Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
4. NICHTSTAATLICHES SCHRIFTGUT
4.3. GEWERBEBETRIEBE, ADELIGE HÄUSER, FAMILIEN, HÖFE
4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe
Haus Holzhausen (Dep.)
Haus Holzhausen (Dep.) / Akten
U 125, Haus Holzhausen (Dep.) - Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : U 125

Name : Haus Holzhausen (Dep.)

Beschreibung :

Einleitung :

Vorwort

Angaben über die Geschichte von Holzhausen finden sich in den Bau- und Kunstdenkmälern des Kreises Höxter S. 131-132, wo auch die Literatur verzeichnet ist. Demnach war Holzhausen im Besitz der gleichnamigen Familie, die seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar ist. Nach dem Aussterben des Geschlechts 1484 belehnte Bischof Simon von Paderborn mit den Holzhäuser Gütern seinen Amtmann zum Dringenberg, Arnd von der Borch, und Engelhard von Dutenhausen; den Anteil des Engelhard brachte 1500 Dietrich, Sohn des genannten Arnd von der Borch, an sich. Um 1720 starb die alte Linie von der Borch aus, ihr Besitz fiel an den hannöverschen Zweig des Hauses, dessen letzte Erbin sich mit Adrian Alhard von der Borch auf Langendreer vermählte, der 1792 von Holzhausen Besitz ergriff.

Langendreer, ein Besitz der Familie von Dreer, kam 1497 an Arnd von der Borch, den Gatten der Schwester des Wessel von Dreer, mit dem die Familie 1470 im Mannesstamm ausstarb. Im 17. Jahrhundert teilte sich die Familie in den Holzhausener und den Langendreerer Zweig, letzterer beerbte im 18. Jahrhundert auch Holzhausen (vergleiche über Langendreer die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Bochum-Stadt, S. 40-41).

Das Archiv auf Holzhausen umfasst auch viele Stücke, die sich auf Langendreer und die Gegend um Bochum beziehen, sie von den Archivalien des Hauses Holzhausen zu scheiden schien jedoch nicht angebracht. Über das Archiv vergl. auch J. Bauermann, Westfälisches Adelsblatt Nr. 12, 2. Jahrgang, Dez.1925, S. 293.

Abgesehen von dem Wert, den die Archivalien für die Geschichte der angeführten Familien und ihrer Besitzungen haben, dürfte auch die Abteilung IV. des Aktenarchivs (=lfd. Nrn. 179-214) interessantes Material zur Landesgeschichte des 17. Jahrhunderts enthalten.

Durch Vertrag vom 23.2.1920 bzw. 10.3.1920 zwischen dem Freiherrn von der Borch zu Holzhausen und dem Staatsarchiv zu Münster hat ersterer dem letzteren die in seinem Besitz befindlichen Urkunden behufs Hinterlegung unter Wahrung seines Eigentumsrechtes übergeben. 1922 sind von ihm weitere Urkunden und besonders Akten, die sich noch auf Holzhausen fanden, an das Staatsarchiv abgegeben worden. Unter den Akten waren noch zahlreiche Urkunden, die erst bei der Durchsicht der Akten ermittelt und darauf im Urkundenverzeichnis nachgetragen wurden.

Münster im Oktober 1926

Kochendörffer

Nachtrag

Am 25. Januar 1928 hat Herr Baron v.d. Borch nach neuerlicher Rücksprache noch acht Kisten Akten und einige Urkunden zum Depositum abgegeben (J.-Nr. 72/28 Acc. 28/5). Da diese Akten die früher abgegebenen an Umfang um ein vielfaches übertrafen, wurde eine völlige Neuordnung des Aktenarchivs vorgenommen, indem die zuerst abgegebenen mit den jetzt erst hierher gelangten Stücken vereinigt wurden, während die wenigen Urkunden den schon hier befindlichen angeschlossen wurden.

Münster im Juni 1928

Kochendörffer

Einige Urkunden und Akten aus dem "Nachlass Kochendörffer" nachträglich eingeordnet. Die Zugehörigkeit zum Depositum nicht ganz sicher.

Oktober 1931

Pfeiffer

Im Stadtarchiv Dortmund ist ein weiterer Archivteil (50 Pergamenturkunden, 16 Papierurkunden, 1 Urkundenabschrift, 8 Aktenstücke (Restbestand nach Kriegsverlusten)) hinterlegt, der aber aus dem Besitz der Friedeburger Linie stammt. Eigentümer i.J. 1953: Frhr. Wulff von der Borch, Eichenhofen, Post Undorf, Bez. Regensburg. (Signet d. Bearb.)

6.11.1953 von der Archivberatungsstelle angekauft.

Das Findbuch wurde im Herbst 2011 im Rahmen eines DFG-Projektes von Dr. Bernd-Wilhelm Linnemeier abgeschrieben.

[Anmerkung Dr. Linnemeier: Das handschriftliche Urkundenverzeichnis bis Nr. 52 inkl. war trotz trotz der flüchtigen Hand des (nicht identifizierbaren) Bearbeiters durchweg lesbar. Sprachliche Unzulänglichkeiten wurden allerdings nur ausnahmsweise korrigiert. Die anschließende Verzeichnung Kochendörffers (Nrn. 53-453) erwies sich angesichts der in vielen Einzelheiten - vor allem bei Orts- und Eigennamen - fast unleserlichen Handschrift des Bearbeiters als höchst problematisch (dass K. auch an seiner letzten Wirkungsstätte Aurich wegen der Unleserlichkeit seiner Handschrift gerügt wurde, bestätigt das zuvor Gesagte). Die so entstandenen zahlreichen Fehlstellen wurden durch Vermerke in eckigen Klammern, sonstige Unsicherheiten durch "(?)" kenntlich gemacht. In Ausnahmefällen wurde den offenbar mit großer Begeisterung verwendeten Altformen von Ortsnamen (wie etwa "Lemego") eine normalisierte Form in runden Klammern hinzugefügt. Die Qualität der Regesten bleibt dennoch a) infolge der sprachlich-syntaktischen Schwächen des Bearbeiters sowie b) aufgrund der offenkundigen Probleme des Südhessen Kochendörffer mit der Lektüre mittelniederdeutscher Termini und Eigennamen vielfach unbefriedigend.]

Umfang : 1441 Akten (258 Kartons), Findbuch U 125.



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