Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.4. NACHLÄSSE UND SAMMLUNGEN
4.4.1. Nachlässe und Sammlungen von einzelnen Personen
Nachlass Hans Erich Stier
V 099, Sammlung Kurt von Steinwehr
Permalink des Findbuchs


Signatur : V 099

Name : Sammlung Kurt von Steinwehr

Beschreibung :

Einleitung :

Die Sammlung Kurt von Steinwehr entstand im Rahmen der familienkundlichen Arbeiten des Oberingenieurs Kurt von Steinwehr in Köln-Ehrenfeld. Sie dokumentiert die Geschichte einer vornehmlich in der Neumark und bei Magdeburg ansässigen preußischen Gutsherren- und Offiziersfamilie file://fn@01 , die aber auch in Westfalen, Hinterpommern und Hessen verzweigt war.

Wilhelm Viktor Kurt von Steinwehr wurde 1871 in Königsberg a. Pr. geboren file://fn@02 . Nach einer elektrotechnischen Handwerkerlehre und der Fortbildung in der Lehranstalt des Physikalischen Vereins zu Frankfurt/Main trat er zunächst 1890 bei der Helios AG in Köln-Ehrenfeld und 1891 in der dortigen Zweigniederlassung der Siemens-Halske AG (nachmalige Siemens-Schucker AG) ein. Als Oberingenieur und stellvertretender Bürovorstand wurde er 1931 in den Ruhestand versetzt.

Seit 1896 war Kurt Steinwehr mit Anna, geb. Bever, verheiratet. Sie bezogen 1907 ein geeignetes Haus in Köln-Ehrenfeld, Eichendorffstr. 14. Ihre Ehe blieb kinderlos, doch nahmen sie 1915 Gerda, geb. Hermann, später Ehefrau Bröker, als Pflegekind auf. Im Zweiten Weltkrieg siedelte das Ehepaar nach Oerlinghausen, Pollmannskrug, über, wo Anna von Steinwehr 1944 und Kurt von Steinwehr ca. 1952 verstarben.

Um 1887 begann Kurt von Steinwehr, sich mit der Geschichte seiner Familie zu beschäftigen und dafür aus den verschiedensten Quellen Material zu sammeln file://fn@03 . Daraus entstand 1914/15 eine kleine Broschüre mit einer zusammenhängenden Beschreibung der von Steinwehr zu Deetz und Wellen, die an interessierte Privatpersonen verteilt wurde file://fn@04 . Bis 1944 konnte der Familienforscher die Arbeiten zu den von Steinwehr zu Deetz (in der Neumark), Wellen (bei Magdeburg), auf Haus Marck (Grafschaft Tecklenburg), auf Gut Schwessow (Hinterpommern) und in Hessen beenden. Anschließend beschäftigte er sich um 1950 bis zu seinem Tod mit der Geschichte der verwandten Familien von Luerwald (Lüerwald) in Westfalen und Steiermark.

Das von ihm gesammelte urschriftliche Material organisierte Kurt von Steinwehr in Sammelmappen, die er bis 1944 fortlaufend im Staatsarchiv zu Stettin hinterlegte file://fn@05 . Darüber hinaus fertigte er von den einzelnen Belegen Archivalien- und Literaturexerpte an, die vervielfältigt und in feste Manuskripten-Bände geheftet wurden. Diese Bände sowie der aus ihnen erwachsene Band mit der zusammenhängenden Darstellung der Familiengeschichte von Steinwehr (Linien zu Deez in der Neumark und zu Wellen bei Magdeburg) wurden an verschiedene Privatpersonen, Staatsarchive und Bibliotheken verteilt file://fn@06 . Jeweils ein Exemplar aller Manuskripten-Bände behielt der Forscher zu seiner Verfügung.

Diese bei Kurt von Steinwehr verbliebenen Bände, die 1952 noch in seinem Besitz befindlichen Sammelmappen sowie 6 Schachteln mit Photo-Glasplatten gelangten mit Zgg 11/46, 12/51, 13/51 und 9/52 als Depositum in das NW Staatsarchiv Münster. Dort wurden sie 1991 von OStAR Dr. Kloosterhuis verzeichnet, wobei besonderer Wert auf die Erschließung des reichhaltigen Porträt-Photomaterials der Sammlung zu legen war. Die Benutzung des Bestandes unterliegt keinen besonderen Beschränkungen.

Münster, im Oktober 1991

gez. Dr. Kloosterhuis

Umfang : 19 Akten (8 Kartons), Findbuch V 099.

Verweise :

Kurt von Steinwehr, Stammtafel der Familie von Steinwehr von 1400-1900, Köln 1906; Kurt von Steinwehr, Gesammelte Beiträge zur Geschichte der pommersch-hessisch-tecklenburgischen Steinwehr Linie (...), Oerlinghausen 1944.



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