Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Hof Schulze Steinen
U 197, Familie Schulze Messing
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 197

Name : Familie Schulze Messing

Beschreibung :

Einleitung :

Der Hof Schulze Messing, Nr. 5 in der Bauerschaft Gettrup, Gemeinde Senden, gehört zu den ältesten Höfen des Sendener Kirchspiels. Grundherr war das Kapitel St. Mauritz zu Münster, in dessen Register curia Metzinkhoff 1160 erscheint file://fn@01. Sein Schulzenamt war zunächst an die Drosten zu Senden verlehnt; im 17. Jahrhundert ging es an die Hofesfamilie Messing über file://fn@02. Seitdem wechselte der Hof durch Einheiratung an verschiedene Besitzer (Schücking, Schölling, Högemann), die jeweils Schulze Messing genannt wurden.

Über den Bestand des Hofes um 1815 gibt eine Inventarisierung Auskunft, die am auf Antrag des Schulze Heidhorn zu Amelsbüren als Vormund der minorennen Kinder Schulze Messing erfolgte. Die grundherrlichen Verpflichtungen des Hofes wurden 1836 in eine Geldrente umgewandelt, deren endgültige Ablösung 1850 gelang file://fn@03. Ein Jahr zuvor, 1835, kam die Teilung der Gemeinheit zum Abschluss, an denen Schulze Messing berechtigt war (Pietenpohl, Haferland, Wiedau, Angsthege, Rüschfeld, Reckers- und Hörsterheide) file://fn@04. Erst 1875 wurden schließlich auch die Naturalabgaben an die Pastorat, Kirche und Küsterei zu Senden abgegolten file://fn@05. Nachdem Schulze Messing 1880 noch das Kolonat Ermann ankaufen konnte, umfasste der Hof damals 420Morgen bzw. nach der Gebäudebeschreibung 1892 103,9ha Land mit 560 Tlr Grundsteuer-Reinertrag bzw. 4346 wirtschaftlicher Reinertrag. Die innermünsterländische Gräftenhofanlage umfasste damals Wohnhaus mit Scheune und Stall, Speicher, Torhaus, Schuppen, Schweinestall, Scheune und ein Einwohnerhaus file://fn@06. Nach einem Brand 1913 wurde das Wohnhaus, 1934 auch das Einwohnerhaus neu errichtet file://fn@07.

Das Hofesarchiv Schulze Messing wurde von Dr. Bernhard Schulze Messing in Münster an das NW Staatsarchiv Münster abgegeben. Es umfasst daher neben den eigentlichen Hofessachen (aus dem 17.-19. Jahrhundert) auch dessen wissenschaftliche Aufzeichnungen, die sich v.a. mit dem Brauerei- und Brennereigewerbe im Fürstbistum Münster befassen.

Die Akten wurden 1991 von OStAR Dr. Kloosterhuis verzeichnet. Die Benutzung des Bestandes unterliegt keinen besonderen Beschränkungen.

Münster, im Oktober 1991

(Dr. Kloosterhuis)

Das Findbuch wurde im August 2010 von Frau Stebner abgeschrieben. Das Original-Findbuch enthält zusätzlich zwei hier nicht wiedergegebene Anlagen:

1) Übersicht über die Hofesbesitzer, ca. 1600-1900

2) Hofesinventar um 1815 (Edition der Nr. 7 des Bestandes)

Ko, 30.9.2010

Umfang : 14 Akten (2 Kartons), Findbuch U 197.



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