Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.1. Fürstbistum Münster
1.2.1.2. Domkapitel
Domkapitel Münster, Obödienzen
Domkapitel Münster, Obödienzen / Akten
B 114, Domkapitel Münster, Obödienzen - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 114

Name : Domkapitel Münster, Obödienzen

Beschreibung :

Einleitung :

Die Obedienzen oder Oboedienzen waren ursprünglich "officia", also Ämter, die von Mitgliedern des Domkapitels versehen wurden. Aufgabe des jeweiligen "Obedientiars", der für seinen Lebensunterhalt aus bestimmten Gütern Einkünfte bezog, war es, über den Kultus, die Seelsorge und die Güterverwaltung zu wachen.

Im Laufe der Zeit wandelte sich jedoch der Charakter der Obedienzen, aus den "officia" wurden "beneficia", deren Inhaber nur noch bloße Nutznießer der Einkünfte ohne wesentliche Aufgaben waren. Die Vergabe der Obedienzen erfolgte durch Option, wobei die altersmäßige Reihenfolge der Domherren berücksichtigt wurde.

Insgesamt gab es im Fürstbistum Münster folgende Obedienzen:

1. St. Blasii oder Sommersell

2. Buldern

3. Grevinghoff

4. Hellen

5. Hiddingsel

6. Ladbergen

7. Lembeck

8. Leppering

9. Ostenfelde

10. Schölving oder Schölling

11. Schwienhorst

12. Senden

13. Spiekerhoff

Ein beachtlicher Teil der noch in dem alten Repertorium aufgeführten Akten ist nicht erhalten geblieben. Deshalb wurden bei der 1983 vorgenommenen Neuverzeichnung die Aktenbände mit durchlaufenden Nummern versehen, über die Konkordanz läßt sich jedoch ohne Schwierigkeit die bisherige Signatur einer Akte ermitteln.

Bei Aktenbestellungen ist anzugeben:

Domkapitel Münster, Obedienzen Nr. ... .

Münster, im Mai 1984

Veddeler

C. v. Olfers, Beiträge zur Geschichte der Verfassung und Zerstückelung des Oberstiftes Münsters besonders in Beziehung auf Jurisdiktions-Verhältnisse, Münster 1848.

Umfang : 606 Akten (20 Kartons), Findbuch B 114.



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