Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.2. WESTFÄLISCHE FÜRSTBISTÜMER
1.2.1. Fürstbistum Münster
1.2.1.3. Studienfonds und Missionen
Ferdinandeische Missionen / Urkunden
B 161u,Ferdinandeische Missionen - Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : B 161u

Name : Ferdinandeische Missionen

Beschreibung :

Einleitung :

Am 5. April 1682 stiftete Ferdinand von Fürstenberg, Bischof von Paderborn und Münster, mit einem Fonds von über 100 000 Taler aus seinem Privatvermögen die Ferdinandeische Mission. Sie war geplant "für 15 Missionsbezirke und 16 Missionarien, davon kam eine Mission mit 8 Priestern auf China und Japan, die übrigen auf Deutschland und den Norden, zu dessen apostolischem Vicar er seit dem 16. Sept. 1680 ernannt war, nämlich auf die Bisthümer Münster, Paderborn, auf das Emsland, das Herzogtum Westfalen, das Siegerland, die Wesergegend mit dem Sitze Hameln, Hannover mit Celle oder Hannover, oder falls hier der Sitz verweigert würde, mit Hildesheim, Niedersachsen mit Magdeburg oder Halberstadt je eine, die letzten 6 auf den Norden, auf Bremen, Hamburg, Lübeck, Glückstadt, Friedrichsstadt mit Holstein, und Fridericia in Jütland. Der Jesuitenorden nahm die Fundation dankend an und stellt vorerst die Missionare an, der jeweilige Bischof von Paderborn, sowie das Haupt der Fürstenberger Familie erhielten das Protectorat, drei geistliche Würdenträger zu Paderborn das Curatorium der Stiftung. Später sorgte der Bischof von Paderborn für die fünf Missionen Westfalens und die ihnen zustehenden Fonds, der Bischof von Münster verwaltete der größeren nachmals durch Ranzauisches Vermächtniß erweiterten Theil der Stiftung, welcher den nordischen und asiatischen Missionaren zu Gute kam".

(Nordhoff, Ferdinand von Fürstenberg, in: ADB VI, S. 702-709, hier S. 705).

Der zu Münster gehörende Teil der Mission wurde durch Konservatoren und die Münstersche Pfennigkammer verwaltet. Zur Gründung der Mission vgl. Fürstbistum Münster, Landesarchiv.

Zur Verwaltung und zur Aufsicht durch die Kriegs- und Domänenkammer Münster nach dem Anfall Münsters an Preußen vgl. Fürstbistum Münster, Kabinettsregistratur, Regierungskommission und Auseinandersetzungskommission Münster.

Zur Person Ferdinands zuletzt: Helmut Lahrkamp, Ferdinand von Fürstenberg, in: Fürstenbergsche Geschichte, Bd. 3, Münster 1971, S. 119-149.

Zum Bestand der heute großenteils verlorenen Obligationen vgl. das alte Findbuch (AR 673). Kopiar der Obligationen siehe Studienfonds Münster Nr. 5143.

29. 4. 1980 Knackstedt

Umfang : 31 Urkunden, Findbuch B 161u.



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