vom 12. Juni 1589,

6. die Kurkölnische Bergordnung vom 4. Januar 1669,

7. die Jülich-Bergische Bergordnung vom 21. März 1719

8. die Bestimmungen des Allgemeinen Preußischen Landrechts vom 5. Februar 1794.

9. das Kleve-Märkische Bergrecht vom 29. April 1766.

Bei der Entwicklung der Industrie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die örtliche Zersplitterung des Bergrechts und die staatliche Bevormundung des Bergbaus hinderlich. Da der Versuch, ein einheitliches preußisches Bergrecht einzuführen, zunächst scheiterte, und sich von den zwischen 1826 und 1850 vorgelegten Entwürfen keiner umsetzen ließ, schlug man zunächst den Weg der Einzelgesetzgebung ein. Erst am 24. Juni 1865 das preußische Bergesetz wirksam wurde.

Die wichtigsten bergrechtlichen Gesetze der preußischen Bergverwaltung zwischen 1816 und der Schaffung des preußischen Bergesetzes am 24. Juni 1865:

1. 12. Mai 1851 Gesetz über die Besteuerung der Bergwerke und das sogenannte Miteigentümergesetz,

2. 10. April 1854 Gesetz über die Vereinigung der Berg-, Hütten- und Salinenarbeiter in Knappschaften,

3. 26. März 1856 Gesetz über die unbefugte Aneignung von Mineralien,

4. 21. Mai 1860 Gesetz die Aufsicht der Bergbehörden über den Bergbau und das Verhältnis der Berg- und Hüttenarbeiter betreffend; das sogenannte Freizügigkeitsgesetz,

5. 22. Mai 1861 Gesetz über die Ermäßigung von Bergwerksabgaben,

6. 10. Juni 1861 Gesetz über die Kompetenz der Oberbergämter, das u. a. die Aufhebung der Bergämter beinhaltete,

7. 20. Oktober 1862 Gesetz über die Ermäßigung der Sonderbesteuerung,

8. 5. Juli 1863 Gesetz wegen der Verwaltung der Bergbauhilfskassen.

Das Miteigentümergesetz und vor allem das Freizügigkeitsgesetz hatten den Bergämtern die Führung des Betriebs, etwa der Einstellung von Bergarbeitern, der Lohn- und Preisgestaltung und des Haushalts auf den Bergwerken (Direktionsprinzip), entzogen und den Bergwerksunternehmern überlassen (Inspektionsprinzip). Dennoch blieben die Unternehmen gegenüber den Bergämtern z. B. bzgl. der Einhaltung des Betriebsplanes oder der Grubensicherheit verantwortlich. Auch die spätere Gesetzgebung führte zu einem Aufgaben- und Kompetenzverlust der Bergämter. Das ”Gesetz über die Kompetenz der Oberbergämter“ vom 10. Juni 1861 beinhaltete die Auflösung der Bergämter, so auch das Bergamt Siegen, und die Übertragung der Aufgaben an das Oberbergamt Bonn. Als Mittelinstanzen fungierten weiterhin die Revierbeamten mit den Bezirken der alten Bergreviere sowie die Bezirksregierungen. Das Allgemeine Berggesetz für die Preußischen Staaten vom 24. Juni 1865 vollzog diese allmähliche Komptenzverschiebung von der Bergbaubehörde zu den Unternehmen..

Verzeichnisse der Beamten des Oberbergamts Bonn seit dem Jahre 1816 und der betriebenen Bergwerke im Oberbergamtsbezirk Bonn von 1919 finden sich bei Hans Arlt (s. u.) S. 111-122.

Literatur:

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Der Bergamtsbezirk Siegen umfaßte die rechts des Rheins gelegenen Bereiche des Oberbergamtsbezirks Bonn. Aus: 150 Jahre Oberbergamt in Bonn [1966], 21.

4. Hinweise

Die vorhandenen Akten, hauptsächlich Betriebsakten, geben insbesondere Auskunft über die Geschichte einzelner Betriebe (Gruben, Steinbrüche, Hütten etc.). Daher erfolgte die Klassifikation des Bestandes vornehmlich nach Betrieben sowie Betriebssparten und nur zum Teil nach Geschäftsbereichen des Bergamtes.

Ein Mischindex erschließt die Aktenverzeichnung nach Personen- und Ortsnamen sowie in sachlicher Hinsicht.

Mit dem vorhandenen Bestand korrespondierende Akten finden sich im Staatsarchiv Münster: Berggericht Siegen; im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Oberbergamt Bonn; im Stadtarchiv Siegen: Bergamt Siegen; im Stadtarchiv Hilchenbach: ehemaliges Königlich Preußisches Bergamt zu Siegen; im Stadtarchiv Freudenberg: Bergamt Siegen; im Stadtarchiv Kirchhundem: Königlich Preußisches Bergamt zu Siegen, Revier Müsen; im Stadtarchiv Olpe: Königlich Preußisches Bergamt Siegen, Revier Müsen.

Umfang : 123 Akten (102 Kartons), Findbuch M 512 mit Index. Ca. 60 Kartons unverzeichnet.



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