Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Haus Hemer
Haus Hemer / Akten
U 122u, Haus Hemer - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 122u

Name : Haus Hemer

Beschreibung :

Einleitung :

1)Die Urkunden des Hemerischen Archivs sind sämtlich aus den Akten herausgenommen und der gesamte Bestand ist für sich verzeichnet.

2)Die Akten sind durchlaufend aber springend nummeriert und zwar genügte es, bei der Geringfügigkeit des Umfangs der einzelnen Abteilungen und weil ferner Zugänge kaum zu erwarten sind, bei jeder neuen Abteilung mit der nächst folgenden vollen Fünfzig oder den nächsten vollen Hundert zu beginnen.

3)Zur Nachricht über die verschiedenartigen Bestandteile des Aktenarchivs diene dies (wobei hier zugleich auf die geschichtlichen Bemerkungen in den ”Bau- und Kunstdenkmälern des Kreises Iserlohn“ verwiesen sei):

Den Grundteil bilden die Akten des Hauses Hemer.

Haus Hemer (und Höcklingsen) ist Anfang des 16. Jahrhunderts im Besitz der v. Schungel, kommt durch Margarete v. Delwig an Johann v. d. Heese und wird von beiden 1606 an Diedrich Ovelacker zum Grimberg verkauft. Ovelackers Witwe ist Christine v. Wachtendonck, deren Familie Hemer in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts an Adrian Melchior v. Brabeck veräußert. Von den Brabecks erwirkt es 1812 Karl Heinrich Löbbecke zugleich mit

Klusenstein (im 14., 15. und 16. Jahrhundert im Besitz der Familie v. Werminckhausen, um 1700 an die v. Brabeck übergegangen)

Apricke (im 15. und 16. Jahrhundert gleichfalls im Besitz der Familie v. Werminckhusen, später schnell durch mehrere Hände - v. Neuhoff, v. Duithe, v. Romberg - gegangen und im 18. Jahrhundert von v. Brabeck aus dem Rombergischen Konkurse angekauft und zwar zusammen mit:)

Idelburg.

Mit den unter VI (Fremde Archivalien) aufgeführten Häusern hat es folgende Bewandtnis:

Ohle: im 17. Jahrhundert im Besitz des Johann v. Selbach gen. Loe, durch dessen Erben, v. d. Heese, wird es gegen Ende des Jahrhunderts an v. Brabeck verkauft. 1812 erwirkt K. H. Löbbecke Haus Ohle mit den anderen Häusern, doch wird es 1864 wieder veräußert.

Haus Hemer: um 1500 im Besitz der v. d. Westhofe, nach deren Aussterben es in die Hände der v. Clodt übergeht, die es bis 1750 behalten haben sollen. Durch den Besitz von Ohle kommt auch die Familie v. Brabeck in Beziehung zu Hennen.

Lethmathe: zeitweise im Besitz der v. d. Westhofe, später der v. Brabeck.

Holte und Schönflieth: haben, wie es scheint, nur flüchtige Beziehung zu dem früheren Besitzern von Hemer gehabt.

Diese fremden Archivalien sind also durch frühere Besitzer von Hemer, besonders die v. Brabeck, an das Haus Hemer gekommen und in der Folge bei dem Hause geblieben. Übrigens wird man einzelne anderen Stücke gleicher Herkunft vereinzelt auch in den voraufgehenden Abteilungen finden, wo sie untergebracht sind, weil es nicht lohnte, besondere Abteilungen zu bilden.

Möllenberg

Das Urkundenfindbuch wurde 2009 von C. Kneppe abgeschrieben.

Umfang : 107 Urkunden, Findbuch U 122u.



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